DE810019C - Webmaschine - Google Patents

Webmaschine

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DE810019C
DE810019C DEP1381A DEP0001381A DE810019C DE 810019 C DE810019 C DE 810019C DE P1381 A DEP1381 A DE P1381A DE P0001381 A DEP0001381 A DE P0001381A DE 810019 C DE810019 C DE 810019C
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DEP1381A
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Hans Dipl-Ing Haberland
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/20Electrically-operated jacquards

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Webmaschine In der Textilindustrie wurden bisher bei der Herstellung komplizierter Webmuster in der Regel sogenannte jacquardmaschinen benutzt, bei denen das Anheben der Schäfte zur Bewegung der Ketten ins Ober- und Unterfach und gegebenenfalls auch die Steuerung der Schützen (Schiffchen) entsprechend den gewünschten Mustern durch Lochkarten erfolgte. Die Aufnahmefähigkeit der bekannten jacquardmaschinen ist aus wirtschaftlichen Gründen begrenzt. Bei der üblichen jacquardmaschine werden durch die Lochkarten jeweils meist Zoo Ketten bewegt; bei einer normalen Kettenzahl von etwa 2000 sind dann zehn Serien zu Zoo Ketten parallel geschaltet, so daß sich das Muster mindestens zehnmal wiederholt. Trotz dieser Vereinfachung werden immer noch verhältnismäßig viel Lochkarten benötigt, da bei einer Länge von etwa io cm wieder rund Zoo Lochkarten erforderlich sind. Jacquardmaschinen, bei welchen die ganze Breite des Stoffes ein einziges Muster von i m Länge hat, benötigen Tausende von Lochkarten. Die Herstellung der Lochkarten erfolgt aber durch besonders befähigte Spezialisten. Diese Hinweise genügen, um die Kostspieligkeit des bisherigen Verfahrens zu erklären, welches nur dann wirtschaftlich tragbar ist, wenn die einmal hergestellten Lochkarten ausreichend oft verwendet und damit ausgenutzt werden, wie dies nur bei der Herstellung von Massenware der Fall ist.
  • Diese Nachteile haben dazu geführt, daß man nur verhältnismäßig einfache Stoffmuster maschinell webt, bei komplizierten Mustern dagegen, wie sie besonders bei der Teppich- und Gobelinherstellung üblich sind, von der automatischen Weberei Abstand genommen hat und bei der Handweberei oder einer halbautomatischen Weberei geblieben ist.
  • Da ein Bedarf an komplizierten, schnell und preiswert herzustellenden Stoffmustern besteht, hat man sich mit dem Bedrucken der Gewebe beholfen. Derart bedruckte Gewebe konnten jedoch dem Werturteil und den erhöhten, durch die Verbraucher gestellten Anforderungen nicht standhalten, was u. a. darauf zurückzuführen ist, daß das Bedrucken nur einseitig erfolgen kann.
  • Diese Nachteile werden nach der Erfindung dadurch vermieden, daß zwar ein dem reinen Webvorgang der J;.cquardmaschine ähnliches Prinzip Anwendung findet, jedoch die Steuerung der Kettfäden und des Schiffchens durch elektrooptisches Abtasten eines zu webenden Musterbildes erfolgt. Dies hat den Vorteil, daß mit dem Webprozeß sofort nach Vorlage des Bildes begonnen werden kann, ohne daß es notwendig wäre, vorher besonders kostspielige Hilfsmittel wie Lochkarten o. dgl. anzufertigen. Dies ist nicht nur wirtschaftlich von Bedeutung, sondern ermöglicht es, schon kurzfristig nach Fertigstellung der Musterzeichnung eine Stoffprobe herzustellen, an Hard deren die endgültige Begutachtung erfolgen kann, was bei einer noch so gut hergestellten Musterzeichnung niemals der Fall ist.
