DE82242C - - Google Patents

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DE82242C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01CROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
    • F01C1/00Rotary-piston machines or engines
    • F01C1/02Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents
    • F01C1/063Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents with coaxially-mounted members having continuously-changing circumferential spacing between them

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.\%
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1894 ab.
Die zu erläuternde rotirende Kraftmaschine gehört zu der durch die Patentschrift Nr. 27432 bekannnt gewordenen Gattung, bei welcher der Kolben innerhalb Λ eines ringsectorförmigen, um die Ringachse rotirenden Cylinders Schwingungen um diese Achse ausführt, wobei zweckmäfsig mehrere Cylinder, welche in derselben Ebene um eine gemeinsame Ringachse angeordnet sind, zu einer mehrfachen Maschine verbunden werden.
Zunächst sei der Bewegungsmechanismus, mittelst dessen die Schwingungen des Kolbens in die stetige Drehung des Cylinders umgesetzt werden, an der Hand der Fig. i bis 5 erläutert. In einer ringförmigen Kapsel (Fig. 1 und 2) sind eine Anzahl radial gerichteter, fester Scheidewände 4-5 und zwischen ihnen dieselbe Anzahl ebenfalls radial gerichteter, unter einander starr verbundener und um die gemeinsame Achse drehbarer Scheidewände 6-7 angeordnet. Verbindet man einen Punkt 10 (Fig. 3) mit der Gruppe fester Scheidewände 6-7 und setzt die letztere in eine schwingende Bewegung um ihre Achse, so kann man von dem Punkte 10 aus mit Hülfe der Flügelstange 10-11 die Kurbel 11-12 in Drehung versetzen. Die schwingende Bewegung der Scheidewände 6-j kann man nun ererzeugen, indem man abwechselnd die motorische Flüssigkeit vor und hinter dieselben, d. h. in den Zwischenraum zwischen ihnen und den vorhergehenden bezw. nachfolgenden festen Wänden 4-5 treten läfst.
Um zu der rotirenden Maschine zu gelangen, bedarf es der Verbindung des beschriebenen Mechanismus mit dem in Fig. 4 dargestellten. Dort sind zwei gleich grofse Kreise aus den Mittelpunkten 2, 3 und 8, 9 geschlagen, und eine radiale Verbindung 12-13 ist zwischen den beiden Umfangen hergestellt. Läfst man einen der beiden Kreise rotiren, so nimmt der zweite ebenfalls eine Drehung in demselben Sinne und mit derselben Geschwindigkeit an, wobei die Verbindungslinie 12-13 sich selbst parallel bleibt. Die Linie 12-13 führt während jeder Umdrehung der beiden Kreise relativ zu dem einen oder anderen ebenfalls eine Umdrehung, nämlich um den auf diesem Kreise gelegenen Endpunkt aus. Betrachtet man nun die Linie 12-13 a^s eine Kurbel und verbindet mit derselben, wie in Fig. 5 angegeben, starr die Kurbel 12-11, welche wiederum durch die Flügelstange 11-1 ο mit dem innerhalb des Kreises 2, 3 concentrisch schwingenden Punkte 10 in Verbindung steht, so wird durch das Hin- und Herschwingen des Punktes 10, wie bereits mit Bezug auf Fig. 3 erläutert, eine Rotation der Kurbel 11-12 um den Punkt 12 hervorgebracht, zugleich aber auch eine Rotation der Kurbel 12-13 um denselben Punkt. Da aber die Kurbel 12-13 die Umfange der beiden Kreise 2, 3 und 8, 9 verbindet, so bedingt jede Umdrehung derselben auch eine Umdrehung dieser beiden Kreise um ihre Mittelpunkte. An der Bewegungsweise des Mechanismus wird nichts geändert, wenn man unter entsprechender Verschiebung der Mittellage des Punktes 10 auf dem Kreise 2, 3 die Kurbel 11-12 mit der Kurbel 12-13 zusammenfallen läfst. Der so vereinfachte
Mechanismus liegt dem in den Fig. 7 bis 11 gezeichneten Ausführungsbeispiel zu Grunde.
Wie der in Fig. 7 dargestellte Längsschnitt durch die rotirende Maschine und der in Fig. 8 dargestellte Querschnitt durch die Kapsel V erkennen lassen, ist die rotirende Kapsel aus zwei Theilen zusammengesetzt und mittelst des einen auf der in den Ständern A und C gelagerten Achse befestigt. Die beweglichen Scheidewände der Kolben /gh k sitzen mittelst der Arme T und T1 auf einer gemeinsamen Muffe D, welche die Achse der Maschine umgiebt und, unter Anwendung einer Stopfbüchse durch die Kapsel tretend, in dem Ständer B gelagert ist.
