DE809781C - Aufbereitung basalthaltiger Mineralien - Google Patents
Aufbereitung basalthaltiger MineralienInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C1/00—Magnetic separation
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- Compounds Of Iron (AREA)
Description
- Aufbereitung basalthaltiger Mineralien An der Küste von Island, den Färöerinseln, Norwegen, Schweden, Grönland, Labrador findet sich Seesand, der aus einem Gemisch von verwitterten basaltischen Gesteinen mit Muschelkalk besteht. Die Zusammensetzung dieses Seesandes ist beispielsweise folgende: Si 02 15,74 0/0, A120,1 5,89 %, FeQ 0g 4,89 0/0, Ca 0 38,96 %, S 03 0,72 %, HE 0 + C 02 28,72 0/0, Mg 0 2,52 0/0.
- Um eine Verwertung dieses Seesandes zur Herstellung von Zement, Glas, keramischen Stoffen u. dgl. zu ermöglichen, ist es notwendig, den Gehalt an Kalk und Kieselsäure zu erhöhen. Kieselsäure findet sich in diesen Ländern meistens in größerer Menge, während Kalk eingeführt werden müßte. Es liegt daher ein Bedürfnis vor, diesen Sand insbesondere an Kalk anzureichern. Es wurde nun gefunden, daß eine solche Aufbereitung möglich ist, wenn man das Gut, falls es nicht bereits in feinkörniger Form vorliegt, zerkleinert und darauf die paramagnetischen von den diamagnetischen Anteilen durch ein Magnetfeld trennt. Zweckmäßig wird die Trennung mittels eines regelbaren Magnetfeldes in Fraktionen nach der magnetischen Permeabilität der Bestandteile vorgenommen. Zu diesem Zweck kann das zerkleinerte Gut über mehrere Magnetfelder verschiedener Stärke geleitet werden. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, das Gut im Verlaufe des Förderweges über Walzen zu leiten, in denen die Magnete untergebracht sind. Zur Vorbereitung der magnetischen Trennung wird das Gut zweckmäßig durch ein gasförmiges oder flüssiges Druckmittel in Form eines Sandstrahles oder eines Wasserstrahles gegen harte. Flächen so geschleudert, daß eine weitgehende Zerkleinerung erfolgt. Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen, das Gut vor der magnetischen Trennung einer Wärmebehandlung zu unterwerfen oder zu glühen: Die an der Küste Islands vorhandenen ausgedehnten Ablagerungen von zermahlenem Muschelkalk und Basalt, z. B. der Onundarfjördur-Muschelsand von der eingangs genannten Zusammensetzung, werden als Schlamm abgepumpt und die flüssige Suspension unter hohem Druck in Form eines Strahles gegen harte Flächen geschleudert. Der Sand kann auch getrocknet und in Form eines Sandstrahles gegen harte Flächen geschleudert werden. Auch kann eine Trennung durch Siebung erfolgen. Das so erhaltene zerkleinerte Gemisch wird nun über ein Förderband und eine Walze geführt, in der ein Magnet von der erforderlichäi. Stärke untergebracht ist. Durch eine einmalige Behandlung wird ein unmagnetischerAnteil von folgenderZusammensetzung abgetrennt: Si02 4,140/0, A1j0$ 1,40%, Fe203 o,820/0, CaO 5o,220/0, S03 0,900/0, H20 + C02 39,700/0,M90 o,950/0, während der magnetische Teil folgende Zusammensetzung aufweist: Si 02 42,840/0, A12 03 16,38 %, Fe2 03 14,40 0/0, Ca 0 12,68 0/0,S 03 0,51 0/0, H2 0 + C 02 3,10 0/0, Mg 0 6,17 0/0.
- Der unmagnetische Anteil wird durch Zusatz von Si 02 in Form von Quarz o. dgl. auf die gewünschte Zusammensetzung gebracht und kann nun zu Zement oder Glas o. dgl. verarbeitet werden. Auch kann Tonerde in dem geforderten Umfang zugesetzt werden.
- Durch Aussonderung des Gemisches über Magnete verschiedener Feldstärke läßt sich eine weitere - Fraktionierung bewirken. Auch hat sich gezeigt, daß sich durch eine Wärmebehandlung, z. B. durch Glühen des Ausgangsgutes, die paramagnetischen Eigenschaften der Rohstoffe weitgehend ändern lassen. Für die Stärke der Magnetisierbarkeit ist wahrscheinlich der Gehalt an eisenhaltigen Bestandteilen, wie Magnetit, ausschlaggebend, der als Eisenbasalt in vielen basaltischen Gesteinen, auch in den Basaltdecken von Island, vorkommt.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufbereiten von basalthaltigen Mineralien, insbesondere aus Verwitterungslagerstätten des :Meeres, wie kalkhaltigen Seesanden, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gut gegebenenfalls zerkleinert und darauf die paramagnetischen von den diamagnetischen Anteilen durch ein Magnetfeld trennt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung mittels eines regelbaren Magnetfeldes in Fraktionen nach der magnetischen Permeabilität der Bestandteile vorgenommen. wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zerkleinerte Gut über mehrere Magnetfelder verschiedener Stärke geleitet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut im Verlauf des Förderweges über Walzen geleitet wird, -in denen die Magnete untergebracht sind.
- 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut vor der magnetischen Trennung durch ein gasförmiges oder flüssiges Druckmittel, z. B. in Formeines Sandstrahles oder eines Wa.ssersti-ahles, gegen harte Flächen so geschleudert wird, daß eine weitgehende Zerkleinerung erfolgt.
- 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut vor der magnetischen Trennung einer Wärmebehandlung unterworfen, z. B. geglüht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE809781T | 1949-05-11 |
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|---|---|
| DE (1) | DE809781C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1098463B (de) * | 1957-10-26 | 1961-02-02 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Aufbereitung von Eisenerzen |
-
1949
- 1949-05-11 DE DE1949809781D patent/DE809781C/de not_active Expired
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