DE81114C - - Google Patents
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- DE81114C DE81114C DENDAT81114D DE81114DA DE81114C DE 81114 C DE81114 C DE 81114C DE NDAT81114 D DENDAT81114 D DE NDAT81114D DE 81114D A DE81114D A DE 81114DA DE 81114 C DE81114 C DE 81114C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
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- D04B9/00—Circular knitting machines with independently-movable needles
- D04B9/06—Circular knitting machines with independently-movable needles with needle cylinder and dial for ribbed goods
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
in einem Arbeitsgange.
Bei Rundwirkmaschinen war es bisher nicht möglich, während des Wirkens von einer
Waarengattung zur anderen überzugehen, ohne die Maschine anzuhalten. Man konnte also
z. B. während des Arbeitens der Maschine nicht ohne Weiteres von glatter Waare zur
Herstellung von beliebiger Rä'nderwaare und umgekehrt übergehen. Wollte man dies, so
war es im allgemeinen nöthig, zunächst die eine Waare (Ränder oder glatte Waare) auf
der Maschine anzufertigen, dann die Maschine anzuhalten und schliefslich das angefangene
Waarenstück mit der Hand auf die für die neue Waare in Betracht kommenden Nadeln
oder überhaupt auf eine andere Maschine umzuhängen. Es ist klar, dafs durch diese Art
des Arbeitens, durch das Anhalten der Maschine und Umhängen des Arbeitsstückes, das
Wirken sehr umständlich und zeitraubend und die Waare selbst dadurch nicht unwesentlich
vertheuert wird.
Diese Nachtheile und Uebelstände sollen durch die vorliegende Rundwirkmaschine beseitigt
werden, welche mit Doppelnadeln ausgestattet ist, die in trichterförmig erweiterten
Führungsnuthen der Nadelbetten gleiten. Die Nadeln werden von aus einander federnden
Armen getragen und in den trichterförmig erweiterten Nuthen der Nadelbetten so geführt,
dafs sie, während der Wirkarbeit von dem geraden Theil der Nadelbettnuthen zusammengehalten,
genau so wie gewöhnliche einfache Nadeln wirken, zwecks Ermöglichung des
Ueberhängens der Maschen aber (bei Aenderung der Wirkweise), in den trichterförmigen
Theil der Nadelbettnuthen eintretend, aus einander federn und die auf ihnen befindliche
Masche öffnen (erbreitern), damit die betreffenden Nadeln bezw. geschlossenen Doppelriadeln
der gegenüberstehenden Nadelreihe in die aus einander gespreizten Doppelnadeln und die geöffneten
Maschen eintreten und diese letzteren erfassen können, worauf durch das Zurückgehen
der Nadeln, welche die Maschen aufgenommen haben, und der geöffneten Doppel-'
nadeln, von welchen die Maschen abgenommen werden sollen, das vollständige Ueberhängen
oder Umhängen der Maschen bewirkt wird.
Die Bildung der Masche geschieht in der gewöhnlichen Weise mit Hülfe von Platinen,
von denen sich immer eine zwischen je zwei Nadeln befindet.
Die die Nadeln zum Zwecke des Wirkens betätigenden Hubstücke haben die übliche
Form und werden auch in ähnlicher Weise wie bei den bekannten Wirkmaschinen ein-
oder ausgerückt. Die Hubstücke, welche das Anheben bezw. Vorschieben der Nadeln zum
Zwecke des Ueberhängens der Maschen bewirken, sind ähnlich eingerichtet und angeordnet
wie die bekannten Wirkhubstücke. Also ist aufser den erwähnten Doppelnadeln nur noch die Art und Weise, wie die Nadelhebel
oder Nadelträger geformt sind, als neu anzusehen. Die letzteren sind so ausgeschnitten,
dafs die Ueberhänghubstücke die ungeraden
und die Wirkhubstücke die geraden Nadelhebel bethätigen oder, allgemein gesagt, die
Nadelhebel müssen eine solche Form haben, dafs nur diejenigen Nadeln, auf welchen sich
Schleifen oder Maschen befinden, zum Wirken angehoben bezw. vorgeschoben werden.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung . in einer der praktischen Ausführungsformen zur
Veranschaulichung gebracht.
