DE804012C - Verfahren und Vorrichtung zur Kaelteerzeugung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Kaelteerzeugung

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DE804012C
DE804012C DEP11693A DEP0011693A DE804012C DE 804012 C DE804012 C DE 804012C DE P11693 A DEP11693 A DE P11693A DE P0011693 A DEP0011693 A DE P0011693A DE 804012 C DE804012 C DE 804012C
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DE
Germany
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vortex
turbine
work
relaxation
air
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Expired
Application number
DEP11693A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Peter Grassmann
Dipl-Ing Bruno Petzold
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Adolf Messer GmbH
Original Assignee
Adolf Messer GmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Adolf Messer GmbH filed Critical Adolf Messer GmbH
Priority to DEP11693A priority Critical patent/DE804012C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE804012C publication Critical patent/DE804012C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B9/00Compression machines, plants or systems, in which the refrigerant is air or other gas of low boiling point
    • F25B9/002Compression machines, plants or systems, in which the refrigerant is air or other gas of low boiling point characterised by the refrigerant
    • F25B9/004Compression machines, plants or systems, in which the refrigerant is air or other gas of low boiling point characterised by the refrigerant the refrigerant being air

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Kälteerzeugung
    Es ist bekannt, bei der arbeitsleistenden Ent-
    spannung von Gasen zum Zwecke der Kä lteerzeu-
    gung Expansionsturbinen zu ver,#venden. Dieses
    `"erfahren bietet jedoch zahlreiche technische
    Schwierigkeiten, wenn die Temperaturen der zu
    verarbeitenden Gase so tief sind, wie diese bei-
    spielsweise für die Verflüssigung und Zerlegung
    von Gasen benötigt werden. Bei diesen Tempera-
    turen sind die Festigkeitseigenschaften der meisten
    Konstruktionsmaterialien so ungünstig, dafl aus
    ihnen nicht mehr die hochbeanspruchten Teile der
    Turbine hergestellt werden können. Eine weitere
    Schwierigkeit ist die Schmierung der Lager, da
    keine Schmiermittel bekannt sind, die bei diesen
    tiefen Temperaturen einigermaßen befriedigende
    Eigenschaften aufweisen. Werden die Lager jedoch
    in Gebiete hoher Temperatur verlegt, so ist dazu
    eine sehr lange und schlanke Achse erforderlich,
    wodurch die mechanischen Eigenschaften der
    Turbine sehr ungünstig beeinflußt werden. Ver-
    sucht man mit kurzer und dicker Achse auszu-
    kommen und die Lager auf irgendeine Weise zii
    erwärmen, so wird durch die Wärmeleitung vom
    warmen Lager zum kalten Läufer der Wirkungs-
    grad der Turbine verringert. Auch falls es gelingen
    würde, aller dieser technischen Schwierigkeiten
    Herr zu werden, so wäre doch der \Virkungsgrad
    wegen der starken Abweichungen, die alle Gase bei
    tiefen Temperaturen vom idealen `'erhalten zeigen,
    immer verhältnismäßig ungünstig. Ein besonders
    starkes Absinken des Wirkungsgrades sowie auch
    ein Grund für (las Eintreten ernstlicher technischer
    Störungen wiirde auftreten, sobald sich das Gas in
    der Turbine zu einem wesentlichen Teil verflüssigt.
    Diese Schwierigkeiten werden durch das nachfolgend beschriebene Verfahren weitgehend beseitigt. Es besteht darin, daß gleichzeitig mit der Entspannungsturbine auch von der Wirbelentspannung Gebrauch gemacht wird. Bei einer derartigen Wirhelentspannung wird das Gas durch eine entsprechende Düse tangential in ein Rohr eingeblasen. Es bildet sich dann ein Luftkern mit niedriger Temperatur aus, während längs der Wandung des Rohres ein noch unter erhöhtem Druck stehender wärmerer Luftmantel rotiert. Durch geeignet angeordnete Blenden ist es möglich, auf der einen Seite des Rohres einen Kaltgasstrom zu entnehmen, der, den entsprechenden Teilen der Apparatur zugeleitet, zur Aufrechterhaltung der für den Zerlegungsvorgang nötigen tiefen Temperatur dient.
  • Der eigentliche Gegenstand der Erfindung besteht nun darin, den Warmgasstrom, der ja noch unter wesentlich erhöhtem Druck steht und dem ein merklicher Drehimpuls innewohnt, zum Antrieb einer Turbine zu verwenden, deren Läufer in möglichster Nähe der Düse angebracht, vom Warmgasstrom beaufschlagt wird. Hierdurch wird erreicht, daß nunmehr in den beweglichen Teilen der Appaatur keine unzulässig tiefen Temperaturen mehr auftreten, also die eingangs erwähnten Schwierigkeiten wegfallen. Wenn hierbei von Warmgasstrom gesprochen wird, so bedeutet das nur, daß die Temperatur dieses Gasstromes vor der arbeitsleistenden Entspannung in der Turbine oberhalb der des Kaltgasstromes liegt, während sie sehr wohl unter Raumtemperatur liegen kann.
