DE82130C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Nutzbarmachen der Sonnenwärme
für gewerbliche Zwecke, bei welcher eine Gruppe oder Zusammenstellung von Spiegeln
, die sich im Bogen eines Kreises und in einer waagrechten .oder nahezu waagrechten
Ebene bewegen lassen, benutzt wird, um die Sonnenstrahlen auf einen Wärmesammler zu
werfen, der in oder nahe dem Mittelpunkt des genannten Kreises aufgestellt ist.
Fig. .1 zeigt den Spiegelwagen in der Mitte
des von ihm zu durchlaufenden Bogens; in dieser Stellung mufs der Wagen nördlich oder
südlich vom Wärmesammler gelegen sein, je nachdem die Vorrichtung auf der nördlichen
oder auf der südlichen Halbkugel benutzt werden soll; die Schienen, die Langschwellen
und die Querschwellen sind im Schnitt gezeichnet.
Fig. 2 ist eine Oberansicht des Geleises, in der man das den Spiegelwagen bewegende
Seil, dessen Führungsrollen, den Spiegelwagen und den Wärmesammler sieht. Das Geleise
erscheint in der Mitte seiner Länge, d. h. des Drehungsbogens, am schmälsten, weil seine
äufsere radiale Neigung an dieser Stelle am gröfsten ist.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht des Triebwerkes, das dazu dientj die Drehbewegung des Spiegelwagens
um den Wärmesammler zu bewirken und zu regeln.
Fig. 4 giebt einen Theil ■ des Geleises, die Schienen, die Langschwellen und die Querschwellen
zeigend.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung, mittelst der die verticale Neigung der Spiegelgruppe
verändert werden kann.
Fig. '6 ist eine schaubildliche Ansicht des Spiegelhalters.
Fig. 7. zeigt die Oberansicht auf eine der. waagrechten Spiegelachsen mit einem Spiegelhalter,
der drehbar in einem an der Spiegel- ' achse befestigten Bolzen ruht.
Fig. 8 ist eine Vorderansicht des mehrere Spiegel enthaltenden Spiegelrahmens.
Fig. g ist ein Grundrifs des Geleises und des Triebwerkes, dieses Werk mit einer Winde in
Eingriff zeigend.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnungen versinnlicht
die Linie D-D1 den Gesichtskreis (Horizont). In der Verlängerung dieser Linie
D-D1 ist durch den Kreis A die Stellung der
Sonne beim Aufgang angegeben. Der Kreis B zeigt die Stellung der Sonne am Mittag. Ebenfalls
in der Verlängerung von D-D1 ist bei C der Wärmesammler . angedeutet. K ist eine
Querschwelle des Geleises im Schnitt; K3 sind Langschwellen im Schnitt; L ist die Grundplatte des Wagens und M der Spiegelrahmen,
beide in der - Mittagsstellung. N sind Eisenoder Stahlschienen. N3 ist ein Versteifungs-Querstab
im Schnitt. R und O sind die Wagenräder, die auf den oberen Flächen der
beiden Schienen kufen. P ist das Wagenrad, das sich auf der inneren Kante der inneren
Schiene bewegt und Q das Wagenrad, das auf der unteren Fläche der inneren Schiene rollt.
FG ist eine Linie, die den Winkel AZB
halbirt. Die Bettungslinie HI des Geleises ist parallel zur Halbirungslinie F G und der
Spiegelrahmen M steht senkrecht zu F G. Die Neigung der Querschwelle K zum Gesichtskreis
ist die Hälfte jener der Sonnenstrahlen.
In Fig. 2, die einen Grundrifs des Geleises giebt, stellt KK das Bett des Geleises dar.
NN sind die inneren und äufseren Schienen. C ist der Wärmesammler, A1 der Ort, wo die
Vorrichtung zum Bewegen und Regeln der Bewegung des Spiegelwagens steht, U die
Winde und 5 das Seil, u ν und α α sind
die Rollen, um-welche sich das Seil bewegt. L ist die Grundplatte des Wagens in der
Mittagsstellung.
