DE817836C - Differentialgetriebe, besonders fuer Turbinenantriebe - Google Patents

Differentialgetriebe, besonders fuer Turbinenantriebe

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DE817836C
DE817836C DEP47028A DEP0047028A DE817836C DE 817836 C DE817836 C DE 817836C DE P47028 A DEP47028 A DE P47028A DE P0047028 A DEP0047028 A DE P0047028A DE 817836 C DE817836 C DE 817836C
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DE
Germany
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shaft
differential
gear
drive
inner shaft
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Expired
Application number
DEP47028A
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English (en)
Inventor
Helmut Oestreich
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H1/00Toothed gearings for conveying rotary motion
    • F16H1/28Toothed gearings for conveying rotary motion with gears having orbital motion
    • F16H1/32Toothed gearings for conveying rotary motion with gears having orbital motion in which the central axis of the gearing lies inside the periphery of an orbital gear
    • F16H1/321Toothed gearings for conveying rotary motion with gears having orbital motion in which the central axis of the gearing lies inside the periphery of an orbital gear the orbital gear being nutating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Retarders (AREA)

Description

  • Differentialgetriebe, besonders für Turbinenantriebe Die Erfindung bezieht sich auf ein Differentialgetriebe, dfas besonders zur Kraftübertragung von Dampf- oder Gasturbinen mit gegenläufig drehbaren Lauf- und Leitschaufeln bestimmt ist, jedoch auch in sonstigen Fällen Anwendung finden kann, wenn es sich darum handelt, zwei gleichachsig gelagerte, gleichläufig oder gegenläufig rotierende Antriebe auf eine gemeinsame Antriebswelle arbeiten zu lassen. Das Getriebe nach der Erfindung löst diese Aufgabe mit besonders einfachen Mitteln in solcher Weise, daß sich die Triebkräfte von gleichachsig angeordneten, gleich- oder gegenläufig umlaufenden Antrieben an der gemeinsamen Arbeitsnwelle stets summieren. Hierdurch wird insbesondere die Möglichkeit geschaffen, Turbinen so einzurichten, daß sie außer ihren drehbeweglichen Laufschaufeln auch drehbar gelagerte Leitschaufelkränze erhalten können, so daß auch der an den Leitschaufeln sich auswirkende Druck zur Antriebsübertragung zusätzlich ausgenutzt werden kann. Hierdurch wird eine bessere Ausnutzung der zugeführten Energie und demgemäß auch eine erhöhte Maschinenleistung erzielt.
  • Das Getriebe nach der Erfindung stellt ein Paralleldifferential dar und kennzeichnet sich dadurch, daß eine mittlere Treibwelle als Innenwelle und eine gleichachsig dazu gelagerte, sie in Abstand umschließende zweite Treibwelle als Außenwelle an ihren zusammenwirkenden Enden mit Getriebemitteln, vorzugsweise Zahnritzel und Innenverzahnungskranz, versehen und durch eine auf der Innenwelle frei drehbare Scheibe, das sogenanute Differentiallager, aneinander abgestützt sind, wobei diese Scheibe als Läger für einen die Antriebsverbindung zwischen den Getriebemitteln der Außenwelle und der Innenwelle herstellenden Planetentrieb dient, dessen in gleicher Hauptrichtung angeordnete, jedoch schräg liegende Differentialwelle mit der in der Verlängerung der Innenwelle liegenden Arbeitswelle über eine Gelenkverbindung, z. B. ein Kreuzgelenk, beweglich gekuppelt ist.
  • Die Zeichnung zeigt in schematischer, schaubildlicher Schnittdarstellung ein Beispiel für die Ausführung des Getriebes nach der Erfindung.
