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Butterteilmaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Butterteilmaschine,
bei der eine den Preßkolben vorschiebende Gewindespindel über ein auf verschiedene
Schaltbeträge einstellbares Getriebe schrittweise gedreht wird. Bei einer bekannten
Maschine dieser Art geschieht der Antrieb der Gewindespindel durch ein auf der Antriebswelle
sitzendes, nach Art eines Triebstockes mit Mitnehinerstiften versehenes Schaltrad,
das mit einem auf der Gewindespindel befestigten, am Rande Ausschnitte zum Eingriff
der Stifte aufweisenden Rad kämmt. Die Mitnehmerstifte sind durch axiale Verschiebung
ein-und ausschaltbar, so daß durch Einschalten einer mehr oder weniger großen Zahl
von Stiften der Winkel, um den die Gewindespindel bei jedem Schaltvorgang gedreht
wird, einstellbar ist. Bei dieser Maschine sowie auch bei anderen bekannten Butterteilmaschinen
kann der Vorschub des Preßkolbens nur in ziemlich groben Stufen geregelt werden,
so daß die mit der :Maschine abzuteilenden Butterstückchen nur um verhältnismäßig
große Gewichtsteile, z. B. von 5 zu 5 g, abgestuft werden können.
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Demgegenüber bezweckt die Erfindung, ein(: Butterteilmaschine der
eingangs erwähnten Art so auszubilden, ciaß eine feine und genaue Einstellung des
Vorschubes des Preßkolbens und demzufolge eine Abstufung der abzuteilenden 13utterstückcheti
um kleinste Gewichtsteile, z.13. von Gramm zu Gramm, möglich ist. Die gestellte
Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zum Drehen der Gewindespindel ein
stufenlos regelbares Schaltwerk vorgesehen ist. Ein solches Schalt\verk kann im
wesentlichen aus einer auf der Antriebswelle befestigten Hubscheibe und einem daran
durch eine Rückdrelifeder angelegten Mitnehmerarin bestehen,
der
durch eine vorzugsweise als Klemmkupplung ausgebildete, totgangfreie Ratsche mit
der Gewindespindel gekuppelt ist. Der Hub dieses Schaltwerks kann durch Einstellen
eines Anschlages geregelt werden, der den durch die Feder bewirkten Rücklauf des
bei jedem Schaltvorgang durch die Hubscheibe bis in eine festliegende Endstellung
bewegten Mitnehmers begrenzt. Der Anschlag kann aus einem um die Gewindespindel
drehbaren, mit einer seitlichen Nase des Mitnehmers zusammenwirkenden Arm bestehen,
der entlang einer festen Skala verstellbar und durch eine Klemmschraube am Skalenträger
feststellbar ist. Die neue Ausbildung gestattet, wie leicht ersichtlich, eine beliebig
feinstufige Regelung des Vorschubes des Preßkolbens und damit eine grammgenaue Einstellung
und Abstufung des Gewichts der abzuteilenden Butterstückchen.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
wobei der Einfachheit halber nur das der Bedienungsseite benachbarte Ende der Maschine
dargestellt ist. Es zeigt Fig. i eine Ansicht von vorn, Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig.3 einen in der Achsenebene der Gewindespindel geführten senkrechten Längsschnitt,
Fig.4 eine Einzelheit, nämlich eine Ratschenkupplung in Vorderansicht bei geöffnetem
Kupplungsgehäuse in etwas größerem Maßstab als die Fig. i bis 3, Fig. 5 einen Teilschnitt
nach der Linie A-A in Fig. i, ebenfalls in größerem Maßstab.