  • Ferner kann der Wunsch des Verbrauchers nach individuellen Stoffmustern, wie er in der lebhaften Nachfrage nach Teppichen und Gobelins zum Ausdruck kommt, ohne erhöhte Webkosten und Kartenkosten außer den Kosten für die Herstellung der Musterzeichnung befriedigt werden. Da der größere Arbeitsaufwand bei Herstellung komplizierter Gewebe sich ausschließlich auf die Anfertigung der Musterzeichnung beschränkt, so können weitere beliebig lange Stoffbahnen mit ständig wechselnden Mustern ohne wesentlich erhöhte Kosten in kürzester Zeit im Gegensatz zu dem jetzigen System gewebt werden, bei dem die Webmusterlänge praktisch durch die Anzahl der Lochkarten begrenzt ist. Die Feinheit des Musters ist jetzt nur noch durch die Anzahl der Kett- und Schußfäden begrenzt.
  • Zusammenfassend kann man sagen, daß ohne erhöhten Kostenaufwand komplizierte Bilder, wie sie beispielsweise in der Gobelin-Weberei üblich sind, kurzfristig hergestellt werden können. Alle Vorteile der bisher nur auf die Handweberei beschränkten Individualität der einzelnen Webbilder werden damit auch maschinell erreicht.
  • Da die Abtastung des Musters ausschließlich auf elektrooptischem Wege beruht, können einige der in der Bildtelegraphie und Fernsehtechnik bekannten technischen Möglichkeiten auf die Weberei angewendet werden.
  • So besteht ein weiterer Erfindungsgedanke in der verschiedenfarbigen Herstellung von Webwaren durch Anwendung einer farbselektiven Abtastung des farbigen Musterbildes und Kopplung desselben mit entsprechend gefärbten Schußfäden.
  • Es besteht weiterhin die Möglichkeit, die Bilder durch einfache, in der Fernmeldetechnik übliche, schaltungstechnische Maßnahmen beliebig zu verkleinern oder aber zu vergrößern, so daß ein Webmuster entweder die gesamte Breite des Stoffes in Anspruch nimmt oder aber man kann sofort anschließend durch eine einfache elektrische Umschaltung, die mit der Fortbewegung des Stoffes gekoppelt ist, dasselbe Muster verkleinert und vielfach nebeneinanderliegend weben. Es können also die Musterbilder zum Teil abgetastet werden, so daß ein Teilbild des Musters nun über die ganze Webfläche sich erstreckt. Dann wird die Abtastzeit, die sonst für das ganze Musterbild benötigt wird, nur für das gewünschte Teilbild benutzt. Die Umschaltung dieser Abtastgeschwindigkeit und der Abtastlänge geschieht durch in der Fernmeldetechnik bekannte Maßnahmen wie Lochkarten oder Programmscheiben.
  • Daß tatsächlich ein Bedarf an Geweben mit möglichst verschiedenartig wechselnden Mustern vorliegt, beweisen amerikanische Erfindungen, nach denen vorgeschlagen wird, mit optischen Mitteln komplizierte Muster auf Gewebe einseitig auf photographischem Wege im Druckverfahren zu übertragen.
  • In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigt Fig. i ein optisches Abtastsystem für das Musterbild, das aus einer drehbaren Scheibe mit einer abtastenden Linse, einer Photozelle mit einem Photostromverstärker und einem Schaltarm zur Steuerung der Fühlhebel der Kettfäden besteht, Fig. 2 einen teilweisen Grundriß zu der Fig. i, Fig.3 die schaubildliche Darstellung des zeitlichen Ablaufes eines Webvorganges, Fig. 4 ein der Fig. i ähnliches Abtastsystem mit einer Linse, einer Photozelle und einem Elektronenumschalter an Stelle der Verstärkerröhre und des mechanischen Umschalters, Fig. 5 eine der Fig. i ähnliche Anordnung einer abtastenden Linse und Photozelle, bei welcher die Steuerung des Magnetsystems über Verstärkerröhren oder über Stromtore erfolgt, bei Benutzung einer Sägezahnspannung zur Inbetriebsetzung der einzelnen Röhren, Fig.6 die Anordnung einer abtastenden Linse und Photozelle mit einem Farbfilter zum Weben farbiger Muster im Grundriß, Fig. 7 die Anordnung der Fig. 6 im Aufriß, Fig.8 die Anordnung der Fig.6 im Seitenriß und Fig.9 die Anordnung einer Führungsnut zur Abtastung ebener Musterbilder.
