DE816529C - Verfahren zum Anwaermen von Ruebenschnitzeln - Google Patents

Verfahren zum Anwaermen von Ruebenschnitzeln

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DE816529C
DE816529C DEM4356A DEM0004356A DE816529C DE 816529 C DE816529 C DE 816529C DE M4356 A DEM4356 A DE M4356A DE M0004356 A DEM0004356 A DE M0004356A DE 816529 C DE816529 C DE 816529C
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DE
Germany
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juice
schnitzel
warming
beet pulp
steam
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DEM4356A
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English (en)
Inventor
Joergen Dr-Ing Meyer
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water
    • C13B10/083Treatment of sugar beet before extraction

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zum Anwärmen von Rübenschnitzeln Es ist bekannt, Rübenschnitzel vor der in einem kontinuierlichen Verfahren durchgeführten Entzuckerung mit Saft oder Dampf oder mit Saft oder Dampf anzuwärmen. Mit Dampf werden die Schnitzel in ,den Schneidmaschinen oder in Brühschnecken gebrüht, während die Anwärmung mit Saft in Maischtrögen oder Schnecken erfolgt. Das Anwärmen mit Dampf hat -den Nachteil, daß dabei das Kondensat aus dem Dampf nicht abgeschieden werden kann und den gewonnenen Rohsaft verdünnt, wodurch ein zusätzlicher Dampfverbrauch in der Verdampfstation eintritt. Die Anwärmung mit Saft in Schnecken ist nur im Gleichstrom möglich, so daß also der Saft einen bestimmten Weg gemeinsam mit den Schnitzeln in der Schnecke durchläuft und dann durch ein im Schneckenhoden angebrachtes Sieb abgeschieden wird. Hierbei wird der Saft abgekühlt, weil ein Wärmeausgleich zwischen dem heißen Saft und .den kalten Schnitzeln erfolgt.
  • Man kann zwar den abgekühlten Saft im Kreislauf durch einen Vorwärmer pumpen und wieder anwärmen, jedoch ist,es zweckmäßiger, ihn soweit wie möglich durch die Schnitzel abzukühlen und ihn dann, entweder vor oder nach der Durchführung einer Kalkscheidung, mit billigem Abfalldampf oder Kondenswasser anzuwärmen. Je niedriger die Safttemperatur, um so billiger kann die Anwärmung erfolgen.
  • Wenn der Saft z. B. mit einer Temperatur von ;o° C die Entzuckerungsanlage, z. B. den Auslattgeturm oder ein Preßbrühverfahren, verläßt und der Saftabzug 120°/o der Rübenverarbeitung beträgt, so können damit die Schnitzel theoretisch von 15° C auf etwa -15'C angewärmt und der Saft entsprechend von 70° C auf etwa 45° C abgekühlt werden, wenn die spezifischen Wärmen von Schnitzeln und Saft als gleich angenommen werden. Praktisch wird man bei einer kurzen Schnecke nur eine Saftabkühlung auf etwa 15° C erreichen.
  • Der billigste Dampf, welcher in einer Zuckerfabrik zur Verfügung steht, ist der Brüdendampf, der beim Verkochen der Füllmassen entsteht. Er' hat eine Temperatur von etwa 6o° C. Dieser Brüdendampf wird schon zum Teil in Zuckerfabriken zum Anwärmen von Saft benutzt, wenn dieser in Diffusionsbatterien mit einer Temperatur von etwa 35 bis 4o° C anfällt. Die Temperaturdifferenz zwischen Saft von etwa 50° C und Brüdendampf von 6o° C ist aber praktisch für eine günstige Wärmeübertragung zu gering.
  • Man kann nun den Rohsaft bei kontinuierlichen Saftgewinnungsverfahren auf Temperaturen unter 5o° C dadurch abkühlen, daß man ihn zum Anwärmen von Schnitzeln in zwei oder mehr Stufen benutzt. Der Saft von etwa 70° C wird z. B. zunächst in einer Schnecke oder einem Maischtrog mit vorgewärmten Schnitzeln vermischt und dadurch auf etwa 55° C abgekühlt, dann wird er abgezogen und mit den kalten Schnitzeln hinter den Schneidmaschinen vermischt. wodurch eine weitere Abkühlung auf etwa 4o' C eintritt. Saft und Schnitzel bewegen sich hier also in jeder Stufe im Gleichstrom, während die einzelnen Stufen eine Gegenstromanordnung darstellen.
  • MTärmt man Schnitzel von 15° C in drei oder mehr Stufen mit 120% Saft v011 70° C an, so kann man eine Abkühlung des Saftes auf unter 4o° C erreichen.
  • Will man die Anwärmung der Schnitzel auf die gewünschte Temperatur ganz ohne direkte Einwirkung von Dampf erreichen, so ist es zweckmäßig. den Saft vor dem ersten Zusatz zu (teil Schnitzeln zum Ausgleich der unvermeidlichen Wärmeverluste in einem Vorwärmer entsprechend anzuwärmen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Anwärmen von Rübenschnitzeln mit Saft. dachirch gekennzeichnet, daß der Saft in zwei oder mehr Stufen mit derl Schnitzeln in jeder Stufe im Gleichstrom geführt wird, während die einzelnen Stufen eine Gegenstromanordnung darstellen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Saft vor der ersten Vermischung mit den Schnitzeln durch Vorwärmer angewärmt wird.
DEM4356A 1950-06-18 1950-06-18 Verfahren zum Anwaermen von Ruebenschnitzeln Expired DE816529C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1004108B (de) * 1954-03-06 1957-03-07 Oscar Decker Dr Verfahren und Vorrichtung zum Bruehen von Zuckerruebenschnitzeln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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