  • Eine für die Durchführung des Verfahrens, speziell für die Verflüssigung und nachfolgende Zerlegung von Luft, geeignete Anordnung ist in der Abb. i wiedergegeben. Die in den meisten Fällen im vorgeschalteten Wärmeaustauscher getrocknete und weitgehend gekühlte Luft tritt durch das Rohr i und die Düse 2 in die Wirbelkammer 3 ein. In bekannter Weise bildet sich hier ein Wirbel aus mit einem warmen, unter erhöhtem Druck stehenden Luftmantel und einem kalten Luftkern. Während die kalte Luft in bekannter Weise durch Rohr .I entnommen und in folgenden nicht gezeI*chiieten Wärmeaustauschern in bekannter Weise en@-weder noch weiter gekühlt wird oder zur Kühlung anderer Gasströme dient, werd gemäß dem Gegen= stand der Erfindung der warme Teilstrom der Luft in unmittelbarem Anschluß an die Wirbelkammer zur Arbeitsleistung in einer Turbine herangezogen, wobei ihr sowohl die Druckenergie wie die Energie, die ihr auf Grund ihres Drehimpulses innewohnt, möglichst weitgehend entzogen wird. Sie tritt sodann infolge der Arbeitsleistung gekühlt durch Rohr 5 wieder aus der Turbine aus und kann dann je nach ihrer Temperatur an geeigneter Stelle wieder in den Zerlegungsprozeß eingeführt werden. im vorliegenden Beispiel ist der Läufer 6 der Turbine unmittelbar mit dem Läufer 7 eines Turbogebläses verbunden, das zur Verdichtung irgendeines Gasstromes, z. B. für die Verdichtung der für die Anlage benötigten Luft, verwandt wird. Es kann dadurch der Leistungsbedarf des Kompressors, der die für den Betrieb der gesamten Zerlegungsapparatur nötige komprimierte Luft liefert, etwas verringert werden. Einerseits, um das Verhältnis von Warmluft zti Kaltluft den gerade bestehenden Betriehsverhältnissen anzupassen, andererseits auch, um die Anordnung dem Druck und der Menge der von der gesamten Zerlegungsanlage zu verarbeitenden Luft anzugleichen, kann in günstiger Weise auch eine Regelung der durch die Turbine gehenden Luftmenge vorgesehen werden. Dies wird dadurch erreicht, daß die gesamte Wirbelkammer in axialer Richtung auf den Läufer 6 der Turbine zu oder von ihm weg bewegt werden kann. Wie Abb. 2 des näheren zeigt, in der wieder 6 der Turbinenläufer, 8 das Ende des Gehäuses der Wirbelkammer bedeutet, kann dadurch der für den Luftdurchtritt verbleibende ringförmige Schlitz 9 in der gewünschten Weise verengt oder erweitert werden. Da es sich hierbei nur um Bewegungen von wenigen Millimetern handelt, ist es technisch leicht möglich, die beiden Rohre für die Zufuhr der Druckluft zur Wirbelkammer und die Abführung der Kaltluft von der Wjrbelkammer einer solchen geringfügigen Verschiebung folgen zu lassen. Ferner kann zur Regelung der Menge der Gesamtluft auch noch im Rohr i eine variable Drosselstelle angebracht oder der freie Querschnitt der Düse 2 durch eine eingeschobene Nadel verändert werden.
  • Da die in der Wirbelkammer entspannte Luft bereits einen hohen Drehimpuls besitzt, würde ein besonderer, vor dem Läufer der Turbine angebrachter Leitschaufelkranz meist nur Verlust bringen, jedoch kann in speziellen Fällen zur Beruhigung des Gasstromes auch ein solcher angebracht werden. Es erwies sich ferner als zweckmäßig, die Schaufeln nicht in axialer Richtung, sondern, wie auch aus den Abbildungen zu ersehen, in einer gegen die Achse leicht geneigten Richtung anzubringen.
  • Wenn auch im allgemeinen die Verbindung der Wirbelentspannung mit einer zu dem Luftwirbel im gleichen Drehsinn laufenden Turbine die geeignetste Kombination darstellt, um die eingangs erwähnten Schwierigkeiten zu überwinden, so können doch Fälle eintreten, insbesondere, wenn die zu verarbeitende Gasmenge sehr klein ist, wo der Kolben-Expansionsmaschine oder einer sonstigen, nicht auf demTurbinenprinzip beruhendenVorrichtung zur Entspannung unter äußerer Arbeitsleistung der Vorzug zu geben ist. Um auch in diesem Falle nicht nur den erhöhten Druck, sondern auch den Drehimpuls des wärmeren Anteils des Gases auszunutzen, werden erfindungsgemäß im Gehäuse der Wirbelkammer Schlitze in einer solchen Richtung angebracht, daß das wirbelnde Gas möglichst ohne Richtungsänderung in sie eintreten kann. In ihnen bzw. den anschließenden Leitungsteilen vollzieht sich dann die Umwandlung der Geschwindigkeitsenergie in Druckenergie. Eine solche Vorrichtung ist in Abb. 3, senkrecht zur Achse der Wirbelkammer geschnitten, dargestellt. Wie bisher tritt die Luft durch das Rohr i und die Düse 2 in der Wirbelraum 3 ein, in dem sich ein im Uhrzeigersinn umlaufender LnftN%-Irbel ausbildet. Ein Teil dieser Luft gelangt in die Schlitze io, von hier in den ringförmigen Sammelkanal i i und wird durch das Rohr 12 der Kolben-Expansionsmaschine oder sonstigen Entspannungsvorrichtungen unter Zwischenschaltung eines Wärmeaustauschers zugeleitet.