  • Nach der Ausführungsform der Fig. i und 2 ist eine Abtastlinse i zusammen mit einer Photozelle 2 und einer Blende 3 fest auf einer umlaufenden Scheibe 4 angeordnet und zu einem optischen Abtastsystem vereinigt. Vor dieser Scheibe ist ein entsprechend dem Scheibenumfang gebogenes Musterbild 5 angeordnet. Die von einem Punkt des Musterbildes ausgehenden Lichtstrahlen fallen, nachdem sie durch die Blende und Linse zusammengefaßt worden sind, auf die Photozelle. Der durch die Batterie 7 gespeiste Stromkreis 8 der Photozelle wird über das Gitter 9 einer Verstärkerröhre io geführt. In diesem Stromkreis liegt ein Widerstand i i, an dem je nach Belichtung der Photozelle die für den Betrieb der Verstärkerröhre notwendige Spannungsänderung entsteht. Bekanntlich ist die Stärke des Stromes, der durch die Photozelle und somit durch den Widerstand i i fließt, abhängig von der Beleuchtung der Photozelle. Erhält die Photozelle kein Licht, so ist der Strom praktisch null, also ist am Widerstand kein Spannungsabfall. Wird die Photozelle beleuchtet, so entsteht am Widerstand ein Spannungsabfall. Durch richtige Dimensionierung des Widerstandes kann erreicht werden, daß der am Widerstand auftretende Spannungsabfall zur Steuerung der Röhren ausreicht. Ein Schaltarm 12 wird über ein mechanisches System synchron zu der Umlaufbewegung der optischen Scheibe 4 vor einer Anzahl von Kontakten 15 derart bewegt, daß jedem Bildpunkt ein Kontaktpunkt 15 zugeordnet ist. Von den Kontakten führen Leitungen zu :@Zagnetsystemen 16, die über Fühlhebel 17 die Kettfäden 18 bewegen. Die Magnetsysteme 16 sind über die Kontakte 15 und den Schaltarm 12 in den Anodenkreis i9 eingeschaltet.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Die optische Scheibe ,4 wird von dem in der Zeichnung nicht dargestellten üblichen Motor der Webmaschine in gleichmäßige Umlaufbewegung versetzt. Hierbei werden sämtliche Punkte einer als Niveaulinie 2o bezeichneten Bildlinie (Fig. 2) abgetastet. Die Photozelle erhält nun, je nach der Ausleuchtung des Bildes (hell oder dunkel) Lichtimpulse, die sie in elektrische Impulse umwandelt. Diese elektrischen .Impulse öffnen und schließen in an sich bekannter Anordnung die Stromdurchlässigkeit der Verstärkerröhre. Im Anodenstromkreis dieser Verstärkerröhre fließt je nachdem, ob ein heller oder dunkler Lichtpunkt vorhanden war, ein Strom oder keiner. Der Strom steuert elektromagnetisch den dazugehörigen Fühlhebel, der wiederum den Kettfaden steuert. Durch eine mechanische oder elektrische Sperre, z. B. über einen Arbeitskontakt am Fühlhebel selbst wird dieser in der dem Lichtimpuls entsprechenden Lage festgehalten. Die aufeinanderfolgenden Kettfäden werden demnach entsprechend der Helligkeit des Bildes nacheinander eingestellt und für den Webschuß vorbereitet. Die Rückstellung der Hebel in die Ruhestellung erfolgt nach dem Webschuß durch eine mit dem Webmaschinenmotor gekoppelte Mechanik oder elektrisch über Kontakte.
  • Fig. 3 stellt den zeitlichen Ablauf des Webvorganges dar. Durch das Abtastsystem wird während des ersten Fünftels 21 des Umlaufes der Abtastscheib; die eingestellte Niveaulinie abgetastet. Mit einer Verzögerung von der Größe v stellen sich magnetisch die Kettfäden entsprechend ein. Die Verzögerung erklärt sich aus der mechanischen Trägheit des Magnet- und Kettfädensystems. Nach erfolgter Einstellung der Kettfäden tritt nach ungefähr 3/5 des Umlaufes 22 der Webeschuß 23 ein. Darauf folgt auf elektrischem oder mechanischem Wege, z. B. mit Hilfe einer Nockenscheibe, die ebenfalls vom Maschinenantriebsmotor bewegt wird, eine Rückstellung 24 sämtlicher Hebel in den Anfangszustand. Am Schluß dieser Zeitspanne 24 wird im Zeitabstand 25 das Musterbild um eine Niveaulinie durch den Maschinenantriebsmotor weitergeschoben. Nach einem weiteren kurzen Zeitabstand 26 beginnt der Abtast- und Webvorgang von neuem.
