DE807782C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Fresneloberflaeche - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Fresneloberflaeche

Info

Publication number
DE807782C
DE807782C DE1948P0026159 DEP0026159D DE807782C DE 807782 C DE807782 C DE 807782C DE 1948P0026159 DE1948P0026159 DE 1948P0026159 DE P0026159 D DEP0026159 D DE P0026159D DE 807782 C DE807782 C DE 807782C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tool
point
rod
fresnel
guide rod
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1948P0026159
Other languages
English (en)
Inventor
Gerrit Jan Siezen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Application granted granted Critical
Publication of DE807782C publication Critical patent/DE807782C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B5/00Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
    • B23B5/36Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for turning specially-shaped surfaces by making use of relative movement of the tool and work produced by geometrical mechanisms, i.e. forming-lathes
    • B23B5/38Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for turning specially-shaped surfaces by making use of relative movement of the tool and work produced by geometrical mechanisms, i.e. forming-lathes for turning conical surfaces inside or outside, e.g. taper pins
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q27/00Geometrical mechanisms for the production of work of particular shapes, not fully provided for in another subclass
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B3/00Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B3/00Simple or compound lenses
    • G02B3/02Simple or compound lenses with non-spherical faces
    • G02B3/08Simple or compound lenses with non-spherical faces with discontinuous faces, e.g. Fresnel lens
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B2700/00Machines, apparatus, tools or accessories for artistic work
    • B44B2700/04Machines or tools for carving

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Geometry (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Fresnelouerfläche In verschiedenen optischen Vorrichtungen werden Gegenstände verwendet, welche zwar die optischen Eigenschaften einer sphärischen oder konkaven Linse bzw. eines derartigen Spiegels aufweisen, nicht aber die dieser Wirkung entsprechende sphärische oder konkave Oberfläche, sondern eine nahezu flache Oberfläche besitzen, welche mit Rillen oder Rippen versehen ist. Die Oberfläche dieser Rillen oder Rippen läßt sich jeweils in einen optisch wirksamen Teil, der die Lichtstrahlen in ähnlicher Weise bricht oder zurückwirft wie bei einer konkaven oder sphärischen Linse bzw. Spiegel, und einen optisch unwirksamen Teil unterteilen, der den Übergang nach dem optisch wirksamen Oberflächenteil der benachbarten Rille oder Rippe bildet. Solche Oberflächen werden als Fresneloberflächen bezeichnet; sie haben z. B. konvexe, parabolische und ähnliche Oberflächen, je nach der Form der gekrümmten Oberfläche, welche die gleichen optischen Eigenschaften aufweist. In den meisten Fällen sind diese Oberflächen drehsymmetrisch, und die Rillen weisen einen kreisförmigen oder nahezu kreisförmigen Verlauf auf. Die Rillen können aber auch parallel zueinander und geradlinig sein; in diesem Falle hat die Fresneloberfläche die optische Wirkung einer Zylinderlinse bzw. eines Zylinderspiegels.
  • Im ersteren Falle besitzen die Rillen eine einzige optische Achse, im letzteren Falle gibt es eine unendliche Zahl von optischen Achsen, deren geometrische Lage eine Ebene ist. Das Profil der Rillen ändert sich regelmäßig in Abhängigkeit vom Abstand zwischen einer Rille und dieser Ebene.
  • Solche Oberflächen können auf einem durchsichtigen Material angebracht werden. In diesem Falle entsteht eine Fresnellinse. Derartige Oberflächen sind u. a. bei Projektionsschirmen, und zwar sowohl bei undurchsichtigen als auch durchsichtigen Schirmen,verwendbar. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung solcher Oberflächen, wobei ein Verformungswerkzeug, z. B. ein Meißel, längs der zu verformenden Oberfläche bewegt wird und in ihr Rillen bildet, deren Profil sich in Abhängigkeit vom Abstand zwischen einer Rille und der optischen Achse, welche in der Ebene senkrecht zur Fresneloberfläche und zur Richtung der Rille an der Verformungsstelle liegt, regelmäßig ändert, da die Lage das Werkzeugs regelbar ist.
