DE81772C - - Google Patents

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DE81772C
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F11/00Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position
    • G09F11/24Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the advertising or display material forming part of a moving band, e.g. in the form of perforations, prints, or transparencies
    • G09F11/26Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the advertising or display material forming part of a moving band, e.g. in the form of perforations, prints, or transparencies of an endless band

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
ALFRED MAERKER in BERLIN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Mai 1894 ab. Längste Dauer: 6. November 1908.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Ausführungsform der durch Patent Nr. 81201 geschützten Vorrichtung. An Stelle des selbstthätigen Fortbevvegungsmechanismus des Haupt-Patentes tritt hier die mechanische Fortbewegung des Bandes. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist die Form und Unterbringung des Reklamebandes dieselbe als beim Haupt-Patent. Auch hier wird das endlose, mit entsprechenden Aufschriften versehene Tuch über eine Antriebswalze b (Fig. 3) und über eine Anzahl Führungswalzen an den Lichtkasten der Pferdebahnwagen-Längsseiten vorbeigeführt..
Im Gegensatz zu der Anordnung des Haupt-Patentes, wo auf jeder Längsseite des Pferdebahnwagens ein gesonderter Apparat vorgesehen war, ist, wie aus der schematischen Darstellung in Fig. 3 ersichtlich, das endlose Tuch vor beiden Längsseiten vorbeigeführt und so nur eine einzige Fortbewegungswalze für jeden einzelnen Wagen nothwendig. Hierbei ist jedoch nicht möglich, dafs die Drehung der Walze stets in derselben Richtung erfolgt, wie bei der Construction des Haupt-Patentes, sondern die Walze b (Fig. 3) mufs nach Durchfahren der jeweiligen Strecken bei der Rückfahrt in entgegengesetzter Richtung erfolgen, in welcher dieselbe bei der Hinfahrt gedreht wurde.
Zu diesem Zwecke besitzt die Walze b auf jeder Seite ein Sperrrad d, welches mittels Körnerschraube d[ oder auf andere geeignete Weise auf der Welle α befestigt ist. Die Antriebswalze b ist auf der Welle α ebenfalls befestigt. Die Zähne der Sperrräder sind auf der einen Seite zur Linksumdrehung, auf der anderen zur Rechtsumdrehung eingestellt. Die Sperrklinke wird geführt durch eine Gabel e, welche, über das Sperrrad greifend, auf Welle a drehbar befestigt ist. In dem Kopfstück der Gabel bewegt sich an einem Schafte f1 und in entsprechend vorgesehenen Schlitzen geführt die unter der Wirkung einer Schraubenfeder g stehende Sperrklinke f.
Links und rechts über das Sperrrad d greifend, ist eine Gabel h zu einer schrägen Ebene ausgebildet, an welcher die Sperrklinke f entlang gleitet. Eine Feder/, der Raumbeschränkung wegen über eine Rolle i1 geleitet, ist mit dem Auge e1 der Sperrklinkengabel fest verbunden und hat das Bestreben, letztere in der in Fig. ι gezeichneten Stellung, am Anschlage der schrägen Ebene h anliegend, festzuhalten. Gleichzeitig ist mit dem Auge e1 eine Schnur k fest verbunden, welche nach einem Knopfe auf der Vorder- und Hinterplattform neben dem Stande des Kutschers führt. Wird hier der Knopf in Bewegung gesetzt, so wird die Walze b entweder in der einen oder in der anderen Richtung um einen gewissen Winkel gedreht. Die Wirkungsweise ist folgende:
Angenommen, der dem Kutscher erreichbare Bolzen auf der Vorderplattform drehe die
Walze links herum und derjenige der Hinterplattform drehe sie rechts herum, so wird bei der Hinfahrt die Walze und das endlose Tuch von Strafsenkreuzung zu Strafsenkreuzung stets nach links herumgedreht werden, während bei der Rückfahrt die Drehung in entgegengesetztem Sinne erfolgen mufs. Drückt der Kutscher, wie dieses in der Beschreibung des Haupt-Patentes aufgeführt ist, auf den in der Nähe seines Standes angebrachten Knopf, so wird Schnur k angezogen und somit auch die Gabel e. Sobald diese aber gedreht wird, gleitet die Sperrklinke f, durch ihr Eigengewicht oder durch Feder g beeinflufst, an der schrägen Ebene h entlang nach unten, setzt sich vor den Sperrzahn und nimmt bei weiterer Drehung das Sperrrad b mit bis zum Anschlag p.. Kurz vor diesem wird der Kopf der Gabel e einen in dem Kloben / des Ansatz-· Stückes ρ gelagerten Doppelhaken an seinem Schenkel m treffen und bewirken, dafs der entgegengesetzte Haken η in entsprechend vorgesehene Bohrungen ο auf dem Umfange des Sperrrades einklinkt, um zu verhindern, dafs das Sperrrad bei ruckweise erfolgender Weiterbewegung um einen gröfseren Winkel gedreht werden kann, als die Gabel e zwischen h und ρ zu beschreiben im Stande ist. Hierdurch wird erreicht, dafs die Fortbewegung des endlosen Tuches eine gleichmäfsige ist. Durch die Einrichtung der schrägen Ebene h wird bewirkt, dafs in der Ruhelage der betreffenden Druckknöpfe am Kutscherstande stets beide Sperrradklinken ausgeschaltet sind und nur durch Druck auf den Knopf eine Einschaltung und Weiterbewegung des Sperrrades erfolgt.
Um ein selbstthätiges Weiterdrehen der Walze / bezw. des Reklamebandes zu verhindern, können am Sperrrade d Schleppfedern vorgesehen werden. Durch entsprechende Beleuchtung vom Innern des Wagenaufbaues aus wird es dem Fahrgast möglich sein, sich auch in der Dunkelheit leicht orientiren zu können, da das Tuch transparent ist und die Umrisse der Buchstaben scharf begrenzt sind.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Eine Ausführungsform der durch das Haupt-Patent geschützten Vorrichtung, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Sperrrades (d) mit entgegengesetzt stehenden Sperrzähnen auf jeder Seite der Anlriebswalze (a) derart, dafs die in einer Gabel geführte Sperrklinke ff) infolge Gleitens auf einer schrägen Ebene (h) durch eine Feder in ausgerücktem Zustande erhalten wird, während bei Drehung der Gabel die Sperrklinke selbstthätig eingreift und das Sperrrad bis zu einem Anschlage (p) mitnimmt, wobei vor Erreichung dieses Anschlages von der Gabel ein doppelarmiger Haken-.hebel fm) getroffen wird, der mit seinem anderen Schenkel (n) in entsprechende Bohrungen des Umfangs des Sperrrades eingreift und letzteres am Weiterdrehen verhindert.
  2. 2. Die Gestaltung des endlosen Bandes des Haupt-Patentes derart, dafs die Strafsennamen und Firmen in fortlaufender Reihenfolge, jedoch verstellt zu einander ange-. bracht sind, damit man gleichzeitig von einer Walze aus auf beiden Längsseiten des Pferdebahnwagens die Strafsennamen und Reklamen erscheinen lassen kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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