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Pneumatische oder hydraulische Presse für Zigarrenwickelformen Wenn
von einer Menge Tabakblatteile und einem darum gewickelten Tabakblatt ein sog. Wickel
hergestellt ist, wird dieser in eine Holzform gebracht. Eine solche Form bietet
Platz für mehrere Wickel und besteht aus zwei aufeinanderpassenden Teilen. Ist eine
Form mit Wickeln gefüllt, so müssen die Formteile aufeinandergepreBt werden. Dies
geschieht in der sog. Wickelformpresse, in der eine Anzahl, gewöhnlich zehn, aufeinandergestapelter
Formen zugleich zwischen einem pneumatisch oder hydraulisch bewegbaren, Tisch und
einer darüber angeordneten festen Anschlagplatte gepreßt werden.
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Vor dem Pressen liegen die Wickelformen ziemlich schräg aufeinander,
und der Stapel hat, wenn er auf den Tisch der Presse gesetzt ist, oft die Neigung
zum Umstürzen. Um dieser Gefahr vorzubeugen, hält man dann den Stapel mit der einen
Hand fest und bedient mit der anderen Hand den Hahn für die Zufuhr des Druckmediums
zur Presse. Paßt man nicht gut auf, so können Teile der Hand, von der der Formenstapel
feAgehalten wird, zwischen den Formen oder zwischen der oberen Form und der Anschlagplatte
geklemmt werden, wenn die Presse in Bewegung gesetzt wird.
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Man hat bereits vorgeschlagen, den Hahn zur Steuerung des Druckmediums
derart auszuführen, daB er mit zwei Händen bedient werden muB. Die Steuerungsorgane
dieses Hahnes befinden sich aber in Höhe der hoch liegenden Anschlagplatte und können
daher leicht von einer Schulter und der
einen Hand bedient werden,
so daß man doch noch den Stapel Wickelformen mit Hilfe der anderen Hand festhalten
kann.
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Die Erfindung hat den Zweck, die obenerwähnte Gefahr zu beseitigen
und eine Steuervorrichtung zu schaffen, die es unmöglich macht, daß man während
des Pressens den Stapel Wickelformen in irgendeiner Weise festhält. Sie besteht
darin, daß der Steuerhahn höchstens in Höhe des Tisches angeordnet und von einem
durch eine Feder belasteten Organ verriegelt ist, das ebenfalls nur von Hand gesteuert
werden kann und während der Bedienung des Hahnes in der ausgelösten Lage von Hand
festgehalten werden muß. Der Arbeiter, der den Stapel Wickelformen auf den Tisch
der Presse stellt, der sich ungefähr in Höhe der Oberschenkel eines Mannes normaler
Länge befindet, muß nun für die Steuerung des Hahnes und des Verriegelungsorganes
die Hände niedrig, d. h. neben den Tisch oder schräg unterhalb desselben halten
und ist dadurch nicht mehr imstande, eine seiner Hände auf oder gegen den Stapel
Formen zu legen. Er soll daher zunächst dafür sorgen, daß der in der Presse gestellte
Stapel Formen richtig steht, bevor er die Presse in Gang setzt.
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Damit verhindert wird, daß der Hahn und das Verriegelungsorgan von
einem Bein des Arbeiters bedient werden können, empfiehlt es sich, den Hahn und
dieses Organ derart auszuführen, daß sie nur in der Richtung vom Tisch ab, also
nach dem Arbeiter zu, in die Arbeitslage gebracht werden können, und daß zwischen
dem Tisch und den Handgriffen des Hahnes und des Verriegelungsorganes nur genügend
Raum für die Finger vorhanden ist.
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Das Verriegelungsorgan kann aus einer auf der Welle des Hahnes befestigten,
an ihrer Peripherie mit Nuten versehenen Scheibe und aus einer um eine zur Hahnwelle
parallele Welle drehbaren Klinke bestehen, welche von einer Feder gegen die Peripherie
dieser Scheibe gedrückt wird und sowohl zum Verriegeln als auch für die Begrenzung
der Bewegung des Hahnes dient.
