DE80344C - - Google Patents

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DE80344C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00—Other methods of shaping glass
    • C03B19/04—Other methods of shaping glass by centrifuging

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Moulding By Coating Moulds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung - bilden ein Verfahren und ein Apparat zur Herstellung von hohlen Gegenständen aus plastischen Materialien in Kugel- oder Ellipsoidenform (runde oder ovale Gefäfse). Das Verfahren besteht darin, dafs man diese Materialien in entsprechenden Hohlformen gleichzeitig um zwei auf einander senkrechte Achsen eentrifugirt, wobei die Geschwindigkeit um beide Achsen entweder gleich — zur Herstellung von kugelförmigen Gegenständen — oder verschieden ist — zur Herstellung von ellipsoidenförmigen Gegenständen.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein zur Ausführung dieses Verfahrens dienender Apparat dargestellt. Es bedeutet: '
Fig. ι einen Schnitt in der Ebene der beiden Drehachsen,
Fig. 2 eine Seitenansicht und
Fig. 3 einen Grundrifs.
Das Verfahren ist in der Weise ausgeführt, dafs man, je nach dem herzustellenden Gegenstand, eine kugelförmige oder ellipsoidische Hohlform mit einer der zu erzeugenden Wandstärke entsprechenden Menge des zur Verwendung gelangenden Materials ausfüllt und um zwei auf einander senkrechte Achsen des Gefäfses gleichzeitig rotiren läfst.· Für Gefäfse mit Kugelflächen mufs dabei das Verhällnifs der Tourenzahlen 1 : 1 sein, für die Herstellung ovaler, elliptischer Gefäfse direct proportional den Achsenlängen der Ellipse. In allen Fällen aber mufs das Verhältnifs der Tourenzahlen constant bleiben.
Die zur Verwendung gelangenden Formen entsprechen der Form der zu erzeugenden Gegenstände, so also, dafs die Aufsenflächen der Gegenstände eine directe Wiedergabe dieser Formen sind. Die Wandstärke und die Form der Innenflächen werden durch das vorliegende Verfahren erzeugt. Sollen die Gefäfse an ihren Aufsenseiten Verzierungen, Vertiefungen oder Erhöhungen erhalten, so sind solche in entsprechender Weise in die Hohlform einzugraviren bezvv. aufzutragen.
Der in der Zeichnung dargestellte Apparat besteht aus einem Schleuderkasten 3, welcher auf einer verticalen Achse 2 befestigt ist und dazu dient, die zur Herstellung, der betreffenden Gefäfse dienende Form 1 aufzunehmen. Diese Form 1 liegt in den Lagern 10 des Schleuderkastens derart, dafs sie um eine horizontale Achse rotiren kann. Die gleichzeitige Drehung um eine verticale Achse wird der Form durch den auf der Achse 2 sitzenden Schleuder-* kasten 3 mitgetheilt.
■'* 4
Die gleichzeitige Drehung der Form um die beiden Achsen wird durch folgende Einrichtung eingeleitet:
An dem Innern des den ganzen Apparat umgebenden Mantels 11 ist ein Zahnkranz 4 · befestigt, in welchen ein Zahnrad 6 greift, das auf einer zur Achse 2 normal gerichteten Welle sitzt. Diese Welle liegt in Lagern 8, welche mit dem Schleuderkasten 3 fest verbunden sind, so dafs sie bei dessen Bewegung um die Achse 2 mitgeführt werden. Auf der Welle des Zahnrades 6 sitzt dann ferner eine Riemscheibe 7. Ueber derselben ist der Schleuderkasten durchbrochen, so dafs ein Riemen hindurchgefUhrt werden kann, welcher die Form 1 vermittelst der Riemscheibe 9 in eine Drehung um ihre horizontale Achse 10-10 versetzt.
Der Antrieb des gesammten Apparates erfolgt von der Hauptiransmission aus durch den Riemen 20 auf die Scheibe 13, die auf der Achse 2 des Schleuderkastens festsitzt, und gestaltet sich in der Weise, dafs durch diese Scheibe 13 der Kasten 3 und damit die Form 1 in eine Rotation um eine verticale Achse versetzt wird, während gleichzeitig durch das Abrollen des Rades 6 auf dem Zahnkranz 4 vermittelst der Scheiben 7 und 9 eine Rotation um eine horizontale Achse bewirkt wird.