In Fig. 3 stellen L1 M1 N1 O1 die Gewichte
und a1 b1 c1 d1 Trommeln dar, an denen die
Gewichte aufgehängt sind, e1 f1 g1 sind zweitheilig
Träger der Gewichte M1 N1 O1 und
Jt1I1Ic1 Schiebeklinken, an denen Schnüre befestigt
sind, die über die Rollen η1 ο '-ρ1 laufen.
Diese Schnüre sind an den Hebeln H1 PK1
festgemacht. E4" ist das Pendel, £)4 die Gabel,
AA der Anker, B* das Steigrad und fl die
Welle, an der der Anker und die Gabel befestigt sind.
In Fig. 4 sind K3 K3 die Langschwellen
oder Längsträger der Schienen, KK die Querschwellen, N N Schienen mit Armen, N3N3
Querstäbe, die an den inneren und den äufseren Schienen und mit diesen an den Querschwellen
und den Langschwellen der Schienen festgebolzt sind.
In Fig. 5 ist M die Seitenleiste des Spiegelrahmens,
L die Grundplatte des Spiegelwagens, ρ eine Kurbel, mittelst der das Zahnrad η bewegt
werden kann, das in das Zahnrad i eingreift, und m ein Kurbelarm, der an dem
Rade i sicher befestigt ist. Dieser Kurbelarm hebt oder senkt die Stange o. An dieser
Stange ο sind die Arme S2 S- drehbar angebracht, die mit den waagrechten Achsen der
verschiedenen Spiegelreihen starr verbunden sind. Mittelst der Kurbel ρ wird jedem Spiegel
täglich eine geringe Neigungsänderung gegeben, entsprechend der täglichen Aenderung, die in
der scheinbaren Höhe der Sonne eintritt, da die Sonne sich zwischen den Wendekreisen
hin- und herbewegt. Mittelst dieser Kurbel wird auch der Brennpunkt von einer der
Oeffnungen in der Feuerbüchse nach einer anderen verlegt.
In Fig. 6 sind Q1 Q.1 die Arme des Spiegelhalters;
t1 ist die Schraube, mittelst der der Spiegelhalter an seinem Bolzen befestigt ist;
R1 R1 sind Schraubenlöcher, durch die Druckschrauben
hindurchgehen; gegenüber diesen Schrauben gehen durch die Arme Gegendruckschrauben,
die in dieser Figur nicht dargestellt sind; die Druckschrauben und die Gegendruckschrauben
dienen dazu, den Spiegel genau einzustellen und so etwaige Mängel der Arbeit auszugleichen. Alle Klauen an den Enden
der Arme, mit Ausnahme der oberen, bilden mit den Armen ein Stück. Die obere Klaue
ist abnehmbar, sie wird abgenommen, damit der Spiegel eingesetzt werden kann, und nachher
an den Armen mittelst der Schrauben S1 S1
festgemacht.
In Fig. 7 stellt w1 den Bolzen dar, mittelst
dessen der Spiegelhalter an der waagrechten Achse c5 befestigt ist, v1 ist der Theil dieses
Bolzens, der durch die Achse geht und in eine Schraube ausläuft; auf diese wird eine Mutter
aufgeschraubt und dadurch der Bolzen starr mit der Achse verbunden. Q1 sind die Arme
des Spiegelhalters, /2/2 die Druckschrauben
und f3/3 die Gegenschrauben zum genauen
Einstellen des Spiegels, w1 ist das vordere
Ende des Bolzens und x1 das hintere Ende des Theiles des Spiegelhalters, der mit dem
Bolzen bei S4 drehbar verbunden ist.
In Fig. 8 ist M der Spiegelrahmen, e5 die
waagrechte Achse, die, um leicht und steif zu sein, hohl sein mag. gs sind die Reflectoren
oder Spiegel, von denen jeder zwischen vier Klauen gehalten wird; eine Anzahl der Spiegel
ist entfernt, um die Schraubenbolzen u1 zu zeigen.
In Fig. 9 stellen dar:- N das Geleise, K das
Bett des Geleises, 5 das Seil, aawv Rollen,
C den Wärmesammler, A die Oberseite des Rahmens des Triebwerkes, a1 b1 c1 d1 die Trommeln,
U die Winde, B9 das Getriebe, das das Triebwerk mit der Winde verbindet, und E1
das Pendel.
