DE809781C - Aufbereitung basalthaltiger Mineralien - Google Patents

Aufbereitung basalthaltiger Mineralien

Info

Publication number
DE809781C
DE809781C DE1949809781D DE809781DD DE809781C DE 809781 C DE809781 C DE 809781C DE 1949809781 D DE1949809781 D DE 1949809781D DE 809781D D DE809781D D DE 809781DD DE 809781 C DE809781 C DE 809781C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnetic
separation
basalt
sea
magnetic field
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1949809781D
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Dr Metzner
Tryggvi Olafsson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR HERBERT METZNER
TRYGGVI OLAFSSON REYKJAVIK (ISLAND)
Original Assignee
DR HERBERT METZNER
TRYGGVI OLAFSSON REYKJAVIK (ISLAND)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DR HERBERT METZNER, TRYGGVI OLAFSSON REYKJAVIK (ISLAND) filed Critical DR HERBERT METZNER
Application granted granted Critical
Publication of DE809781C publication Critical patent/DE809781C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03CMAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03C1/00Magnetic separation

Landscapes

  • Compounds Of Iron (AREA)

Description

  • Aufbereitung basalthaltiger Mineralien An der Küste von Island, den Färöerinseln, Norwegen, Schweden, Grönland, Labrador findet sich Seesand, der aus einem Gemisch von verwitterten basaltischen Gesteinen mit Muschelkalk besteht. Die Zusammensetzung dieses Seesandes ist beispielsweise folgende: Si 02 15,74 0/0, A120,1 5,89 %, FeQ 0g 4,89 0/0, Ca 0 38,96 %, S 03 0,72 %, HE 0 + C 02 28,72 0/0, Mg 0 2,52 0/0.
  • Um eine Verwertung dieses Seesandes zur Herstellung von Zement, Glas, keramischen Stoffen u. dgl. zu ermöglichen, ist es notwendig, den Gehalt an Kalk und Kieselsäure zu erhöhen. Kieselsäure findet sich in diesen Ländern meistens in größerer Menge, während Kalk eingeführt werden müßte. Es liegt daher ein Bedürfnis vor, diesen Sand insbesondere an Kalk anzureichern. Es wurde nun gefunden, daß eine solche Aufbereitung möglich ist, wenn man das Gut, falls es nicht bereits in feinkörniger Form vorliegt, zerkleinert und darauf die paramagnetischen von den diamagnetischen Anteilen durch ein Magnetfeld trennt. Zweckmäßig wird die Trennung mittels eines regelbaren Magnetfeldes in Fraktionen nach der magnetischen Permeabilität der Bestandteile vorgenommen. Zu diesem Zweck kann das zerkleinerte Gut über mehrere Magnetfelder verschiedener Stärke geleitet werden. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, das Gut im Verlaufe des Förderweges über Walzen zu leiten, in denen die Magnete untergebracht sind. Zur Vorbereitung der magnetischen Trennung wird das Gut zweckmäßig durch ein gasförmiges oder flüssiges Druckmittel in Form eines Sandstrahles oder eines Wasserstrahles gegen harte. Flächen so geschleudert, daß eine weitgehende Zerkleinerung erfolgt. Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen, das Gut vor der magnetischen Trennung einer Wärmebehandlung zu unterwerfen oder zu glühen: Die an der Küste Islands vorhandenen ausgedehnten Ablagerungen von zermahlenem Muschelkalk und Basalt, z. B. der Onundarfjördur-Muschelsand von der eingangs genannten Zusammensetzung, werden als Schlamm abgepumpt und die flüssige Suspension unter hohem Druck in Form eines Strahles gegen harte Flächen geschleudert. Der Sand kann auch getrocknet und in Form eines Sandstrahles gegen harte Flächen geschleudert werden. Auch kann eine Trennung durch Siebung erfolgen. Das so erhaltene zerkleinerte Gemisch wird nun über ein Förderband und eine Walze geführt, in der ein Magnet von der erforderlichäi. Stärke untergebracht ist. Durch eine einmalige Behandlung wird ein unmagnetischerAnteil von folgenderZusammensetzung abgetrennt: Si02 4,140/0, A1j0$ 1,40%, Fe203 o,820/0, CaO 5o,220/0, S03 0,900/0, H20 + C02 39,700/0,M90 o,950/0, während der magnetische Teil folgende Zusammensetzung aufweist: Si 02 42,840/0, A12 03 16,38 %, Fe2 03 14,40 0/0, Ca 0 12,68 0/0,S 03 0,51 0/0, H2 0 + C 02 3,10 0/0, Mg 0 6,17 0/0.
  • Der unmagnetische Anteil wird durch Zusatz von Si 02 in Form von Quarz o. dgl. auf die gewünschte Zusammensetzung gebracht und kann nun zu Zement oder Glas o. dgl. verarbeitet werden. Auch kann Tonerde in dem geforderten Umfang zugesetzt werden.
  • Durch Aussonderung des Gemisches über Magnete verschiedener Feldstärke läßt sich eine weitere - Fraktionierung bewirken. Auch hat sich gezeigt, daß sich durch eine Wärmebehandlung, z. B. durch Glühen des Ausgangsgutes, die paramagnetischen Eigenschaften der Rohstoffe weitgehend ändern lassen. Für die Stärke der Magnetisierbarkeit ist wahrscheinlich der Gehalt an eisenhaltigen Bestandteilen, wie Magnetit, ausschlaggebend, der als Eisenbasalt in vielen basaltischen Gesteinen, auch in den Basaltdecken von Island, vorkommt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Aufbereiten von basalthaltigen Mineralien, insbesondere aus Verwitterungslagerstätten des :Meeres, wie kalkhaltigen Seesanden, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gut gegebenenfalls zerkleinert und darauf die paramagnetischen von den diamagnetischen Anteilen durch ein Magnetfeld trennt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung mittels eines regelbaren Magnetfeldes in Fraktionen nach der magnetischen Permeabilität der Bestandteile vorgenommen. wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zerkleinerte Gut über mehrere Magnetfelder verschiedener Stärke geleitet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut im Verlauf des Förderweges über Walzen geleitet wird, -in denen die Magnete untergebracht sind.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut vor der magnetischen Trennung durch ein gasförmiges oder flüssiges Druckmittel, z. B. in Formeines Sandstrahles oder eines Wa.ssersti-ahles, gegen harte Flächen so geschleudert wird, daß eine weitgehende Zerkleinerung erfolgt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gut vor der magnetischen Trennung einer Wärmebehandlung unterworfen, z. B. geglüht wird.
DE1949809781D 1949-05-11 1949-05-11 Aufbereitung basalthaltiger Mineralien Expired DE809781C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE809781T 1949-05-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE809781C true DE809781C (de) 1951-08-02

