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Gaszählerprüfanlage
Für die Prüfung und Eichung von Gaszählern werden
sogenannte Kubizierapparate benutzt, deren Hauptbestandteil eine in Wasser eintauchende
Glocke ist, deren genau ermittelter Inhalt sich an einer außen befindlichen Skala
ablesen läßt. Wenn Luft aus der Glocke entnommen wird, sinkt diese und man kann
das abgenommene Luftvolumen an der Skala erkennen. Der Luftraum unter der Glocke
steht unter einem Überdruck, der dem Gewicht der Glocke entspricht. Er ist durch
ein Rohr, welches die Wasserfüllung durchdringt, mit den zu prüfenden Gaszählern
verbunden; dabei erleidet der Überdruck eine Verminderung, die durch den Betriebswiderstand
der Gaszähler verursacht wird. Hinter den Gaszählern ist ein Auslaßhahn angeordnet,
der zur Einregelung der durchfließenden Luftmenge dient und dessen Küken zu kontrollierter
Einstellbarkeit mit einem Zeiger versehen ist, der auf einer am Hahngehäuse befestigten
Skala spielt. Hinter dem Hahn tritt die Prüfluft ins Freie aus. Die Gaszähler werden
nach eichamtlichen Bestimmungen mit mehreren verschiedenen Geschwindigkeiten geprüft,
deren Bemessung sich nach derjenigen Leistung richtet, für die sie geeicht werden
sollen. Da es Gaszähler mit sehr verschiedenen Zählleistungen gibt, kommen bei der
Prüfung eine ganze Reihe verschiedener Durchlaßgeschwindigkeiten in Frage, deren
jeweilige Größe bei jedem Prüfgang genau eingehalten werden muß. Der Prüfer legt
sich also eine Tabelle an, auf der er sich zu jeder Durchlaßmenge den zugehörigen
Skalastrich vermerkt.
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Dieser Meßvorgang ist ungenau und unvollkommen. Die zur Prüfung gelangenden
Gaszähler haben nicht alle gleichen Betriebswiderstand. Dieser schwankt vielmehr
je nach Bauart, Güte der Anfertigung und anderen baulichen Eigenschaften der
Zähler
erheblich. Da bei der Prüfung bis zu fünf Zähler hintereinandergeschaltet werden,
ergeben sich recht erhebliche Unterschiede im Gesamtwiderstand der fünf Zähler.
Man hat nun wohl dafür gesorgt, daß der Druck der Luft beim Eintritt in die Zähler
genau konstant bleibt, indem man mit der Glocke besondere Druckausgleichvorrichtungen
verbunden hat, deren Aufgabe darin besteht, der infolge des scheinbaren Gewichtsverlustes
der Glocke bei allmählich zunehmendem Eintauchen in das Wasser entstehenden Verminderung
des Druckes unter der Glocke entgegenzuwirken, aber man hat dabei außer acht gelassen,
daß die Durchflußmenge der Luft durch eine bestimmte Hahnöffnung beim Ausblasen
ins Freie nur konstant bleiben kann, wenn auch der Druck vor dem Hahn konstant gehalten
wird; das ist aber wegen des verschiedenen Durchgangswiderstandes der zu prüfenden
Zähler bei den bisherigen Einrichtungen nicht der Fall.
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Deshalb kann bei ihnen auch die mit Hilfe der Skala erfolgende Einstellung
niemals ohne weiteres den genauen Sollwert treffen. Es ergibt sich vielmehr die
Notwendigkeit, bei jeder Prüfung die Hahnstellung zu berichtigen. Hiermit ist eine
Mehrarbeit verbunden, die das Prüfen verteuert und die Prüfzeit verlängert.
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Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, diese Nachteile
zu vermeiden, indem sie dafür sorgt, daß der Prüfdruck hinter den Gaszählern selbsttätig
konstant gehalten wird. Zu diesem Zweck wird die Prüfluft nach dem Verlassen der
Zähler durch einen Druckregler geleitet. Man kann dann an Hand einer Skala die Einstellung
mit absoluter Genauigkeit vornehmen, ohne jeweils die Richtigkeit nachprüfen zu
müssen, und kann außerdem auf die Anbringung einer Einrichtung zum Konstanthalten
des Luftdruckes unterhalb der Glocke verzichten, da ja der Druckregler unabhängig
vom Druck vor oder hinter den Gaszählern für Druckgleichheit hinter seinem Regelglied
sorgt. Man kann deshalb sogar dazu übergehen, die Anzahl der bei einem Prüfvorgange
zu prüfenden Zähler zu erhöhen, sofern man nur unter der Glocke einen hinreichend
großen Anfangsdruck zur Verfügung stellt.
