DE81795C - - Google Patents

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DE81795C
DE81795C DENDAT81795D DE81795DA DE81795C DE 81795 C DE81795 C DE 81795C DE NDAT81795 D DENDAT81795 D DE NDAT81795D DE 81795D A DE81795D A DE 81795DA DE 81795 C DE81795 C DE 81795C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/10Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/09Apparatus for passing open width fabrics through bleaching, washing or dyeing liquid

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 22. Mai 1894 ab.
Unter Entwicklungs- oder Kupplungsfarben versteht man seit einigen Jahren die auf Faserstoffen erzeugten Azofarben, wie beispielsweise den aus ß-Napthol und diazotirtem p-Nitranilin erzeugten rothen Farbstoff. Diese Farbstoffe konnten bisher nur zum Drucken von Kattun verwendet werden, während es als unmöglich galt, Zeuge in Stücken damit in rationeller Weise zu färben: Das Verfahren mufs nämlich derartig ausgeführt werden, dafs die beispielsweise mit ß-Naphtol imprägnirten und getrockneten Gewebe durch- eine Paranitrodiazobenzolchloridlösung geführt werden; hierbei ist aber die technische Schwierigkeit zu überwinden, die durch die sehr schnelle Zersetzbarkeit der Diazolösung bedingt wird, zumal es besonders für schwerere, dickere Waare nothwendig ist, dafs diese leicht zersetzliche Lösung eine ziemlich lange Zeit mit dem zu färbenden Stoffe in Berührung bleibt. Diese beiden Schwierigkeiten umgeht Erfinder dadurch, dafs er ganz kleine Farbbehälter anwendet und das Zeug so führt, dafs es einen verhältnifsmäfsig grofsen Weg in dem Behälter beschreibt, gleichzeitig aber kein Ausquetschen der Lösung vornimmt, sondern das Gewebe direct aus diesem Behälter aufwindet.
Hierdurch wird erreicht, dafs das Zeug alle benutzte Flüssigkeit mitreifst, welche durch ein Zuleitungsrohr continuirlich, und frisch bereitet, ersetzt wird. Ferner wird erreicht, dafs die Waare eine längere Zeit der Diazoflüssigkeit ausgesetzt wird, wodurch die Verbindung derselben mit dem Naphtol —- allgemein Entwickler — auf der aufgewickelten Walze vollständig erzielt wird. Hierzu ist aber ein besonderer, von den bisherigen Aufwindemechanismen für das aus der Flotte kommende Zeug abweichender Mechanismus nothwendig, da die bisherigen Mechanismen dieser Art, welche die Aufgabe zu lösen haben, trotz des allmäligen Dickerwerdens der Zeugwalze eine gleichmäfsige Lineargeschwindigkeit des Zeuges zu erreichen, nicht genügen. Preis- und Ausquetschwalzen müssen aberj wie Erfinder festgestellt hat, unter allen Umständen vermieden werden, da die Diazolösung wegen der, wie eingangs erwähnt, durch ihre leichte Zersetzbarkeit nothwendig werdenden raschen Durchführgeschwindigkeit des Zeuges an und für sich nur gering an dem Zeuge haftet.
Nach dem bisher Gesagten ergiebt sich nun die Lösung der gestellten Aufgabe in der gleichzeitigen Verwendung kleiner · Flottenbehälter, in welchen das Zeug einen grofsen Weg beschreibt und die Flotte der Mitnahme durch die Waare entsprechend beständig ersetzt wird, und einer dem allmäligen Dickerwerden der Zeugwalze Rechnung tragenden Durchziehvorrichtung, welche kein Ausquetschen des Zeuges bewirkt.
Eine Maschine dieser Art ist in beiliegender Zeichnung dargestellt; Fig. 1 ist eine Oberansicht und Fig. 2 ein Verticalschnitt.
D ist ein hoher, schmaler Farbbehälter mit verbreiterten oberen Rändern D1. Am Boden des Behälters befindet sich eine Führungswalze C und das Zeug Z nimmt seinen Weg über die Führungswalzen BLCL1 auf die Zeugwalze A, auf welche es, ohne Ausquetschwalzen zu passiren, aufgewickelt wird. Die Flotte steht in dem Behälter bis zur

Claims (1)

