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Zeichengestell für stehende Bretter Den Gegenstand der Erfindung bildet
ein Zeichengestell mit lediglich in senkrechter oder annähernd senkrechter Stellung
in der Höhe verstellbarem Zeichenbrett, welches sich insbesondere für sehr große
Zeichenbretter eignet und den Vorteil hat, daß die Arbeiten am Brett mit normalen
Zeichenmaschinen ausgeführt werden können.
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Bei größeren Zeichenbrettern stieß bisher die Verwendung von normalen
7eichenmaschinen auf große Schwierigkeiten, weil infolge der geringen Reichweite
der Zeichenmaschine die Ausführung von Zeichenarbeiten nur innerhalb der von der
Maschine bestrichenen Fläche, nicht aber außerhalb derselben vorgenommen werden
konnten. Wollte man außerhalb der bestrichenen Fläche Zeichenarbeiten ausführen,
so müßte die Zeichenmaschine an einem anderen geeigneten Punkt des Hrettes angebracht
werden, was außerordentlich zeitraubend, umständlich und lästig wäre.
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Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, wurden deshalb größere Zeichenbretter
meist mit einem Laufwagen versehen, an dem die Zeichenmaschine auf- und abschiebbar
eingestellt werden konnte. Durch die zusätzliche Anordnung eines Laufwagens wurden
aber die Anschaffungskosten wesentlich verteuert.
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Mit der Erfindung werden die vorstehend erwähnten Schwierigkeiten
durch eine besonders eigenartige Ausgestaltung der Verschiebeeinrichtung am Gestell
völlig beseitigt, welche zudem den urteil hat, daß die Tiefenausdehnung des Gestells
einschließlich des in der flöhe verstellbaren Brettes
und der Verschiebeeinrichtung
mit Gegengewicht bedeutend geringer ausfällt, als es bei der bisher üblichen Bauart
derartiger Gestelle der Fall war. Infolge der mit der Erfindung erzielbaren geringen
Platzbeanspruchung wird es nunmehr möglich, beispielsweise an einer bestimmten Fensterfront
eine größere Anzahl von Zeichenbrettern aufzustellen, als es bisher möglich war,
so daß erheblich an Raum eingespart wird.
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Dieser Vorteil wird mit der Erfindung dadurch verwirklicht, daß der
Aufhängekopf für eine normale Zeichenmaschine mittels gleitbar an der Rückwand des
Zeichenbrettes geführter Schienen in Abhängigkeit von der Parallelogrammführung
für das Zeichenbrett relativ zu diesem verschiebbar angeordnet ist derart, daß bei
einer Auf- und Abwärtsbewegung des Zeichenbrettes der Aufhängekopf in gleicher Bewegungsrichtung,
jedoch mit einer geringeren Geschwindigkeit auf- und abwärts bewegt wird.
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Durch diese Ausführung gemäß der Erfindung ,vird es ermöglicht, mit
einer Zeichenmaschine üblicher Bauart die gesamte Zeichenbrettfläche zu bestreichen,
ohne daß der Zeichner gezwungen wäre, den Aufhängepunkt der Zeichenmaschine zu verlegen,
da bei einer Verstellung des Brettes sich automatisch die Zeichenmaschine auf die
jeweils zu bezeichnende Fläche einstellt.
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Weitere :Merkmale der Erfindung enthalten die Unteransprüche.
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Der Gegenstand der Erfindung wird in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert, welche ein gemäß der Erfindung ausgebildetes Zeichengestell schematisch
im Seitenriß zeigt, wobei Fig. i das Zeichenbrett in seiner höchsten, Fig. 2 in
einer mittleren und Fig. 3 in seiner tiefsten Stellung darstellt.
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Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel ist mit i einer der beiden seitlichen
Ständer des Zeichengestells bezeichnet, die durch Querstreifen 2, 3 und durch die
beiden Achsen 4, 5 fest miteinander zu einem Bock verbunden sind. An der Rückseite
des Bockes ist eine Holzwand 6 vorgesehen, an welcher durch Schiene 9 der Ständer
i durch Verschraubung oder in einer anderen geeigneten Weise an Vorsprüngen 7, 8
befestigt ist. Diese Holzwand begrenzt den Arbeitsplatz hinter dem Zeichengestell
und kann zum Anheften von Zeichnungsvorlagen u. dgl. benutzt werden, insbesondere
für den Fall, daß mehrere Zeichenbretter hintereinander aufgestellt werden.