  • Es ist bereits bekannt (amerikanische Patentschrift Nr. 2 27g 555), dasVerformungswerkzeug, in diesem Falle einen Meißel, in einer Umlaufbewegung längs der Oberfläche zu führen und die Lage mittels eines Hebels zu steuern, an dem ein Segment besonderer Form befestigt ist, welches zur Führung eines Seils dient. Dieses Seil wird in Abhängigkeit vom Abstand zwischen dem Werkzeug und der optischen Achse, d. h. also der Achse der Umlaufbewegung, verschoben. .
  • Bei dieser bekannten Vorrichtung muß die Form des Segments ausprobiert werden, was schwer mit ausreichender Genauigkeit durchführbar ist; ferner ist erforderlich, zum Schneiden von Fresneloberflächen mit verschiedenen optischen Konstanten, z. B. verschiedenen Brennweiten, jeweils ein anderes Segment zu verwenden.
  • Diese Nachteile treten bei der vorliegenden Erfindung nicht auf. Nach der Erfindung bildet das Werkzeug einen Teil eines gelenkartigen Stangensystems, welches wenigstens eine Stange enthält, deren Länge zwischen zwei Gelenken und deren Lage denen wenigstens eines Hauptstrahls des unter dem Werkzeug befindlichen Oberflächenteils entsprechen.
  • Es wird hier über die Lage einer solchen Stange gesprochen, weil diese zwar immer die Richtung eines solchen Hauptstrahls, nicht aber immer die gleiche Stelle einnimmt. Die Stange kann um einen bestimmten Abstand gegenüber dem Hauptstrahl verschoben sein.
  • Unter einem Hauptstrahl wird hier, wie üblich, ein Lichtstrahl parallel zur optischen Achse oder durch den Brennpunkt oder durch den Krümmungsmittelpunkt verstanden.
  • Die Länge einer Stange zwischen den Gelenken braucht nicht konstant zu sein, da ein Gelenk verschiebbar auf der Stange angebracht sein kann.
  • Die Erfindung und einige Ausführungsformen derselben werden an Hand der auf der Zeichnung veranschaulichten Beispiele näher erläutert.
  • Bei diesen Ausführungsbeispielen ist als #,erformungswerkzeug jeweils ein Meißel gewählt, da dann die Figuren am einfachsten sein können. Es ist aber einleuchtend, daß die Erfindung auch die Verwendung anderer Werkzeuge zum Verformen oder Entfernen von Material, wie Schleifscheiben, Walzen, Poliereisen u. dgl. zuläßt. Die Wahl des Werkzeugs ist zur Hauptsache vom Material abhängig, auf dem die Fresneloberfläche angebracht werden muß.
  • Fig. i zeigt die Brechung eines Lichtstrahls in einer Fresnellinse ; die Fig. 2 und 3 zeigen zwei zueinander senkrechte Draufsichten auf eine Vorrichtung nach der Erfindung zum Schneiden von Flächen, deren optische Wirkung der einer konvexen Fläche, im nachstehenden als konvexe Fresnelfläche bezeichnet, entspricht; Fig. 4 ist eine Ansicht einer solchen Vorrichtung zum Schneiden einer sogenannten parabolischen Fresnelfläche und Fig. 5 eine zum Schneiden einer sogenannten konkavsphärischen Fresnelfläclie; Fig.6 veranschaulicht die Brechung eines Lichtstrahls in einer Linse, und Fig. 7 zeigt eine Einzelheit einer solchen Vorrichtung mit einem Zusatzmeißel zum Schneiden der Ränder der Rillen ; Fig. 8 ist eine schematische Darstellung der Wirkungsweise einer solchen Vorrichtung, und in den Fig. 9 und 9a ist eine Vorrichtung zur Unterstützung des Meißels dargestellt.