  • Das Getriebe ist mit einer von der linken Seite her kraftgetriebenen Innenwelle i und einer gleichfalls von links her kraftgetriebenen Außenwelle 2 versehen, die gleich- oder gegenläufig zur Innenwelle umlaufen kann. Die Außenwelle 2 besteht aus einem Hohlzylinder, der gleichachsig zur Innenwelle i liegt, sie in Abstand umschließt und etwa länger als die Innenwelle bemessen ist.
  • Die Innenwelle trägt an ihrem freien Ende ein kegeliges Zahnritzel D, während die Außenwelle an ihrem Ende eine kegelige Innenverzahnung A aufweist. An dier Innenwelle ist ferner frei drehbar ein Differentiallager 3 angeordnet, das sich nach Bedarf auch an der Innenfläche der Außenwelle 2 lose und frei drehbar führt und eine außermittige Lagerung für eine schräg liegende Differentialwelle4 aufweist. Die Differentialwelle ist in dem Differentiallager 3 frei drehbar. Sie dient als Planetentrieb und trägt zwei fest aufgesetzte Zahnräder B, C, die eine Antriebsverbindung zwischen dem Zahnkranz A und dein Ritzel D der treibenden Hauptwellen i, 2 herstellen. Die Differentialwelle 4 ist: über ein Kreuzgelenk 5 mit einer Arbeitswelle 6 verbunden, die sich in der Verlängerung der Innenwelle i befindet. An dem Differentiallager 3 befindet sich schließlich ein Ausgleichgewicht 7, das den Gewichtsausgleich für die außermittig liegende Differentialwelle mit ihren Zahnrädern B und C herstellen soll.
  • Das Verhältnis der Zahnräder A : B und C : D soll nach Möglichkeit gleich sein.
  • Es sei angenommen, daß das. Getriebe zur Kraftübertragung von einer Turbine benutzt werden soll, die nicht nur mit drehbaren Laufschaufeln, sondern auch mit drehbar gelagerten Leitschaufeln ausgestattet ist. Die Leitschaufeln werden bei einer solchen Anordnung während der normalen Beaufschlagung der Turbine gegenläufig zu den Laufschaufeln umlaufen. Die Innenwelle i soll an die Laufschaufelkränze der Turbine, diie Außenwelle 2 an die Leitschaufelkränze angeschlossen sein.
  • Die Wellen i und 2 sollen von der Turbine in Richtung der eingezeichneten Pfeile gegenläufig gedreht werden. Die Differentialwelle 4 wird von der Außenwelle 2 über die Zahngetriebe A, B in gleicher Drehrichtung angetrieben. Außerdem treibt auch die Innenwelle i über die Getrieberäder C, D die Differentialwelle 4 gleichfalls, in der Drehrichtung der Außenwelle 2 an, so daß sich die gegenläufigen Antriebskräfte an der Differentialwelle 4 summieren.
  • Sind die Umlaufgeschwindigkeiten der Außenwelle und der Innenwelle und außerdem die Übersetzungsverhältnisse zwischen den Zahnrädern A : B und C : D gleich groß, so verbleibt das Differentiallager 3 in Ruhe. Seine Aufgabe ist es, unterschiedliche Umlaufgeschwindigkeiten der Außen-und Innenwelle auszugleichen. Seine Wirkungsweise wird an den folgenden extremen Beispielen erläutert.
  • Nimmt man an, daß die Außenwelle in Ruhe verbleibt und nur die Innenwelle i in Linksrichtung rotiert, so wird die Differentialwelle ,4 über C, D rechtsläufig um ihre eigene Achse angetrieben. Durch das Abrollen des Zahnrades B auf dem in Stillstand verbleibenden Zahnkranz A wird zugleich das Differentiallager 3 zu einer linksläufigen Drehung gezwungen, so daß die Differentialwelle außer ihrer rechtsläufigen Drehung um die eigene Achse zugleich eine linksläufige Präzession um die Achse der Innenwelle ausführt.
  • Nimmt man dagegen an, daß die Innenwelle in Ruhe verbleibt und die Außenwelle rechtsdrehend umläuft, so dient die Innenwelle mit ihrem Zahnritzel D als Widerlager für das Differential. Die rechtsläufige Drehung des Zahnkranzes A verursacht dann gleichfalls eine rechtsläufige Drehung der Differentialwelle 4, während durch das Abrollen von C auf D auch das Differentiallager 3 in eine rechtsläufige Drehung versetzt wird. In diesem Falle rotiert also die Differentialwelle ,4 rechtsläufig um die eigene Achse und führt gleichzeitig auch eine rechtsläufige Präzessionsdrehung um die Innenwelle aus.
