DE80557C - - Google Patents

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DE80557C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28DHEAT-EXCHANGE APPARATUS, NOT PROVIDED FOR IN ANOTHER SUBCLASS, IN WHICH THE HEAT-EXCHANGE MEDIA DO NOT COME INTO DIRECT CONTACT
    • F28D5/00Heat-exchange apparatus having stationary conduit assemblies for one heat-exchange medium only, the media being in contact with different sides of the conduit wall, using the cooling effect of natural or forced evaporation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der vorliegende Kühlapparat benutzt die Wä'rmebindung, welche bei der Verdunstung einer Flüssigkeit eintritt, und ermöglicht es, mit geringen Wassermengen eine Flüssigkeit oder ein Gas ohne Mischung mit der Kühlflüssigkeit in einfacher Weise bis unter die Lufttemperatur oder die der Kühlflüssigkeit zu kühlen.
Fig. ι zeigt einen Kühlapparat, bei dem die zu kühlende Flüssigkeit eine Rohrschlange durchfliefst,
Fig. 2 einen Berieselungskühlapparat und
Fig. 3 einen Kühlapparat für den besonderen Zweck einer Ventilationsvorrichtung.
Der Apparat (Fig. 1)· besteht aus einer Rohrschlange A, welche sich aus Rohren von irgend einem Querschnitte und von verschiedenster, gewellter, gerippter oder dergleichen Wandung zusammensetzt. A ist von einem dicht schliefsenden, nach oben sich verjüngenden Mantel B jimgeben, welcher an dem auch die Kühlschlange tragenden Boden C luftdicht aufsitzt. Durch diesen Boden C treten durch das Rohr D das zur Verdunstung gelangende Wasser und durch das Rohr E die erforderliche Luft in den Kühlraum ein, dessen oberste Umgrenzung der Schlot F bildet; durch F zieht die erwärmte feuchte Luft event, unter Zuhülfenahme besonderer Saugvorrichtungen ab. An der Einströmungsmündung des Wassers in den Kühlraum ist eine Zerstäubungsvorrichtung G für dasselbe in der Weise angebracht, dafs der Wasserstaub von der unten am Umfange des Mantels einströmenden Luft an der Rohrschlange A emporgeführt wird.
Die Zerstäubung des Wassers kann z. B. so erfolgen, dafs die sich kreuzenden, mit starkem Drucke einströmenden feinen Wasserstrahlen auf eine gerippte kugelförmige Fläche aufschlagen. Auch kann die Verdunstung dadurch bewirkt werden, dafs die Luft durch einen angefeuchteten porösen Körper streicht.
Um einen stärkeren als durch die blofse Erwärmung bedingten Luftzug innerhalb des Mantels herzustellen, kann in dem Schlot F eine besondere Luftabsaugung (Ventilator, Injector, Lockflamme u. dergl.) angebracht sein, oder es kann durch das Rohr E Prefsluft eingeführt werden.
Der unterhalb des Schlotes F mit der Spitze nach unten angebrachte Kegelmantel c soll ein unmittelbares Emporsteigen der Wasserdämpfe verhüten und deren innigere Berührung mit der Kühlfläche veranlassen.
Die durch Rohr E einströmende Luft wird zwecks Steigerung ihrer Absorptionsfähigkeit zuvor durch die Vorrichtung J geleitet, in welcher ihr durch hygroskopische Körper, z. B. gebrannten Kalk, Chlorcalcium und dergl., Feuchtigkeit entzogen wird. Luft wie Wasser können, wenn nöthig, vorher noch besonders gekühlt werden.