Claims (3)

  1. PATE\TA\SPRCCHE: i. Verfahren und Vorrichtung zur Kälteerzeugung durch arbeitsleistende Entspannung von Gasen unter Verwendung einer Entspannungsvorrichtung mit äußerer Arbeitsleistung, dadurch gekennzeichnet, daß vor diese Entspannungsvorrichtung ein Wirbelentspanner geschaltet ist, dessen Warmgasstrom unter Ausnutzung seiner Druck- und Bewegungsenergie in der Entspannungsvorrichtung unter Leistung äußerer Arbeit entspannt wird.
  2. 2. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch i unter Verwendung einer Turbine zur arbeitsleistenden Entspannung, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer der Turbine im gleichen Drehsinn -%vie der Luftwirbel im Entspanner rotiert und im unmittelbaren Anschluß an den Wirbelentspanner angebracht ist.
  3. 3. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch i und ?, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der durch die Turbine gehenden Luftmenge das Gehäuse des Wirbelentspanners dem Turbinenläufer in axialer Richtung genähert bzw. von diesem entfernt wird, wobei gleichzeitig noch weitere Regelmöglichkeiten im Zuführungsrohr i oder in der Düse 2 vorgesehen sein können. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Turbinenläufer mittelbar oder unmittelbar mit dem Läufer eines Turbogebläses gekoppelt ist. j. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, <lad als Vorrichtung für die arbeitsleistende Entspannung eine Kolben-Expansionsmaschine oder eine sonstige, nicht nach dem Turboprinzip arbeitende Vorrichtung verwandt wird, wobei der Warmgasstrom des Wirbelentspanners durch Schlitze in dessen Wand abgeleitet wird, die im Drehsinn des Luftwirbels angeordnet sind.
DEP11693A 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren und Vorrichtung zur Kaelteerzeugung Expired DE804012C (de)

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