DE806559C - Schaltung mit einem Oszillator und einer Reaktanzroehre - Google Patents
Schaltung mit einem Oszillator und einer ReaktanzroehreInfo
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- H03L—AUTOMATIC CONTROL, STARTING, SYNCHRONISATION OR STABILISATION OF GENERATORS OF ELECTRONIC OSCILLATIONS OR PULSES
- H03L7/00—Automatic control of frequency or phase; Synchronisation
- H03L7/06—Automatic control of frequency or phase; Synchronisation using a reference signal applied to a frequency- or phase-locked loop
- H03L7/08—Details of the phase-locked loop
-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03C—MODULATION
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- H03C3/10—Angle modulation by means of variable impedance
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- H03C3/14—Angle modulation by means of variable impedance by means of a variable reactive element simulated by circuit comprising active element with at least three electrodes, e.g. reactance-tube circuit
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- H03L7/06—Automatic control of frequency or phase; Synchronisation using a reference signal applied to a frequency- or phase-locked loop
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- H03L7/099—Details of the phase-locked loop concerning mainly the controlled oscillator of the loop
Landscapes
- Inductance-Capacitance Distribution Constants And Capacitance-Resistance Oscillators (AREA)
Description
Zur automatischen Frequenzkorrektur (AFK) oder zur Frequenzmodulation der von einem Oszillator
erzeugten Schwingungen sind Schaltungen bekannt, bei denen mit dem frequenzbestimmenden
Schwingungskreis des Oszillators eine wattlos rückgekoppelte, gittergesteuerte Verstärkerröhre gekoppelt
ist und dem Steuergitter dieser Verstärkerröhre eine dem zu korrigierenden Frequenzunterschied
bzw. der Modulationsspannung proportionale Steuerspannung zugeführt wird. Eine solche wattlos rückgekoppelte
Verstärkerröhre oder aber Reaktanzröhre verhält sich wie eine Reaktanz, deren Größe
von der dem Steuergitter zugeführten Regel- oder Steuerspannung abhängig ist.
Wenn eine große Regelempfindlichkeit verlangt wird, kann mit einer solchen Reaktanzröhre nur ein
kleiner Regelbereich erzielt werden. Zur Behebung dieses Nachteils wurde z. B. für selbsttätige Frequenzkorrektur
bereits vorgeschlagen, neben der Reaktanzröhre weitere Mittel zu verwenden, durch
die ein größerer Regelbereich bei geringerer Empfindlichkeit und Genauigkeit erzielt wird. Bei den
bekannten Vorrichtungen bedeutet ein solcher zusätzlicher AFK-Kreis jedoch im wesentlichen eine
Verdoppelung der Vorrichtung.
Es wurde versucht, mit verschiedenen bekannten AFK-Kreisen gleichzeitig eine große Empfindlichkeit
und einen großen Regelbereich zu bewirken. Dabei ergaben sich jedoch infolge von Trägheiten
des Regelkreises immer Unstabilitätserscheinungen, und eine Synchronisierung konnte schwer verwirklicht
werden.
Die Erfindung bezweckt, eine einfachere Lösung zu schaffen, die auch bei Frequenzmodulationsschaltungen
verwendbar ist.
Gemäß der Erfindung wird bei Verwendung einer Reaktanzröhre mit dem frequenzbestimmenden
Schwingungskreis des Oszillators eine weitere regelbare Reaktanz gekoppelt, deren Größe von dem
Ausgangsgleichstrom einer Ausgangselektrode der Reaktanzröhre gesteuert wird.
ίο Bei der Erfindung wird somit die Änderung der
Gleichstromverhältnisse, z. B. der Schirmgitterstrom der Reaktanzröhre, bei Änderung der Regeloder
Steuerspannung zum Bewirken einer zusätzlichen Frequenzänderung benutzt, während bei den
bekannten Schaltungen nur die Änderung des scheinbaren Wechselstromwiderstands der Reaktanzröhrenschaltung
benutzt wurde.
Es ist an sich bekannt, für AFK-Zwecke oder für Frequenzmodulation die Änderung des Innenwiderstands
einer gittergesteuerten Verstärkerröhre bei Änderung der Steuergittervorspannung zur Beeinflussung
einer Reaktanz zu benutzen. Eine so verwendete Verstärkerröhre wird gewöhnlich als Regelröhre
bezeichnet. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird somit eine Reaktanzröhre gleichzeitig als
Regelröhre benutzt. Dabei kann ohne Bedenken, besonders bei der Verwendung für AFK-Zwecke, die
Regelgeschwindigkeit des Reaktanzröhrenkreises und die des Kreises, in dem die Reaktanzröhre als
Regelröhre wirksam ist, wesentlich verschieden sein.
