DE811992C - Vorrichtung zum Kochen und Kuehlen von Lebensmitteln - Google Patents

Vorrichtung zum Kochen und Kuehlen von Lebensmitteln

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DE811992C
DE811992C DEP2801A DEP0002801A DE811992C DE 811992 C DE811992 C DE 811992C DE P2801 A DEP2801 A DE P2801A DE P0002801 A DEP0002801 A DE P0002801A DE 811992 C DE811992 C DE 811992C
Authority
DE
Germany
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chambers
chamber
cooking
unit
open
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Expired
Application number
DEP2801A
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English (en)
Inventor
Hugo Steinhilber
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Individual
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J39/00Heat-insulated warming chambers; Cupboards with heating arrangements for warming kitchen utensils

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Electric Stoves And Ranges (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Kochen und Kühlen von Lebensmitteln Es ist eine Vorrichtung zum Kochen und Kühlen von Lebensmitteln bekannt, bei der in einem durch Isolierwandungen gebildeten Schrank die Koch-bzw. Kühlkammer in Gestalt eines :Metallbehälters angeordnet ist, der an der Zugangsseite des Schrankes offen und von den Isolierwandungen des Schrankes durch einen Luftmantel isoliert ist. Die Kochkammer ist durch eine am Boden eingebaute Heizvorrichtung und infolge der Anordnung des Luftmantels auch von den Seiten und von oben durch Luftzirkulation beheizbar. Durch die isolierende Schranktür ist die Kochkammer und der Schrank verschließbar. Beim Schließen preßt die Schranktür eine mit ihr verbundene Dichtungseinlage auf den in Form einer Rippe ausgebildeten Rand der Kammeröffnung. Durch Verschrauben der Schranktür wird der Luft- und dampfdichte Abschluß des Schrankes und der Kochkammer nach außen vorgenommen. Über der Kochkammer ist ein Behälter angeordnet, der für Koch- und Kühlzwecke verwendbar und dessen offene Oberseite durch einen isolierenden Deckel dicht verschließbar ist. Für Kochzwecke wird dieser Behälter durch den Luftmantel der Kammer indirekt beheizt, und für Kühlzwecke wird er z. B. mit Trockeneis gefüllt. Diese Vorrichtung zum Kochen und Kühlen hat infolge der guten Wärmeführung einen geringen Stromverbrauch und einen guten Wirkungsgrad bei völliger Schonung des zu behandelnden Koch- bzw. Kühlgutes. Der praktische Gebrauch dieser Kochvorrichtung über längere Zeit hat indessen ergeben, daß unter der Einwirkung der Hitze und der Kochdämpfe das Dichtungsmaterial chemische und physikalische Änderungen erfährt. Der Türverschluß wird infolgedessen undicht. Die Kochdämpfe und das Kondenswasser treten durch die undichten Stellen der Schranktür durch und beeinträchtigen die Sauberkeit des Gerätes innen und außen. Außerdem ist es nicht möglich, die Vorrichtung zum Turmkochen sowie zum gleichzeitigen Kühlen mehrerer Gerichte zu benutzen.
  • Das Neue der Erfindung besteht darin, daß mehrere durch Isolierwandungen gebildete Koch-bzw. Kühlkammern, in deren Böden Heizkörper angebracht sind und deren Oberseiten offen sind, zu einem einheitlichen Koch- bzw. Kühlaggregat so übereinander angeordnet sind, daß die offene Oberseite der einen Kammer unter dem Boden der darüber befindlichen Kammer zu liegen kommt. Der Luft- und dampfdichte Verschluß des so aus den Kammern gebildeten Aggregats wird dadurch hergestellt, daß ein isolierender Deckel unter einer Schraubspindel beim Schrauben derselben die Kammern aufeinanderpreßt. Der luft- und dampfdichte Verschluß kann aber auch dadurch hergestellt werden, daß die Randzonen der einzelnen Kammern mit Innen- bzw. Außengewinde versehen sind und beim Aufbau zu dem gewünschten Aggregat miteinander verschraubt werden. Der Verschlußdeckel ist dann nach Art eines Tubenverschlusses ausgebildet. Bei dieser Art des Verschlusses werden bei nicht zylindrischen Kammern an ihren Seitenwänden Aufsätze mit entsprechendern Gewindeverschluß aufgebracht. Der Verschluß der Kammern zum Aggregat kann weiter durch Schrauben vorgenommen werden, die an Flansche angreifen, die am oberen Rand bzw. am Boden befestigt sind. Die Kammern besitzen an den Stirnrändern von Boden und Oberseite Nuten und Rippen, die ineinander einpassen und so gestaltet sind, daß beim Anpressen oder Verschrauben der Kammern ein Einschneiden in das Material der Kammern nicht eintritt. Nuten und Rippen können hierzu die Form von abgerundeten Kegelsegmenten haben. Es können aber auch entsprechende Rippenringe vorgesehen sein, die in die Nuten zweier anstoßender Kammern eingelegt werden. Durch die Rundung von Nut und Rippe wird auch das Abheben der Kammern voneinander erleichtert. Dieser Aufbau des Aggregates aus den einzelnen Kammern ermöglicht auch in sehr einfacher Weise, eine Vergrößerung des Kammerraumes vorzunehmen. Hierzu wird eine Kammer umgestülpt und auf die darunter befindliche aufgesetzt. Diese Möglichkeit, den Kochraum zu verdoppeln, falls die Kammern von gleicher Größe sind, ist bei keinem der bekannten Systeme gegeben.
