-
Meldeanlage mit Ruhestromschleifen und Stromversorgung aus dem Netz
Bei Meldeanlagen mit Ruhestromschleifen ist es bekannt, die Stromversorgung unmittelbar
aus dein Netz vorzunehmen. Zu diesem Zweck sind für jede Ruhestromleitung Gleichrichter
vorgesehen, die über Sekundärwicklungen eines Netztransformators gespeist werden.
Fällt das Netz aus oder sinkt die Netzspannung unter einen bestimmten Wert, so %vird
durch Schaltmittel auf ein künstliches Wechselstromnetz umgeschaltet, das aus einer
Batterie über einen Umformersatz gespeist wird.
-
Bei derartigen Anlagen läßt sich nun bei einer Umschaltung eine wenn
auch kurzzeitige Unterbrechung des Schleifenruhestromes nicht vermeiden. [in Ruhezustand
der Anlage kann diese durch entsprechend bemessene Verzögerung der Schaltrelais
unschädlich gemacht werden. Wird die Umschaltung jedoch während eines Meldungseinlaufs
vorgenommen, so ruft diese Umschaltung Störungen im Meldungseinlauf hervor. So können
durch die zusätzliche Unterbrechung einzelne Impulse verlängert oder zusätzliche
Impulse durchgegeben werden.
-
Die Erfindung beseitigt diese Schwierigkeiten dadurch, daß bei jeder
Inbetriebnahme einer Schleife Schaltmittel betätigt werden, die unabhängig von der
Spannung des Lichtnetzes die Umschaltung der Gleichrichter auf das künstliche Wechselstromnetz
für die Dauer der Meldung veranlassen.
-
Zweckmäßig wird diese Umschaltung in der Weise vorgenommen, daß die
bei Inbetriebnahme
der Schleife betätigten Schaltmittel auf die
bereits zur Überwachung der Spannung des Lichtnetzes vorgesehenen Schaltmittel einwirken
und in ihnen den gleichen Schaltzustand herbeiführen, der bei Ausfall des Lichtnetzes
eintritt.
-
In Meldeanlagen der gekennzeichneten Art ist es üblich, zur Inbetriebnahme
einer Schleifenleitung zunächst den Schleifenruhestrom durch den sendenden Melder
längere Zeit zu unterbrechen und erst nach Wiederschließung der Schleife für eine
vorbestimmte Zeitspanne die den Melder kennzeichnenden Stromstöße auszusenden. Die
einleitende Unterbrechung dient für die Rückstellung etwa noch eingestellter Empfangseinrichtungen.
Sie kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung, zusammen mit der darauf folgenden,
über eine vorbestimmte Zeitspanne dauernden Schließung der Schleife für die Einschaltung
des Umformers und die Umschaltung auf das künstliche Wechselstromnetz nutzbar gemacht
werden.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung, die nur
die für das Wesen der Erfindung erforderlichen Teile einer Meldeanlage enthält,
dargestellt.
-
In diesem Ausführungsbeispiel sind drei Meldeschleifen i, 2 und 3
vorgesehen, die über Glättungseinrichtungen Dr an Gleichrichtern Gl angeschlossen
sind, die aus Sekundärwicklungen eines Transformators T ,gespeist werden. Um einen
ungestörten Meldungseinlauf auch bei Drahtbruch und Erdschluß zu ermöglichen, liegen
die Schleifen in der bekannten Morsesicherheitsschaltung. Der Transformator T ist
mit zwei Primärwicklungen ausgerüstet, von denen die eine aus dem Netz und die andere
'vom Umformer M gespeist wird. Durch das Relais N wird das Netz laufend auf seinen
Spannungszustand überwacht. Der Umformersatz M wird aus einer Betriebsbatterie
Ba i gespeist und kann beim Laden dieser Batterie auf eine Reservebatterie Ba 2
umgeschaltet werden.