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Auf den in den Ständern i gelagerten Achsen 4, 5 sind die beiden parallelen
Hebel io, ii befestigt, welche an ihren entgegengesetzten Enden durch eine Stange
12 gelenkig miteinander verbunden sind. Die Hebel io, i i und Stange 12 bilden die
Parallelogrammführungen für das Zeichenbrett 13, welches mittels Schiene 14 und
einem T-förmigen Vorsprung 15 an dem Gelenkzapfen 16 und mittels einer bei 17 angelenkten
Stange 18 verstellbar an dem Gelenkzapfen i9 befestigt ist. Bei einer Verschiebung
der Stange 18 im Gelenkzapfen i9 kann das Zeichenbrett um den Gelenkzapfen 12 etwas
verschwenkt werden, um dasselbe in eine senkrechte oder eine gewisse Schrägstellung
zu bringen.
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Der obere Hebel io ist auf der Achse 4 starr mit einem Segment 20
verbunden, so daß dasselbe bei einer Verstellung des Zeichenbrettes mit der Achse
4 gedreht wird. Auf der unteren Achse 5 ist ebenfalls ein Segment 21 lose aufgeschoben,
das aber durch ein Zugband 22 derart mit dem Segment 20 verbunden ist, daß bei einer
Drehung des Segmentes 2o das zweite Segment 21 zwangsläufig im entgegengesetzten
Drehsinne bewegt wird. Durch diese Umkehrung der Drehrichtung wird es ermöglicht,
das Gegengewicht 23 für das Zeichenbrett auf dieselbe Seite des Bockes zu verlegen,
auf welcher sich das Zeichenbrett mit seiner Parallelogrammführung befindet. Zu
diesem Zwecke ist das Gegengewicht 23 an einen mit dem Segment 21 starr befestigten
Hebelarm 24 aufgehängt und wird bei einer Verstellung des Brettes mit dem Hebelarm
24 derart bewegt, daß das Brett in jeder Stellung ausbalanciert ist. Durch diese
Verlegung des Gewichtes auf die Lastseite des Zeichengestells kann die Tiefenausdehnung
der gesamten Vorrichtung sehr gering gehalten werden.
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Die selbsttätige Verschiebung des Aufhängepunktes für die Zeichenmaschine
bei der Höhenverstellung des Zeichenbrettes wird durch einen Lenker 25 bewirkt,
welcher im Punkt 26 an dem oberen Hebel io und an einem Vorsprung 27 an der an der
Rückseite des Zeichenbrettes 13 in Augen geführten, mit dem Aufhängekopf 29 fest
verbundenen Gleitschiene 30 gelenkig befestigt ist. Diese Hebelübertragung
hat zur Folge, daß bei einer Verstellung des Brettes 13 nach oben oder unten eine
Relativverschiebung der Gleitschiene 30 mit Aufhängekopf 29 stattfindet,
und zwar derart, daß das Zeichenbrett und der Aufhängekopf sich immer in derselben
Richtung aber mit verschiedener Geschwindigkeit bewegen, wobei der Aufhängekopf
sich langsamer als das Zeichenbrett bewegt. Hierdurch werden die in Fig. i bis 3
dargestellten Stellungen von Zeichenbrett und Aufhängekopf erhalten.
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In Fig. i befinden sich Zeichenbrett und Aufhängekopf in ihrer höchsten
Stellung, in welcher der Aufhängekopf in bezug auf das Zeichenbrett die tiefste
Stellung einnimmt, wobei eine am Aufhängekopf befestigte Zeichenmaschine üblicher
Bauart in der Lage ist, die unterste Zeichenfläche zu bestreichen.
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Wird nun das Zeichenbrett nach unten verschöben, bewegt sich sowohl
das Zeichenbrett als auch der Aufhängekopf nach unten, jedoch mit verschiedener
Geschwindigkeit, so daß der Aufhängekopf sich vom oberen Rande des Zeichenbrettes
allmählich entfernt. In der in Fig. 2 dargestellten mittleren Stellung des Zeichenbrettes
ist das Zurückbleiben des Aufhängekopfes von Zeichenbrettoberkante deutlich zu erkennen.
In diesem Falle ist nunmehr die Zeichenmaschine in eine Stellung gekommen, in welcher
die mittlere Zeichenfläche bezeichnet werden kann.
Bei einer weiteren
lbwärtsbewegung des Zeichenbrettes bis in die in Fig. 3 dargestellte Tieflage hat
sich der Aufhängekopf noch weiter vom oberen Rande des Zeichenbrettes entfernt,
und zwar derart, daß nunmehr die obere Fläche des Zeichenbrettes bequem mit der
Zeichenmaschine bearbeitet werden kann.
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Da die richtige Einstellung der Zeichenmaschine völlig selbsttätig
bei jeder beliebigen Verstellung erfolgt, werden die Arbeiten auch an den größten
Brettern wesentlich erleichtert und die eingangs erwähnten Nachteile und Schwierigkeiten
völlig vermieden.
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Zum Ausgleich des Gleichgewichtes empfiehlt es sich, das Gegengewicht
an seiner Oberfläche mit einer Aushöhlung oder Aussparung 31 für die Aufnahme von
Ausgleichsgewichten zu versehen.