  • Danach besteht das Neue und Wesentliche der Erfindung darin, daß zwei oder mehrere Koch- bzw. Kühlkammern zu einem einheitlichen Aggregat übereinandergesetzt sind .und daß die Einzelkammern des Aggregats durch Spindel- oder sonstigen Schraubverschluß Luft- und dampfdicht zusammengepreßt werden.
  • Das Kochaggregat nach der Erfindung sowie seine Einzelkammern besitzen eine Reihe fabrikatorischer, technischer und hauswirtschaftlicher Vorteile. Fabrikatorisch ist es vorteilhaft, daß die Einzelkammern nur an den Seitenwandungen stark zu isolieren sind. An Stelle der bei anderen Systemen erforderlichen Verschlußtüren sind die Kammern nach oben offen, und es ist demzufolge nur ein Verschlußdeckel für das zusammengesetzte Aggregat erforderlich. Die Heizvorrichtung ist in einem doppelten Boden eingebaut. Die Herstellung von Nut und Rippe ist einfach und macht die Einlage von Dichtungsmaterial nicht erforderlich. Ebenso sind der Spindelverschluß oder die Schraub-bzw. Flanschverschlüsse einfach und billig herzustellen.
  • Wärmetechnisch ist es vorteilhaft, daß in jede Kochkammer nur eine Heizvorrichtung einzubauen ist und zwei oder mehrere solcher Kammern übereinanderliegen, so daß die Bodenbeheizung jeder Kammer gleichzeitig die Deckenhitze für die unten ihr liegende Kammer liefert. Die Wärmeverteilung in jeder Kammer wird dadurch vollständig gleichmäßig. Das Koch-, Back- oder Röstgut erhält auf diese Weise bis in sein Innerstes eine gleichmäßige Wärmezufuhr, was für das Garen und auch für die Koch- bzw. Backzeit von großem Vorteil ist. Ist die Heizvorrichtung in mehreren Stufen zu schalten oder auf mehrere Stufen automatisch umschaltbar, so kann jede einzelne Kochkammer .diejenige Wärme nach Menge und Zeit erhalten, die für das Kochgut und dessen Behandlung erforderlich ist. Auf diese Weise erhält die Hausfrau einen weiten Spielraum für die Verwendung der Wärme, so daß sie den Verbrauch auf ein Mindestmaß bei guter wärmetechnischer Ausnutzung abstellen kann. Auf diese Weise kann jede einzelne Kammer auf das Garkochen, Vor- oder Nachgaren eingestellt werden. Auch das Kochen in Abwesenheit der Hausfrau ist möglich, wenn das Aggregat durch Zeit- und Stufenschalter automatisch gesteuert wird. Dann kann z. B. nur eine Kammer in vollem Betriebe gehalten werden, während eine andere ihre Abwärme als Nutzwärme erhält. Es besteht auch die Möglichkeit, entsprechend kleinere Mengen an Kochgut mit geringerem Wärmeaufwand oder Wärmeraum fertigzustellen. Die Kammern können ihrer Anzahl nach beliebig gewählt werden, so daß die Hausfrau jederzeit die Möglichkeit hat, eine neue Kammer dazwischenzuschieben, wenn etwa die Menge an Kochgut dieses erforderlich macht, und auch hier wieder unter bester Ausnutzung der Wärmequellen.