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Die in der hinteren Stirnwand eines gehäuseförmigen Maschinenständers
i drehbar, aber unverschiebbar gelagerte Gewindespinde12 ist, wie bekannt, in der
hohlen Stange 3 eines in einem Preßzylinder geführten Kolbens verschraubbar. Auf
ihrem aus dem Ständer i herausragenden Ende sitzt ein hin und her schwenkbarer Mitnehmerarm,
der mit der Spindel durch eine als Klemmkupplung ausgebildete Ratsche verbunden
ist. Der Mitnehmerarm besteht aus einem auf der Spindel e drehbar sitzenden, durch
einen abnehmbaren Deckel 4 verschlossenen, dosenförmigen Gehäuse 5, dessen Deckel
einen radial vorspringenden Finger 6 trägt. Das Gehäuse 5, das zugleich den treibenden
Teil der Ratschenkupplung bildet, umschließt deren getriebenen Teil sowie die zwischen
beiden eingeschalteten Klemmrollen. Der getriebene Teil ist eine auf dem Spindelende
sitzende Muffe 7, die an ihrem Mantel drei die Klemmrollen 9 enthaltende Ausschnitte
8 aufweist. Die inneren Begrenzungsflächen der Ausschnitte 8 steigen in der Drehrichtung
der Kupplung (Pfeil a in Fig. 4) allmählich an, so daß die Ausschnitte sich in dieser
Richtung verengen. Dabei stehen die Rollen 9 unter der Wirkung von leichten Druckfedern
io, welche sie nach den engeren Teilen der Ausschnitte hin verschieben und dadurch
stets an die Mitnahmeflächen von Kupplungsgehäuse und Kuppelmuffe anlegen.
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Auf der neben der Gewindespindel 2 und parallel dazu angeordneten
Antriebswelle 12, die vorn in bekannter Weise einen Schneidbügel zum Abteilen des
mittels des Kolbens aus dem Preßzylinder herausgedrückten Butterstranges und hinten
eine Handkurbel 13 trägt, ist eine mit dem Finger 6 des Kupplungsgehäuses 5 zusammenwirkende
Hubscheibe befestigt. Diese besteht aus einer zur Welle 12 exzentrischen Kreisscheibe
14, die in ihrer Drehrichtung (Pfeil b in Fig. i) betrachtet hinter dem der Antriebswelle
am nächsten kommenden Teil ihres Umfanges einen Randausschnitt 15 hat, in den der
Finger 6 einzugreifen vermag. Der Ausschnitt 15 nimmt entgegen der Drehrichtung
(Pfeil b) allmählich anTiefe zu und weist an seinem hinteren Ende eine etwa radial
stehende Mitnehmerkante auf. Seine Innenkante läuft etwa tangential zu einem um
die Antriebswelle geschlagenen Kreise und geht im Bogen in den Scheibenumfang über.
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Der vom Kupplungsgehäuse 5 und dem Finger 6 gebildete Mitnehmer der
Gewindespindel 2 steht unter Wirkung einer Rückdrehfeder 17. SeineRückdrehung ist
dadurch begrenzt, daß eine am Kupplungsgehäuse vorgesehene seitliche Nase 18 an
einen Arm i9 anschlägt. Dieser Arm ist um die Gewindespindel drehbar und kann in
jeder Stellung durch eine Klemmschraube 2o festgestellt werden (Fig. 2). Die Klemmschraube
20 greift durch einen Bogenschlitz 31 eines am Maschinenständer i vorgesehenen Flansches
21 hindurch in eine Gewindebohrung des Armes i9 ein. Der Anschlag i9 ist auf diese
Weise stufenlos einstellbar. Seine Einstellung geschieht an Hand einer z. B. mit
einer Grammeinteilung versehenen Skala 22, die an dem Ständerflansch 21 befestigt
ist, und mit der eine gerade Kante einer Öffnung zusammenwirkt, die in dem abgewinkelten
und den Flansch 21 übergreifenden Endteil des Anschlagarmes i9 vorgesehen ist. Der
Einstellbereich ist in Fig. i durch den Winkel c gekennzeichnet.
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Damit das Klemmgesperre sich beim Rücklauf des Mitnehmers 5, 6 leicht
löst, steht die Gewindespindel 2 unter dem Einfluß einer einstellbaren Bremse. Diese
besteht aus einem innerhalb des Ständers i auf der Spindel 2 befestigten Bremsring
23 und einem Bremsklötzchen 24, das unter Zwischenschaltung einer Feder 25 durch
eine Stellschraube 26 an den Ring 23 angedrückt wird (Fig. 3). Das über das Kupplungsgehäuse
hinausragende Ende der Spindel 2 ist zum Aufstecken der Handkurbel 13 eingerichtet,
die auf der Antriebswelle 12 abnehmbar sitzt, so daß sie wahlweise auf diese Welle
oder auf die Gewindespindel aufgesteckt werden kann. Das Aufstecken der Handkurbel
auf die Spindel 2 hat den Zweck, letztere nach Vollendung des Hubes des Preßkolbens
zurückzudrehen, um den Kolben wieder zurückzuziehen. Damit die Gewindespindel unabhängig
von Mitnehmer und Klemmkupplung zurückgedreht werden kann, wird der getriebene Teil
dieser Kupplung, die Muffe 7, von der Spindel abgekuppelt. Aus dem Grunde ist der
Muffe und Spindel verbindende Federkeil 27 in der ihn aufnehmenden Längsnut 28 der
Spindel so weit verschiebbar, daß er aus der in der Muffenbohrung vorgesehenen Nut
heraustritt. Zum leichten Verschieben des Federkeils 27 dient
eine
an ihm befestigte Handhabe 29 in Form eines Ringes. Damit der Keil in verschiedenen
Stellungen der Muffe 7 in seine @@rbeitsstellung zurückgeschoben werden kann, weist
die Muffe mehrere, z. B. vier Eingriffsnuten 30 für den Keil auf.