  • Die dargestellten Vorrichtungen sind alle zum Schneiden von drehsymmetrischen Fresnelflächen bestimmt, wobei der Gegenstand, auf den die Fläche angebracht werden soll, gedreht wird. Es ist aber auch möglich, in ähnlicher Weise Fresnelflächen zylindrischer Form anzufertigen, wobei die Rillen geradlinig sind und der Tisch eine hin und her gehende Verschiebung ausführen muß.
  • In Fig. r ist mit i der Meridianschnitt des an einer Seite der Achse X-X liegenden Teils einer Fresnellinse bezeichnet, der aus den Zonen a, b, c und d besteht und dessen Brennpunkt bei F liegt.
  • Ein durch F gehender Lichtstrahl, der mit der Achse X-X der Linse einen Winkel a einschließt, trifft auf die Oberfläche der Zone ic, wird gebrochen und tritt aus der Linse in einer Richtung parallel zur Achse X-X. Der von der Senkrechten der Brechungsfläche und der Achse X-X eingeschlossene Winkel wird ß genannt. Nach dem Gesetz von S n e 11 i u s ist sodann in der n den Brechungsindex des Materials der Linse darstellt.
  • Hieraus folgt, daß Die Erfindung ermöglicht es, eine Vorrichtung zur Herstellung einer solchen Fresnellinse zu bauen, bei welcher das Verformungswerkzeug mit so großer Genauigkeit durch ein solches Stangensystem bewegt wird, daß diese Bedingung erfüllt ist.
  • Diese Vorrichtung (s. die Fig. 2 und 3) kann aus einem um die Achse X-X drehbaren Tisch 2 bestehen, an dem die Platte i befestigt ist, welche mit der sphärischen Fresnelfläche versehen werden soll. Die Platte kann aus einem gut durchsichtigen Kunstharz, z. B. Polystyren oder Polymethacrylsäuremethylester, bestehen; alsVerformungswerkzeugist ein Meißelgewählt. Die Platte kann auch aus einem anderen, nicht durchsichtigen Material bestehen, von der in an sich bekannter Weise Abdrucke aus einem durchsichtigen Stoff angefertigt werden können.
  • Über dem Tisch 2 befindet sich eine aus den Teilen 3 und 4 bestehende Halterungsvorrichtung, welche bei 5 und 6 unterstützt ist. Auf dem Teil 4 ist ein Schlitten 7 in nicht dargestellter Weise verschiebbar. Der Schlitten ist z. B. mittels einer @diraube oder einer Kolbenstang( verschiebbar.
  • Es ist einleuchtend, claß, wo von einem Drehtisch gesprochen wird, damit gemeint ist, daß der Tisch gegenüber der Halterungsvorrichtung und den an ihr befestigten Teilen drehbar ist. Der Tisch kann daher auch fest angeordnet und die Halterungsvorrichtung drehbar sein.
  • Der Meißel 8 ist um eine Spindel 9 drehbar, welche in einem geringen Abstand vom schneidenden Heißelende angebracht ist. Die Schneidfläche 16 des Meißels steht senkrecht zur Linie B-D. Das andere Ende des Meißels 8 weist einen Schlitz io auf, in dem ein am Ende einer Führungsstange ii befestigter Stift 12 verschiebbar ist. Die Führungsstange i i ist um die Spindel 13 drehbar, welche an dem Schlitten 7 senkrecht über der Spindel o befestigt ist. Die Verbindungslinie A-D zwischen dem Gelenkpunkt 13 der Führungsstange ii und dem Gelenkpunkt g des Meißels 8 ist daher parallel zur Achse X-X. Das andere Ende der Führungsstange i i ist in einem Block 14 verschiebbar, der sich um eine Spindel 15 drehen kann, welche die Drehaclise X-X der Scheibe 2 schneidet.
