DE807404C - Elektrischer Kippschalter - Google Patents
Elektrischer KippschalterInfo
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- DE807404C DE807404C DEP28430A DEP0028430A DE807404C DE 807404 C DE807404 C DE 807404C DE P28430 A DEP28430 A DE P28430A DE P0028430 A DEP0028430 A DE P0028430A DE 807404 C DE807404 C DE 807404C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H23/00—Tumbler or rocker switches, i.e. switches characterised by being operated by rocking an operating member in the form of a rocker button
- H01H23/02—Details
- H01H23/12—Movable parts; Contacts mounted thereon
- H01H23/16—Driving mechanisms
Landscapes
- Tumbler Switches (AREA)
Description
- Elektrisdier Kippschalter Schalter zum Ein- und Ausschalten oder auch Umschalten von Stromkreisen elektrischer Installationsanlagen hat man anfänglich äußerst einfach ohne besondere Hilfsmittel gebaut, weil man noch keine Erfahrungen überdie Wirkung des elektrischen Lichtbogens besaß, von der die Bauart eines Schalters zum größten Teil abhängt. Dem Einfluß von Stromstärke und Spannung trug man auf empirischem Wege durch entsprechende Dimensionierung der Kontakte und Abstände Rechnung. Erst nachdem das Wesen des Lichtbogens durch wissenschaftliche Untersuchungen bekanntgeworden war, ging man nach und nach dazu über, auch den Installationsschalter den wahren Verhältnissen anzupassen. So fand man, daß die ursprünglichen Ab- messungen viel zu groß waren und mit bedeutend kleineren Konstruktionen das gleiche erreicht werden konnte. Das wichtigste Konstruktionsmerkinal eines Schalters ist die Sperrung desselben in seinen einzelnen Schaltstüllungen, die bei allen Schaltern, ganz gleich welchem Zweck sie dienen, vorhanden sein muß. Um das Stehenbleiben eines Lichtbogens zu vermeiden oder das Entstehen desselben so weit wie möglich zu unterdrücken, sind entsprechende Kontaätabstände erforderlich, die aber allein nicht immer ausreichend sind. So z. B. kann ein Lichtbogen bei Gleichstrom nicht durch Vergrößerung des Kontaktabstandes allein so rasch unterdrückt werden, daß er auf die Kontaktteile keine schädlichen Einflüsse ausübt. In einem solchen Fall müssen noch weitere Hilfsmittel angewendet werden, durch die ein rasches Erlöschen des Lichtbogens herbeigeführt wird. Bei Installationsschaltern verwendet man zu diesem Zweck heute fast ausschließlich Momentschaltung, die sich bei diesen Geräten außerordentlich bewährt hat.
- Da beim Passieren einer Wechselspannung durch den Nullwert eine neue Zündung des Lichtbogens bei ausreicheridern Kontaktabstand nicht mehr erfolgen kann, erlischt der Lichtbogen nach der Kontaktunterbrechung (Abschattung) von selbst, sobald die Spannung durch den Nullpunkt geht. Bei Wechselstromschaltern ist deshalb keine Momentschaltung erforderlich. Sie benötigen neben ausreichenden Kontaktabmessungen und Abständen nur eine zuverlässige Sperrung in den einzelnen Stellungen und können deswegen einfacher gebaut werden als Gleichstromschalter.
- Durch die ausschließliche Anwendung des elektrischen Lichtes zur Beleuchtung im Haushalt, Industrie und Verkehr sind so große Mengen von Installationsschaltern erforderlich, daß sie als Massenartikel in riesigen Stückzahlen angefertigt werden müssen. Da heute der Anteil des Wechselstroms gegenüber dem Gleichstrom in elektrischen Installationsanlagen sehr groß ist (etwa 950/0), wäre die Anfertigung eines Allstromschalters (Schalter für Gleich- und Wechselstrom) unwirtschaf tlich und würde eine unnötige Vergeudung von Material und Arbeitskraft bedeuten, denn der Wechselstromschalter kann schon durch den Fortfall der l#Iomentschaltung bedeutend einfacher und billiger gebaut werden.