Die Doppelnadeln a, Fig. ι bis 8, mit welchen
die erwähnte selbsttätige Aenderung der Wirkart bezw. Umhängung der Maschen bewirkt
wird, sind gewöhnliche Zungennadeln, zwei solcher Nadeln sind immer an einem Hebel oder Träger α4 befestigt. Die Hebel α4,
welche die Nadeln tragen, sind aus zwei federnden Theilen a1 und as hergestellt, die, wenn
nicht zusammengedrückt, die in Fig. 2 gezeigte geöffnete Stellung einnehmen. In manchen
Fällen empfiehlt es sich, nur einen Nadelhebel für die Doppelnadeln anzuwenden, · die Nadelschäfte
sind dann langer gehalten und so gestaltet, dafs sie die federnden Theile a1 a3,
Fig. 2, ersetzen (Fig. 5 und 6). Auch kann der Nadelschaft mit einem Ansatz ausgerüstet
sein, um die Masche vorzubringen, sobald dieselbe umgehängt werden soll. An Stelle von
zwei Nadeln kann auch eine Nadel a mit seitlich federndem Arm a1, Fig. 3 und 7, vorgesehen
werden. Bei Anwendung einer solchen Nadel ist letztere mit einer seitlichen Rinne
versehen, in welche der federnde Arm al hineingedruckt wird, so dafs die Schleife oder
Masche ungehindert auf die Nadel aufgleiten kann.
Die Nadelbetten des Nadelcylinders b und des Maschinenkopfes d ], Fig. 12, sind mit
Nuthen <z6, Fig. 10, für die Nadeln versehen.
Die für die Doppelnadeln bestimmten Nuthen haben an den Enden die trichterförmigen Erweiterungen
a5, damit die federnden Arme der Nadelträger bezw. der Nadeln selbst die Nadeln
aus einander bewegen und dadurch die Maschen öffnen können, sobald die Nadeln zum Abgeben
bezw. Ueberhängen der Maschen gehoben werden.
Der Nadelcylinder b, Fig. 12, welcher auf dem Maschinentisch c gelagert und mit einem
Zahnkranz b\ Fig. 12, ausgerüstet ist, wird auf
bekannte Weise von einer verticalen Welle aus mittelst geeigneten Getriebes in Umdrehung
versetzt. Dieselbe Welle treibt auch mit Hülfe eines anderen Getriebes, welches in das Zahnrad
e1 einfafst, den Kopf der Maschine. Der Zahnkranz b1 trägt einen das Nadelbett b einschliefsenden
Bock e, auf bezw. in welchem die Nadelträger oder Nadelhebel α4 lagern.
Der Maschinenkopf wird von einem, einstellbaren Arm der Tischplatte c getragen; die
verschiedenen Theile des Kopf- oder Obergestells sind auf einer Welle d befestigt. Das
Nadelbett dl für die Maschinennadeln ist ähnlich
wie das des Cylinders b für die Stuhlnadeln eingerichtet, jedoch laufen bei ersterem
die Nuthen für die Nadeln radial und nicht parallel. Die Nadelträger oder Nadelhebel f
des Kopfgestelles sind an einem Ring d3 aufgehängt und gleiten in Führungsschlitzen d2.
Ein an dem Zahnkranz e1 angebrachter Ring d^
schützt die Nadelhebel/ vor dem Herunterfallen.
Das Zusammenwirken der Doppelnadeln erhellt aus den Fig. 17 bis 20, und zwar zeigt
Fig. 17 die Nadeln in der zum Wirken von glatter Waare dienenden Stellung; die Schleife
oder Masche A ist von der doppelten Stuhlnadel niedergezogen. Fig. ig zeigt die Doppelstuhlnadel
in angehobener Stellung; dieselbe hat die Schleife B für die nächste Masche erfafst.
Diese Schleife B wird beim Niedergehen der Stuhlnadel durch die Schleife A in bekannter
Weise hindurchgezogen. Es ist selbstverständlich, dafs, wenn die Stuhlnadeln wirken,
die Maschinennadeln nicht arbeiten, und umgekehrt. Bei der in Fig. ig und 20 gezeigten
Stellung soll eine Schleife von einer Stuhlnadel α auf eine Maschinennadel d& Übergehängtwerden.
Die Stuhlnadel d wird zu diesem Zweck so hoch gehoben, dafs die Träger α4
in die Erweiterungen α5 der Führungsnuth as
kommen und die Nadeln α sich in der gezeigten Weise öffnen, wodurch die Masche A
ebenfalls auseinandergezogen (geöffnet) wird. Während die Nadeln α sich in dieser Stellung
befinden, wird die geschlossene Maschinennadel d5 vorgeschoben, ungefähr so weit, wie
in Fig. 20 gezeigt. Hierauf gehen die Nadeln a nieder, wobei die Schleifen A in die Haken
der Nadeln ds eingelegt werden. Durch die
weitere Niederbewegung der Stuhlnadel α und das Zurückziehen der Maschinennadel d% wird
dann die vollständige Umhängung der Schleife A von der ersteren auf die letztere bewirkt.
