DE805342C - Verfahren zur Behandlung von Eisenpulver - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Eisenpulver

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DE805342C
DE805342C DEP44495A DEP0044495A DE805342C DE 805342 C DE805342 C DE 805342C DE P44495 A DEP44495 A DE P44495A DE P0044495 A DEP0044495 A DE P0044495A DE 805342 C DE805342 C DE 805342C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G1/00Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
    • C23G1/02Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts with acid solutions
    • C23G1/08Iron or steel
    • C23G1/086Iron or steel solutions containing HF

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Description

  • Verfahren zur Behandlung von Eisenpulver Beim Gehrauch von Eisenpulver für verschiedene metallurgische Zwecke ist es schon seit langem bekannt, daß schon sehr geringe Mengen von Verunreinigungen, sowohl auf die Herstellung von Gegenständen als auch auf deren praktische Verwendbarkeit einen ungünstigen Einfluß haben. Eine sehr unwillkommene Verunreinigung dieser Art ist die Kieselsäure, die bereits in einer Menge von einigen Zehnteln eines Prozentes sich in der Abnutzung der Preßwerkzeuge bemerkbar macht. Sie macht darüber hinaus das Eisenpulver für gewisse, sehr wichtige Zwecke völlig unbrauchbar, z. B. für die Herstellung von sog. selbstschmierenden Lagern. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Hauptmenge der Kieselsäure als Quarz in Form von kleinen scharfkantigen Teilchen auftritt, die die Werkzeuge und die in einem Lager laufende Welle stark abnutzen.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt ein Verfahren zur vollständigen oder teilweisen Entfernung des Quarzes. Sie ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß das Eisenpulver, gegebenenfalls nach irgendeiner anderen Vorbehandlung, . B. nach Reduktion mit Wassersteif, einem Entlaugungsprozeß mit Fluorwasserstoffsäure unterworfen, darauf mit Wasser gewaschen und in einer reduzierenden oder neutralen Atmosphäre getrocknet wird. Der Waschflüssigkeit wird vorzugsweise eine Sparbeize beigefügt, um den Angriff der Säure auf das Metall zu verringern. Dem Waschwasser kann auch ein Alkali zur Neutralisierung der Säure beigefügt werden. Die Trocknung wird vorzugsweise mit Wasserstoff oder Generatorgas bei einer Temperatur von 300 bis 400` C dUrchgeführt.
  • Praktische Versuche haben gezeigt, daß beim Auslangen mit einer 2°l°igen Säure bei Raun-jtemperatur in i bis 3 Stunden es möglich war, den Kieselsäuregehalt von ungefähr 0,30;o im Ausgangsmaterial auf weniger als o,oj°/, im Fertigprodukt ztt verringern. Der Auslaugungsflüssigkeit wurde ungefähr o,i°/o einer Sparbeize zugesetzt. Beim Auslaugen wurde auch der A1,03 Gehalt von 0,22°/o im Ausgangsmaterial auf durchschnittlich o,io bis 0,i4°/0 und der Kohlenstoffgehalt auf durchschnittlich 0,04 bis o,02°;0 verringert. Der Karbidkohlenstoff wurde im wesentlichen gelöst, während der als Graphit vorliegende Kohlenstoff unbeeinflußt blieb. Die Trocknung kann auch im Dampf bei einer Temperatur von über ioo ° C stattfinden.
  • Die Säurekonzentration ist auf den Quarzgehalt des Ausgangsmaterials abzustimmen. So hat sich z. B. gezeigt, daß bei einem Quarzgehalt von 0,2 bis o, i °/° des Ausgangsmaterials ein günstiges Ergebnis erzielt werden kann mit einer Säurekonzentration von ungefähr i°/°. Für höhere Quarzgehalte, z. B. 0,4°/0, ist die Säurekonzentration vorzugsweise 30/0. Indessen kann bei so hohen Quarzgehalten die Säurekonzentration auch auf 5°/° gesteigert werden. Die Säurekonzentration hängt aber auch von der für die Behandlung zur Verfügung stehenden Zeit ab und der Säuremenge im Verhältnis zur Eisenpulvermenge, so daß eine schwächere Säure Verwendung finden kann, wenn die Behandlungszeit ausgedehnt werden kann und eine stärkere Säure, wenn die Behandlung zu beschleunigen ist.
  • In der Regel ist es vorzuziehen, schwächere Säurekonzentrationen anzuwenden, da der Gebrauch stärkerer Säuren die Gefahr in sich birgt, daß das Eisenpulver selbst angegriffen wird und damit Eisenverluste eintreten. Auf alle Fälle ist der gesamte Säuregehalt zum mindesten so im Verhältnis zum gesamten Quarzgehalt des Eisenpulvers zu bestimmen, daß aller Quarz aufgelöst wird.
  • Die Sparbeize kann entweder der Waschflüssigkeit oder der Fluorwasserstoffsäure zugesetzt werden. Durch diese Behandlungsweise gemäß der Erfindung, die verhältnismäßig leicht auszuführen ist, wird es also möglich, nicht nur den Quarz zu entfernen, sondern auch den Gehalt an anderen Verunreinigungen des Eisenpulvers zu verringern, z. B. den Gehalt an A1,03 und denKarbidkohlenstoff, wobei noch ein weiterer Vorteil erreicht wird, nämlich eine Verringerung der Härte des Pulvers.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Behandlung von Eisenpulver, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver einer Auslaugung mit verdünnter Fluorwasserstoffsäure unterworfen, dann mit Wasser gewaschen und danach in nicht oxydierender Atmosphäre getrocknet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaugung mit einer Säure durchgeführt wird, welche eine Konzentration von ungefähr 201f, aufweist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaugungsflüssigkeit eine kleine Menge, vorzugsweise etwa o, i °/°, einer Sparbeize beigefügt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Waschwasser eine zur Neutralisierung der Säurereste ausreichende Menge von Alkali beigefügt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung in Wasserstoff oder Generatorgas durchgeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung bei einer Temperatur von 30o bis 4o0' C durchgeführt wird.
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