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Schaltungsanordnung zur Zählung in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb
In Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb für Orts- und Fernverkehr verzichtet man
zur Verminderung des erforderlichenAufwandesneuerdings auf Speicherung der Zählstromstöße
und Abgabe derselben am Ende des Gespräches, nimmt vielmehr eine Zählung während
des Gespräches vor. Die entsprechend der Gebührenstufe erforderlichen Zählstromstöße
werden in Abhängigkeit von der eingestellten Zone in verschiedenen Zeitabständen
gegeben. Wenn z. B. die Gebühr für ein 3-Minuten-Gespräch 30 e beträgt, so wird
nach diesem Verfahren jeweils in Abständen von einer Minute eine Gebühreneinheit
gezählt. Dieses Verfahren führt dann zu einem Nachteil, wenn die Zählstromstöße
aus einem gemeinsamen Zeitschaltwerk über die Arme des individuell in der Verbindung
liegenden Zonenschalters in den Zählstromkreis des Teilnehmers übertragen werden,
insofern als je nach der Phasenstellung des Zeitschaltwerkes der zweite Zählstromstoß
unmittelbar nach Gesprächsbeginn bereits folgen, aber auch bis zu einer Minute verzögert
werden kann. Sinngemäß verschieben, sich dann auch die übrigen Zählstromstöße um
diesen Phasenwert. Daraus ergibt sich der Nachteil, daß die Gespräche sehr unterschiedlich
belastet werden, je nach -der Phasenlage des Zeitschaltwerkes bei Gesprächsbeginn,
ein Unterschied, der besonders kraß bei Gebührenanzeigern und Münzfernsprechern
in Erscheinung tritt. So kann es vorkommen, daß ein Teilnehmer nach Einwurf eines
doppelten
Münzbetrages nur sehr kurzzeitig sprechen kann und dann
bereits getrennt wird, während in einem anderen Falle für den. gleichen Betrag eine
bis zu i Minute längere Gesprächsdauer gewährt wird. Für die Gespräche auf größere
Entfernung verkürzen sich zwar die Zeitabschnitte, aber auch hier bleibt diese Phasenabhängigkeit
von fühlbarem Nachteil. Es ist daher die Forderung erhoben worden, daß nach Abgabe
eines ersten Zählstromstoßes bei Gesprächsbeginn trotz Verwendung gemeinsamer Zeitschaltwerke
die folgenden Zählstromstöße mit richtiger Phase, d. h. am Ende des jeweiligen Zeitabschnittes
ausgesendet werden.
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Aufgabe der Erfindung ist es; in Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb
für Orts- und Fernverkehr die Zählstromstöße, deren Anzahl pro Zeiteinheit in Abhängigkeit
vom Zonenwert der eingestellten Fernverbindung durch einen gemeinsamen Stromstoßsender
bestimmt wird, mit dem richtigen Phaseneinsatz zu übertragen.
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Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß dem Verbindungsweg
individuell zugeordnete Schaltmittel die dem jeweiligen Zonenwert entsprechende
Zeiteinheit für die Aussendung eines Zählstromstoßes durch Abzählen der in dieser
Zeiteinheit von dem gemeinsamen Stromstoßgeber kommenden Impulse messen und am Ende
des Zeitabschnittes einen Zählstromstoß aussenden. Dabei kann der Zählstromstoß
unmittelbar von den die Zeiteinheit überwachenden Schaltmitteln am Ende des betreffendenZeitabschnittes
ausgesendetwerden.
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Wird ein in seiner Länge begrenzter Zählstromstoß gefordert, so kann
man außer dem Stromstoßgeber zur Messung der Zeitdauer noch einen besonderen Zählstromstoßsender
vorsehen, der die eigentlichen Impulse während der Gesprächsverbindung in ihrer
richtigen Zahl abgibt. Diese werden dann zuächst von den die Zeiteinheit messenden
Schaltmitteln gespeichert und erst am Ende des zweiten Abschnittes ausgesendet,
wobei die Impulslänge durch Schaltmittel des Zählstromstoßsenders begrenzt wird.