Zur Ausführung dieser Erfindung gehören ein gekrümmtes Geleise NN, dessen Schienen
auf ein passendes Bett KK gelegt sind, ein Wagen L, der den Spiegelrahmen M mit seinen
Spiegeln oder Reflectoren trägt und auf den genannten Schienen rollt', und ein Wärmesammler
C, der in Bezug auf das genannte Geleise so angeordnet ist, dafs er, wie gezeigt,
in oder nahe dem Mittelpunkt des Kreises steht, von dem das Geleise ein Bogen ist.
Nachdem die Lage des Wärmesammlers und der Abstand des Geleises von ihm bestimmt
ist, wird die Curve des Geleises auf einer waagrechten oder nahezu waagrechten Fläche
wie folgt abgesteckt. Es wird an dem Orte, wo die Vorrichtung aufgestellt werden soll,
zur Zeit der Sommersonnenwende festgestellt, an welchen Punkten des Gesichtskreises die
Sonne auf- und untergeht, dann die Länge des zwischen diesen beiden Punkten eingeschlossenen
Bogens des Gesichtskreises in Graden und Minuten bestimmt, und hierauf für das Geleise
ein Bogen von derselben Anzahl · von Graden und Minuten mit einem Radius gleich dem
Abstand des Geleises von dem Wärmesammler
abgesteckt, wobei die Mitte dieses Bogens auf der nördlichen Halbkugel ein nördlichster und
auf der südlichen Halbkugel ein südlichster Punkt sein mufs.
An den Endpunkten des Bogens wird das Geleise gleich hoch gemacht, d. h. so, dafs die
Enden der beiden gegenüberliegenden Schienen an diesen Punkten in derselben waagrechten
Ebene gelegen sind. Jede Aenderung in dem verticalen Winkel, den die Sonnenstrahlen mit
dem Gesichtskreis bilden, erfordert eine Aenderung in der Neigung der Reflectoren an dem
Horizont gleich der Hälfte der Winkeländerung in der Sonnenstellung, wie aus Fig. ι hervorgeht.
Folglich mufs in der Mitte des Drehungsbogens die äufsere Schiene des Geleises um
so viel niedriger als die innere Schiene gelegt werden, dafs eine an jenem Punkte quer über
die oberen Flächen der beiden Schienen gezogene radiale Linie mit dem Horizont einen
Winkel bildet, der gleich ist der Hälfte des verticalen Winkels, den die Sonnenstrahlen mit
dem Horizont am Mittag zur Sommersonnenwende in der geographischen Breite des Ortes
bilden, wo das Geleise verlegt wird.
Man verlegt die Schienen so, dafs der Winkel, den die die obere Fläche der Schienen
kreuzende radiale Linie mit dem Horizont bildet, vom Anfangspunkt des Bewegungsbogens,
wo die genannte radiale Linie waagrecht und der Winkel Null ist, allmälig und regelmäfsig wa'chst bis zur Mitte des Bogens,
wo der Winkel am gröfsten und gleich der Hälfte des Winkels ist, den die Sonnenstrahlen
am Mittag zur Sommersonnenwende mit dem Horizont bilden. In gleicher Weise läfst man diesen Winkel von der Mitte bis
zum Ende des Bewegungsbogens gleichmäfsig abnehmen.
Die Schienen des Geleises NN werden auf
Langschwellen K3 befestigt und durch Querstäbe NB mit einander verbunden. Auf das
Geleise wird ein Wagen L gesetzt, dessen Räder jR O auf dem Geleise erhalten werden
können, entweder durch ein Rad P, das gegen die innere Kante der inneren Schiene N rollt,
und ein Rad Q, das an der Unterseite dieser Schiene anliegt, oder durch irgend welche
anderen passenden Mittel oder auf andere Art. Die Räder P Q werden von einer rechtwinkligen
Verlängerung des einen Endes der die Räder O R tragenden Achse c getragen.
Der Reflectorrahmen M wird auf dem Wagen L so angeordnet, dafs beim Anfangspunkt
des Drehungsbogens die Sonnenstrahlen mit der Ebene des Reflectorrahmens einen vorher
bestimmten verticalen Winkel bilden, wenn der mittlere (centrale) Reflector das Sonnenbild auf
den Wärmesammler reflectirt. Werden mehrere Reflectorrahmen benutzt, so werden sie so
vertheilt, dafs die Sonnenstrahlen diesen vorgeschriebenen verticalen Winkel mit der Ebene
des mittleren Rahmens bilden, wenn die Strahlen durch den centralen Reflector des
mittleren Rahmens auf den Wärmesammler zurückgeworfen werden.