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Der Hahn kann durch eine Feder belastet werden, die den Hahn in die
Lage zurücktreibt, in der die Zufuhr des Druckmediums gesperrt ist.
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Zur Erläuterung dient die Zeichnung, die eine Presse nach der Erfindung
in Vorderansicht (Fig. i) und in waagerechtem Schnitt (Fig. 2) darstellt.
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Mit i ist eine Grundplatte angegeben, auf der vier Säulen 2 angeordnet
sind, die an ihren oberen Enden eine feste Achlagplatte 3 tragen. Auf diesen Säulen
Bind Büchsen ,4 angebracht, die an ihren unteren Enden an einem Tischblatt 5 befestigt
sind, das zusammen mit den Büchsen senkrecht bewegt werden kann. Für seinen Antrieb
ist das Tischblatt auf einem Kolben eines pneumatischen Zylinders 6 angeordnet,
zu dem Preßluft durch eine Leitung 7 zugeführt werden kann. Auf das Tischblatt sind
zehn Formen 8 für Zigarrenwickel gestellt. Für die Steuerung der Presse ist ein
Hahn 9 in der Leitung 7 angeordnet. Dieser Hahn wird von Hand bedient und ist zu
diesem Zweck mit einem sich parallel zum Vorderrand des Tischblattes erstreckenden
Handgriff io versehen. Auf der Welle des Hahnes ist eine Scheibe i i mit Nuten 12
und 13 und Anschlagkanten 14, 15 befestigt. In diese Scheibe greift eine um eine
Welle 16 drehbare Klinke 17 ein, die von einer Feder 18 belastet ist und gegen die
Federvirkung mit Hilfe eines Handgriffes i9 ausgerückt werden kann. Dieser Handgriff
erstreckt sich ebenfalls parallel zum Vorderrand des Tischblattes. Die Klinke kann
nur aus den Nuten geruckt werden. Sie bleibt aber mit ihrem wirksamen Ende innerhalb
des Randprofils der Scheibe i i, so daß die Anschlagkanten 14, 15 derselben die
Verstellung des Hahnes begrenzen. Soll man die Presse in Gang setzen, so muß von
der einen Hand der Handgriff io und von der anderen Hand der Handgriff i9 in der
Richtung vom Tischblatt ab, d. h. auf den Bedienenden zu, gedreht werden. Läßt man
den Handgriff i9 der Klinke 17 vorzeitig los, so dringt diese in die Nut hinein,
so daß der Hahn aufs neue verriegelt wird, bevor er seine Endlage erreicht und die
Zufuhrleitung 7 geöffnet hat. Man ist daher verpflichtet, die beiden Hände für die
Steuerung zu gebrauchen.
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Wird der Hahn geöffnet, so wird Druckluft durch die Leitung 7 und
eine Leitung 20 unter den Kolben gebracht. Wird der Hahn geschlossen, so wird die
Verbindung zwischen den Leitungen 7 und 2o unterbrochen und eine Leitung 21 nach
außen geöffnet. Diese Leitung mündet in den Zylinder mittels einer ein wenig oberhalb
des Bodens desselben vorhandenen Öffnung und wird daher vom Kolben geschlossen.
Am Ende seiner Hinabbewegung wird der Kolben dann durch ein Luftkissen abgebremst.
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Der Hahn kann auch von einer Feder belastet sein. Die Handgriffe io
und i9 müssen so dicht beim Tisch angeordnet sein, daß sie nicht durch ein Bein
oder einen Fuß bewegt werden können. Auch andere Verriegelungsvorrichtungen sind
möglich. Die Hauptsache ist das Vorhandensein zweier Handgriffe, die nur von beiden
Händen gleichzeitig bedient werden können und sich am unteren Ende oder schräg unterhalb
des Stapels der Wickelformen befinden.