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Tiefpumpenantrieb Es sind Tiefpumpenantriebe bekannt, die über ein
Zahnradgetriebe auf einen mit einem sogenannten Pferdekopf oder mit Geradführungen
versehenen ;,cliwengelantrieli mit entsprechendem Gewichtsausgleich für das Pumpgestänge
wirken. Derartige, in mannigfaltigster Ausführung hergestellte .Antriebe sind, abgesehen
von ihrer schweren Bauart, dadurch nur begrenzt anwendbar, als der mit ihnen erzielbare
maximale Hub etwa nur drei hfeter erreicht.
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Zur Beseitigung dieser Nachteile hat man zwar bereits hydraulische
Tiefpumpenantriebe ausgeführt, die auch für erheblich größere Hübe geeignet sind.
Jedoch besitzen auch diese erhebliche Mängel insofern, als sie in der Ausführung
hohe Präzision erfordern, infolgedessen und auch wegen ihres Umfanges sehr teuer
sind und zur Bedienung, Wartung und besonders zu notwendigen Reparaturen geschultes
Fachpersonal benötigen.
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Schließlich sind noch solche für Tiefpumpen bestimmte :\ntriel)e bekanntgeNvorden,
die aus zwei parallel laufenden. über eine in einem Stein hin und her gleitende
Kulisse geführten Kettentrieben bestehen, wobei der das Pumpgestänge tragende Stein
seinerseits in einer langen Führung gleitet und der Gewichtsausgleich durch über
Rollen geführte Gewichte erfolgt. Auch diese Art von Antrieben besitzt nicht zuletzt
wegen der benötigten Kulisse mit in einer sehr langen Führung gleitendem Stein eine
verwickelte, genaueste Arbeit erfordernde Bauart; sie ist aber weiterhin insofern
besonders nachteilig, als sie, aus der Natur ihrer Konstruktion heraus, unmittelbar
über dem Bohrloch vorgesehen werden muß und somit keinen freien Zugang zu demselben
gestattet.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung der Nachteile aller
vorbeschriebenen Bauarten. Sie stellt sich also die Aufgabe, einen nicht nur äußerst
einfachen, unkomplizierten und billigen Tiefpumpenantrieb zu schaffen, sondern denselben
darüber hinaus so auszugestalten, daß er einen freien Zugang zur Sonde gestattet,
dieselbe also nicht verbaut, außerdem aber auch einen beliebig langen, in seiner
Größe wählbaren Hub ermöglicht,
so daß alle an einen Langhubtiefpumpenantrieb
zu stellenden Anforderungen restlos und in idealer Weise erfüllt werden.
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Gemäß Erfindung wird ein solcher, in an sich bekannter Weise mittels
zweier parallel laufender, auf geeignete Weise angetriebener Ketten arbeitender
Tiefpumpenantrieb dadurch geschaffen, daß die zweckmäßig abseits des Bohrloches
angeordneten endlosen Ketten an beliebiger Stelle durch einen Bolzen verbunden sind,
an dem das von der Polierstange der Tiefpumpe kommende Zugmittel unmittelbar angreift.
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Dabei ist die Anordnung erfindungsgemäß so getroffen, daß der Abstand
der Kettenumlenkrollen zwecks beliebiger Veränderung des Pumpenhubes bei gleichbleibender
Pumpgeschwindigkeit beliebig wähl- und einstellbar ist.
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Werden die über die erwähnten Umlenkrollen geführten Ketten, wie dies
die Erfindung ferner vorschlägt, beispielsweise an einem ausschwenkbar gelagerten
Gerüst vorgesehen, so wird in jedem Falle ein freier Zugang zur' Sonde ermöglicht.
Darüber hinaus gestattet es die Erfindung aber auch, daß je nach gewähltem Abstand
der vorgesehenen Kettenumlenkrollen ganz beliebige, also auch längste Hübe hervorgerufen
werden können, deren Geschwindigkeit bei Bedarf durch ein für den Kettenantrieb
benutztes Regelgetriebe stufenlos veränderlich gestaltet werden kann, so daß durch
die Erfindung mit einfachsten Mitteln ein in der Erdölgewinnungsindustrie lange
vermißtes Universalgerät geschaffen wird, das gleichzeitig zum Ausbau des Pumpgestänges
und Steigrohres benutzt werden kann.