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In Fig. i und 2 befindet sich der Anschlagarm i9 an der oberen Grenze
seines durch den Winkel c gekennzeichneten Einstellbereichs. d. h. es ist der größte
mögliche Kolbenhub eingestellt. Bei dieser Einstellung wird der Mitnehmer 5, 6 nach
jedem Schaltvorgang durch die Feder 17 in eine Ausgangsstellung f gedreht, die urn
den größten möglichen Winkel von der durch die Litiie g gekennzeichneten Endstellung
entfernt ist. Dabei tritt der Finger 6 in den Ausschnitt 15 der Hubscheibe
14 ein, sobald dieser Ausschnitt durch die Drehung der Scheibe dem Finger gegenüber
zu stehen kommt. Bei der weiteren Drehung der Hubscheibe nimmt diese den Mitnehmer
5. 6 mit, und zwar zunächst durch den Druck der radialen Kante des Ausschnittes
i 5 und nach dein Austritt des Fingers 6 aus dem Ausschnitt durch den Druck des
Scheibenumfanges. Dabei wird der `litnehmer 5, 6 um den vollen Schaltwinkel d gedreht.
Das Kupplungsgehäuse 5 nimmt seinerseits unter Vermittlung der totgangfreien Klemmrollen
9 und der bluffe 7 die Spindel 2 mit, die infolgedessen gleichfalls um den vollen
Winkel d gedreht wird und somit den Kolben um den größten möglichen Betrag vorschiebt.
Der Mitnehmer 5, 6 wird dann durch die Feder 17 wieder zurückgedreht. Er läuft dabei
dadurch, daß das Klemmgesperre sich beim Rücklauf des Gehäuses löst, leer in die
gezeichnete Ausgangsstellung f zurück. Wird ein kleinerer Kolbenvorschub eingestellt,
darin dreht die Feder 17 deshall). weil die Nase iS früher an den Arm i9 anschlägt.
den Mitnehmer 5, 6 nicht mehr in die gezeichnete Ausgangsstellung f, sondern in
eine näher bei der Endstellung g liegende Ausgangsstellung zurück, was, wie ersichtlich,
zur Folge hat. daß der Mitnehmer bei seiner durch die Hubscheibe 14 bewirkten Drehung
in die Endlage - einen entsprechend kleineren Weg zurücklegt, mithin auch die Gewindespindel
2 uni einen entsprechend kleineren Winkel gedreht wird. Beim Betrieb der Maschine
wird die Antriebswelle 12 mittels der Handkurbel 13 fortlaufend in der Pfeilrichtung
b (Fig. i) gedreht, wobei bei jeder Wellenumdrehung ein Vorschub des Preßkolbens
und ein Abschneiden des aus dem Preßzylinder Herausgedrückten Butterstranges stattfindet.
Ist der Kolben am Ende seines Weges angekommen, darin wird die Handkurbel 13 auf
die Spindel e gesteckt und diese zum Zurückziehen des Kolbens unmittelbar von Hand
gedreht. nachdem die Muffe 7 der Klemmkupplung durch Herausziehen des Federkeiles
27 von der Spindel 2 abgekuppelt worden ist.
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Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf das dargestellte
Beispiel, vielmehr sind mancherlei Abänderungen desselben sowie andere Ausführungen
und Anwendungen möglich. So könnte an Stelle einer exzentrisch angeordneten Kreisscheibe
mit Randausschnitt auch eine andere Hub-Scheibe, z. B. eine Unrund- oder Nockenscheibe.
vorgesehen sein, während an Stelle der gezeichneten Rollenklemmkupplung eine andere
praktisch totgangfreie Ratschenkupplung vorgesehen sein kann.