Durch geeignete Wahl der Dimensionen von Zahnkranz 4, Zahnrad 6, Scheiben 7 und 9 la'fst sich erreichen, dafs diese beiden Bewegungen entweder mit gleichen oder mit verschiedenen Tourenzahlen erfolgen, so dafs also die nach dem vorliegenden Verfahren erforderliche Rotation zur Herstellung kugelförmiger bezw. ellipsoidenförmiger Gegenstände erreicht wird.
Um die rotirende Hohlform 1 während des Arbeitsvorganges mit Luft, Gasen, Flüssigkeiten u. s. w. je nach Bedarf zu versorgen, ist ein Metallrohr 22 angeordnet, welches an den Luftpressionsapparat angeschlossen ist und durch den Mantel 11 des Apparates hindurch nach einem Ringraum 23 geführt ist, welcher durch die beiden Ringe 24 und 25 gebildet wird, die vermittelst Stützen 12 fest um die Achse 2 gelagert sind. Das Zuführungsrohr 22 mündet in diesen Ringraum 23, welcher mit dem von dem Ring 24 gebildeten Hohlraum 26 in Verbindung steht.
Der Raum 26 ist nach aufsen luftdicht abgeschlossen und mit einer Oeffnung versehen, an welche die Rohrleitung 22 angeschlossen werden kann. Das Rohr 22 läuft an der Achse 2 aufwärts, sodann an dem Boden des Kastens 3 entlang und tritt durch das Lager 10 in die Hohlform 1 ein, deren Innenraum somit während des ganzen Arbeitsprocesses mit dem Druckapparat in Verbindung steht.
Zur leichteren Führung des Schleuderkastens 3 sind im Innern des Rahmens 11 Rollen 16 und 17 angebracht. Zur Erhöhung der Gleichmäfsigkeit der Bewegungen kann auf dem Zahnkranz 4 auch noch ein zweites Rad 6 angeordnet werden.
Die vorstehend beschriebene Ausführungsform eines Apparates zur Erzeugung einer gleichmäfsigen Rotation um zwei auf einander senkrechte Achsen ist natürlich nicht die einzig mögliche, welche zur Ausführung des den Gegenstand vorliegender Erfindung betreffenden Verfahrens angewendet werden kann; sie dürfte sich jedoch als eine sehr zweckmäfsige erweisen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von runden oder ovalen Hohlkörpern aus plastischen Materialien der Glas-, der keramischen Industrie u. s. w., gekennzeichnet durch gleichzeitiges Centrifugiren dieser Massen in entsprechenden Hohlformen um zwei auf einander senkrechte Achsen:
a) mit um beide Achsen gleicher Geschwindigkeit zur Herstellung kugeliger Körper,
b) mit um beide Achsen verschiedener Geschwindigkeit zur-Herstellung elliptischer Körper. ;
2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i. eine Vorrichtung, gekennzeichnet durch die in einem um eine senkrechte Achse drehbaren Behälter (3) um eine waagrechte Achse drehbar gelagerte Hohlform (1), welche beim Rotiren des Behälters (3) durch Eingreifen eines in demselben gelagerten Zahnrades (6) in eine feste Kreisbahn (4) mittels Riemenübertragung in Drehung um ihre waagrechte Achse versetzt wird.
3. Bei der Ausübung des durch den ersten Anspruch gekennzeichneten Verfahrens die Zuführung von Prefsluft oder dergl. in die Hohlform wahrend des Rotirens derselben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753894C (de) * 1940-11-17 1953-02-09 Roehrenwerke A G Deutsche Verfahren zum Herstellen kernloser Hohlkoerper
DE1024683B (de) * 1951-05-05 1958-02-20 Corning Glass Works Schleuderform zum Herstellen eines im wesentlichen trichterfoermigen Glashohlkoerpers und in der Schleuderform hergestellter Glashohlkoerper
US4010020A (en) * 1970-09-03 1977-03-01 Stephen Wyden Apparatus for forming curved surfaces by rotation

Cited By (3)

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DE753894C (de) * 1940-11-17 1953-02-09 Roehrenwerke A G Deutsche Verfahren zum Herstellen kernloser Hohlkoerper
DE1024683B (de) * 1951-05-05 1958-02-20 Corning Glass Works Schleuderform zum Herstellen eines im wesentlichen trichterfoermigen Glashohlkoerpers und in der Schleuderform hergestellter Glashohlkoerper
US4010020A (en) * 1970-09-03 1977-03-01 Stephen Wyden Apparatus for forming curved surfaces by rotation

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