Es ist vorteilhaft, die Schaltung nach der Erfindung derart auszubilden, daß für eine bestimmte
Änderung der dem Steuergitter der Reaktanzröhre zugeführten Steuer- oder Regelspannung die infolge
der Regelröhrenwirksamkeit der Reaktanzröhre auftretende Verstimmung des Oszillators größer ist als
die von der Reaktanzröhre als veränderliche Reaktanz hervorgerufene Verstimmung. Der Regelröhrenkreis
kann dann z. B. der verhältnismäßig träge wirksame Kreis sein.
Bei einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung enthält der frequenzbestimmende
Kreis des Oszillators eine mit einem Eisenkern versehene Spule, wobei der Kern mit einer
Vormagnetisierungswicklung versehen ist, die in dem Anodengleichstromkreis einer Reaktanzröhre
eingeschaltet ist.
An Hand der Fig. 1 und 2, die eine erfindungsgemäß ausgebildete AFK-Schaltung bzw. ein Diagramm
zur Erläuterung der Wirkungsweise der Schaltung darstellen, wird die Erfindung näher erläutert.
Anode und Steuergitter einer als Oszillatorröhre verwendeten Triode 1 sind durch Kopplungskondensatoren 2 bzw. 3 mit verschiedenen Enden
eines frequenzbestimmenden Schwingungskreises 4 mit einem Abstimmkondensator 5 und einer Kreisspule
6 verbunden. Die Kathode ist unmittelbar, das Steuergitter ist über einen Widerstand 7 und eine
Anzapfung der Kreisspule 6 ist über eine Leitung 8 geerdet. Die Anode der Triode 1 ist über eine
Drosselspule 9 und einen zur Siebung dienenden Widerstand-Kondensatorkreis ίο, 11 mit dem Pluspol
I2 einer Anodenspannungsquelle verbunden, deren Minuspol 13 geerdet ist.
Für die Frequenzkorrektur der vom Oszillator 1 bis 6 erzeugten Schwingungen durch eine den Anschlußklemmen
14 zugeführte Steuerschwingung kann einem Diskriminator, z. B. einem Vergleichsdiskriminator,
die zu diesem Zweck erforderliche Regelspannung entnommen werden. Dieser Diskriminator,
der in der Figur bei 15 schaubildlich dargestellt ist und dem die Steuerschwingungen
unmittelbar und die Oszillatorspannung über einen Kupplungskondensator 16 zugeführt werden, liefert
eine Regelspannung, deren Größe und Polarität von der Größe und dem Vorzeichen der erforderlichen
Frequenzkorrektur abhängen.
Die im Ausgangskreis der Mischstufe 15 entstandene Regelspannung V% wird dem Steuergitter einer
als Reaktanzröhre geschalteten Penthode 17 zugeführt. Zu diesem Zweck ist die Anode dieser Röhre
über einen Kopplungskondensator 18 mit einem Ende des frequenzbestimmenden Schwingungs- g5
kreises 4 des Oszillators 1 bis 6 gekoppelt, während die Kathode mit einer Anzapfung eines parallel zur
Anodenspannungsquelle geschalteten Spannungsteilers 19 verbunden und über einen Kondensator 20
geerdet ist. Dem Steuergitter der Reaktanzröhre 17 go
wird eine dem frequenzbestimmenden Kreis 4 des Oszillators 1 bis 6 entnommene Spannung über ein
von einem Kondensator 21 und einem Widerstand 22 gebildetes Phasendrehungsnetzwerk zugeführt. Die
Anzapfung dieses Netzwerks ist kapazitiv, 23, mit dem Steuergitter der Reaktanzröhre 17 gekoppelt.
Schaltungen der bisher beschriebenen Art sind an sich bekannt; es sei daher nur erwähnt, daß bei
einer solchen Schaltung die Reaktanzröhre sich wie eine parallel zum frequenzbestimmenden Kreis geschaltete
Reaktanz verhält, deren Größe von der Regelspannung derart geregelt wird, daß Synchronismus
zwischen der Steuerschwingung und der vom Oszillator 1 bis 6 erzeugten Schwingung auftritt.
Zwischen den beiden synchronisierten Schwingungen gibt es jedoch nach wie vor eine
Phasenverschiebung, deren Größe und Polarität von der Größe und dem Vorzeichen der herbeigeführten
Frequenzkorrektur abhängen.
In Fig. 2 ist die herbeigeführte Frequenzkor- J10
rektur in Abhängigkeit von der erzeugten Regelspannung durch eine Kurve α dargestellt. Die
maximal erzielbare Frequenzkorrektur ist verhältnismäßig gering.
Gemäß der Erfindung wird bei der Schaltung nach Fig. 1 dadurch eine zusätzliche Frequenzkorrektur
bewirkt, daß die Reaktanzröhre auch als Regelröhre verwendet wird. Zu diesem Zweck ist
mit dem frequenzbestimmenden Schwingungskreis des Oszillators 1 bis 6 eine Regelspule 24 gekoppelt.