Sollen die Schleifen von den Maschinennadeln auf die Stuhlnadeln umgehängt werden, so
finden die Bewegungen der betreffenden Nadeln in umgekehrter Reihenfolge statt.
Die durch Zeichnungen erläuterte Maschine ist zur Herstellung von glatter Waare und
Ränderwaare geeignet, und zwar kann man mit dieser Maschinennadel selbstthätig von der
einen Waarengattung auf drei andere übergehen. Die Hälfte der Nadeln des Nadelcylinders
b sind Doppelnadeln, während das Kopf- oder Obergestell der in diesem Falle
benutzten Maschine nur halb so viel Nadeln aufweist wie der Cylinder b. Sechs verschiedene
Wirkhubstücke K1 bis K6, Fig. 9, dienen
zum Bethätigen der Nadeln während des Arbeitens. Das Hubstück K1 wird für glatte
Waare gebraucht, die Hubstücke K2 und if5
für ι und 1-Waare und die Hubstücke K3
und K6 für 3 und 1-Waare.
Aufsei" den schon benannten Hubstücken enthält die Maschine noch fünf weitere Hubstücke
tl bis if5, welche zum Heben bezw.
Vorbringen der Nadeln dienen, wenn die Maschen von der einen Nadelreihe auf die
andere überführt werden sollen. Die auf die Stuhlnadeln wirkenden Hubstücke t1 und i2
werden von um v1 drehbaren Hebeln sl und s2
getragen, die wiederum durch Hubringe ul
und M2 des im Maschinentisch gelagerten und
mittelst Klinkenhebels angetriebenen Schaltrades ν bethätigt werden. Der Klinkenhebel
steht unter Einwirkung eines Mustermechanismus. Die auf die Maschinennadeln einwirkenden
Hubstücke i8 i4 und i5 sind an den um
.v2 drehbaren Hebeln ss s4 und s5 befestigt,
die von den Hubringen M3M4 und zi5, die
.ebenfalls von dem Schaltrad ν getragen werden, gehoben und gesenkt werden.
Die Nadelhebel α4 des Nadelcylinders b haben
eine dreifach verschiedene Form (Fig. 13) und
sind in der in Fig. 14 gezeigten Weise in der Maschine angeordnet, so dafs die die Doppelnadeln
tragenden Hebel α4 und die die einfachen
Nadeln tragenden Hebel aix mit einander
abwechseln. Die Nadelhebel a4, Fig. 13, sind entweder mit Ausschnitten m η und 0
oder ρ versehen. Die Nadelhebel F des Obergestells weisen entweder Ausschnitte q, Fig. 15,
auf oder dieselben sind abgerundet, wie bei r, Fig. 15. Auch diese Nadeln sind so zu einander
angeordnet, dafs sie mit einander abwechseln.
Um die Vortheile und mannigfaltige Wirkungsweise der neuen Nadeln und ihrer zugehörigen
Theile zur besseren Anschauung zu bringen, möge folgende Erklärung dienen;
Angenommen, die mit den neuen Nadeln ausgestattete Maschine fertige glatte WTaare und
es soll nun zur Herstellung von Ränderwaare übergegangen werden, so läfst man das Hubstück
i2 zur Wirkung kommen, welches alle die Nadelhebel α4, welche doppelte Stuhlnadeln
α tragen, niederprefst, so dafs letztere gehoben werden, was der Reihe nach geschieht,
in dem Mafse, wie der Nadelcylinder b sich umdreht. Die Doppelnadeln α gehen hierbei,
indem die Trägerarme Λ4 in den trichterförmigen
Erweiterungen ab der Nuthen a6 eintreten,
aus einander, während gleichzeitig das Hubstück i5 auf die Nadelhebel / des Kopfgestelles
einwirkt und die betreffenden, Maschinennadeln durch die geöffneten Maschen auf den Stuhlnadeln des Cylinders b schiebt,
so dafs die Haken der Maschinennadeln die Schleifen oder Maschen erfassen. Die Hälfte
der Stuhlnadeln α ist dann von den Maschen befreit, während die sämmtlichen Maschinennadeln
d5 des Obergestelles Maschen tragen. Sobald die Stuhlnadeln, von denen die Maschen
abgenommen worden sind, die zum Stricken dienenden Hubstücke k erreichen, wird das
Hubstück k1 ausgerückt, dagegen werden die Hubstücke k2 und k5 eingerückt. Es ist zu
beachten, dafs das Hubstück i2 auf alle mit
den geraden Zahlen 2 bis 12 bezeichneten doppelten Stuhlnadeln α und das Hubstück k'2
auf die einfachen, mit den ungeraden Zahlen 1 bis 11 bezeichneten Stuhlnadeln einwirkt, d. h.
