DE822432C - Hohlkoerper aus erhaertetem Ton - Google Patents
Hohlkoerper aus erhaertetem TonInfo
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Description
- Hohlkörper aus erhärtetem Ton Gegenstand der Erfindung ist ein Hohlkörper aus erhärtetem Ton. welcher aus allseitig einen Hohlrauin umschließenden Wänden und mit diesen einen einheitlichen Gußkörper bildenden, doppelkelchförmigen Versteifungsstützen gegen Drücke von außen besteht. Der neuartige Hohlkörper findet besonders auf dem Gebiete der Wärmeisolierung vielfache Anwendung. Beispielsweise können doppelwandige Thermostöpfe aus Ton mit großem Fassungsraum, Thermosplatten und isolierende Wände aus solchen Hohlkörpern hergestellt werden.
- Was den gegenwärtigen Stand der Technik auf diesem Gebiete betrifft, so werden Hohlkörper aus erhärtetem Ton wohl schon lange als Hohlziegel im Bauwesen verwendet; auch als Gefäße sind Hohlkörper aus Ton schon seit Jahrtausenden bekannt. Von a11 den vielen heute bekannten Hohlkörpern aus erhärtetem Ton ist jedoch nicht einer, der bei gleicher asse und gleichem Volumen ebenso widerstands-2 fähig gegen Druck von außen ist, wie der im nachfolgenden beschriebene Hohlkörper.
- Der neue Hohlkörper besteht aus einer doppelwandigen ebenen oder gekrümmten Schale und mehreren, die Wände dieser Schale gegenseitig versteifenden, doppelkelchförmigen Stützen mit vollem oder mit hohlem Schaft, wobei Schale und Stützen ein einheitliches Ganzes bilden. Besonders charakteristisch ist die Doppelkelchform der Stützen.
- Die Herstellung der doppelkelchförmigen Stützen, die sich im Gußverfahren zu einem einheitlichen Gußkörper mit den Wänden verbinden (Fig. i), wird ermöglicht durch die Verwendung von zerlegbaren Matrizen a mit der Trennfuge d aus Gips, oder einem anderen geeigneten, hygroskopischen Material, und zwar von Matrizen, die an den Stellen, an denen die Stützen zu liegen kommen, beiderseits Erhöhungen b zeigen, deren oberste Stellen sich nur nahezu berühren (Fig.6) oder aber eine gemeinsame Berührungsfläche aufweisen (Fig.2). Welche Bewandtnis es mit diesen Erhöhungen der Matrizenoberfläche hat, wird am besten ersichtlich aus der Entstehungsweise des Hohlkörpers bei seiner Herstellung: Dem in den durch die Matrizen a gebildeten Hohlraum eingebrachten flüssigen Ton e (Fig. 2 und 6). wird zufolge der hygroskopischen Eigenschaft des Matrizenmaterials a die Feuchtigkeit entzogen, so daß das Gußmaterial e an den Matrizenwänden nach einiger Zeit fest wird (Fig. 3 und 7). Gleichzeitig, mit den Hohlkörperwänden an den Kelchrändern zu einer einheitlichen Gußmasse verschmelzend, bilden sich an den sich gegenüberliegenden Erhöhungen der Matrizen die Stützen in der so charakteristischen Form eines Doppelkelches aus, und zwar eines solchen mit vollem Schaft, wenn die erwähnten Dlatrizenerhöhungen an ihren obersten Stellen sich nur nahezu berühren (Fig. 6 bis 8), und eines solchen mit hohlem Schaft, wenn ihre höchsten Stellen sich in einer gemeinsamen Stelle berühren (Fig. I bis 5). Nachdem die feste Schicht die für die Stärke der Wände und der Stützen geeignete Dicke erreicht hat, wird das noch flüssige Material durch eine ausgesparte Öffnung c (Fig. i), die hernach geschlossen wird, ausgegossen. Die eigentliche Erhärtung geschieht durch Brand oder evtl. auf anderem Wege.