Diese Spule ist zu einem Teil der Kreisspule 6 parallel geschaltet und zusammen mit einer Vormagnetisierungswicklung
25 auf einem Pulvereisenkern 26 angebracht. Durch Regelung der Vormagnetisierung
des Kerns 26 ist die Induktivität der Spule 24 veränderbar; zu diesem Zweck liegt
die Vormagnetisierungswicklung in Reihe mit einer Entkopplungsdrosselspule 27 im Anodenstromkreis
der Röhre 17.
Bei Änderung der dem Steuergitter der Röhre 17 zugeführten Regelspannung V\ ändert sich der
Anodengleichstrom und somit die Induktivität der Regelspule 24, und dies führt eine Änderung der Abstimmung des Frequenzbestimmungskreises 4 herbei.
Vorausgesetzt, daß die Polarität der Änderung der Selbstinduktion der Regelspule 24 richtig gewählt
ist, begünstigt die von der Regelspule herbeigeführte Frequenzkorrektur die von der Reaktanzröhre
an sich herbeigeführte Frequenzkorrektur. Die infolge der ausschließlichen Regelröhrenwirksamkeit
der Röhre 17 bewirkte Frequenzkorrektur ist in Fig. 2 in Abhängigkeit von der Regelspannung
durch die Kurve b dargestellt. Diese Regelkurve erstreckt sich über einen größeren Frequenzbereich
als die Kurve α; es muß jedoch berücksichtigt wer-
ao den, daß die Regelröhrenschaltung an sich zwar den Frequenzunterschied zwischen den Steuer- und
Oszillatorschwingungen herabmindert, eine Regelung auf genauen Synchronismus aber nicht bewerkstelligt.
Außerdem haftet der Selbstinduktionsrege-
a5 lung der Spule 24 eine gewisse Trägheit an, so daß
die Regelröhrenschaltung an sich schnellen Änderungen der Regelspannung nicht zu folgen vermag.
Bei der praktischen Verwendung der dargestellten Schaltung mit einer auch als Regelröhre wirksamen
Reaktanzröhre stellt dies jedoch keinen Nachteil dar, da im allgemeinen große Frequenzänderungen
eine geringere Regelgeschwindigkeit als kleine Frequenzänderungen erfordern.
Als von der Regelröhre gesteuerte, zusätzliche Regelimpedanz ist naturgemäß eine beliebige, an
sich bekannte Regelimpedanz verwendbar; es kann z. B. ein spannungsabhängiger Kondensator verwendet
werden, dem eine Regelspannung zugeführt wird, die einem im Anodenstromkreis der Röhre 17
liegenden Widerstand entnommen wrird.
Gewünschtenfalls kann der Anodengleichstrom der Röhre 17 auch zur Steuerung der Umdrehungsrichtung eines Motors verwendet werden, der einen
im frequenzbestimmenden Kreis 4 liegenden Regelkondensator derart nachregelt, daß der Frequenzunterschied
zwischen der Steuer- und Oszillatorschwingung herabgemindert wird. Bei einem zeitweisen
Ausbleiben der Steuerschwingung, z. B. infolge von Schwunderscheinungen, ändert sich die
Oszillatorfrequenz weniger stark als im Falle der ausschließlichen Verwendung einer Reaktanzröhren schaltung.
Bei Verwendung der dargestellten Schaltung für Frequenzmodulation der vom Oszillator 1 bis 6 erzeugten
Schwingungen wird anstatt der Regelspannung ί'Λ die Modulationsspannung als Steuerspannung
dem Steuergitter der Reaktanzröhre zugeführt, die zusätzlich betätigten regelbaren Reaktanzen
müssen in diesem Falle eine genügend kleine Trägheit besitzen.
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Schaltung mit einem Oszillator, dessen frequenzbestimmender Schwingungskreis mit einer als Reaktanz geschalteten gittergesteuerten Verstärkerröhre gekoppelt ist, besonders für automatische Frequenzkorrektur (AFK), dadurch gekennzeichnet, daß mit dem frequenzbestimmenden Schwingungskreis des Oszillators eine zusätzliche regelbare Reaktanz gekoppelt ist, deren Größe vom Ausgangsgleichstrom einer Ausgangselektrode der Reaktanzröhre gesteuert wird.2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gegekennzeichnet, daß für eine bestimmte Ande rung der dem Steuergitter der Reaktanzröhre zugeführten Regelspannung die von der zusätzlichen Reaktanz herbeigeführte Verstimmung des frequenzbestimmenden Schwingungskreises des Oszillators größer ist als die von der Reaktanzröhre an sich herbeigeführte Verstimmung.3. Schaltung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der frequenzbestimmende Schwingungskreis des Oszillators eine mit einem Eisenkern versehene Spule enthält, deren Eisenkern mit einer Vormagnetisierungswicklung versehen ist, die im Anodengleichstromkreis der Reaktanzröhre liegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen140 6.
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