  • Bei der Ausführungsform nach der Fig.4 läßt sich eine höhere Webgeschwindigkeit dadurch erzielen, daß bei im übrigen gleicher optischer Abtastung des Bildes wie bei der Ausführungsform i und 2 die Zuordnung der elektrischen Photozellenimpulse unmittelbar hinter der Photozelle mit Hilfe eines an sich bekannten Elektronenumschalters 27 (Braunsche Röhre) erfolgt, der die Magnetsysteme mit ihren Fühlhebeln unmittelbar beeinflußt. Die Steuerung des Elektronenumschalters erfolgt mit Hilfe eines Stromimpulses, der von der Abtastscheibe synchron zur Bildabtastung gesteuert wird.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 werden die von der Photoabtastung herrührenden Stromstöße nach einer zur Bildabtastung synchronen Verteilung Stromtoren zugeführt. Die durch die Lichtimpulse erzeugten Stromimpulse werden über den Umschalter 3o den einzelnen Stromtoren 31 bis 34 zugeführt. Die Vorspannung der Stromtore ist so bemessen, daß im Normalzustand kein Öffnen der Stromtore oder Röhren stattfindet. Erst bei der Überlagerung der Lichtstromimpulse wird die der Stellung des Umschalters entsprechende Röhre geöffnet, und beim Fließen des Stromes in Anodenstromkreis 35 wird das entsprechende Magnetsystem und der zugeordnete Fühlhebel bewegt. Mit 36 ist eine Batterie zur Erzeugung der Gittervorspannung bezeichnet, die die für ein Schließen bzw. Offenhalten der Röhren notwendige Vorspannung liefert. Ein durch den allgemeinen Antrieb gesteuerter Kontakt 37 löscht alle Stromtore am Ende des Webvorgangs einer Zeile und stellt somit die Fiihlhebel zurück. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß die Umschaltung für nur sehr schwache Ströme zu erfolgen braucht, was eine Vereinfachung für die Kontaktgebung ermöglicht.
  • Eine weitere Möglichkeit der Bildabtastung und ' Kettbewegung hat man in der Benutzung einer in der Fernsehtechnik üblichen Bildspeicherröhre. Ferner liegt es im Rahmen der Erfindung, sämtliche weiteren aus der Fernsehtechnik bekannten Abtastverfahren, wie Drehspiegel u. dgl., anzuwenden.
  • Nach der Ausführungsform der Fig. 6 bis 8 wird eine farbselektiveAbtastung durch Anordnung einer senkrecht zur optischen Scheibe 4o angeordneten Farbfilterscheibe 41 ermöglicht, die mit drei verschiedenfarbig, z. B. rot, grün und blau, gefärbten Filtergläsern 42 ausgerüstet ist. Die von dem farbigen Musterbild 43 ausgehenden Strahlen müssen, bevor sie die Linse 44 treffen, das Farbfilter 42 passieren. Jede Niveaulinie wird dreimal nacheinander abgetastet und das Musterbild nach jeder dritten Abtastung um den Abstand einer Bildlinie verschoben. Jede der drei Abtastungen geschieht mit einem anderen Filter, so daß eine auf dem Musterbild angeordnete grüne Farbe nur beim Passieren des grünen Filters, eine rote Farbe nur beim roten Filter, optische und damit elektrische Impulse auslösen kann. Synchron zum Farbfilter werden drei verschiedene Schiffchen mit drei korrespondierend gefärbten Schußfäden zum Weben benutzt, wobei die Fadenstärke z. B. ein Drittel der gewöhnlichen Stärke beträgt. Würde normale Fadenstärke benutzt werden, so kann durch das mehrfache, z. B. dreifache Abtasten ein und derselben Bildlinie eine Verzerrung des Bildes auf die dreifache Länge eintreten.
