DE822940C - Vorrichtung zum Verschliessen von Behaeltern, insbesondere Flaschen - Google Patents
Vorrichtung zum Verschliessen von Behaeltern, insbesondere FlaschenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Verschließen von Behältern, insbesondere Flaschen
Dadurch wird es ermöglicht, selbst bei hohen Innendrücken mit kleinsten Deckelwandstärken auszukommen und so einerseits die bei solchen Massenartikeln aus wirtschaftlichen Gründen erwünschte i außerste Materialersparnis zu erzielen, andererseits (las leichte Öffnen des Verschlusses nicht zu erschweren.Es ist bekannt, zum Verschließen von Behältern, insbesondere Flaschen, tellerförmige Blechdeckel zu verwenden, die in die Öffnung des Behälters oder einer mit ihm dauernd verbundenen, gegebenenfalls einen Dichtungsring enthaltenden ringförmigen Wechkappe eingesetzt und durch Ausweiten der Deckelseitenwand darin (licht befestigt Nverden. Das (Sttneu solcher Verschlüsse erfolgt durch gewalt- same Deformation des Deckels, indem derselbe bei- spielsweise mit einem spitzen Werkzeug durch- stochen und aus seinem Sitz herausgehoben wird. Zum neuerlichen Schließen des Behälter: braucht mir der billige Deckel allein ersetzt zu %%-erden. Uni derlei Verschlüsse auch für Behälter mit er- lieblichem inneren Crberdruck, etwa Bierflaschen, geeignet zu machen, gibt man dein Deckelboden eine gegen <las Fleh:ilterinnere hin konvex gewölbte Form. - Das Einsetzen und Befestigen der Blechdeckel erfolgt durch Schließvorrichtungen, die einen Satz auseinanderspreizbarer Backen enthalten, mit denen die Seitenwand des Deckels ausgeweitet werden kann.
- Die Erfahrung hat ergeben, daß die bekannten Schließvorrichtungen häufig zu Mißerfolgen Anlaß geben, besonders wenn die Abmessungen der Verschlußteile von den vorgeschriebenen Normalmaßen abweichen. Dies kommt alter in der Praxis ständig vor. Abgesehen davon, daß schon die neuen Verschlußbestandteile mitunter erheblichen 1Vlaßtole-' ranzen unterliegen und auch durch ungenaues Aufsetzen der Ringkappen auf den Flaschenhals Abweichungen entstehen können, lassen sich bei längerein rauhem Gebrauch kleinere Formänderungen und Abnutzungen der dauernd am Behälter befindlichen Verschlußteile nicht ganz vermeiden.
- Besonders macht sich bei den bekannten Schließvorrichtungen der Übelstand fühlbar, daß sie beim Ausweiten des Deckels eine Verflachung seines gewölbten Bodens herbeiführen, welche Verflachung sich je nach den eben vorhandenen Durchmessertoleranzen weitgehend ändert. So kann es leicht vorkommen, daß der ursprünglich genügend gewölbte Boden sich so weit verflacht, daß seine bung nicht mehr hinreicht, einem hohen Innendruck, wie er etwa beim Pasteurisieren auftritt, ausreichend Widerstand zu leisten. Es kommt daher zu einem unerwünschten Undichtwerden oder gar Offnen des Verschlusses.
- In anderen Fällen, beispielsweise bei verbogener Stirnwand der Ringkappe, oder bei exzentrischer Anordnung ihrer Öffnung, kommt es bei den bekannten Schließvorrichtungen zu Klemmurigen, die ein ordnungsgemäßes dichtes Einsetzen des Blechdeckels überhaupt verhindern.
- Die Erfindung bezweckt, diese Übelstände zu beseitigen und eine Schließvorrichtung zu schaffen, die auch bei nicht genau maßhaltigen Verschlußbestandteilen ein zuverlässig dichtes Schließen verbürgt und die Beibehaltung der vollen Widerstandsfähigkeit des gewölbten Deckels gegenüber dem Innendruck sichert.
- Das M'esen der Erfindung besteht darin, daß die Verschließvorrichtung, die einen Satz von durch einen gemeinsamen Steuerteil auseinandertreibbaren Backen enthält, mit einer in der Arbeitsstellung an der Hohlseite des Deckels anliegenden festen Stütze für seinen gewölbten Boden versehen ist.
- Des weiteren erstreckt sich die Erfindung auf eine vorteilhafte Ausbildung der erwähnten Stutze sowie der Backen selbst, um eine große Unempfindlichkeit der Vorrichtung gegenüber Ungenauigkeiten der Verschlußteile zu erhalten.