Wenn die Bewegung des Wagens auf seinem Geleise der scheinbaren täglichen Bewegung
der Sonne um die Erde entspricht, so fallen die Sonnenstrahlen von Sonnenaufgang bis
Sonnenuntergang auf den centralen Reflector in solcher Richtung, dafs ihr Einfallswinkel auf
den centralen Reflector und ihr Zurückwerfungswinkel auf den Wärmesammler beständig gleich
bleiben.
So lange die Bewegung des Wagens, entsprechend jener der Sonne, dauert, sind alle
die einzelnen Reflectoren so eingestellt, dafs sie Bilder der Sonne auf den Wärmesammler
reflectiren. Ausgenommen den Fall, dafs die Vorrichtung zufällig in Unordnung kommt, hat
man niemals eine andere Einstellung der Theile nöthig, als nur die geringen Aenderungen in
der verticalen Neigung der Spiegel zu machen, die erforderlich sind, um den Aenderungen in
der scheinbaren Höhe der Sonne zu begegnen, die von dem Hin- und Hergang der Sonne
zwischen den Wendekreisen herrühren. Die Vorrichtung zum Bewerkstelligen dieser geringen
Aenderungen wird weiter hinten beschrieben.
Die Verhältnisse zwischen den Aenderungen in der Höhe der Sonne und den Aenderungen
in der verticalen Neigung der Spiegel sind in Fig. ι schematisch veranschaulicht. F G ist
eine den Winkel AZB halbirende Linie; HL ist parallel zu F G und der Spiegelrahmen
M ist senkrecht zu F G. Die Neigung des Querstabes iV3 zum Horizont ist halb so
grofs, wie diejenige der Sonnenstrahlen zum Horizont.
Der Wagen mag durch irgend einen passenden Motor mit der Hand, durch ein Rädergetriebe
oder selbstthätig durch Dampf, Wasser, elektrische oder andere Kraft bewegt und seine
Bewegung mag durch ein Uhrwerk oder mit der Hand geregelt werden. Er kann z. B. mittelst
des nachstehend Beschriebenen Werkes bewegt werden.
In einem passenden Gestell oder Träger ist eine Reihe von Trommeln Ct1O1C1Cl1 angeordnet,
deren gemeinsame Welle in Lagern des Gestelles ruht und ein Steigrad J34 trägt.
In dieses Steigrad greift ein Anker A* ein, an
•dessen Welle /4 eine Gabel Z)4 befestigt ist,
durch deren unteres Ende ein von dem Gestell A1 herabhängendes Pendel Ei hindurchgeht.
Die Welle der Trommeln ist mit einer Winde U verbunden, die das Seil S treibt und
den Wagen L und die auf dem Bett des Ge-
leises angebrachten gekehlten Führungsrollen ν n>
α α bewegt.
Um die Trommeln sind Schnüre gewunden, an denen die Gewichte L1M1N1O1 hängen.
Von diesen Gewichten werden die drei letzten zeitweilig von Brettern e1f1gl gestützt, die
mit dem einen Ende an Ständern des Gestelles A1 drehbar befestigt sind, mit den
gegenüberliegenden Enden aber auf Schiebern h1 il k1 ruhen. Die Schieber sind in
Oeffnungen der genannten Ständer angeordnet und durch Schnüre mit Hebeln H1I1K1 verbunden,
die parallel zur Grundfläche der Gewichte gerichtet und an Ständern des Gestelles
drehbar befestigt sind.
Die Gewichte bewegen daher, wenn sie auf einander folgend bis zu ihren tiefsten Punkten
sinken, nach einander die Hebel H1 P K1 und diese ziehen dann die Schieber h1 i1 kl unter
den freien Enden der Bretter e1/1 g1 zurück.
Auf diese Weise wird die die Trommeln 0.1O1C1Cl1
tragende Welle durch jedes der auf einander folgenden Gewichte in Drehbewegung erhalten;
der Zweck dieser Einrichtung ist klar.