  • Ganz neuartige Mustereffekte lassen sich dadurch erzielen, daß man den einzelnen Farbfiltern anders gefärbte Fäden zuotdnet, wodurch beliebig getönte oder absolut ungefärbte Webmuster entstehen, die aus modischen Gründen großen Anklang finden und den Textilmustermalern neue Anregungen geben können. Idalbtonfarben lassen sich dadurch erreichen, daß eine Niveaulinie ttiehrfach abgetastet wird und durch Veränderung der Gittervorspannung der Verstärkerröhre, $. B. nach Fig. i, ein hellerer oder dunklerer Ton eingewebt wird. Halbtöne können auch durch Benutzung zweier korrespondierender Schaltröhren erzeugt werden, die im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Verfahren abwechselnd jeden zweiten Kettfaden beeinflussen. Die erste Verstärkerröhre wird auch bei halbhellen Bildpunkten geöffnet, die zweite nur bei sehr hellen Bildpunkten'. Dieses käntt z. B. durch verschiedene Sperrspannung der Röhre erreicht werden.
  • Um die Arbeit der Elektromagneten zu entlasten, können die Bewegungen der Kettfäden, wie bisher üblich, der Webmaschine selbst überlassen bleiben und nur die Auslösung der Kettfadenbewegung elektrisch-magnetisch gesteuert werden.
  • In der bei der Fernmeldetechnik üblichen Weise können auch mehrere jacquardmaschinen von einer Maschine durch Übertragung der Impulse gesteuert werden.
  • Um gegebenenfalls Unschärfen bei der Abtastung des Musters zu vertneiden, ohne daß man komplizierte optische Systeme zur Erzielung einer ausreichenden Tiefenschärfe verenden müßte, kann ' entsprechend der Ausführungsform der Fig. 9 eine fest angeordnete Kurvenfühtung 51 vorgesehen werden, die bei Drehung der optischen Scheibe das Linsensystem 52 jeweils während des Abtastvorganges parallel und im gleichen Abstand 53 zum Musterbild 54 bewegt, wodurch das Bild eben eingespannt ist.
  • Alle notwendigen elektrischen und mechanischen Schaltbewegungen sind in einfacher Weise, wie mehrfach ausgeführt, mit der Drehbewegung des Abtastsystems gekoppelt, die wiederum von dem üblichen Motor der Webmaschine angetrieben wird.

Claims (17)

  1. PATEN TA NS Pß7CHE: i. Ähnlich dem jacquardprinzip aufgebaute Webmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Kettfäden und des Schützens (Schiffchens) durch elektrooptische Abtastung eines zu webenden Musterbildes erfolgt.
  2. 2. Webmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung verschiedenfarbiger Webwaren eine farbselektive Abtastung des farbigen Musterbildes mit entsprechend gefärbten Schußfäden gekoppelt ist.
  3. 3. Webmaschine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Musterbilder durch an sich in der Fernmeldetechnik bekannte schaltungstechnische 1vlaßnahmen vergrößert werden, so daß die Webmuster die gesamte Breite des Gewebes einnehmen.
  4. 4. Webmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Musterbilder mittels der Maßnahmen des Anspruches 3 und durch elektrische, mit der Fortbewegung des Gewebes gekoppelte Umschaltung verkleinert und in vielfacher Wiederholung nebeneinanderliegend gewebt werden.
  5. 5. Webmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Webmusterbild (5) mittels einer auf einer sich drehenden Scheibe (4) angeordneten Linse (i) mit einer Blende (3) und einer Photozelle (2) abgetastet und über einen Verstärker (io) auf den Schaftantrieb zur Facheinstellung der Kettfäden (18) übertragen wird.
  6. 6. Webmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem über das Gitter (9) geführten und durch eine Batterie (7) gespeisten Stromkreis (8) der Photozelle (2) ein Widerstand (ii) liegt, an dem je nach Belichtung der Photozelle die für den Betrieb der Verstärkerröhre notwendige Spannungsänderung entsteht.