  • Zum Zwecke der mathematischen Ableitung der Wirkung dieser Vorrichtung sind die den Teilen 13, 12, 9 und 15 entsprechenden geometrischen Achsen außerdem mit Buchstaben versehen, wie es in Fig. 3 angedeutet ist.
  • In dieser Figur ist angenommen, daß A D == a, A B - b und E F = f ist. Der Winkel a stellt wieder den von einem durch den Brennpunkt gehenden Lichtstrahl und der Drehachse X-X eingeschlossenen Winkel dar, und f ist der Winkel, den die Achse X-X mit der Senkrechten zu einem Teil der Fresnelfläche, das ist hier gleichzeitig die Richtung des Meißels, einschließt. Nun gilt, daß A C = b cos a also C 1) = a - b cos a und B C = b sin (c
    woraus folgt tg B C sin a
    ß = _
    CD a
    b - cos u.
    Vergleicht man diese Formel mit der, welche für die Linsenach Ei,-. i gilt, soergibt sich, daß, wenn man dafür sorgt, daß b = rz, die mit der eben beschriebenen Vorrichtung geschnittene Oberfläche einer durchsichtigen Platte mit einem Brechungsindex n als eine konvexe Fre@nellinse wirksam sein wird, welche eine Brechung der durch F gehenden Lichtstrahlen parallel zur Achse bewirkt. In diesem Falle ist es daher die Führungsstange i i, deren Länge zwischen den Gelenken 13 und 1.1 und deren Lage denen eines durch F gehenden Hauptstrahls entsprechen. Die Stange liegt aber nicht an derselben Stelle, da sie in der Achsenrichtung über den Abstand a verschoben ist.
  • Als zweites Beispiel wird das Schneiden einer spiegelnden Fresneloberfläche parabolischer Form beschrieben (Fig. 4). Eine solche Oberfläche wird sämtliche senkrecht einfallenden Lichtstrahlen durch einen einzigen Punkt zurückwerfen.
  • Die Vorrichtung besteht wieder aus einem um die Achse X-X drehbaren Tisch 2 und einer aus den Teilen 3 und + bestehenden festen Halterungsvorrichtung. An dem Schlitten 7 ist der Meißel 8 um eine Spindel 9 drehbar befestigt. Der Meißel 8 wird durch ein Stangenviereck gesteuert, welches eine Führungsstange i i enthält, von der ein Ende um die Spindel 9 drehbar ist, das andere Ende weist eine Gabel 17 auf und ist über den in der Achse X-X angebrachten Stift 18 verschiebbar. Das Viereck besitzt ferner zwei gleich lange Stangen ig und 2o, deren Unterenden in den Gelenkpunkten 21 und 22 befestigt sind, welche an der Stange ii bzw. an dem Schlitten 7 vorgesehen sind. Der Punkt 22 liegt senkrecht über der Spindel g. Die Oberenden der Stangen ig und 20 sind mittels einer Spindel 23 an einer Buchse 2¢ befestigt, welche über das Ende des Meißels 8 verschiebbar ist. Infolge dieser Anordnung ist erreicht, daß die Senkrechte zu dem unter dem Meißel befindlichen Oberflächenteil immer den Winkel halbiert, der durch die parallel zur Achse X-X einfallenden Lichtstrahlen und durch die Lichtstrahlen eingeschlossen wird, die durch den mit dem Stift 18 zusammenfallenden Brennpunkt F gehen. Die Punkte 21 und 22 befinden sich zu diesem Zweck in gleichen Abständen von der Spindel g.
  • Hier ist es die Führungsstange ii, deren Länge zwischen den Gelenken i8 und 9 und in diesem Falle auch deren Stelle einem durch F gehenden Hauptstrahl entspricht.
  • In ähnlicher «'eise läßt sich ein Fresnelspiegel sphärischer Form schneiden. In diesem Falle kann der Meißel 8 (Fig. 5), welcher wiederum die am Schlitten 7 befestigte Spindel 9 drehbar ist, ein Ganzes mit der Führungsstange ii bilden, die mit einer Gabel 17 versehen und über den Stift 18 verschiebbar ist. Der Krümmungsmittelpunkt M des auf diese Weise geschnittenen Spiegels liegt auf der Achse X-X.