also nur auf die Nadeln a, welche ihre Maschen behalten haben. Im Kopftheil der Maschine
wirken das Hubstück t5 und das Hubstück ks
auf die sämmtlichen Maschinennadeln dh ein,
und da nur halb so viel Nadeln vorhanden sind als Stuhlnadeln im Cylinder b, so müssen
zur Anfertigung von 1 und ι-Ränderwaare alle Nadeln d5 des Obergestelles eine Masche
tragen, folglich arbeiten die Maschinennadeln ds
sämmtlich.
Soll von ι und 1-Ränderwaare wieder zur
glatten Waare übergegangen werden, so bringt man die Hubstücke t2 und t5 wieder zur Wirkung,
wobei die den Nadeln zu ertheilende Bewegung umgekehrt wird, d. h. die Maschinennadeln
dh werden so weit vorgeschoben, dafs
sie sich aus einander bewegen und die von ihnen getragenen Maschen öffnen,, worauf die Haken
der Stuhlnadeln α in die geöffneten Maschen eingeschoben werden. Hierauf werden die
Hubstücke k'2 und ks abgestellt, das Hubstück
k1 ist dagegen wieder in Wirkung zu bringen.
Angenommen, die mit den neuen Nadeln ausgestattete Maschine fertige glatte Waare und
es soll zur Herstellung von 3 und 1-Ränderwaare übergegangen werden, so hat man die
Hubstücke i3 und t1 einzurücken. Ersteres
wirkt auf die mit 4, 8, 12 bezeichneten Nadelträger bezw. Stuhlnadeln ein, deren Maschen
dann auf die Maschinennadeln 14, 16, 18 übergehängt
werden. Die weitere Arbeit wird von den Hubstücken K3 und Ke geregelt, von denen
ersteres auf die Stuhlnadeln 1,2,3, 5,6,7,9,1 o, 1 j
und letzteres auf die Maschinennadeln 14, 16, 18
einwirkt. Soll wieder auf glatte Waare zurückgegangen werden, so sind dieselben Umhänghubstücke
wieder einzurücken, worauf die Maschen zurückgehängt werden und das Hubstück k1 die weitere Arbeit übernimmt. Die
Hubstücke K3 und K6 sind sofort abzustellen.
Soll z. B. von 1 und 1 -Waare zu 3 und 1-Waare
übergegangen werden, so wird man wie folgt verfahren: Bei 1 und 1-Waare wird auf
den Nadeln 8,13, 3, .14, 5, 15, 7, 16, 9, 17, 11, 18
gearbeitet, die Maschen von den Maschinennadeln d5 müssen auf die Stuhlnadeln α zurückgebracht
werden; dies wird mit Hülfe der Hubstücke i2 und i4 erreicht, durch welche
die Maschen von den Maschinennadeln 13,1 5,17
auf die Stuhlnadeln 2, 6, 10 übergehängt werden. Die 3 und 1-Waare wird dann auf die
Nadeln 1, 2, 3, 14, 5, 6, 7, 16, 9, 10, 11, 18 her-
gestellt, die Hubsfücke k3 und k6 sind hierbei
in Thätigkeit.
Um wieder zu ι und i-Waare zurückzugehen,
ist es erforderlich, dafs die Schleifen oder Maschen von den Stuhlnadeln 2, 6, 10 auf
die. Maschinennadeln 13, 15, 17 übergehängt
werden. Dies wird mit Hülfe der Hubstücke i2 und ti erreicht, während .die Hubstücke A2
und A5 die Herstellung ■ der Waare bewirken.
Es ist zu bemerken, dafs in den beiden letzten Fällen das Hubstück t2 auf die Stuhlnadeln
2, 4, 6, 8, 10, 12 und nicht nur auf die Stuhlnadeln
2, 6, 10 allein wirkt; da aber die Stuhlnadeln 4, 8, 12 keine Maschen tragen und die
zugehörigen Maschinennadeln 14, 16, 18 nicht
vorgeschoben werden, so entsteht durch die Bethä'tigung der Nadeln 4, 8, 12 keinerlei Nachtheil.
