DE81187C - - Google Patents

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DE81187C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D191/00Coating compositions based on oils, fats or waxes; Coating compositions based on derivatives thereof
    • C09D191/005Drying oils

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Verfahren zur Herstellung von Oelfarben. Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1893 ab.
Die nach vorliegendem Verfahren hergestellte Oelfarbe trennt sich nicht, wie die bekannten Oelfarben, in OeI und Farbkörper, sondern bleibt dünnflüssig und streich fertig. Die damit hergestellten Anstriche zeigen infolge dessen eine hohe Elasticität und folgen den Ausdehnungen und Zusammenziehungen der Unterlage bei Temperaturschwankungen, ohne zu reißen.
Ein fernerer Vorzug der neuen Oelfarbe besteht darin, daß sich an der Oberfläche des Öels bezw. des Anstriches sehr schnell und zuverlässig eine metallhaltige Haut bildet, welche das weitere schnelle Eintrocknen und das Hart- und Sprödewerden der darunter befindlichenOelschicht verhindert und daher die letztere stets elastisch erhält. Durch eine geringe Abänderung des Verfahrens läßt sich eine Masse von bedeutender Härte erzielen, welche besonders gegen Salzwasser (Seewasser, Salzsole) eine hohe Widerstandsfähigkeit aufweist.
Diese Vorzüge werden im Princip dadurch erreicht, daß man Schwermetallsalze, nöthigenfalls unter Zusatz einer Deckfarbe, mit Alkalilaugen mischt und unter Vermeidung jeder Erhitzung sofort oder nach vorherigem Auswaschen mit fetten Oelen oder Firnissen anrührt. Verrührt man das Product, ohne es vorher auszuwaschen, mit Oelen oder Firnissen, so erhält man den oben erwähnten harten, gegen Salzwasser widerstandsfähigen Anstrich. Als Deckfarbe eignet sich am besten eine Mischung von Bleioxyd und Kochsalz, durch welche zugleich der Zusatz von Alkalien überflüssig gemacht wird.
Beispiel:
io Theile Bleioxyd werden mit 2 Theilen Kochsalz und so viel Wasser angerührt, daß ein dünner Brei entsteht. Während des Verreibens oder nach demselben setzt man eine der Kochsalzmenge äquivalente Menge Kupferchlorid oder -sulfat zu, wäscht mit Wasser aus und verreibt das Product, ohne es vorher zu trocknen, mit Firniß zu einer streichbaren Masse.
An Stelle von Kupfersalzen kann man je nach der gewünschten Nuance des Anstrichs auch lösliche Salze des Zinks, Eisens, Chroms, Mangans, Kobalts, Nickels etc. verwenden. So ergiebt beispielsweise Kupfer einen grünen, Chrom einen graugrünen, Mangan einen braunen Farbenton. Die Mengenverhältnisse der anzuwendenden Metallsalze sind abhängig von der Natur derselben und können nach Bedarf geändert werden.
Die Anstrichmasse läßt sich nicht allein für Metalle, sondern auch für Holz und andere Materialien verwenden.

Claims (1)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    i.
    Verfahren zur Herstellung von Oelfarben, darin bestehend, daß Schwermetallsalze, nöthigenfalls unter Zusatz einer Deckfarbe, mit Alkalilaugen gemischt und unter Vermeidung jeder Erhitzung sofort oder nach vorherigem Auswaschen mit fetten Oelen oder Firnissen angerieben werden.
    2. Bei dem unter i. geschützten Verfahren die Verwendung eines Gemisches von Bleioxyd und Kochsalz als Deckfarbe unter Wegfall des Alkalizusatzes.
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