Die Wirkung des Kühlapparates ist folgende:
Die in der Schlange bei α in den Kühlraum warm eintretende Flüssigkeit wird die mit Wasserdämpfen geschwängerte Luft um den Kühlapparat herum erwärmen, die Absorptionsfähigkeit der Luft für Wasser erhöhen und dadurch, sowie durch die Erwärmung der einzelnen Wassertheilchen dieselben verdunsten;
hiermit ist für die bei α eintretende Flüssigkeit ein Wärmeverlust verbunden. Neben dieser durch die Wärmestrahlung der Rohrschlange bewirkten Verdunstung und dementsprecbender Abkühlung erfolgt eine solche auch infolge der durch künstliche Ventilation erzeugten Luftströmung, wodurch die zur Kühlung ver- » wendeten Wassertheilchen gleich bei ihrem Eintritt in den Kühlraum auf eine bedeutend niedrigere Temperatur gebracht werden, als ihre ursprüngliche war, so dafs es durch diese Anordnung möglich wird, eine Flüssigkeit oder ein Gas bis unter die jeweilige Luft- und Wassertemperatur abzukühlen. Dieser Kühlapparat kann vorteilhaft in den verschiedensten Gewerben, wie in Brauereien, Brennereien, Molkereien u. dergl., sowie auch für Kühl-Speiseschränke u. dergl. zweckmäfsige Benutzung finden.
In der Anordnung nach Fig. 2 rieselt die zu kühlende Flüssigkeit über den gleichzeitig als Kühlfläche dienenden Mantel B, wobei im Innern ein nach oben sich erweiternder Körper N angebracht ist, um die aufsteigende kühlende, feuchte Luft mehr an die Kühlfläche zu pressen.
Fig. 3 zeigt eine Anlage zur Kühlung der für gröfsere Räume erforderlichen Luft. In dem durch Mauer B oder sonstwie umkleideten Räume wird die Leitung für die reine, zu kühlende Aufsenluft durch aus Blechen hergestellte Kanäle K gebildet, welche eine zu ihrer lichten Weite entsprechend grofse Oberfläche haben und je durch mehrere Rohrstutzen b so mit einander verbunden sind, dafs die einströmende Luft schlangenförmig von oben nach unten nach dem Abflufsrohre L sich bewegt. Entgegengesetzt dieser Richtung steigt die abgesaugte unreine Luft von dem Rohre M nach dem Schlote F und nimmt auf ihrem Wege Wasserstaub mit, so dafs es infolge der hierbei bewirkten Verdunstung möglich wird, die einzuführende reine Luft unter die Temperatur der abgesaugten unreinen zu bringen. Der der Ventilation unterworfene Raum mufs natürlich gegen andere Luftströmungen während der Ventilation abgeschlossen sein, so dafs nur die für die Absaugung und die Zuführung bestimmten Kanäle in Wirksamkeit treten. Bei dem hier im besonderen ins Auge gefafsten Fall der Ventilation eines Gährkellers in Brauereien wird es angezeigt sein, die Absaugkanäle nahe am Boden des Gährkellers münden zu lassen, damit die unten lagernde Kohlensäure zuerst aufgenommen werde, und die Zuführungskanäle nahe an der Decke anzubringen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Kühlapparat für Flüssigkeiten und Gase, gekennzeichnet durch einen die Flüssigkeitsbezw. Gasleitung umgrenzenden, nur an dem sich verjüngenden oberen Ende offenen Mantel (B), in welchem eine zerstäubte Flüssigkeit mit der Leitung des zu kühlenden Körpers dadurch in innige Berührung kommt, dafs infolge der stetigen Erwärmung der mit Flüssigkeitstheilchen geschwängerten und durch eine Leitung (E) eingeführten Luft ein nach oben gerichteter Luftzug entsteht, wobei die hierdurch und durch die Erwärmung bewirkte Verdunstung der Flüssigkeitstheilchen Kälte erzeugt.
2. Kühlapparat nach Anspruch 1., welchem eine Vorrichtung (JJ vorgeschaltet ist, durch welche der die Verdunstung fördernden Luft Feuchtigkeit entzogen wird zwecks Steigerung der Absorptionsfähigkeit.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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