  • Mit dieser in Fig. 5 dargestellten Vorrichtung läßt sich eine Matrize für eine konvexe Fresnellinse anfertigen. Die Genauigkeit einer solchen Linse ist aber geringer als die einer Linse, die mit Hilfe der Vorrichtung nach den Fig. 2 und 3 angefertigt ist.
  • Dies wird an Hand der Fig. 6 durch Berechnung nachgewiesen. Angenommen sei, daß mit einer Führungsstange, welche gleichzeitig den Meißel 8 bildet, der schematisch dargestellt und um einen Stift 18 verschiebbar und drehbar ist, ein solches Oberflächenelement P geschnitten werden soll, daß ein aus F herrührender Lichtstrahl nach erfolgter Brechung parallel zur Achse austritt. Die Frage ist nun, wie groß der Abstand q zwischen dem Stift 18 und der Platte i sein muß, um dieses Ziel zu erreichen.
  • Für diesen Strahl gilt sin (e + y) = n sin s Wird angenommen, daß die Winkel klein sind, so kann man schreiben: e+ y=n e und ferner
    y .@ f und e -; q wobei p den Ab-
    stand zwischen dem Teil P und der Achse darstellt.
    Hieraus folgt
    e+e=nC
    q f q
    oder: q = f (n - i).
    Wird daher der Abstand zwischen dem Stift iS und der Fresneloberfläche auf diese Weise gewählt, so ergibt sich annähernd die Oberfläche einer konvexen Fresnellinse. Diese Oberfläche wird aber nicht direkt in eine durchsichtige Platte eingeschnitten, da die so erhaltene Oberfläche gleichsam das Negativ der gewünschten Oberfläche bildet. Das Material muß daher derart gewählt werden, daß es sich als eine Matrize verwenden läßt. Die Abdrucke dieser Matrize in einem durchsichtigen Werkstoff weisen die gewünschten Eigenschaften auf.
  • Die Matrize kann z. B. aus einem Mefall, wie Bronze, oder aus Wachs angefertigt werden. Die Abdrucke lassen sich in der bei der Anfertigung von Schallplatten bekannten Weise herstellen.
  • Um den Lichtverlust zu vermeiden, der bei solchen Spiegeln und Linsen an den stehenden Rändern der Rillen auftreten kann, läßt sich ein Meißel oder ein anderes Verformungswerkzeug verwenden, der bzw. das aus zwei Teilen besteht, von denen einer die optisch wirksame Fläche, das ist also die Lichtbrechungs- oder Spiegeloberfläche, und der andere Teil stehende Ränder schneidet, deren Axialschnitte auf Linien liegen, welche zu einem einzigen Punkt auf der Achse, oberhalb der Fresneloberfläche, führen. Für diesen Punkt wird man im allgemeinen den Bildpunkt wählen, also den Brennpunkt im Falle einer Linse bzw. eines Spiegels für senkrecht einfallende Lichtstrahlen.
  • Ein Beispiel einer auf diese Weise gebauten Vorrichtung ist in Fig. 8 schematisch dargestellt. Sie entspricht im wesentlichen der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung zum Schneiden eines parabolischen Spiegels. Hier hat aber auch die Seite der Führungsstange li bei 25 die Form eines Meißels; diese Schneidfläche liegt in der durch den Drehpunkt D des Meißels 8 und den Brennpunkt F, der bei dem Stift 18 liegt, gehenden Linie. Der Spiegel ist zur Verwendung bei unendlichem Objektabstand bestimmt.