- Zur Erläuterung wird auf die Figuren verwiesen, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im :Achsenschnitt darstellen, und zwar Fig. 1 vor Beginn des Ausweitens des Verschlußdeckels, und Fig. 2 nach durchgeführter Ausweitung, i ist ein Flaschenhals, an dessen -Zündung ein elastisch nachgiebiger Dichtungsring 3 mittels einer ringförmigen Blechkappe 2 dauernd befestigt ist. In die C>ffnung der Ringkappe :2 und des Dichtungsringes 3 kann ein tellerförmiger, dünnwandiger Blechdeckel .l so weit eingeschoben werden, daß sein flatischartiger Rand i9 an die Stirnfläche der Ringkappe 2 zum Anliegen kommt. 5 sind Backen, die mit Ausweitfortsätzen 6 versehen sind und sich einerseits an der Kegelfläche 1,4 eines gemeinsamen Steuerteils io, andererseits an der koaxialen, gleichsinnig geneigten Kegelfläche 15 des Gehäuses 7 ab-
Deckel durch sein Flacli=trecken zur Ausbildung des :\usweitwulstes der Deckelseitenwand beitragen, sondern (las \latcrial für diesen Wulst muß vorwiegend von dem Deckelrand ig geliefert werden. Dieser zeigt beim _\usweiten das Bestreben, gegen die ausweitstelle hin nach innen zu .rücken. Würde ihm dieses -Nachrücken dadurch erschwert werden, daß ihn die Backen 5 all die Stirnseite der Ringkappe 2 anpressen würden, so hätte dies eine stärkere Delintuig und Schwächung der Deckelseitenwand an der :\usweitstelle zur Folge. Dadurch könnte gegebenenfalls sogar ein Reißen des Deckels in der Umgebung der _\usweitfortsätze stattfinden.stützen. Der obere Gehäuseteil 8 trägt ein Ge- winde 9, mit welchem die Vorrichtung an den in vertikaler Richtung beweglicheil Teil einer Ver- schließmaschine beliebiger Bauart angeschlossen werden kann, um durch ihn nach Wunsch gesenkt oder gehoben werden zu können. Der Steuerteil io trägt an seinem oberen Ende eine flanschartige Scheibe und stützt sich unter 7u1<issting eines ge- wissen radialen Spiels an der achsensenkrechtcn Innenfläche 13 des oberen Gehäuseteils 8 all. Auf der Oberseite der Backen 5 ruht eine :Muffe i i, die sich unter Zwischenschaltung einer Schraubenfeder 12 gegen die Flanschscheibe des Steuerteils io ab- stützt, so daß einerseits die lacken 5 alw-ärts ge- trieben werden, andererseits der Steuerteil io nach oben gegen die Fläche i3 gedrückt wird. Die Backen 5 sind an ihrem unteren Ende mit Fort- sätzen 16 versehen, mit denen sie in der Arbeits- stellung an der Hohlseite des geNvi>lhten l')odens des Deckels ,4 anliegen. Außerdem besitzen sie An- schläge 17, mit denen sie sich unmittelbar an der Stirnfläche der Ringkappe 2 axial abstützen können. Zwischen diesen Anschlägen 17 und den AtisWeit- fortsätzen 6 der Backen sind Lichträtirne 18 in Ge- stalt von Ausnehmungen solcher Gr<iße vorgesehen. daß der Deckelrand icg in ihnen lose und ohne ein- geklemmt zu werden Platz findet, selbst wenn clic Backen 5 ihre radiale Arbeitsbewegung ausführen. bei der die Ausweitforts<itze in die Seitenwand des Deckels 4 eindringen Lind diese in den Dichtungs- ring 3 eindrücken. In der Stellung nach 17i". i wurde das Gehäuse 7. 8 gerade so weit abwärts bewegt. daß der auf den Backen 5 aufgesetzte Deckel eben iii die Öffnung der Ringkappe 2 und des Dichtungsringes 3 eiilgetreteil ist, wobei er sich mit seinem Rand icg an die Stirn- seite der Ringkappe 2 angelegt hat. Wird nun das Gehäuse 7, 8 noch weiter nach unten he-%vegt, so dringt der kegelige Steuerteil io zwischen die Backen 5 tiefer ein und treibt sie radial nach außen, wobei sie gleichzeitig eine Gleitbewegung entlang der Kegelflächen 14, i 5 ausführen. Hei ihrer Radial- bewegung weiten die Fortsätze 6 die Deckelseiten- wand aus und pressen sie in die Inneisfläche des elastisch nachgiebigen Dichtungsringes 3 ein. Die entstehende Ausbeulung legt sich von unten an den inneren Rand der Ringkappe 2 an und hindert so den Deckel 4, vom Innendruck der Flasche hinaus- geschleudert zu werden. Diese Arbeitslage der Schließvorrichtung ist in Fig. 2 dargestellt. Da sich der Boden des Deckels .I beine .1usweiteil gegen die Stützfortsätze i6 der Nicken anlegt, so kann er sich trotz des Auseitiandertreihens dieser Backen nicht merklich allflachen. sondern er behält seine zur Aufnahme des Flascheilinnendruckes aus- reichende `'Wölbung bei. Es bestellt also keine Ge- fahr mehr, daß der Deckel, der in seineirr ursprüng- lichen Zustand infolge seiner Wölbung dein Innen- druck genügenden Widerstand hätte leisten können. dies nach dem Ausweiten nicht mehr vermag. Beim Ausweiten des durch die Stützfortsätze 16 in seiner Wölbung gestützten Deckels d kann der Deckelboden nicht mehr so wie beim urigestützten - Um dies tnit Sicherheit zu verhindern und jedwede Schwächung des Deckels tunlichst zu vermeiden, ist ein den Deckelrand ig lose einschließender Lichtraum 18 vorgesehen, der zwischen den :\usweitfortsätzen 6 der Backen 5 und ihren Allschlägen 17 liegt, mit denen sie sich unmittelbar axial an der Stirnseite der Ringkappe 2 abstützen. In dem Lichtraum 18 kann der Rand des Deckels ohne je(lwede Behinderung durch die backen zur .\usweitstelle nachrücken. all der so die unerwünschten Streckungen de: Materials auf ein \lindestinal.l verringert werden.