  1. Linie N-N und wird fortwährend in dem Mafse, wie sie von dem Zeug mitgenommen wird, continuirlich durch ein seitliches Zuführungsrohr ersetzt. Es ist klar, dafs bei dieser Anordnung nur sehr wenig Flüssigkeit in dem Behälter D vorhanden ist und dafs somit dem nachfolgenden Zeug stets frisch bereitete bezw, noch nicht zersetzte Farbflüssigkeit dargeboten wird.
    Dadurch ist man im Stande, nicht nur für den Anfang, sondern auch für die ganze auf A aufgewickelte Waare denselben stets reinen Farbton zu erhalten. Da die Waare nach dem Verlassen des Farbbades nicht abgequetscht wird, sondern sich auf A aufrollt, fliefst auch keine benutzte und dadurch zersetzte Flüssigkeit in den Behälter zurück und jedes Theilchen der Waare nimmt den mechanisch lose anhaftenden Niederschlag mit sich. Der Behälter braucht nicht gerade parallelopipedisch zu sein; er könnte z. B. unten auch durch Ecken abgeschrägt oder, der Form der Walze C folgend, unten halbcylindrisch sein.
    Die Walze A wird mittelst Riemscheibe R oder Zahnrad getrieben, welche mit einem Vorgelege mit veränderlicher Tourenzahl in Verbindung stehen, so dafs es möglich ist, die Peripheriegeschwindigkeit der sich auf A aufwickelnden Waare innerhalb festgesetzter Grenzen zu erhalten. Dies kann dadurch bewirkt werden, dafs A mit zwei oder mehreren Riemscheiben von verschiedenem Durchmesser in Zusammenhang gebracht wird, welche entweder selbstthätig oder durch den die Maschine bedienenden Arbeiter nach einander zur Anwendung kommen. Am vollkommensten wird dieser Zweck folgendermafsen erreicht.
    Die Walze A steht durch Riemscheibe R mit dem Vorgelege V in Verbindung, welches von der Antriebwelle W durch Konus bewegt wird. Die Leitungsgabel E ist durch die Gewindestange G von F bis H verstellbar, so dafs von V zu W mit einer Tourenzahl von beispielsweise 2 : 5 anfangend nach und nach auf eine solche von 5 : 2 herabgemindert werden kann. Diese Lagenverä'nderung der Gabel E wird durch Verbindung der drehbaren Gewindestange G mit der Walze A durch Ketten- und Zahnradübertragung erreicht. Durch Umdrehung der Walze A ertheilt das auf derselben sitzende Zahnrad Z dem Zahnrad Z6 eine beispielsweise sechsmal verminderte Tourenzahl; letzteres ist mit dem Kettenrad K starr verbunden, welches mittelst Kette das auf G sitzende Kettenrad 5 in Umdrehung versetzt. Daher wird beim Aufwickeln von Stückwaare auf A, welches erfahrungsgemäfs höchstens 600 Umdrehungen von A erfordert, Z6 und daher auch K und S eine 100 malige Umdrehung erfahren, und da die Gewindestange G 100 Schneckengänge zählt, wird dadurch die Führungsgabel E von H nach F gebracht, wodurch die Tourenzahl von A sich im Verhältnifs von 25:4 reducirt; da der Durchmesser der Aufwicklung auf A sich inzwischen im Verhältnifs von 4:25 vergröfsert, so ist eine constante Peripheriegeschwindigkeit erreicht, und damit ist der Einwirkung der sich continuirlich erneuernden Farbflotte auf die Faser eine constante Zeitdauer gegeben. Durch Abwicklung des Zeuges von A, etwa mechanisch, wird die Gabel E natürlich wieder in ihre frühere Stellung gebracht; die Maschine ist also ohne Weiteres zur Aufnahme einer neuen Partie fertig.
    Patεντ-A ν spruch:
    Eine Stückfärbmaschine für Verwendung sogenannter Entwicklungsfarben (Azofarben), bei welcher behufs Reinhaltung der Farbflotte (Lösung des Diazokörpers), sowie zur Erzielung intensiver und gleichmäfsiger Färbung die grundirte Waare breitliegend aus dem Farbebehälter unmittelbar (ohne Passirung von Ausprefswalzen) nach der von der Achse her angetriebenen Wickelwalze . gelangt, deren Umfangsgeschwindigkeit mittelst automatischer Abminderung der Winkelgeschwindigkeit constant erhalten wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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