  7. 7. Webmaschine nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Schaltarm (12), der über ein mechanisches System synchron zu der Umlaufbewegung der optischen Scheibe (4) vor einer Anzahl von Kontakten (15) derart bewegt wird, daß jedem Bildpunkt ein Kontaktpunkt (15) zugeordnet ist, und daß über diesen Kontakten zugeordnete, in den Anodenstromkreis (i9) eingeschaltete Magnetsysteme (16) Fühlhebel (17) die Kettfäden (18) bewegen. B.
  8. Webmaschine nach Ansprüchen 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Photozellenimpuls unmittelbar hinter der Photozelle mittels eines an sich bekannten Elektronenumschalters (27), insbesondere einer Braunscheu Röhre, weitergeleitet wird, welche die Magnetsysteme zur Bewegung der Fühlhebel unmittelbar beeinflußt (Fig. 4).
  9. 9. Webmaschine nach Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Photoabtastung herrührenden Stromstöße nach einer zur Bildabtastung synchronen Verteilung Stromtoren zugeführt werden. io.
  10. Webmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Lichtimpulse erzeugten Stromimpulse über einen Umschalter (3o) den einzelnen Stromtoren (31 bis 34) zugeführt werden, deren Vorspannung so bemessen ist, daß im Normalzustand kein Öffnen, dagegen bei Überlagerung durch die Lichtstromimpulse das der Stellung des Umschalters entsprechende Stromtor geöffnet und durch Fließen des Stromes im Anodenstromkreis (35) das entsprechende Magnetsystem betätigt und der zugehörige Fühlhebel bewegt wird.
  11. 1l Webmaschine nach Anspruch 1o, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch den allgemeinen Antrieb gesteuerter Kontakt (37) alle Stromtore (31 bis 34) am Ende des Webvorganges einer Zeile löscht und somit die Fühlhebel zurückstellt.
  12. 12. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildabtastung und Kettbewegung durch eine in der Fernsehtechnik an sich bekannte Bildspeicherröhre, Drehspiegel o. dgl. erfolgt.
  13. 13. `Webmaschine nach Ansprüchen 1 bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß zur farbselektiven Abtastung senkrecht zur optischen Scheibe (40) eine mit mehreren, vorzugsweise drei verschiedenfarbigen Filtergläsern (42) versehene drehbare Scheibe (41) vorgesehen ist, und daß die Abtastung jeder Niveaulinie mehrmals entsprechend der Zahl der Farbfilter zwecks Steuerung einzelner Schiffchen mit korrespondierend gefärbten Schußfäden erfolgt, deren Fadenstärke vorzugsweise nur ein Drittel der gewöhnlichen Fadenstärke beträgt (Fig. 6 bis 8).
  14. 14. Webmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung neuartiger Mustereffekte den einzelnen Farbfiltern andersgeartete Fäden zugeordnet sind.
  15. 15. Webmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung von Halbtonfarben jede Niveaulinie mehrmals abgetastet und durch Veränderung der Gittervorspannung der Verstärkerröhre ein hellerer oder dunklerer Ton eingewebt wird.
  16. 16. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung verschiedenfarbiger Webwaren eine farbselektive Abtastung des farbigen Musterbildes mit gefärbten Schußfäden gekoppelt wird, wobei die Schußfäden in ihren Farben gegenüber den Farben des Musterbildes vertauscht sind.
  17. 17. Webmaschine nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung ebener Musterbilder dem Linsen- und Photozellensystem außer der reinen Umlaufbewegung durch eine fest angeordnete Kurvenführung (51) eine derartige zusätzliche Bewegung erteilt wird, daß dieses System während des Abtastvorganges ständig parallel und im gleichen Abstand (53) zum Musterbild (54) geführt wird (Fig. 9).
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE925279C (de) * 1952-01-06 1955-03-17 Neumag Geschlossenfach-Schaftmaschine
DE1135388B (de) * 1952-11-13 1962-08-23 Ibm Deutschland Anordnung zum lichtelektrischen Abtasten von Farbwerten einer als Webvorlage dienenden Musterpatrone mit Hilfe des Farbvergleichs und zum Eintragen von den abgetasteten Farbwerten entsprechenden Symbolen auf Jacquardkarten oder sonstige Symboltraeger
DE1218369B (de) * 1954-08-17 1966-06-02 Ernst August Hummringhaus Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung von Einrichtungen zur Bewegung der Faeden in Textilmaschinen

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