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Einziehzange In den Dralitziehereien war es früher allgemein üblich,
für das Einziehen der Drähte eine sog. Froschschenkelzange zu verwenden (Fig. i).
Beim Anlauf der Ziehtrommel wurde der Draht zunächst an der Unterkante des Schollrandes
zum Anliegen gebracht, lief dann in eine schräg nach unten gerichtete Rinne an den
Unterteil der Ziehtrommel, wobei sich die Zange in eine Aussparung der Tronitnel
legte (Feg. ?). Bei dieser Art des Einziehens wird der Draht teilweise am Anfang
und Ende der Rinne und an der Kante der Beißfläche der Zange stark abgeknickt. Bei
harten Drähten, die nur noch ein geringes Verformungsvermägen haben, reißt der Draht
an den Knickstellen leicht ab. Nach Einführung der Mehrfachzüge ging man zu einer
anderen Art Einziehzange über. Es wurden Zangen verwendet, die zwei konische Backen
haben, die beim Einzug in einer konischen Führung nach vorn rutschen und den Dralit
festklemmen Fig. 3). 1)1e beim Einziehen auftretenden starken Kräfte bedingen eine
sehr starre Konstruktion der Zange. Die an einer Kette befestigte Zange legt sich
beine Einziehvorgang tangential an die Ziehtrommel an, so daß das Ende der Zange
etliche Millimeter von der Trommel absteht; dadurch tritt der Draht mit einem Knick
aus dein Zangenmaul aus, uni sich seinerseits wieder tatigential an die Trommel
anzulegen (Feg. ,4). Dieser scharfe Knick führt selbst l)ci weicheren Drahtsorten
schon zu einen Abreißen de: Drahtes.
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Die Erfindung geht nun von dem Gedanlken aus, eine Zange zu konstruieren,
bei der der Draht ohne Knick aus dem Zangenmaul austritt und sich tangential an
die Trommel anlegen kann. Erfindungsgeni:iß besitzt die Zange einen sich gegen die
Tromniel abstützenden Abstandhalter, z. B. einen Wulst
am hinteren
Teil der Zange, der diesen Teil derart im Abstand von der Trommel hält, daß der
aus dem Zangenmaul austretende Draht bis zu seinem ersten Anlagepunkt an der Trommel
mindestens in etwa die Tangente zu dem ersten Anlagepunkt bildet (Fig. 6). Dabei
kann die Zange vorzugsweise zweiteilig mit einem Drehgelenk, vorzugsweise etwa in
der Mitte, ausgeführt sein (Fig. 5). Bei dem Einziehvorgang stützt sich der hintere
Teil der Zange einschließlich der Kette gegen die Trommel ab, und zwar so, daß der
Drehpunkt möglichst weit von der Trommel abliegt und dem vorderen Zangenteil eine
derartige Drehmöglichkeit gegeben wird, daß der Draht aus dem Zangenmaul ohne Knick
sich tangential an die Trommel anlegen kann (Fig.6). Durch diese Konstruktionsart
ergeben sich noch weitere wesentliche Verbesserungen. Bei den früher üblichen Zangen
wurde der Draht durch die Beißbacken und den dahinterliegenden hohlgebohrten Druckstift
D (Fig. 3) hindurchgesteckt. Riß nun der Draht ab, so steckte das Ende zwischen
den Beißbacken und in dem Druckstift, wobei in den meisten Fällen der aus dem Druckstift
herausragende Teil noch umgebogen war. Die Ausführung der Zange ließ es nicht zu,
das Drahtstück nach rückwärts aus der Zange herauszuziehen, sofern man nicht versuchte,
den Draht umzubiegen und nach dem Abschneiden jeweils einzelner kleinerer Stücke
herauszuziehen. Wollte man den Draht nach der vorderen Seite herausziehen, so zogen
sich jeweils die Beißbacken zusammen und klemmten den Draht fest. Große Schwierigkeiten
bereitete auch das umgebogene Ende, das aus dem Druckstift herausragte. Durch die
geringen Platzverhältnisse war es nicht möglich, den Draht in der Zange geradezubiegen,
um ihn durch die verhältnismäßig enge Bohrung des Druckstiftes wieder hindurchbringen
zu können. Die drehbare Zange dagegen gestattet es, den Draht an dem aus dem Druckstück
herausragenden Ende zu fassen und mühelos nach hinten herauszuziehen, da sich die
Backen Zwangsläufig beim Herausziehen des Drahtes öffnen.
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Die Konstruktion der bisher üblichen Einzelzange sieht allgemein vor,
daß das Druckstück ständig unter Federspannung steht und die Beißbacken in Klemmstellung
drückt. Das Herausziehen des abgebrochenen Drahtstückes wird dadurch noch besonders
schwierig, daß der Federdruck des Druckstückes immer wieder zu einem Festklemmen
des Drahtes führt. Die Konstruktion der drehbaren Zange ist dagegen so ausgeführt,
daß der Druckstift feststellbar ist. Dadurch liegen die Beißbacken vollkommen lose
in der Zange und können in jede beliebige Stellung geschoben werden.
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In der Zeichnung sind in den Fig. i bis 4 die bisher gebräuchlichen
Zangen gezeichnet.
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In den Fig. 5 bis 7 sind als Beispiel Zangen gemäß der Erfindung dargestellt.
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Fig. 5 zeigt eine einteilige Zange i, in deren Maul 2 der Draht 3
eingeführt ist und der sich bei a tangential an die Trommeloberfläche 5 anlegt.
Die Zange ist hinten mit der Kette 6 verbunden. Der Abstandhalter (Wulst) 7 stützt
das hintere Ende .der Zange gegen die Trommel ab. Dabei muß der Hebelarm vom Anlagepunkt
des Wulstes an der Trommel bis zum Zangenmaul größer sein als der Hebelarm vom Anlagepunkt
bis zum Anlenkpunkt der Kette, damit das Zangenmaul unter dem Zug des Drahtes in
Richtung auf die Trommel kippt.
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Fig.6 zeigt eine zweiteilige Zange, deren Teile durch ein Gelenk 8
miteinander verbunden sind, wobei der hintere Teil 9 den Abstandhalter (Wulst) 7
besitzt.
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Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch die Zange gemäß Fig. 6.