- Ganz besondere l"c(leuttiiig konnit der axial nachgiehigen Lagerum der Backen 5 zu. Ist heispielsweise die Stirnseite der Ringl;al)1)e ? ut)el)en, sei es durch fehlerhafte \lolitage an der Flasche i oder durch beim Transport oder im Gebrauch verursachte Beschä digungen, so werden sich beim .\tilegen der .\itschläge r7 all <fiese unebene -#tirtiseit(, die hacken 5 an ihren FührungsH<ichen 14, 1,3 verschieden hoch einstellest, womit automatisch die richtige Ihhenlage eines jeden Ausweitfortsatzes (i in bezug auf den )hin benachbarten Teil des Kappeninnenrandes gesichert ist. Es wird somit der @\usweitwulst der Deckelseitenwand sich der unebenen Gestalt der Kappenstirnseite anpassen. und zwar tim so genauer, je größer die Zahl der Racken ist, und der Verschluß wird selbst in diesen) Falle einwandfrei dichten. Wäre die axiale, unabhängige Nachgiebigkeit der Backen 5 nicht vorhanden, so würden sich die Backen alle in gleiche Höhe entsprechend den) höchsten Punkt der unebenen Kappenstirnseite einstellen und die :\usweitforts:itze 6 würden beim :\usweiten gegen die tieferliegenden 'heile des Kappeninnenrandes stoßen, woraus sich eine unvollkommene Dichtung ergeben müßte.
- :\uch bei exzentrischer Anordnung der Ringkappenöffnung in bezug auf den äußeren Umfang der Ringkappe ? vermag erfahrungsgemäß die beschriehene Vorrichtung ein einwandfreies Schließen zu bewirken, wenn dafür gesorgt ist, daß sich der Steuerteil io den vorkommenden 'Unregelmäßigkeiten zwanglos anpassen kann, was dadurch erreicht wird, daß sich der Steuerteil io mit seiner scheibenartigen Verbreiterung frei auf der ebenen Innenfläche 13 des Gehäuseteils 8 abstützt. Er kann sich bei dieser Anordnung nach Bedarf radial verschieben und nötigenfalls in geringem Maße auch schief stellen, um sich so allen praktisch vorkon)-nienden Abweichungen zwanglos anzupassen.
- Die dargestellte und beschriebene .Ausführung stellt nür ein Ausführungsbeispiel dar, demgegenüber zahlreiche, im Rahmen der Erfindung liegende Abänderungen zulässig sind. So könnte beispielsweise die Stütze für den Deckelboden aus einem separaten Stück bestehen, an dein die Backen radial gleitbar geführt sind, statt, wie in den Figuren selbst, als Stützen 16 ausgebildet zu seil).
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Verschließen von Behältern, insbesondere Flaschen, mittels dünnwandiger, gegen das Behälterinnere hin konvex gewölbter Deckel, welche einen Satz voll :\usweitbacken enthält, die durch einen gemeinsamen Steuerteil auseinandergetrieben werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mit einer in der _'\rbeitsstellung an der Hohlseite des Deckels (,4) anliegenden festen Stütze (i6) für seinen gewölbten Boden versehen ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze von den Fußteilen (i6) der Backen (5) selbst gebildet wird.
- 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i und 2 dadurch gekennzeichnet, (laß die Backen (5) mit Anschlägen (i7) zur direkten axialen Abstützung an dem zur Aufnahme des Deckels (4) bestimmten Verschlußteil (Ringkappe 2) versehen sind und zwischen diesen :\nschlägen (i7) und den Ausweitfortsätzen (6) der Backen (5) Lichträume (i8) von solcher Größe vorgesehen sind, daß der Deckelrand (ig) in ihnen lose und ohne eingeklen@mt zu werden Platz findet. Vorrichtung nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, (iaß die Backen (5) unabhängig voneinander in bezug auf das sie enthaltende Gehäuse (7, 8) axial nachgiebig gelagert sind, indem sie sich in ihrer Arbeitsstellung gleitbar an koaxialen, gleichsinnig geneigten Kegelflächen (15, 1d) des Gehäuses (7) und eines in bezug auf dasselbe radial nacligiel)ig gelagerten Steuerteils (io) abstützen.
Applications Claiming Priority (1)
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1950
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