  • Das Aggregat kann auch als ein Zwei- oder Mehrkammerkühlsystem benutzt werden, wobei für die Kälteführung und Kälteschaltung die gleichen Gesichtspunkte gelten. Bei dem Gebrauch zweier solcher Aggregate besteht dann die Möglichkeit, des eine zum Kochen, Braten, Rösten, Räuchern und das andere zum gleichzeitigen Kühlen zu benutzen. Auch als Zusatzgerät zu einer bereits vorhandenen vollautomatischen Kühlanlage können einzelne Kammern oder das Aggregat ausgebildet sein. Das gleiche gilt auch für den Anschluß an Fernheizung.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform nach der Erfindung dargestellt. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Aggregat aus drei Kammern zusammengesetzt. Der Verschluß ist als Spindelverschluß ausgebildet.
  • Das Aggregat besteht aus drei zur Aufnahme des Kochgutes dienenden, ühereinandergesetzten Kammern i. 2 und 3. jede Kammer hat eine offene Oberseite und einen Doppelboden 8, in dem eine Heizspirale io eingebaut ist. Diese kann stufenweise unterteilt sein, so daß die Stufen einzeln oder zusammen eingeschaltet werden können. Kondenswasser tritt bei dieser Anordnung nach außen nicht in Erscheinung, denn der an den Wandungen herabrieselnde Niederschlag wird auf dem Boden aufgefangen und verdampft sofort wieder. Die Kammern bestehen aus gut wärmeleitendem Metall, z. 13. .Aluminium, und sind nach außen an ihren Wänden und am Boden der untersten Kammer i gut isoliert. Die :Metallböden gestatten eine gleichmäßige Verteilung der von den Heizspiralen erzeugten Bodenhitze, und die unisolierten Doppelböden der Kammern 2 und 3 bewirken eine gleichmäßige Abstrahlung der Wärme nach oben und unten. Auf den Verschlußdeckel 4 der obersten Kammer 3 drückt die Schraubspindel 5, die in einem Bügel i i geführt ist, der mit seinen Enden in die Glieder der Kette 6 eingreift, die ihrerseits an einer Bodenschiene 9 befestigt ist. Auf diese Weise ist der Bügel i i entsprechend der Anzahl der Kammern versetzbar. Die Kette 6 könnte auch durch eine gelochte Schiene ersetzt werden. Durch Anziehen der Schraubspindel 5 werden der Bügel i i gespannt, die Kette 6 angezogen und die Kammern i, 2, 3 gleichzeitig Luft- und dampfdicht nach außen abgeschlossen, wobei am Bodenrand bzw. am Deckel 4 vorgesehene Rippen 7 in entsprechende Nuten am oberen Stirnrand der jeweils darunterliegenden Kammer eingreifen.
  • Bei Verwendung des Aggregats zum Kühlen von Lebensmitteln o. dgl. wird in eine der Kammern, z. B. die Kammer 2, das Kühlmittel, wie Wasser-oder Trockeneis, eingefüllt. Die Kälte teilt sich den dicht abgeschlossenen Kammern i und 3 mit und bewirkt in diesen eine Abkühlung des Gutes durch Kältestrahlung. Auf diese Weise kommt das zu kühlende Gut mit feuchter Kühlluft nicht in Berührung. Die Kammerbehälter können auch aus feuerfestem Glas oder Keramik bestehen. Auf diese sind dann die Heizwiderstände aufgelegt, eingebrannt oder eingeschmolzen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Kochen und Kühlen von Lebensmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere durch Isolierwandungen gebildete Kammern (1, 2, 3), deren Böden (8) mit je einer Heizvorrichtung (io) versehen und deren Oberseiten offen sind, zu einem -Mehrfachaggregat derart übereinandergesetzt sind, daß die offene Oberseite der einen Kammer unter dem geschlossenen Boden der folgenden Kammer zu liegen kommt und daß das Kammernaggregat durch eine auf den Verschlußdeckel (4) der obersten Kammer (3) drückende, einstellbare Verschlußvorrichtung luft- und dampfdicht zusammengehalten ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Kammern mit ihren offenen Oberseiten aufeinanderliegen und einen gemeinsamen, verdoppelten Kochraum bilden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnränder von Boden und Oberseite der Kammern Nuten und in diese einpassende Rippen (7) besitzen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rippenring als Einlage in die Nuten zweier aufeinanderfolgender Kammern vorgesehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kammernaggregat (1, 2, 3) durch einen Spindelverschluß (5, il, 6) geschlossen gehalten ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kammernaggregat durch Gewinde- oder Flanschverschluß verschlossen gehalten ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch i bis 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (8) der Kammern doppelwandig ist und in seinem Innern eine mehrstufige und automatisch schaltbare Heizspirale (io) eingebaut ist.
DEP2801A 1948-10-02 1948-10-02 Vorrichtung zum Kochen und Kuehlen von Lebensmitteln Expired DE811992C (de)

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