  • Die Drehgeschwindigkeit des Differentiallagers 3 ist bei gleicher Umlaufgeschwindigkeit der Außen-und Innenwelle gleich Null. Sie steigert sich im gleichen Maße, wie sich die Umlaufgeschwindigkeiten der beiden Wellen gegeneinander verändern, wobei die Drehrichtung des Differentiallagers bzw. die Präzessionsrichtung der Differentialwelle davon abhängt, welche der beiden antreibenden Hauptwellen i oder 2 die größere Drehgeschwindigkeit aufweist. Verbleibt eine der Wellen i oder 2 im Stillstand, so ist die Drehgeschwindigkeit des Differentiallagers gleich der Geschwindigkeit 'der umlaufenden Welle, multipliziert mit dem Quotienten aus dem Verhältnis A : B oder C : D, je nachdem, welche der Wellen umläuft.
  • Laufen die Innenwelle und die Außenwelle in gleichen Drehrichtungen und mit gleicher Drehzahl um, so dreht sich die Differentialwelle 4 nicht um die eigene Achse, sondern wird nur vom Differentiallager 3 in dessen Drehung mitgenommen. In diesem Falle wirkt die exzentrisch gelagerte Differentialwelle als ein Hebel, über den die Arbeitswelle 6 in Drehung versetzt wird. Sobald die Umlaufgeschwirndigkeiten beider Antriebswellen bei gleichen Drehrichtungen aber unterschiedliche Werte annehmen, vollführt die Differentialwelle neben ihrer Präzessionsbewegung auch eine Drehung um die eigene Achse.
  • Das Getriebe nach der Erfindung ist weder auf Einzelheiten seiner konstruktiven Ausführung, noch auf bestimmte Anwendungsfälle für die Kraftübertragung beschränkt. Je nach den übersetzungsverhältnissen zwischen den Getrieberädern lassen sich unterschiedliche Wirkungen für die Antriebsübertragung erzielen.
  • Die Erfindung umfaßt auch Turbinen aller Art mit um die Laufradachse drehbaren Leitschaufeln, soweit sie von einem Getriebe nach der Erfindung für die gleichzeitige Übertragung von Antriebskräften aus den Drehbewegungen der Laufschaufeln und der Leitschaufeln auf eine gemeinsame Arbeitswelle Gebrauch machen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: . Differentialgetriebe, besonders zur Kraftübertragung von Turbinen mit gegenläufig drehbaren Schaufelkränzen, dadurch gekennzeichnet, daß eine mittlere Treibwelle als Innenwelle (i) und, eine gleichachsig dazu gelagerte, sie in Abstand umschließende zweite Treibwelle als Außenwelle (2) an ihren zusammenwirkenden ' Enden mit Getriebemitteln, vorzugsweise Zahnritzel und Innenverzahnungskranz, und mit einem an der Innenwelle frei drehbar gelagerten Differentiallager (3) versehen sind, das zur außermittigen Lagerung für einen die Antriebsverbindung zwischen den Getriebemitteln der Außenwelle und der Innenwelle herstellenden Planetentrieb (B, C) dient, dessen in gleicher Hauptrichtung angeordnete, jedoch schräg liegende Differentialwelle (4) mit der in der Verlängerung der Innenwelle liegenden Arbeitswelle über eine Gelenkverbindung, z. B. ein Kreuzgelenk, beweglich gekuppelt ist.
  2. 2. Differentialgetriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Antriebsverbindung der beiden Hauptwellen (i, 2) mit der Differentialwelle (4) herstellenden Getrieberäder (A : B bzw. C : D) gleiche Übersetzungsverhältnisse aufweisen.
  3. 3. Differentialgetriebe nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Differentiallager (3) mit einem den Massenausgleich mit der Differentialwelle herstellenden Zusatzgewicht (7) ausgewuchtet ist. ,4. Differentialgetriebe nach Anspruch i bis 3 in Verbindung mit einer Turbine mit gegenläufig drehbaren Leit- und Laüfschaufelkränzen.
DEP47028A 1949-06-26 1949-06-26 Differentialgetriebe, besonders fuer Turbinenantriebe Expired DE817836C (de)

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