Diese Muffe trägt eine Kurbel H, deren Zapfen dem Punkt 10 in Fig. 3 und 5 entspricht und durch die Flügelstange / mit dem einen Zapfen der Doppelkurbel M verbunden ist. Diese ist zusammen mit zwei einfachen Kurbeln Mi und M2 in Winkelabständen von 120° auf einer fest auf der Maschinenachse sitzenden Scheibe P gelagert. Die Zapfen der Kurbeln MM1 M11 entsprechen den Punkten 11 und 13 in Fig. 5. Die eine Gruppe derselben ist daher ferner in einem dem Kreise 8, 9 entsprechenden Ringe Q. gelagert, der seinerseits lose auf einem excentrisch zur Welle an dem Lagerständer A befestigten Zapfen O sitzt.
Die Welle der Maschine ist hohl und wird zur Zuleitung des Kesseldampfes und Fortführung des Abdampfes benutzt. Der Dampfzutritt erfolgt von der Leitung S her durch die Bohrung R im Ständer C, an welcher Stelle die Welle mit (nicht gezeichneten) Durchbrechungen versehen ist. Andere Durchbrechungen der Wand der Welle münden in die innerhalb der Kapsel V angeordneten Dampf kanäle. Der Hohlraum der Welle erhält zur Scheidung des Kesseldampfes vom Abdampf entweder eine Querwand zwischen den zu den betreffenden Dampfkanälen gehörenden Durchbrechungen oder wird durch eine Längswand in zwei Kammern getheilt, von denen die eine mit den Eintritts-, die andere mit den Austrittskanälen communicirt.
Zur Steuerung dienen zwei Muschelschieber G und G1, welche durch Excenterbügel mit fest mit dem Ständer C verbundenen, excentrisch zur Hauptwelle angeordneten und lose auf ihr sitzenden Excenterscheiben in Verbindung stehen. Eine Umsteuerung kann durch Drehung dieser Scheiben um die Maschinenwelle hervorgebracht werden. An Stelle der Muschelschieber lassen sich auch beliebige andere Steuerungsorgane verwenden.
Die Cylinder abcd sind einfach wirkend und je ein Schieber bedient die Räume a und d zu beiden Seiten der festen Scheidewand F . bezw. b und c vor und hinter der Scheidewand F'.
Ein zweiter dem ersten verwandter Mechanismus zur Erzeugung der Rotation der Kapsel aus den Kolbenschwingungen ist schematisch in Fig. 6 und in einer praktischen Ausführungsform in den Fig. 12 bis 14 dargestellt. Hier trägt die Achse der Kurbel 11-12 ein Zahnrad 13, welches mit einem zweiten unbeweglich und concentrisch zu dem Kreise 2, 3 angeordneten Zahnrade 14 in Eingriff steht. Die Achse 12 des Zahnrades 13 ist um die Achse des Kreises 2, 3 drehbar, mit dem sie aufserdem durch die auf ihr befestigte Kur
bel 12-15 und die Flügelstange 15-16 in Verbindung steht. Die Schwingung des Punktes ι ο um die Achse des Kreises 2, 3 kann eine Drehung des Zahnrades 1 3 im Sinne des eingezeichneten Pfeiles und durch den zweiten Kurbelmechanismus eine Drehung des Kreises 2, 3 hervorbringen.
Bei dem praktischen Beispiel nach Fig. 12 bis 14 sind zwei Umlaufräder, für jeden Kurbelmechanismus eins, angeordnet und in dem um die Hauptwelle drehbaren Gehäuse 5 R gelagert. Das centrale Rad F- ist an dem Ständer A befestigt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine rotirende Kraftmaschine mit in ringausschnittförmigem, um die Ringachse kreisenden Cylinder und darin schwingendem Kolben, gekennzeichnet durch die Verbindung einer auf der Maschinenwelle befestigten Scheibe (P) durch auf ihr gelagerte Kurbeln (M) einerseits unmittelbar mit einer excentrisch gelagerten Scheibe (Q), andererseits mittelst Flügelstange (J) mit einer starr mit dem Kolben verbundenen Kurbel (H) behufs Umsetzung der schwingenden Bewegung des Kolbens in die rotirende des Cylinders (Fig. 1 bis 5, 7 bis 11).
  2. 2. Eine Ausführungsform der im ersten Anspruch gekennzeichneten Maschine, bei welcher die excentrische Scheibe (P) durch eili Umlaufsgetriebe ersetzt ist, dessen Centralrad (F) am Ständer befestigt ist, während die beiden Umlaufräder durch fest auf ihren Achsen sitzende Kurbeln (MM1) und durch Flügelstangen (J K) mit der Scheibe (P) bezw. der Kurbel (H) verbunden sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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