- Ausgehend von den eingangs erwähnten Konstruktionen wird ein neuer Schalter in Vorschlag gebracht, der den höchsten Anforderungen an Leistung, Betriebsdauer und Sicherheit entspricht und trotzdem mit den geringsten Mitteln angefertigt werden kann. Der neue Schalter besitzt zur Bedienung einen Kipphebel, der sich in Installationsanlagen als das einfachste und bequemste Bedienungsmittel erwiesen hat. Die Sperrung des Kipphebels erfolgt bei dem neuen Schalter in den einzelnen Schaltstellungen in bekannter Art durch einen auf eine oder mehrere Blattfedern wirkenden Nocken, der erfindungsgemäß zusammen mit den Blattfedern auf der Oberseite des Sockels angeordnet ist. Die Blattfedern werden von einer Brücke abgestützt, die von dem Kipphebel in einem Schlitz durchdrung,en wird und die aus einem Blechkreuz besteht, von dem der eine Kreuzbalken zur Halterung der Sperrungsfedern und der andere als Träger für den Sockel ausgebildet ist. Die Lagerung des Kipphebels erfolgt oberhalb der Blattfedern in der Brücke. Der als Träger für den Sockel dienende Kreuzbalken der Brücke ist zu beiden Seiten des Kipphebels nach unten hin treppenförmig abgesetzt und enthält in jeder Treppenstufe ein Gewitideloch für die Befestigungsschrauben der Abdeckung. Er ist an seinen beiden Enden, mit denen der Schalter an der Wand befestigt wird, nach außen hin abgewinkelt. Der andere zür Abstützung und Halterung der Blattfedern dien-#nde Kreuzbalken der Brücke entspricht in seiner Länge ganz oder nahezu ganz dem größten Innendurchmesser der Abdeckung. Zu beiden Seiten des Kipphebels ist je ein Sperrnocken angeformt, der jeder für sich auf eine Blattfeder wirkt. Diese beiden Federn können auch ein gemeinsames Teil bilden, welches der Hehel in einem Schlitz durchdringt. Die an sich U-förmig gestalteten Sperrnocken bes * itzen konkave Anlageflächen, damit bei Höchstspannung der Federn ein schnelles Umkippen des Hebels von der einen Sperrstellung in die andere ermöglicht wird. Die Achse des Kipphebels besteht ebenso wie die Sperrnocken aus einem Teil mit dem Kipphebel und ist unmittelbar angeformt.
- Die Anschlußklernmen, die mit den* ortsfesten Kontaktfedern aus einem Teil bestehen, sind mit zwei senkrecht nach unten abgebogenen Lappen versehen, die durch Schlitze des Sockels greifen und mit ihren Enden auf der Unterseite des Sockels eine in ein Versenk eingelegte Gewindemutter umfassen.
- In den Abbildungen ist der Erfindungsgegenstand bildlich dargestellt. Die Abb. i zeigt einen Längsschnitt durch den Schalter, und die Abb. 2 zeigt eine Draufsicht auf denselben ohne die Abdeckung; aus der Abb. 3 ist in einem Schnitt senkrecht zu demjenigen der Abb. i die Anordnung der Sperrfedern und des Sperrnockens zu entnehmen; in den Abb. 4 und 5 ist die Art der Anschlußklemmen veranschaulicht.
- Auf dem Sockel i (Abt). 1, 2 und 3) befindet sich die kreuzförmige Blechbrücke 2, deren aus den Lappen 3 und 4 bestehender Kreuzbalken das Widerlager fürdie Sperrfedern 5 und 6 bildet. Zu diesem Zweck sind die beiden Enden 3 und 4 des Kreuzbalkens doppelt nach unten abgebogen und stützen sich gegen den Sockel i ab. Damit die Sperrfedern so lang wie möglich gemacht werden können, entspricht dieser Kreuzbalken der Brücke 2 in seiner Länge ungefähr dem Innendurchmesser der Ab- deckung. Die Lappen 7 und 8 des anderen Kreuzbalkens sind treppenförmig abgebogen und dienen mit ihren Enden 9 und io als Befestigungsfüße des Schalters. Die zu beiden Seiten des durch einen Schlitz der Brücke tretenden Kipphebels befindlichen Treppenstufen 12 und 13 enthalten die Gewindelöcher 14 und 15 (Abb. 2), in welche die Befestigungsschrauben 16 und 17 der Ab-deckung 18 (Abb. i) eingreifen. Die Treppenstufen 12 und 13 sind so weit unterhalb der Schalterachse ig abgebogen, daß die Befestigungsschrauben 16 und 17 berührungssicher in der Abdeckung 18 angeordnet werden können. Auf die aus Blattfedem bestehenden Sperrfedern 5 und 6 wirken die Sperrnocken 20 und 21 (Abb. i und 3), die zu beiden Seiten des Kipphebels ii an diesem angebracht sind und als getrennte Teile ausgebildet sein können. An sich wären zurSperrungdesKipphebelsiinureineFeder und ein Nocken erforderlich; für das gleichmäßige Arbeiten des Hebels ist jedoch die beiderseitige Anordnung der Nocken und Federn von Vorteil. Die Nocken können ebenso wie die Achse ig mit dem Kipphebel i i aus einem Teil bestehen und an diesen unmittelbar angeformt sein. Die Anlageflächen der Sperrnocken 2o und 21 (Abb. 3) sind konkav geformt, damit bei Höchstspannung der Federn 5 und 6 der Hebel schneller aus einer Stellung in die .andere umkippen kann. Die beiden zur Sperrung dienenden Blattfedern können erfindungsgemäß auch aus einem Teil bestehen, wobei sie von dem Kipphebel ii in einem Schlitz durchdrungen werden. Die AnschlußkleMMen 22 (Abb. 4 und 5) bestehen mit den Kontaktfedern 23 (Abb. 4) aus einem Teil. Sie besitzen die beiden Lappen 24 und 25 (Abb. 5), mit denen sie durch Schlitze des Sockels nach unten durchtreten und in Versenke 26 des Sockels i eingelegte Muttern 27 umfassen. In die Mutter 27 greifen die Kontaktschrauben 28 ein.