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Weiterhin besteht die Möglichkeit, nach vollendeter Prüfung an Stelle
eines besonderen Absperrhahnes den als Regelglied dienenden Ventilteller des Druckreglers
zu verwenden, indem man dafür sorgt, daß dieser Ventilteller beim Niedergehen der
Glocke bis zum Nullstrich geschlossen wird. Man kann zu diesem Zweck die Aufhängespindel
des Ventiltellers nach oben verlängern und sie aus dem Druckreglergehäuse herausragen
lassen. Das Absperren kann dann entweder durch einen Handhebel oder durch eine von
der heruntergehenden Glocke bewegte selbsttätige Vorrichtung geschehen. Die bei
den bisher bekannten Kubizierapparaten verwendeten selbsttätigen Abstellvorrichtungen
sind wegen der Notwendigkeit, sie auf einen schwergängigen Hahn von 40, 50 und 70
mm weitem und größerem Durchgang wirken zu lassen, sehr umständlich und schwerfällig.
Da nämlich an das Dichthalten dieser Hähne besonders hohe Anforderungen gestellt
werden, lassen sie sich nur verhältnismäßig schwer drehen. Die Absperrvorrichtung
muß deshalb z. B. durch Fallenlassen eines schweren Gewichtes auf den Sperrhebel
des Hahnes schlagartig wirken, wodurch im Laufe der Zeit die Abdichtflächen leiden
und nachgeschliffen werden müssen. Ferner ist die Zeitspanne, die zwischen der Auslösung
des schweren Fallgewichtes und dem restlosen Absperren des Hahnes liegt, veränderlich,
so daß die Glocke bei den verschiedenen Sinkgeschw indigkeiten, die zwischen I und
24 Minuten liegen, nicht immer genau beim Nullstrich zum Stillstand kommt und daher
noch von Hand eine kleine Luftmenge abgelassen werden muß.
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Bei Anwendung einer Einrichtung gemäß der Erfindung ist dies nicht
erforderlich; zum Schließen des Druckreglertellers, dessen Gewicht je nach Größe
des Kubizierapparates nur etwa I50 bis 300 g und dessen Hub nur etwa 5 bis 10 mm
beträgt, ist nur eine ganz geringfügige Arbeit erforderlich, die ohne Zuhilfenahme
eines besonderen Fallgewichts von der Glocke unmittelbar übernommen werden kann.
Man kann diese Arbeitsleistung auch noch auf einen gewissen Glockenweg verteilen,
so daß also das Absperren ebenso allmählich vor sich geht, wie man bei dem bisher
von Hand zu bedienenden Hahn diesen schon kurz vor Erreichung der Endstellung der
Glocke zu schließen beginnt. Die Verteilung der Schließbewegung auf den letzten
Teil des Glockenweges ermöglicht nach der Erfindung die Anwendung einer Einrichtung,
bei der, gleichgültig mit welcher Geschwindigkeit die Glocke betrieben wird, der
Ventilteller genau dann absperrt, wenn die Glocke am Nullstrich angelangt ist.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Bild I schematisch ein Ausführungsbeispiel einer Gasmesserprüfanlage
gemäß der Erfindung, Bild 2 einen senkrechten Schnitt durch einen Gasdruckregler
gemäß der Erfindung.
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In der Zeichnung bedeutet a die Glocke eines Kubizierapparates, b
eine Druckluftein- und -auslaßleitung, c sind zu prüfende Gaszähler, die auf einem
Prüftisch d stehen, f ist eine Druckluftzuleitung zu den Gaszählern, g eine Druckluftleitung
am Ende der Gaszähler. h ist ein Gasdruckregler, der, wie Bild 2 zeigt, an einer
Älembran i einen Ventilteller j und eine durch das Reglergehäuse nach oben vorragende
Stange k aufweist. m und n sind von Hand einstellbare Ventile zur Regelung der Druckflußmenge,
deren Handräder oder Achsen mit Zahlenscheiben oder -ringen o, p versehen sein können,
um die Durchlaßmenge von außen her bestimmen zu können. Die Durchgangsöffnungen
dieser Ventile können für die verschiedenen Größen der zu prüfenden Gasmesser, wie
dargestellt, verschieden sein. q ist ein Austrittsrohr für die Prüfluft. Die Stangek
kann mit einem nicht dargestellten Belastungsgewicht versehen sein, um den Druck
einzustellen, den der Regler durchlassen soll. Auf dem Reglergehäuse ist ein Ävinkelhebel
r angeordnet, der imstande ist, das Reglervelltil nach Beendigung des Prüfvorganges
zu schließen. Dieser Hebel kann mit
einer nachgiebigen Arretiervorrichtung
versehen sein, der ihn in einer Stellung festhält, in der er das Reglerventil, während
des Prüfvorganges, in seiner Bewegung behindert. Bei kleingestellter Durchlaßöffnung
nt oder n drosselt das Reglerventil den Durchgang, während es bei großer Durchlaßöffnung
weiter öffnet, ebenso paßt es seine Stellung dem etwas veränderlichen Druck an.
Ein weiterer Hebel s kann mit der Glocke so verbunden werden, daß er bei der Erreichung
der Nullstellung der Glocke herumgeworfen wird und das Ventil j schließt. An dem
oberen Ende der Stange k kann noch eine Feder vorgesehen sein, die beim Abschluß
des Ventils dem Druck der Hebel r oder s nachgibt und so eine Beschädigung des Ventils
bei seinem Schließen verhindert.