DE80954C - - Google Patents

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DE80954C
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42—AMMUNITION; BLASTING
    • F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C3/00—Fuzes actuated by exposure to a liquid, e.g. seawater
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42—AMMUNITION; BLASTING
    • F42D—BLASTING
    • F42D1/00—Blasting methods or apparatus, e.g. loading or tamping
    • F42D1/04—Arrangements for ignition

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung, betrifft ein Verfahren, um die im Bohrloch befindliche Sprengladung ohne Anwendung einer Zündschnur, irgend einer elektrischen, Frictions- oder sonstigen Zuleitung, überhaupt ohne jedwede Zündungsmanipulation des Arbeiters selbstthätig zur Explosion zu bringen.
Dieser Zweck wird erreicht durch die bei dem Verfahren in Anwendung kommende eigenartige Schlagpatrone,- auf welche Wasser als Besatz so eingeführt wird, dafs dasselbe die Sprengladung ganz umgiebt, und durch den Vorgang beim Besetzen des Bohrloches.
Das Wesen der Schlagpatrone ist verschieden . nach dem ihm zu Grunde liegenden Princip, wonach die in der Schlagpatrone hervorgerufene chemische Reaction entweder durch die hierbei entwickelte Wärme oder durch die sich ergebende Volumenvermehrung (mit Druck nach aufsen) auf die Explosion des Sprengstoffes hinwirkt.
Hierbei ergeben sich dreierlei Anordnungen, je nachdem die Explosion hervorgerufen wird:
a) durch Wärme indirect (vermittels Detonationskapsel) ;
b) durch Wärme direct (ohne eine Kapsel) oder
c) durch Druck infolge Volumenvermehrung. Im ersten Falle (a) wird in den Sprengstoff
eine aus zwei Theilen zusammengesetzte Metallkapsel gesteckt, deren obere Hälfte mit der Mündung nach unten einen bei verhältnifsmäfsig niedriger Temperatur (1200C.) explodirenden Zündsatz enthält. Diese Kapselhälfte ist von einem Cylinder aus gebranntem Kalk umgeben. (Statt des gebrannten Kalks, kann auch wasserfreier Baryt, Strontian, Kali, Natron, Chlorcalcium, angewendet werden, ohne das Wesen der Erfindung zu ändern.)
Besagter Kalkcylinder steckt mit der darunter befindlichen Sprengstoff-Schlagpatrone in einer porösen Hülle aus entsprechendem Material, wie Filz, Hanffasern, Docht- oder Schlauchgewebe etc., auch Thon und andere wasserdurchlässige Materialien können zur Umhüllung verwendet werden. Diese Hülle beschränkt durch ihre Einrichtung den Zutritt des Wassers zum Aetzkalk auf das erforderliche Mafs. Durch langsames Hinzutreten des Wassers erfolgt eine allmälige, zwischen ι bis 3 Minuten steigende Wärmeentwickelung, welche die Entzündung von der oberen zur unteren Kapsel und damit die Explosion der Sprengladung bewirkt.
Fig. ι veranschaulicht diese Anordnung.
Es bedeutet d a" die Kapsel mit leicht entzündbarem Satz bezw. die Detonationskapsel, deren Ineinanderschieben event, erst kurz vor Einbringen der Schlagpatrone erfolgt, b den Wärmecylinder aus Kalk, c die poröse Hülse, welche von dem Arbeiter nach Einschieben der Sprengstoff Schlagpatrone d geschlossen wird, e den Wasserbesatz des Bohrloches.
Im zweiten. Falle (b) umschliefst der Kalkkörper (jedoch ohne Kapsel) den oberen Theil des Sprengstoffes. Der Wärmecylinder ist hier aus zwei an einander schliefsenden Theilen zusammengesetzt, zwischen denen eine mit Säure (in fester Form) gefüllte Pille eines schon bei ca. ioo° C. schmelzbaren Metalles bezw. einer Metalllegirung sich befindet. Die nach der Hydrirung des Kalks von der Säure (Schwefelsäure- oder Phosphorsäure-Anhydrit)
bedingte Bildung chemischer Verbindungen und die hiermit verbundene Entwickelung hoher Temperatur (über 3000C.) ruft die Explosion des Sprengstoffes hervor.