  • Wenn der Spiegel für einen endlichen Objektabstand bestimmt ist, so wird die Führungsstange Ir nach wie vor durch den Stift 18 im Brennpunkt gesteuert, aber dann muß der Meißel z5 in Form eines zweiten Stabs (s. Fig. 8) angebracht werden, der sich um den Punkt D drehen kann und durch den Bildpunkt B auf der Achse X- X geht, der sodann nicht mehr mit F zusammenfällt, sondern höher über der Fresneloberfläche liegt.
  • Bei diesen Vorrichtungen ist es für die Genauigkeit des Ergebnisses erforderlich, daß der Punkt D (die Spindel 9) in möglichst geringem Abstand von oder vorzugsweise in der Fresneloberfläche liegt. Bei der Vorrichtung nach Fig. 7 ist dies dadurch erreicht, daß die Führungsstange ii und der Meißel 8 über einen Zylinderteil 26 drehen können, dessen Achse D unterhalb des Schlittens 7 in der Fresneloberfläche liegt.
  • Eine größere Stabilität weist die Bauart auf, von der in Fig. 9 eine Einzelheit dargestellt ist und bei der die Spindel 9 des Verformungswerkzeugs, in diesem Fall wieder eines Meißels 8, einen spitzen Winkel mit der Tischfläche 2 einschließt und durch die Schneidfläche 16 des Meißels geht. Der Meißel 8 bildet sodann ein Ganzes mit einem Stab 8-, der auf die vorstehend bereits beschriebene Weise gesteuert wird. Bei dieser Vorrichtung ist der Abstand zwischen Schneidfläche und Tisch konstant. In Fig. n a ist der Meißel in der Vorderansicht gesondert dargestellt.
  • Die verschiedenen, in der vorstehend beschriebenen Weise angefertigten Fresneloberflächen können auf dem optischen Element selbst, also z. B. auf einer durchsichtigen Platte oder auf einem an sich spiegelnden oder spiegelnd zu machendenWerkstoff, erzeugt werden; sie lassen sich aber naturgemäß auch auf einem als Matrize bestimmten Gegenstand anfertigen. Von einer solchen Matrize können dann auf verschiedene Weise Abdrucke oder Abgüsse hergestellt werden. Zu diesem Zweck kann das an sich bekannte, bei der Herstellung von Schallplatten verwendete Verfahren dienen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Anfertigung einer Fresneloberfläche, bei dem ein @'erformungswerkzeug, z. B. ein Meißel, längs der zu verformenden Oberfläche bewegt wird und in ihr Rillen bildet, deren Profil sich in Abhängigkeit vom Abstand zwischen einer Rille und der optischen Achse, welche in der Ebene senkrecht zur Fresneloberfläche und zur Richtung der Rille an der Verformungsstelle liegt, regelmäßig ändert, da die Lage des Werkzeugs regelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (8) einen Teil eines gelenkartigen Stangensystems bildet, welches wenigstens eine Stange (ii) enthält, deren Länge zwischen zwei Gelenken (F bzw. M) und deren Lage (a) denen wenigstens eines Hauptstrahls des unter dem Werkzeug (8) befindlichen Oberflächenteils entsprechen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stange uni einen in der Achse (1-A") liegenden Punkt (F bzw..11) drehbar ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß von dieser Stange (ii) der Abstand zwischen dem Gelenkpunkt (F bzw. dl) und dem benachbarten Gelenkpunkt (A bzw. D) umgekehrt proportional zum Kosinus des Winkels (a) ist, den die Stange (li) und die Achse (1-A) einschließen.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Anfertigung einer konvexen Fresneloberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslinie (A -D) zwischen dem Gelenkpunkt (A) der Führungsstange (i i) und dem Gelenkpunkt (D) des Werkzeugs (8), welch letzterer Punkt (D) wenigstens nahezu mit der wirksamen Oberfläche des Werkzeugs zusammenfällt, parallel zu der Achse (Y-Y) ist und daß die Führungsstange (ii) eine Verlängerung (A-B) aufweist, welche die Lage des Werkzeugs (8) steuert (Fig. 2 und 3).
