DE80911C - - Google Patents

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DE80911C
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cutting
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B5/00Reducing the size of material from which sugar is to be extracted
    • C13B5/06Slicing sugar beet

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Profilirte Rübenschnitzelmesser, wie das Königsfelder Messer, das gewöhnliche Dachrippenmesser, das Hillebrand'sche vollschneidige Dachrippenmesser für dreiseitige Schnitzel werden in ihrer Schnittwirkung verbessert, wenn die Schneide nicht wie bisher in der Horizontalprojection des flach liegenden Messers eine Gerade bildet, also nicht durch einen lothrechten Schnitt zur Messerfläche oder zu den Rippen oder Dachkanten gebildet ist, sondern durch eine Schnittebene, die unter einem spitzen Winkel (unter 450, etwa zwischen 30 bis 350) zur Messerfläche geneigt ist, gebildet wird.
Angestellte Versuche in dieser Hinsicht haben ergeben, dafs in derselben Schnitzelmaschine Messer mit der neuen Scheidkantenbildung gegenüber solchen mit, wie angegeben, geradliniger Schneide, ehe sie des Nachschleifens bedürfen, eine drei- bis vierfach längere Zeit tauglich sind; nicht allein aber dies: bei absichtlich zwischen die Rüben geworfenen harten Gegenständen, wie Steine, Schraubenmuttern und dergl., wie es beim gewöhnlichen Gang unbeabsichtigt wohl öfters vorkömmt, wiesen auch die neuen Messer weniger Schäden auf. Sie waren an wenigen Stellen oder auch gar nicht ausgebrochen oder sonst beschädigt.
In Beziehung auf die Rübenschnitzel selbst aber, die nur mit dem neuen Messer erzeugt waren, gegenüber solchen, die nur mit der alten Messerform geschnitten waren, ergab sich die erwartete Thatsache, dafs jene schöner, gleichmäfsiger, weniger verletzt und zerrissen aussahen: sie hatten durchweg glattere Flächen und Kanten.
Es konnte ferner festgestellt werden, was eine Folge der genannten Gesammtwirkung war, dafs die Maschine mit den Messern neuer Gestaltung ruhiger, regelmäfsiger und leichter
ging- . _ .
Auf der beiliegenden Zeichnung (Fig. 1 bis 10)
ist das neue Messer als Dachrippenmesser und in den Fig. 11 bis 14 die neue Gestaltung an einem Königsfelder Messer dargestellt, und zwar in:
Fig. ι von der Oberseite,
Fig. 2 von der Unterseite, während die
Fig. 3 und 4 Parallelschnitte zu den Rippen nach den Linien I-1 und II-II der Fig. 1 darstellen.
Fig. 5 ist eine Vorderansicht des Dachrippenmessers von der Schneide gesehen; die
Fig. 6 und 7 zeigen die Schnittweise bei einem vollschneidigen Dachrippenmesser, während die
Fig. 8 bis 10 die Schnittweise beim gewöhnlichen Dachrippenmesser in versetzter und nicht versetzter Lage veranschaulichen.
Das Königsfelder Messer giebt auch hier die bekannten winkligen oder flügelartigen zweischenkligen Schnitzel.
Wenn das vorliegende Messer in Thätigkeit gesetzt wird, dringen zuerst die Spitzen a mit den scharfen Rippen B in die Rüben ein. Ihrer Gestalt nach bieten sie fast gar keinen Widerstand am Anfang des Schnittes; ganz allmälig wird wegen der zweiseitig keilförmigen Gestalt der schräg ansteigenden Dachseiten die Rübe angeschnitten, und wenn die schrägen Schneiden bis C eingedrungen sind, ihre Arbeit gewissermafsen voll gethan haben, kommen die Rippen D, die ebenfalls eine scharfe Schneide
haben, und besorgen die Theilung der Schnitzel. Es findet also gewissermafsen eine Dreitheilung der vom Messer verrichteten Arbeit statt: Anschneiden mit der Spitze und Rippen B; allmäliges Einschneiden und Ansteigen des Schnittes mit den schrägen scharfen Dachseitenkanten A C, und endlich drittens Theilung der so weit vorgeschrittenen vierseitig prismatischen Schnitzel in dreiseitige Prismen.
Dieser Vorgang ist ein continuirlich sich wiederholender, daher der leichte Gang der Maschine mit diesem Messer.
Die in zweierlei Richtung schräg verlaufenden Schneiden AC, C A, A C . . . . haben aber auch die Eigenschaft, dafs sie wegen dieses Verlaufs nicht stumpf werden, ähnlich wie die Kanten der bekannten Drillbohrer, und sich selbst schärfen beim Verschleifs, daher die reinen Schnittlinge.
Die Oeffnungen ACA, ACA zwischen je zwei Spitzen und der Dachfirstecke C einerseits und der Vorlage andererseits geben reichlich Raum für den Durchlafs der Schnitzel und auch für harte Körper von entsprechendem Volumen, was bei gewöhnlicher Schneide nicht stattfindet.
Gröfsere harte Körper dagegen werden von der schaufelartigen Rinne zwischen zwei Dachseiten mit links und rechts allmälig ansteigender Vorderkante einfach weggeschaufelt, hochgehoben bis zur Dachfirst und über die Vorlage hinweg. Daher die geringe Beschädigung der Messer durch solche Gegenstände.
Beim gewöhnlichen Dachrippenmesser (Fig. 8 bis io) ist die Wirkung eine ähnliche. Sie ist nur insofern einfacher, als die Zwischentheilung der Rippen C, weil diese fehlen, in Wegfall kommt.
Beim Königsfelder Messer (Fig. ii bis 14) fällt auch die Rippe B weg und man hat hier nur das Anschneiden mit' der Spitze und allmälige Nachschneiden mit den nach links und rechts rückwärts ansteigenden geschärften Dachseitenkanten. Der Durchlafs für Schnitzel und kleinere harte Körper ist vorhanden wie -beim zuerst beschriebenen Messer, und ebenso das Hochschaufeln gröfserer Körper auf die Dachfirst und über die Vorlage hinweg.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein profilirtes Rübenschnitzelmesser, dadurch gekennzeichnet, dafs seine Schneidkante eine im Grundrifs zickzackförmig verlaufende ist, die durch eine von oben in der Richtung der Schneidebewegung im spitzen Winkel zur Messerfläche gelegte Ebene entstanden ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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