Durch diese Anordnung wird die mögliche Phasenverschiebung des gemeinsamen Zählstromstoßsenders
zu den Abschnitten der Ge-_ sprächsdauereinheiten einer Verbindung ausgeglichen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Die Leitung b gehört zu einer Verbindung, welche unter dem Einfluß von Stromstößen
eines anrufenden Teilnehmers nach den verschiedenen Entfernungszonen aufgebaut werden
kann, welche nach verschiedenen Tarifen gezählt werden. Die Schaltarme dzl bis dz3
eines Zonenschalters werden unter dem Einfluß der Stromstöße des Teilnehmers in
bekannter, nicht dargestellter Weise entsprechend dem Zonenwert der Verbindung eingestellt.
Der Schaltarm dzl verbindet mit dem gemeinsamen Zählstromstoßsender ZS. Dieser besitzt
mit gleichförmiger Geschwindigkeit umlaufende Nockenscheiben N1 bis N6, die eine
unterschiedliche Anzahl von Nocken tragen. Die Nockenscheibe N1 besitzt beispielsweise
einen Nocken, so daß während eines Umlaufes des Zählstromstoßsenders von ihr ein
Zählstromstoß ausgesandt wird; die Nockenscheibe N3 besitzt drei Nocken, so daß
während des gleichen Umlaufes von ihr drei Zählstromstöße ausgesandt werden würden
usw. Durch die Einstellung des Schaltarmes dzl des Zonenschalters wird eine dieser
Nockenscheiben ausgewählt. Die Zeitdauer des Umlaufes des gemeinsamen Zählstromstoßsenders
ZS entspricht der Maßeinheit der Gesprächsdauer, beispielsweise 3 Minuten. Die von
der ausgewählten Nockenscheibe des Zählstromstoßsenders ZS während der Gesprächsdauereinheit
ausgesandten Zählimpulse werden jedoch nicht unmittelbar auf die Leitung b übertragen;
jeder Impuls wird von einem Relais Z1 aufgenommen, das ihn zunächst speichert.
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Dem Verbindungsweg ist ein sog. Phasenschalter individuell zugeordnet,
dessen Schaltarme dpl bis dp4 von einem Antriebsmagnet Dp fortgeschaltet werden.
Dieser Phasenschalter besteht aus einem Drehwähler von mindestens zehn Schaltschritten.
Die Zahl der Schaltschritte des Wählers bestimmt die Genauigkeit des Phaseneinsatzes.
Dieser Phasenschalter soll die Zeiteinheit, in welcher jeweils ein Zählstromstoß
zu übertragen ist, messen. Diese Zeiteinheit schwankt bei den verschiedenen Zonenwerten.
Wird beim Zonenwert i eine Gebühr für eine Gesprächsdauer von 3 Minuten erhoben,
dann ist auch die Zeiteinheit 3 Minuten. Werden aber beim Zonenwert 6 sechs Gebühren
für 3 Minuten Gesprächsdauer erhoben, dann muß bei einer Zählung während des Gespräches
alle halbe Minute ein Zählstromstoß gesendet werden. Die Zeiteinheit beträgt also
30 Sek. Da der Phasenschalter bei einer Verbindung des Zonenwertes i in 3
Minuten seine Schaltstellung durchlaufen muß, bei Verbindungen des Zonenwertes 6
jedoch in 30 Sek., ist bei einer Ausrüstung mit zwanzig Schaltstellungen
in dem einen Falle eine Phasenabweichung von 9 Sek., im andern Falle von 1,5 Sek.
möglich.