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3 zur Anfertigung einer parabolischen Fresneloberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkpunkt (D) des Werkzeugs (8), der wenigstens nahezu mit der wirksamen Oberfläche des Werkzeugs (8) zusammenfällt, mit dem Gelenkpunkt (A) der Führungsstange (ii) zusammenfällt, wobei das Werkzeug (8) derart gesteuert wird, daß die wirksame Oberfläche (16) senkrecht zur Linie steht, welche den Winkel halbiert, der von der Führungsstangc (ii) und der Senkrechten zur Fresneloberfläche an der Stelle der wirksamen Oberfläche des Werkzeugs (8) eingeschlossen wird (Fig. 4).
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3 zur Herstellung einer sphäi ischen Fresneloberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Oberfläche (16) des Werkzeugs (8) senkrecht zu einer Stange (i i) steht, von der ein Gelenkpunkt (M) in der optischen Achse (X-X) liegt und der andere Gelenkpunkt (D) wenigstens nahezu mit der Fresneloberfläche (i) zusammenfällt (Fig. S). `'erfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die optisch unwirksamen Teile der Rillen mittels eines Werkzeugs gebildet werden, dessen wirksame Oberfläche auf einer durch einen festen Punkt der optischen Achse gehenden Linie liegt (Fig. 7 und 8). B. Vorrichtung zur Herstellung einer Fresneloberfläche nach dem Verfahren der Ansprüche i bis 7, welche aus einem Tisch, einer Halterungsvorrichtung und einem Schlitten besteht, der sich längs der Haltentngsvorrichtung verschieben kann, wobei der Schlitten ein Verfc@rmungswerkzeug, z. B. einen Meißel, trägt, der derart unterstützt ist, daß sich ,eine Lage in Abhängigkeit von der Stelle des Schlittcns regelmäßig ändert, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (8) einen Teil eines gelenkartigen Stangensystems bildet, welches wenigstens eine Stange (ii) enthält, deren Länge zwischen zwei Gelenkpunkten und deren Lage denen wenigsten" Cities HauptstrahlsdesOberflächenteilsentsprechen, der durch das wirksame Ende (16) desWerkzeugs (8) bestimmt wird. o. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (8) ein Gelenk (9) besitzt, das wenigstens nahezu mit der wirksamen Oberfläche (16) de, Werkzeugs (8) zusammenfällt und an dem Schlitten (7) befestigt ist, wobei das Werkzeug von einer Führungsstange (ii) gesteuert wird, welche gleichfalls mittels eines Gelenks (13 bzw. 9) atn Schlitten befestigt ist, und ein zweites, in der optischen Achse der Fresneloberfläche liegende; Gelenk (15 bzw. 18) besitzt. io@. Vorrichtung nach Anspruch c) zur Anfertigung einer konvexen Fresneloberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gelenke (9, 13) auf dem Schlitten in einer Linie senkrecht zur Tischoberfläche (2) liegen und daß die Führungsstange (ii) eine Verlängerung besitzt, welche die Lage des Werkzeugs (8) steuert (Fig. 2 und 3). i i. Vorrichtung nach Anspruch 9 zur Anfertigung einer parabolischen Fresneloberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Gelenkpunkte (9, 13) an dem Schlitten (7) zusammenfallen und daß das Werkzeug (8) mit einer Vorrichtung verbunden ist, durch welche seine wirksame Oberfläche immer senkrecht zu der Linie gehalten wird, welche den von der Führungsstange (ii) und der Senkrechten zur Tischoberfläche an der Stelle des Werkzeugs eingeschlossenen Winkel halbiert (Fig. 4). 12. Vorrichtung nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnct, daß diese Vorrichtung aus zwei gleich langen Stangen (i9 und 2o) besteht, welche an einem Ende in einem Gelenkpunkt (23) zusammenkommen, der längs des Werkzeugs (8) verschiebbar ist, während die anderen Enden Gelenkpunkte (21 und 22) besitzen, welche in gleichen Abständen .vom Gelenk (9) des Werkzeugs (8) auf der Führungsstange (ii) bzw. auf dem Schlitten (7) liegen, wobei letzterer Gelenkpunkt (22) derart liegt, daß sein-, Verbindungslinie mit dem Gelenk (9) des Werkzeugs (8) senkrecht zum Tisch (z) steht (Fig. .4). 13. Vorrichtung nach Anspruch 9 zum Schneiden eines sphärischen Fresnelspiegels, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (8) gleichzeitig die Führungsstange (ii) bildet (Fig. j). 14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß im Gelenk (9) des Werkzeugs (8) ein zweites Werkzeug (2j) drehbar ist, in der Weise, daß seine wirksame Fläche auf einen festen Punkt der optischen Achse gerichtet ist (Fig. 7 und 8). 15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (9) des Werkzeugs (8) einen spitzen Winkel mit dem Tisch (2) einschließt und durch die wirksame Oberfläche (16) dieses Werkzeugs geht (Fig. c)).