-
Bei normalem Betrieb sind die Relais R und N erregt. Mittels der Kontakte
y i und r2 ist der Umformer M sowohl primärseitig von der Batterie als auch
sekundärseitig vom Transformator abgeschaltet. Der Kontakt r 3 hat dabei das Netz
an die Primärwicklung des Transformators gelegt.
-
Bei Einlaufen einer Meldung über eine der Schleifen bringt die erste
einlaufende verlängerte Unterbrechung des Schleifenruhestromes das Relais Sa zum
Abfallen. In der dieser Schleife zugeordneten Empfangseinrichtung fällt das Relais
Y, das durch einen parallel geschalteten Kondensator eine derartige Verzögerung
erhält, daß es sich während der eigentlichen Meldungsabgabe hält, durch die erste
verlängerte Unterbrechung des Schleifenruhestromes ab. Der Kontakt sa bringt das
Relais A, das seine erste Wicklung AI mittels Kontakt a-- kurzschließt. Der Kontakt
a 6 legt Spannung an das Relais B, das den Kurzschluß des Relais H durch Umlegen
des Kontaktes b4 aufhebt. Ein weiterer Kontakt b 6 des Relais B bringt zusammen
mit dem Kontakt v 2 das Relais U, das sich über seinen eigenen Kontakt
u4 weiter hält. Über die Kontakte u 5 und H 5 wird das Relais C zum
Ansprechen gebracht.
-
Mit Kontakt c2 legt sich das Relais C in einen Haltestromkreis, und
mit seinem Kontakt c i bereitet es die Anschaltung des Relais I vor.
-
Wird durch den Melder die Stromschleife für eine vorbestimmte Zeitspanne
wieder geschlossen, so spricht das Relais 1l an und legt nun mit seinem Kontakt
v 2 über die Kontakte rv 2 und c i Spannung an das Relais J. Dieses hält
sich während des ganzen Meldeablaufes über seinen Kontakt i 5. Durch das Umlegen
des Kontaktes sa kommt auch das Relais A mit einer durch den Kurzschluß seiner einen
Wicklung bedingten Verzögerungszeit zum Abfallen, doch kann während dieser Schließung
der Schleife und während des dann folgenden Meldungsablaufes das Relais C nicht
zum Abfallen kommen, da die Relais B, H, C, die nur durch Kurzschluß ihrer
Wicklungen abgeworfen werden können, durch den geschlossenen Kontakt c4 eine Verzögerungskette
bilden, über die das Relais C bis zur Beendigung der Meldung gehalten bleibt. Der
Kontakt i 4 bringt nun das Relais RA zum Ansprechen, das seinen Kontakt ra betätigt
und das Relais N, das gleichzeitig zur Netzüberwachung dient, zum Abfallen bringt.
Der Kontakt n läßt das Relais R abfallen, und dieses schließt seine Kontakte
r i und r 2 unter gleichzeitiger Öffnung des Kontaktes r3. Dadurch
wird der Umformer M sowohl gleichstromseitig angeschaltet als auch wechselstromseitig
an die zweite Primärwicklung des Transformators T geschaltet, während durch r 3
die Netzspeisewicklung abgetrennt wird. Die Einregulierung des Umformers M auf seine
vorbestimmte Drehzahl übernimmt der Fliehkraftschalter F, über den ein Schütz S
zum Ansprechen gebracht werden kann, das mit dem Kontakt s Widerstände im Umformerkreis
zu- und abschalten kann. Da während der Meldungsabgabe das Relais H dauernd erregt
ist, werden alle Meldungen über den geschlossenen Kontakt h in der Morsesicherheitsschaltung
durchgegeben. Ist die Meldungsabgabe beendet, dann fällt nach einer durch die Relais
A, B und H bewirkten Verzögerungszeit das Relais C ab und öffnet durch
seinen Kontakt c i den Stromkreis für das Relais J. Dadurch wird das Relais RA stromlos,
und durch das Relais R über das Relais N wird die ursprüngliche Anschaltung der
Meldeschleifen an das Netz wiederhergestellt.