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Die unterschiedlich schnelle Fortschaltung des Phasenschalters in
Abhängigkeit von dem Zonenwert bewirkt ein mehreren Verbindungswegen gemeinsam zugeordneter
Hilfsschalter HZS, der genau so ausgebildet ist wie der Zählstromstoßsender ZS,
jedoch zwanzigmal so oft in der Zeiteinheit umläuft. Der schnellere Umlauf dieses
Hilfsschalters ..entspricht der Unterteilung des Phasenschalters. Der Hilfsschalter
bewirkt, daß der Phasenschalter in der dem Zonenwert entsprechenden Zeiteinheit
für die Aussendung eines Stromstoßes jeweils einmal seine Kontaktbank bestreicht.
Die Auswahl der richtigen Nockenscheibe des Hilfsschalters HZS erfolgt durch den
Schaltarm d22 des Zonenschalters.
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Erst wenn der Phasenschalter die Zeiteinheit für die Aussendung eines
Zählimpulses abgemessen hat, wird ein Zählstromstoß ausgesandt. Hierzu dient das
Relais Z, welches durch den Schaltarm dp2 des Phasenschalters eingeschaltet wird,
sobald dieser die letzte Kontaktstellung erreicht, vorausgesetzt, daß während des
so gegebenen Zeitabschnitten
von dem gemeinsamen Zählstromstoßsender
ein Impuls eintraf, .der in dem Relais Z' gespeichert wurde. Es ist also gleichgültig,
in welcher Phasenlage der Impuls von dem gemeinsamen Zählstromstoßsender während
des Zeitabschnittes eintrifft. Stets wird infolge der Zwischenschaltung des individuellen
Phasenschalters der zunächst gespeicherte Zählstromstoß erst am Ende des Zeitabschnittes
ausgesandt.
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Der Phasenschalter wird in Gang gesetzt, sobald der angerufene Teilnehmer
sich meldet. In diesem Augenblick spricht nämlich in bekannter Weise Relais G an,
welches für die Dauer der Verbindung einen Haltestromkreis schließt und über Kontakt
g2 den Antriebsmagnet Dp des Phasenschalters an das Hilfsschaltwerk HZS anschaltet.
Fällt das Relais G bei Beendigung der Verbindung ab, dann schließt Kontakt g2 einen
Fortschaltestromkreis für den Magnet Dp, der von dem Unterbrecher U gespeist wird
und die Fortschaltung in die Ruhelage veranlaßt, in der auch das Relais Z' kurz,gaschlossen
ist.
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Um die Fortschaltegeschwindigkeit des Phasenschalters bei Zonenwerten,
für welche die Zeiteinheit zur Aussendung eines Zählstromstoßes klein ist, nicht
allzu hoch zu treiben, kann bei einigen Zonenwerten von einem vollständigen Umlauf
des Phasenschalters während der Zeiteinheit abgesehen werden. Der Schaltarm dps
des Phasenschalters, welcher über den Schaltarm dzs auf diese Zonenwerte angeschlossen
wird, bestreicht eine Kontaktbahn, welche in der Mitte und am Ende mit dem Zählübertragungsrelais
Z verdrahtet ist. Bei diesen Zonenwerten wird, wie die Verdrahtung der von dem Schaltarm
dz2 bestrichenen Kontakte zeigt, der Phasenschalter nur mit der halben Anzahl Schaltschritte
fortgeschaltet als dies eigentlich der Größe der Zeiteinheit entsprechen würde.
Dadurch wird eine übermäßige Belastung des Phasenschalters vermieden.
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Beträgt beispielsweise die 3-Minuten-Gebühr 1,50 0,i16,
so daß alle 12 Sek. ein Zählstromstoß zu übertragen ist, dann ist es zur Verringerung
der Abnutzung der Schaltwerke zweckmäßig, den Phasenschalter nicht in 12 Sek. seine
zwanzig Schritte ausführen zu lassen, sondern durch Unterteilung, z. B. in vier
Abschnitte, die Fortschaltegeschwindigkeit so herabzusetzen, daß das Überstreichen
der zwanzig Kontakte in 48 Sek. erfolgen kann. In diesem Falle beträgt die höchstmögliche
Phasenverschiebung immer noch i2Sek. :5 Schaltschritte, also etwa 2'/Q Sek.