Es leuchtet ein, dafs sich mit anderen Anordnungen der Nadeln und Hubstücke auch
noch andere Waarenbindungen erzielen lassen als die beschriebenen. Sind z. B. alle Nadeln
in dem Cylinderrahmen b Doppelnadeln und es wäre eine gleich grofse Anzahl Maschinennadeln
i5 im Obergestell vorhanden, die ebenfalls
als Doppelnadeln ausgebildet sind, so würde sich jede Art von Ränderwaare herstellen
lassen und man könnte von einer beliebigen Ränderwaare zu einer anderen beliebigen
Ränderwaare übergehen, sobald man die Nadelhebel entsprechend zuschneidet und passende Hubstücke verwendet. Die Zuschneidufig
der Nadelhebel erfolgt in der Weise, dafs, wenn die Maschen von den ungeraden Nadeln abzunehmen sind, die Hubstücke, welche
das Umhängen der Maschen besorgen, auf diese Nadeln einwirken müssen, während das
das Wirken besorgende Hubstück dieselben verfehlen mufs. Um das zu erreichen, sind
die. Nadelhebel, welche das Umhänghubstück und das Hubstück für die Wirkbewegung zu
verfehlen haben, mit entsprechenden Ausschnitten zu versehen.. Die Einrichtung der.
oberen Nadelhebel f ist in ähnlicher Weise vorzunehmen.
Beim Umhängen* der Maschen ist darauf zu
achten, dafs die Nadeln, von denen die Maschen abgenommen werden sollen, auch genügend
hoch bezw. weit vorgeschoben werden, damit sich die Doppelnadeln öffnen und die die
Maschen aufnehmenden Nadeln mit ihren Haken in die geöffneten bezw. aus einander
gezogenen Maschen eindringen können·.
Bei Herstellung von Strümpfen ist z. B. erwünscht, einen ränderwaarenartigen Schaft und
zum Theil auch einen solchen Fufstheil zu erhalten. Dieser Fufstheil kann dadurch hergestellt
werden, dafs man bei jeder Umdrehung des Kopf- oder Obergestelles der Maschine die
erforderlichen, das Wirken besorgenden Hubstücke ein- und ausrückt, so dafs das Hubstück
k1 die Sohle des Fufses und die Hubstücke k3 und A:6 bezw. k2 und k~" den Obertheil
oder das Blatt des Fufstheiles stricken.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:■1. Ein mit zwei Nadelfonturen arbeitender Rundwirkstuhl, dessen Zungennadeln behufs beliebigen Wechselns zwischen glatter und Ränderwaare ohne Stillsetzung des Stuhles zu Doppelnadeln ausgebildet sind, die aus zwei auf seitlich aus einander federnden Armen oder Nadelträgern befestigten Zungennadeln bestehen, welche in den mit Erweiterungen versehenen Nuthen der Nadelbetten derart geführt werden, dafs diese Doppelnadeln, während der Wirkarbeit in dem geraden Theil der Nadelbettnuthen zusammengehalten, genau so wie gewöhnliche einfache Nadeln arbeiten, zum Zwecke des Umhängens der Maschen und Aenderung der Waarengattung aber bis in die Erweiterungen der Nuthen vorgeschoben werden, damit sich die zusammengehaltenen Doppelnadeln aus einander bewegen und die auf ihnen hängenden Maschen öffnen können, um die gegenüber stehenden Nadeln zur Aufnahme der überzuhängenden Maschen zwischen die aus einander gespreizten Doppelnadeln und durch die geöffneten Maschen hindurchgehen zu lassen.
- 2. Ein Rundwirkstuhl der unter 1. bezeichneten Art, bei welchem die Vorrichtung zum Bethätigen der Nadeln aus, die Doppelnadeln tragenden, mit Ausschnitten bezw. Abschrägungen versehenen Nadelhebeln (cft und f) besteht, auf welche zum Zwecke des Umhängens der Maschen von der einen Nadelreihe auf die andere und umgekehrt Hubstücke ('i1 bis tsj einwirken, während das Wirken selbst nach erfolgter Abstellung dieser Hubstücke durch weitere Hubstücke (kl bis k6) bewirkt wird, welche immer auf die Nadeln einwirken, welche Maschen tragen. .
- 3. Ein Rundwirkstühl der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welchem die eine Zungennadel der Doppelnadel durch einen federnden Arm ersetzt ist, der während der Wirkarbeit in eine seitliche Rinne der ihn tragenden Nadel eingedrückt ist, sich aber zum Zwecke des Oeffnens der Masche von dieser Nadel abspreizt, sobald letztere bezw. der Arm selbst in die Erweiterung der Nuth des Nadelbettes vorgeschoben ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE81114C true DE81114C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT81114D Active DE81114C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE81114C (de) |
-
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- DE DENDAT81114D patent/DE81114C/de active Active
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