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Selbstverständlich ist es möglich, die parallel laufenden Kettentriebe
auch horizontal anzuordnen und zwei oder mehr Sonden gleichzeitig anzuschließen,
wobei der Ausgleich der Sonden untereinander erfolgt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit vertikal
angeordneten Kettentrieben dargestellt, und zwar zeigt Fig. i eine Ansicht des Tiefpumpenantriebes
und Fig. 2 in schematischer Weise eine Draufsicht auf dessen Antriebselemente.
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Die in ihrem Abstand verstellbaren Kettenumlenkrollen 2, 2' bzw. 3,
3' (vgl. Fig. 2) befinden sich beispielsweise an einem zweckmäßig abseits des Bohrloches
aufgestellten bzw. an dasselbe heranfahrbaren Gerüst i und nehmen die parallel zueinander
laufenden endlosen Kettentriebe 4, 4 auf. Diese beiden Ketten 4,4' sind an beliebiger
Stelle durch einen Bolzen 5 miteinander verbunden, an den das von der Polierstange
6 der Tiefpumpe kommende, über eine Rolle 7 umgelenkte Zugmittel 8 erfindungsgemäß
unmittelbar angreift. Ein Getriebe 9, das stufenlos regelbar ausgebildet sein kann,
vermittelt den Antrieb über Räder io (Fig. 2) auf die Kettenumlenkrollen 2, 2'.
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Zwecks Gewichtsausgleiches greift am Bolzen 5 ein weiteres, über Rollen
i i und 12 geführtes Zugmittel 13 mit an seinem Ende befestigtem Gewicht
14 an. Werden nun die Kettentriebe 4, 4 auf geeignete Weise mittels des Getriebes
9 in Umlauf versetzt, so führt das eine am Bolzen 5 angreifende, mit der Polierstange
6 verbundene Zugmittel 8 entsprechend dem durch den Kettenumlauf bedingten Aufundabwandern
des Bolzens 5 eine ebenfalls aufundabgehende und die Pumpwirkung hervorrufende Bewegung
aus, wobei die beweglichen Gewichtsmassen durch das am Zugmittel 13 befestigte Gegengewicht
14 ausgeglichen werden, das beispielsweise innerhalb des Gerüstes .i angeordntt
ist und ebenfalls eine aufundabgehende Bewegung ausführt.
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Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß sich durch Veränderung des Abstandes
der Kettenumlenkrollen 2, 2' bzw. 3, 3' und entsprechende Längenänderung der Kettentriebe
4, 4 die verschiedensten gewünschten Hubgrößen einstellen lassen. Ferner ist ersichtlich,
daß infolge der zweckmäßig abseits des Bohrloches erfolgenden Anordnung der Kettentriebe
4, 4 stets ein freier Zugang zur Sonde verbleibt.
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Soll nun, wie dies die Erfindung schließlich noch vorsieht, der beschriebene
Tiefpumpenantrieb zum Gestängeziehen benutzt werden, so verbleibt das bei 15 verschwenkbar
gelagerte, beispielsweise durch eine Gewindespindel 16 verstellbare Gerüst i in
seiner ursprünglichen, aus der Zeichnung ersichtlichen Lage. Soll jedoch ein besonderes
Aggregat zum Gestängezie'hen Verwendung finden, so ist es erforderlich, das Gerüst
i derart nach hinten auszuschwenken, daß das zu ziehende Gestänge an der Rolle 7
vorbeigehen kann. Natürlich bedarf es aber keiner besonderen Erwähnung, daß diese
Wirkung bei beispielsweise unverschwenkbar angeordnetem Gerüst i auch durch seitliches
Umklappen des die Rolle 7 tragenden Armes 17 erzielbar ist.