- Der neue Schalter ist ein äußerst einfaches Gerät für Wechselstrom, welches allen an einen Schalter zu stellenden Anforderungen gerecht wird und welches sich in größten Stückzahlen sehr vorteilhaft herstellen läßt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrischer Kipphebelschalter, bei dem die Sperrung des Kipphebels in den einzelnen Schaltstellungen durch einen Nocken erfolgt, der auf eine mit ihrer Längsachse in der Schaltrichtung des Kipphebels liegende Blattfeder wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Sperrung des Nockens dienende Blattfeder auf der Oberseite des Sockels angeordnet ist.
- 2. Etektrischer Kipphebelschal ter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Sperrung des Nockens dienende Blattfeder in einer auf der Oberseite des Sockels angeordneten Brücke abgestützt ist, während der Kipphebel die Brücke in einem Schlitz durchdringt und oberhalb der Blattfeder in der Brücke gelagert ist. 3. Elektrischer Kipphebelschalter nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb des Sockels angeordnete Brücke aus einem Blechkreuz besteht, von dem der eine Kreuzbalken zurHalterung derSperrungsfedern dient, während der andere als Träger für den Sockel ausgebildet ist. 4. Elektrischer Kipphebelschalter nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der als Träger für den Sockel dienende Kreuzbalken der, Brücke zu beiden Seiten des Kipphebels nach unten hin treppenförmig abgesetzt ist und in jeder Trepp,-nstufe ein Gewindeloch für die Befestigungsschrauben der Abdeckung enthält. 5. Elektrischer Kipphebelschalter nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der als Träger für den Sockel dienende Kreuzbalken der Brücke an seinen beiden Enden nach außen hin abgewinkelt ist und die Enden zur Befestigung des Schalters an der Wand dienen. 6. Elektrischer Kipphebelschalter nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Abstützung und Halterung der Sperrfeder dienende Kreuzbalken der Brücke dem größten Innendurchmesser der Abdeckung entspricht oder nahezu entspricht. 7. Elektrischer Kipphebelschalter nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zu beid-un Seiten des Kipphebels je ein Sperrnocken angeformt ist, der jeder für sich auf eine an der Schalterbrücke abgestützte Blattfeder wirkt. 8. Elektrischer Kipphebelschalter nach Anspruch 1, 2, 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zu beiden Seiten des Kipphebels angeordneten Blattfedern aus einem Teil bestehen, welches von dem Hebel in einem Schlitz* durchdrungen wird. g. Elektrischer Kipphebelschalter nach Anspruch 1, 2, 3, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die an sich V-förmig gestalteten Sperrnocken auf beiden Seiten der Anlagefläche konkav ausgebildet sind. io. Elektrischer Kipphebelschalter nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Kipphebels mit diesem aus einem Teil besteht. ii. Elektrischer Kipphebelschalter nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Anschlußklemmen aus einem Teil be- - stehenden ortsfesten Kontaktfedern mit zwei senkr,echt nach unten abgebogenen Lappen durch Schlitze des Sockels greifen und mit diesen auf der Unterseite des Sockels in Versenke eingelegte Gewindernuttern umfassen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP28430A DE807404C (de) | 1948-12-31 | 1948-12-31 | Elektrischer Kippschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP28430A DE807404C (de) | 1948-12-31 | 1948-12-31 | Elektrischer Kippschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE807404C true DE807404C (de) | 1951-06-28 |
Family
ID=7371256
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP28430A Expired DE807404C (de) | 1948-12-31 | 1948-12-31 | Elektrischer Kippschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE807404C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1001371B (de) * | 1950-10-20 | 1957-01-24 | Busch Jaeger Duerener Metall | Elektrischer Kippschalter fuer Wechselstrom |
-
1948
- 1948-12-31 DE DEP28430A patent/DE807404C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1001371B (de) * | 1950-10-20 | 1957-01-24 | Busch Jaeger Duerener Metall | Elektrischer Kippschalter fuer Wechselstrom |
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