DE1948P0026159 1947-06-18 1948-12-22 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Fresneloberflaeche Expired DE807782C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL967767X 1947-06-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE807782C true DE807782C (de) 1951-07-05

Family

ID=19866122

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1948P0026159 Expired DE807782C (de) 1947-06-18 1948-12-22 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Fresneloberflaeche

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE807782C (de)
FR (1) FR967767A (de)
GB (1) GB678916A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR967767A (fr) 1950-11-10
GB678916A (en) 1952-09-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1627984A1 (de) Maschine zum Abschleifen des Randes,zum Abkanten und zum Nufen von Brillenglaesern
DE3018578A1 (de) Ophthalmische progressive linse sowie verfahren zu ihrer herstellung
DE60129644T2 (de) Verfahren zur herstellung einer oberfläche einer ophthalmischen linse und vorrichtung zur durchführung des verfahrens
DE69608291T2 (de) Mess-und regelgerät für die bearbeitung von umlaufenden zylindrischen werkstücken
DE2742307A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum schleifen und/oder polieren von optischen flaechen
DE3911443A1 (de) Fahrzeuglampe
DE2927406A1 (de) Geraet zum ziehen von beugungsgitterlinien
DE2527643C2 (de) Maschine zum Schleifen konkav gewölbter Werkstücke
DE807782C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Fresneloberflaeche
DE3130721A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum grobschleifen zweier edel- oder halbedelsteine
DE823566C (de) Maschine zum Schleifen und Polieren nichtsphaerischer optischer Flaechen
DE3344478A1 (de) Retroreflektor
DE4208835C2 (de)
DE2916592A1 (de) Maschine fuer die bearbeitung von teilen, insbesondere von teilen mit gekruemmter oberflaeche
DE188491C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von Kugelflächen mittels hohler nur mit einer ringförmigen Randfläche schleifender Werkzeuge
DE1294061B (de) Linsensystem veraenderbarer Brennweite
DE2831482A1 (de) Maschine zum randschleifen und facettieren ophtalmischer linsen
DE1022809B (de) Einrichtung zur Erleichterung der raeumlichen Verschiebung eines in drei rechtwinkligen Koordinatenrichtungen verschiebbaren Koerpers
DE2527105A1 (de) Verfahren und einrichtung zum erhoehen des winkelfeldes einer photographischen objektivlinse
DE69629135T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum formen einer rotationssymmetrischen oberfläche
AT132346B (de) Maschine zum selbsttätigen Schleifen, Polieren u. dgl. von Oberflächen.
DE680591C (de) Vorrichtung zum Schleifen von nicht kugelfoermigen, konkaven oder konvexen Flaechen an Linsen
DE1937897A1 (de) Kopiermaschine,insbesondere Nachformfraesmaschine
CH631375A5 (en) Process and apparatus for profiling a grinding wheel
DE2447764C3 (de) Maschine zum Schleifen von Dachfacetten o.dgl. an ophthalmischen Linsen