Um alle Reflectoren in jedem Rahmen zugleich heben oder senken zu können, sind an
den die Reflectoren tragenden Achsen Kurbelarme S2 S'2 befestigt, die die Achsen mit
Stangen 0 0 verbinden, und ferner ist auf einer der genannten Achsen ein Zahnrad i festgekeilt,
das in einen Trieb η eingreift, der an dem Spiegelrahmen passend gelagert ist und mittelst
der Kurbel ρ gedreht werden kann. Mit Hülfe dieser Vorrichtung lassen sich alle
Spiegel so einstellen, dafs sie am Morgen Bilder der Sonne auf den Wä'rmesammler
reflecliren; die Spiegel thun dies dann auch während des Tages.
Um nach dem Aufbau der Vorrichtung mit der Arbeit zu beginnen oder die Arbeit nach
einer zeitweiligen Unterbrechung wieder aufzunehmen, ist es nöthig (nach der Sommersonnenwende),
die Stangen ο ο durch Drehen der Kurbel ρ so weit herabzuziehen, bis alle
Spiegel Sonnenbilder auf den Wä'rmesammler reflectiren.
Q1 ist ein (vorzugsweise vierarmiger) Spiegelhalter, der mittelst einer Schraube i1 an einem
kurzen Zapfen n> befestigt ist, der bei w1 abgesetzt,
an seinem freien Ende bei x1 abgerundet und in das gegabelte Ende des Schraubenbolzens
u1 eingepafst und darin drehbar befestigt ist. Dieser Bolzen u1 ist ebenfalls bei v1
abgesetzt und wird durch eine Mutter an einer waagrechten Achse, die von dem Spiegelrahmen
getragen wird, festgehalten. Der kurze Zapfen w ist um den Stift Si drehbar. Der Stift S4 ist
die verticale oder nahezu verticale Achse des Reflectors; jeder Reflector hat seine eigene besondere
verticale oder nahezu verticale Achse. An jeder der waagrechten Achsen ist eine Reihe von Reflectoren durch Schraubenbolzen
u1 befestigt. Die waagrechten Achsen mögen, wenn sie eine beträchtliche Länge
haben, hohle Röhren aus Eisen, Aluminium oder einem anderen Metall sein und in Abständen
durch Querträger unterstützt werden, die sich von der oberen bis zur unteren Leiste
des Spiegelrahmens erstrecken.
Drei der Arme des Spiegelhalters Q.1 sind
an ihren äufseren Enden nach innen umgebogen, um Klauen zu bilden; der vierte Arm
ist an seinem äufseren Ende mit einer abnehmbaren gebogenen Platte versehen, die mit dem
Arm ebenfalls eine Klaue bildet, welche mit den anderen Klauen den Spiegel aufnimmt,
In diesen Klauen wird der Spiegel durch Druckschrauben f'2 festgehalten. Hülfsschrauben
y3, die den Schrauben f2 entgegenwirken,
werden angewendet, um die Lage des Spiegels in seinem Halter zu berichtigen. Die
abnehmbar gebogene Platte (Klaue), die mit dem sie tragenden Arm des Halters Q.1 durch
Schrauben S1S1 verbunden ist, erlaubt das
Einsetzen des Spiegels in die Klauen.
Es sei angenommen, dafs die äufseren Schienen des Geleises Bogen eines Kreises
seien, die, an ihren äufseren Kanten gemessen, z. B. 1,8 m (6 Fufs englisch) lang seien, und
dafs die inneren Schienen Bogen eines concentrischen Kreises seien, deren Enden von
denselben Radien begrenzt werden, die die Enden der äufseren Schienen begrenzen. Dann
würde ein Modell zum Giefsen aller der äufseren Schienen genügen, die zwischen dem
Anfangspunkt des Bewegungsbogens und der Mitte dieses Bogens erforderlich sind. Ebenfalls
würde ein Modell zum Giefsen aller der inneren Schienen genügen, die zwischen dem
Anfangspunkt und der Mitte des Bewegungsbogens erforderlich sind. In gleicher Weise
würde ein Modell für alle jene äufseren Schienen und ein Modell für alle jene inneren
Schienen genügen, die zwischen der Mitte und dem Ende des Bewegungsbogens erforderlich
sind.
