DE82158C - - Google Patents

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DE82158C
DE82158C DE189582158D DE82158DD DE82158C DE 82158 C DE82158 C DE 82158C DE 189582158 D DE189582158 D DE 189582158D DE 82158D D DE82158D D DE 82158DD DE 82158 C DE82158 C DE 82158C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B3/00Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B3/02Rulers with scales or marks for direct reading
    • G01B3/04Rulers with scales or marks for direct reading rigid
    • G01B3/06Rulers with scales or marks for direct reading rigid folding

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Drawing Aids And Blackboards (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Januar 1895 ab.
Zweck der Erfindung ist die Einrichtung eines zusammenlegbaren Mafsstabes oder Lineals in der Weise, dafs es ausgebreitet an keiner Seite oder Kante vortretende Gelenktheile zeigt. Für die Verwendung des Lineals als Mafsstab wird zur Vermeidung von Irrthümern beim Messen ungerader Einheiten, z. B. englischer Fufse und Zolle, die Eintheilung derart gewählt, dafs sie 1 bis 12 Zoll angiebt und alsdann wiederum mit 1 beginnt, so dafs die Gelenkmitte als Nullpunkt gilt.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt durch das Lineal,
Fig. 2 eine Seitenansicht mit der Mafseintheilung,
Fig. 3 die Darstellung eines Mittelgelenkes,
Fig. 4 die Kantenansicht des Lineals mit der Ausbauchung des Kopfgelenkes und dem Endtheil eines Mittelgelenkes. ■
Fig. 5 zeigt perspectivische Darstellungen der Theile eines Kopfgelenkes und
Fig. 6 die eines Mittelgelenkes.
Die Theile ABCD bilden das sogen. Kopfgelenk; die Theile B C drehen sich dabei um verschiedene Zapfen und sind mit concaven Aussparungen versehen, die mit den Gelenkzapfen concentrisch sind und von der Ausbauchung bis nahe an die Rückseite der Linealschenkel reichen. Diese Schenkelglieder -B und C werden durch das Glied A zusammengehalten, das zu diesem Zwecke entsprechend convexe Krümmungen an den Enden hat, welche mit den convexen Aussparungen in den Theilen B und C übereinstimmen. Die concaven und convexen Krümmungen haben dabei die Drehzapfen von B und C zu Krümmungsmittelpunkten und laufen oben oder an der Ausbauchung des Gliedes A in der Mitte zwischen den Drehzapfen zusammen, so dafs dadurch bei zusammengelegtem Lineal oder Mafsstab die Schenkel dicht an einander gebracht werden, während die concaven Aussparungen in B und C über die Kanten des oberen Theiles des Gliedes A gleiten und sich in der Mitte treffen. Das Stück D pafst in den Boden oder Hintertheil des Gliedes A und bildet einen Anschlag für die ausgebreiteten Schenkel.
Die Theile B und C sind aufserdem mit convexen Federlippen versehen, welche in den concaven Seitentheilen des Stückes D gleiten und die sonst offene Oeffhung bei zusammengelegtem Lineal gegen Eindringen von Staub u. s. w. abschliefsen und gleichzeitig ein Gelenk bilden, das stets steif bleibt, selbst wenn das Lineal bereits längere Zeit in Gebrauch ist. Das Gelenk wird zweckmäfsig mit Seitenplatten E ausgestattet, die in die Seitenflächen der Schenkel eingelassen sind. Diese Platten erhalten an den Enden concave Ausschnitte, welche mit den concaven Aussparungen in B und C übereinstimmen und welche auf die convexen Ansätze des Mittelstückes A passen, so dafs in dieser Weise ein geschlossenes festes und keine Vorsprünge zeigendes Gelenk bei aus einander geschlagenem Lineal (Fig. 2 und 4) hergestellt wird.