- Berühren sich die gegenüberliegenden obersten Erhebungen b der Matrizenwände a in einer Fläche, so bilden sich durchlöcherte Hohlkörper aus. Dies ist dann von großem Vorteil, wenn es sich um Hohlkörper handelt, die durch Nagelung oder Verschraubung an Wänden befestigt werden sollen, was dann am besten mit eingelegten Dübeln g geschieht (Fig. 5), oder wenn es sich um den Durchlaß von Leitungsdrähten handelt, oder aber wenn Bilder oder andere Gegenstände an Mauern befestigt werden sollen, die mit isolierenden Wänden aus Hohlkörpern der beschriebenen Art verleidet sind.
- Daß die entstehenden muldenförmigen Vertiefungen der Oberfläche den Hohlkörper auch dekorativ zu beleben vermögen, sei hier nur nebenbei erwähnt, denn ob es sich bei diesen Hohlkörpern um solche mit vollem oder durchbrochenem Stützenschaft handelt, die an der Oberfläche entstehenden muldenförmigen Vertiefungen verdanken in beiden Fällen ihre Entstehung der der Doppelkelchform der Stützen zugewiesenen Funktion, den Hohlkörper vor dem Zerdrücktwerden durch äußere Kräfte zu schützen. Besonders wertvoll erweist sich die Doppelkelchform der Stiftzen (1a, wo aerostatische oder hydrostatische Druckbeanspruchungen in Frage kommen, weil es durch diese Art von Stützen möglich ist. I-Iohlkörper aus erhärtetem Ton mit allseitig einen Hohlrahm einhüllenden Wänden in den verschiedensten Formen und Ausmaßen zu schaffen, die keine Gefahr laufen, eingedrückt zu werden, wenn sie tnit Vakuum versehen werden.
- Fig. 9 stellt eine Thermosplatte nach dem Konstruktionsprinzip der Erfindung dar, und zwar im Schnitt E-F der Fig. io und i i, die ihrerseits Schnittdarstellungen der Fig. 9 nach den Schnittlinien C-D und A-B zeigen. Der IIolilkörper ist innen mit Silberspiegel und Vakuum versehen.
- Fig. 12 zeigt den vorgeschlagenen Hohlkörper in der Form eines kugelförmigen K<irpers in Ansicht von vorn und von oben. Derartige Kugeln können als Thermoskugeltöpfe ausgebildet werden, wobei die Stützen mit hohlem Schaft als Ein- oder Ausgußöffnung dienen können. Die Kugel kann lose auf einem Dreifuß sitzen und beispielsweise io 1 Inhalt haben.
- :'eben den beispielsweise angeführten Formen lassen sich auch Röhren in Art der vorgeschlagenen Hohlkörper herstellen.
Claims (5)
- PATENTANSYR CCIIE: i. Hohlkörper aus erhärtetem Ton, dadurch gekennzeichnet, daß die gegenüberliegenden Wände des allseitig geschlossenen Hohlraumes durch doppelkelchförmige, mit den Hohlkörperwänden einen einheitlichen Gußkörper bildende Stützen gegen von außen einwirkende Druckkräfte abgesteift sind.
- 2. Hohlkörper aus erhärtetem Ton nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, <laß der Hohlkörper als Gefäßwandung, z. 1>. für eile @hermosgefäß, dient (Fig. i2).
- 3. Hohlkörper aus erhärtetem Ton nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper als Gefäßwandung, z. B. für ein Thermosgefäß, dient (Fig. i2).
- 4. Hohlkörper aus erhärtetem Ton nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper als Rohrwandung dient.
- 5. Hohlkörper aus erhärtetem Ton nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des Hohlkörpers ein Vakuum herrscht und die Wände innen finit einem Sill>ershie"el versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP8111A DE822432C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Hohlkoerper aus erhaertetem Ton |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP8111A DE822432C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Hohlkoerper aus erhaertetem Ton |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE822432C true DE822432C (de) | 1951-11-26 |
Family
ID=7361533
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP8111A Expired DE822432C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Hohlkoerper aus erhaertetem Ton |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE822432C (de) |
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1948
- 1948-10-02 DE DEP8111A patent/DE822432C/de not_active Expired
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