Fig. 2 veranschaulicht diese Anordnung.
Es bedeutet α die mit Sä'ure gefüllte Pille, b den Wärmecylinder, c die poröse Hülle, d die Sprengstoffpatrone, deren äufsere Papierhülse hier übergebunden wird und deren innere Hülse aus einem wasserundurchlässigen, stark Wärme leitenden Material besteht.
Im dritten Falle (c) hat der Kalkkörper die Aufgabe, bei der Wasseraufnahme durch kräftiges, allmälig (nach 1 ]/2 Minuten) eintretendes Blähen innerhalb der Hülse auf diese nach oben Druck auszuüben. Hierbei wird vermittels eines Reibdrahtes das Zerreifsen einer' Zündpille und damit die Entzündung der darunter befindlichen Detonationskapsel bewirkt. Zu diesem Behufe umschliefst die poröse, aber auch sehr widerstandsfähige Hülle eng den geprefsten Blähcylinder. Die Hülle ist einerseits mit dem Reibdraht, andererseits mit einem zwischen dem Kalkkörper und dem Sprengstoff befindlichen Pfropf fest verbunden. Letzterer birgt in sich die Zündpille und die Enden des. Reibdrahtes.
Fig. 3 veranschaulicht diese Anordnung,
Es bedeutet α den Blähcylinder, b die poröse Hülle, c den Pfropf, d den Reibdraht, e die Zündpille, f eine leicht schmelzbare Metallmasse zur Fixirung des Reibdrahtes und zum wasserdichten Abschlufs der Pfropfdurchlochung, g die Sprengstoffpatrone, deren Hülle Übergebunden wird, mit der Detonationskapsel h, i das Besatzwasser,
Der Vorgang beim Wegthun des Sprengschusses besteht in dem Vollfüllen der Bohrlochsäule durch Besatzwasser. Dies erfolgt bei abwärtsgehenden Bohrlöchern durch blofses Eingiefsen, bei aufwärtsgehenden Bohrlöchern unter Verwendung einer eigenen Spritzvorrichtung, die bei gleichzeitigem Abströmen der Luft das Wasser bis zur Schlagpatrone aufsteigen läfst. Für Bohrlöcher in Gestein, Kohle etc. mit reichlicher Grubengasausströmung ist die Anordnung dahin getroffen, dafs der Sprengstoff von dem Besatzwasser in bekannter Weise gänzlich umgeben wird.
Fig. 4a und 4b veranschaulichen die Anordnung .einer Spritzvorrichtung für aufwärtsgehende Bohrlöcher. In denselben bedeutet ι den Sprengstoff, 2 die Schlagpatrone des gegenwärtigen Verfahrens, 3 das Besatzwasser, 4 einen gufsstählernen, zweifach durchbohrten Spund, 5 den Wasserzufuhrschlauch, 6 ein der Länge nach durchbohrtes Schilfrohr zum Abströmen der Luft, 7 Wassergefäfs mit Quetschhahn und 8 den anschliefsenden, mit Druckluft gefüllten Eisenblechcylinder, 9 ein Ausbaustempelholz als Schutz für die Spritzvorrichtung.
Fig. 5 veranschaulicht das Besetzen unter gänzlicher Einhüllung des Sprengstoffes mit Wasser.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Spreng-Verfahren, bei welchem das als Besatz verwendete Wasser durch die poröse Hülle der Schlag- und Zündpatrone zu dem einen besonderen Theil dieser bildenden, aus Aetzkalk, wasserfreiem Baryt, Strontian oder ähnlichen Stoffen hergestellten Körper tritt und in ihm entweder a) unter Wärmeentwickelung oder b) unter Volumenvermehrung, die eine Frictionszündung in Thätigkeit setzt, reagirt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ITBZ20130035A1 (it) * 2013-07-18 2015-01-19 Universalcard S R L Articolo portatile monouso per accendere un fuoco
WO2016113597A1 (en) * 2015-01-15 2016-07-21 Universalcard S.R.L. Portable disposable article for lighting a fire
ITUA20164678A1 (it) * 2016-06-27 2017-12-27 Fulvio Mosca Dispositivo portatile monouso per accendere un fuoco

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WO2016113597A1 (en) * 2015-01-15 2016-07-21 Universalcard S.R.L. Portable disposable article for lighting a fire
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