Diese Modelle können von Metall gemacht werden, und zwar möglichst annähernd der
absoluten mechanischen Genauigkeit, und wenn sie so gemacht und die Querschwellen richtig
geneigt und gebettet sind, so wird beim Verlegen des Geleises genügende Genauigkeit der
Arbeit leicht erreicht.
Es sei angenommen, dafs die Vorrichtung in einem Parallelkreise (Breitengrade) aufgestellt
werden solle, wo die Sonnenstrahlen zur Sommersonnenwende mit dem Horizont am Mittag einen Winkel A0 bilden, und dafs der
Bogen des Horizontes, der zwischen den beiden Punkten, wo die Sonne zur Sommersonnenwende
auf- und untergeht, eingeschlossen ist, zwei Drittel des Gesichtskreises sei. Die Nei-
gung des Geleises in der Mitte des Drehungsbogens mufs dann Y2 A0 sein. Und wenn
der Radius ζ. B. 15 m (50 Fufs englisch) ist,
so ist der ganze Umfang des Kreises 94,248 m (314,16 Fufs) und die Länge einer Hälfte des
Drehungsbogens ein Drittel von 94,248 (314,16), d. h. 31,4 m (104,72 Fufs). Die Zunahme der
Neigung für jede 0,30 m (jeden Fufs) des Bogens ist daher Y2 A0, dividirt durch 31,4
(104,72) und für 1,83 m (6 Fufs) Y2 A0, dividirt
durch 17,45. Es folgt, dafs jede 1,83 m (6 Fufs)
lange Schiene an ihrem der Mitte des Bewegüngsbogens zunächst gelegenen Ende eine
äufsere radiale Neigung zum Horizont haben mufs, die um die genannte Zunahme gröfser als
die Neigung an dem von der Mitte des Bewegiingsbogens
am entferntesten gelegenen Ende ist.
Die Mittel zum Bewegen des Wagens, diejenigen zur einzelnen oder gemeinschaftlichen
Einstellung der Reflectoren und die Bauart des Wärmesammlers können sehr verschiedene
sein.'
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:
Eine Vorrichtung zum Nutzbarmachen der Sonnenwärme für gewerbliche Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dafs ein mit Reflectoren ausgerüsteter Wagen um einen Wärmesammler herum auf einem im Kreise gebogenen Geleise bewegt wird, dessen Schienen eine äufsere radiale Neigung haben, die vom Anfangspunkt bis zur Mitte des Bewegungsbogens allmälig zunimmt, und von der Mitte bis zum Ende dieses Bogens allmälig abnimmt, derart, dafs die verticale Neigung der Ebene der Reflectoren zu den Sonnenstrahlen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang entsprechend geändert wird, um das Zurückwerfen der Strahlen auf den Wärmesammler beständig zu sichern. - 2. Eine Vorrichtung der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welcher der Wagen L einen Rahmen M trägt, der mit Reflectoren g5 versehen ist, von denen jeder mit der zugehörigen waagrechten Welle c5 um einen annähernd senkrechten, zur Welle rechtwinkligen Stift S4 drehbar verbunden ist, um die Reflectoren so einstellen zu können, dafs jeder von ihnen die auf ihn fallenden Sonnenstrahlen auf den Wärmesammler zurückwirft.
- 3. Eine Vorrichtung der unter 1. bezeichneten Art, bei welcher die Bewegung des Reflectprwagens mittelst eines endlosen Seiles S erfolgt, das zwischen den Schienen des Geleises um Leitrollen α läuft und mit der Hand, durch ein Uhrwerk oder eine andere Kraftquelle so in Bewegung versetzt wird, dafs die Bewegung des Wagens auf seinem Geleise der scheinbaren täglichen Bewegung der Sonne um die Erde entspricht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE82130C true DE82130C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=354554
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT82130D Expired DE82130C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE82130C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2532727A1 (fr) * | 1982-09-02 | 1984-03-09 | Gallois Montbrun Roger | Capteur solaire a panneau orientable |
-
0
- DE DENDAT82130D patent/DE82130C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2532727A1 (fr) * | 1982-09-02 | 1984-03-09 | Gallois Montbrun Roger | Capteur solaire a panneau orientable |
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