Die Theile F, G und H bilden ein sogen. Mittelgelenk. Dieses besteht aus den paarweisen Theilen HH, die derart ausgebildet sind, dafs sie sich um verschiedene Drehzapfen drehen und in den Schuhtheil G hineinpassen,
in welchen auch das Kernstück F pafst. Die beiden Glieder F G erhalten convexe Krümmungen an ihren gegenüberliegenden Seiten, die mit den Drehzapfen von H concentrisch sind und concayen Ausschnitten der anstofsenden Glieder des Lineals und dem Beschläge an den Schenkelkanten entsprechen. Ein Anschlag ist unten an den Theilen F und G vorgesehen, um zu verhindern, dafs ein Auseinanderschlagen des Lineals über die geradlinig gestreckte Stellung hinaus möglich ist. Dieser Anschlag ist ausreichend breit in F und G hergestellt, so dafs die unteren Krümmungen in HH beim Zusammenlegen die Begrenzungen der Aussparungen, in die sie hineinpassen, nicht verlassen und auf diese Weise ein vollkommen staubdichtes, geschlossenes Gelenk bilden. Die Seitentheile des Gliedes G werden (vor dem Zusammenpassen) über die Lage hinaus eingebogen, welche sie einzunehmen haben, wenn sie zusammengesetzt werden, und die so geschaffene Federkraft der Theile ist Veranlassung, dafs auch nach längerem Gebrauch des Lineals dieses Gelenk stets dicht und steif bleibt.
Die Kopf- und Mittelgelenke können gegen einander ausgetauscht werden.
Bei dieser Einrichtung der Gelenke gestattet jeder Gelenkstift nur eine Vierteldrehung, worauf eine Feststellung stattfindet. Man kann demnach durch Drehung eines Schenkels um seinen Zapfen einen rechten Winkel gegen den anderen Schenkel mit zum Scheitel scharf zusammenlaufenden Kanten herstellen und das Lineal danach als Zeichenwinkel benutzen.
Es ist auch zu bemerken, dafs die Gleitcurven der einschliefsenden Hülsentheile A und G jedes Gelenks bei Vervollständigung zu vollen Kreisen sich schneiden bezw. über einander greifen würden. Die über einander greifenden Bogen der Theile HH in den kleineren Gelenken sind beseitigt und die Anschläge unten und hinten von diesen Gelenken verlängert, so dafs die durch die Beseitigung der Bogen gebildeten Sehnen die Enden der Anschläge bei zusammengelegtem Lineal nicht ganz erreichen und dadurch die Gelenke geschlossen und gegen das Eindringen von Staub gesichert werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein zusammenlegbares Lineal oder Mafsstab, bei welchem zur Vermeidung vortretender Gelenktheile an den Kopfgelenken die um verschiedene Gelenkstifte nur um 90 ° drehbaren Schenkeltheile Beschlagstücke (B und C) erhalten, die mit zu den Gelenkstiften concentrischen concaven Ausschnitten versehen sind und sich in einem entsprechend convex begrenzten Hülsenstück (A) bewegen, dem die Beschlagschienen (E) angepafst sind, während die Abdichtung und Versteifung des Gelenks gegen ein gleichzeitig als Anschlag dienendes Einsatzstück (D) mit bogenförmigen Seitentheilen durch Federstege der Beschlagtheile (B C) bewirkt wird.
2. Bei dem unter 1. genannten zusammenlegbaren Lineal die Herstellung der Mittelgelenke aus auf verschiedenen Gelenkstiften drehbaren, bogenförmig begrenzten Schienenpaaren (H H), die mit einem Schuhtheil (G) verbunden sind, der mit bogenförmigen Lappen versehen und zur Aufnahme eines Stückes (F) eingerichtet ist, welches gemeinsam mit dem Schuhtheil den Anschlag für die ausgebreiteten Linealschenkel bildet und das Gelenk abdichtet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE189582158D 1895-01-09 1895-01-09 Expired DE82158C (de)

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