Family

ID=578384

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1949809781D Expired DE809781C (de) 1949-05-11 1949-05-11 Aufbereitung basalthaltiger Mineralien

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE809781C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1098463B (de) * 1957-10-26 1961-02-02 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Aufbereitung von Eisenerzen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1098463B (de) * 1957-10-26 1961-02-02 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Aufbereitung von Eisenerzen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
Rossel Clay mineral diagenesis in Rotliegend aeolian sandstones of the southern North Sea
Farnsworth Greek pottery: a mineralogical study
Goren et al. Plaster artifacts and the interpretation of the Nahal Hemar Cave
DE809781C (de) Aufbereitung basalthaltiger Mineralien
SU1503881A1 (ru) Способ обогащени бурожелезн ковых руд
EP0116272B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines silikose- und eisenfreien Strahlmittels für die Oberflächenbehandlung
DE505097C (de) Verfahren zur Aufbereitung armer kieseliger Eisenerze
Du et al. Catalogue of algal megafossils from the Proterozoic of China
Abdullaeva et al. Investigation of pegmatite mineral applicability from the Terek ceramic deposit in Kyrgyzstan for production of porcelain and earthenware
DE618094C (de) Verfahren zur Herstellung von feuerfesten Produkten
AT406739B (de) Verfahren zur aufbereitung von weisserden (leucophylliten) blattsilikaten und zur verwertung von deren aufbereitungsabfällen, insbesondere von schlicker
SU628951A1 (ru) Способ отсадки полезных ископаемых
SU947119A1 (ru) Композици дл изготовлени гипсовых изделий автоклавированием
SU908401A1 (ru) Способ обогащени минерального сырь
DE367494C (de) Verfahren zur Gewinnung eines zur Farbenherstellung geeigneten Stoffes
DE615009C (de) Verfahren zur Anreicherung von asphalthaltigem Gestein
Penfield et al. On pseudomorphs of garnet from Lake Superior and Salida, Colorado
DE392182C (de) Verfahren zum Scheiden von Brennrueckstaenden
DE519993C (de) Verfahren zur Herstellung von Erzbriketten
AT329475B (de) Verfahren zur konzentration von magnesit in schweren suspensionen und schweren flussigkeiten bei vorangehender dekarbonisierung des karbonats
DE864834C (de) Verfahren zur Aufbereitung von sulfidischen Mischerzen
DE575545C (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus bitumenhaltigen Erzen
DE975590C (de) Verfahren zum Herstellen eines hydraulischen Bindemittels unter Verwendung von Rohtuffasche
DE554205C (de) Verfahren zur Herstellung eines kieselsaeurehaltigen Grundstoffs fuer Silikamoertel
DE843981C (de) Zurueckgewinnung von Eisen aus Thomasschlacke mittels Magnetscheider