DE823072C - Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von gemischverdichtenden fremdgezuendeten Brennkraftmaschinen mit Schwerkraftstoffen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von gemischverdichtenden fremdgezuendeten Brennkraftmaschinen mit Schwerkraftstoffen

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DE823072C
DE823072C DEH98A DEH0000098A DE823072C DE 823072 C DE823072 C DE 823072C DE H98 A DEH98 A DE H98A DE H0000098 A DEH0000098 A DE H0000098A DE 823072 C DE823072 C DE 823072C
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fuel
combustion chamber
combustion
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Helmut Heimberger
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M69/00—Low-pressure fuel-injection apparatus ; Apparatus with both continuous and intermittent injection; Apparatus injecting different types of fuel
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00—Engines with liquid fuel
    • F02B2720/15—Mixture compressing engines with ignition device and mixture formation in the cylinder
    • F02B2720/153—Mixture compressing engines with ignition device and mixture formation in the cylinder with injection of an air-fuel mixture under pressure during the suction or compression stroke

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von gemischverdichtende fremdgezündeten Brennkraftmaschinen mit Schwerkraftstoffen Aus wirtschaftlichen Gründen hat man schon mehrfach versucht, in gemischverdichtenden Brenn-'kraftmaschinen mit Fremdzündung, den sogenannten Ottomotoren, an Stelle der üblichen Leichtkraftstoffe (Benzin, Benzol) wesentlich billigere Schwerkraftstoffe, also hochsiedende flüssige Brennstoffe, wie z. B. Petroleum oder Traktorenöl zu verwenden. Dabei wird,der Kraftstoff im Vergaser oder unmittelbar vor diesem so weit erwärmt (auf etwa Zoo bis 300' C), daß er möglichst weitgehend verdampft und die Bildung eines Gemisches mit guten Zünd- und Brenneigenschaften ermöglicht wird.
  • Selbst wenn aber für eine entsprechende Vorwärmung auch der Mischluft und eine Beheizung eher vom Vergaser zu den Arbeitszylindern führenden Gemischleitung gesorgt wird, läßt sich durch den beim Ansaugen entstehenden Unterdruck sowie den Einfluß der von der Gemischladung während des Saughubes auf ihrer ganzenLänge bestrichenen, im allgemeinen nicht über 85° C erwärmbaren Zylinderwandungen eine gewisse Verringerung der Gemischtemperatur und damit, wenigstens teilweise, eine Kondensation von Kraftstoffdämpfen nicht vermeiden. Damit sind dann die bekannten Nachteile, wie Schmierölverdünnung, Verrußung infolge unvollkommener Verbrennung usw., mit ihren unangenehmen, unter Umständen zu schweren Betriebsstörungen führenden Folgen verbunden. Außerdem tritt, besonders bei Belastung des Motors, ein beträchtlicher Leistungsabfall auf. Dieser ist u. a. bedingt durch die starke Klopfneigung der handelsüblichen Petrolkraftstoffe und die dadurch bedingte weitere Herabsetzung des in einer gemischverdichtenden Brennkraftmaschin2 ohnehin nur mäßigen Verdichtungsverhältnissen sowie ferner durch die bei der Vorwärmung der Gemischbestandteile eintretende Volumenvergrößerung, die sich ebenfalls im Sinne eines verringerten Ladungsgewichtes auswirkt, Für eine betriebstechnisch und wirtschaftlich vorteilhaftere Verwendung von Schwerkraftstoffen in einer Brennkraftmaschine müssen also andere Wege beschritten werden,- In diesem Zusammenhang geht die vorliegende Erfindung von der Aufgabe aus, eine möglichst einfache und brauchbare Lösung für das gegebenenfalls nur vorübergehend;. Umstellen von Ottomotoren auf den Betrieb mit schwer verdampfbaren flüssigen Kraftstoffen zu schaffen. Aus der Erkenntnis, daß der Hauptgrund für die mit den bisherigen diesbezüglichen Vorschlägen verbundenen Mängel in dem Beibehalten der Gemischverdichtung liegt, soll gemäß der Erfindung während .des Betriebes mit einem Schwerkraftstoff die durch den Vergaser bei gesperrter Kraftzufuhr desselben angesaugte Luft im Arbeitszylinder für sich verdichtet werden, ",-oliei ein Teilder Luftladung, etwa im Sinne des für Dieselniotoren bekannten Vorkammerverfahrens, durch einen verhältnismäßig engen Verbindungskanal in einen besonderen Raum übertritt. In diesem Rauin wird nach Vermischung des hier im allgemeinen schon vorher auf anderem Wege eingespritzten und verdampften Kraftstoffes mit der betreffenden Luftmenge eineTeilverbrennung mittels Fremdzündung herbeigeführt sowie infolge der dabei entstehenden erheblichen Druck- und Temperatursteigerung der bisher dampfförmige Kraftstoff durch thermische Zersetzung vergast. Anschließend werden die Brenn- und Kraftstoffgase durch den Verbindungskanal in den Arbeitszylinder getrieben, "-o die weitere Verbrennung stattfindet.
  • Man hat zwar schon bei der Verwendung von Schwerkraftstoffen in einer mit Fremdzündung arbeitenden Brennkraftm,aschine einerseits einen besonderen, mit dem Arbeitszylinder durch einen schmalen Kanal verbundenen Hilfszündraum vorgesehen, in welchem der Kraftstoff zerstäubt wird. Kaliei erfolgt aber, abgesehen von den in anderer Hinsicht sich unterscheidenden Gliilikopfinotor:n, keine Vorverdampfung geschweige denn N"; rgasung des Kraftstoffes oder keine Luftverdichtung. Andererseits hat man den Kraftstoff unmittelbar in die verdichtete Luftladung des Arbeitszylinders eingespritzt, und zwar entweder im Bereich des Verbrennungsraumes oder auch nach Vorwärinung im heißen Arbeitskolben von diesem aus.
  • Demgegenüber ist die Erfindung durch einen ganz bestimmten, andersartigen Zusammenhang mehrerer ?Merkmale gekennzeichnet. Besondere Einzelheiten zur Durchführung des Verfahrens bestehen vor allem in einem den Vorverbrennungsraum enthaltenden, vorzugsweise leicht auswechselbaren Körper, welcher derart ausgebildet und angeordnet ist, daß er während des im allgemeinen bei normalem Vergaserbetrieb und Gemischverdichtung finit einem Leichtkraftsuifi durchgeführten Anlassens auf eine zum \"crdampfen des Schwerkraftstoffes ausr2iclien<l2 Temperatur erwärmt und dann mindestens auf dieser Temperatur gehalten wird. Bei einer etwas anderen Ausführung enthält der betreffende Körper außer dem Vorverbrennungsrauin einen zweit.,ii. als Luftspeicher und Blaskanimer dienenden Rauiii, der einerseits mit dem vom Arbeitszylinder zuni Vorverbrennungsraum führenden Kanal tin(l andererseits auch unmittelbar mit dein @'orvcrbrennungsraum durch einen besonderen, vorzugsweise engeren Kanal in Verbindun. steht. Wciterc bauliche Merkmale sind aus der nachsteliendeii Beschreibung, den betreffenden Unteransprüchen uncl der Zeichnung zu ersehen.
  • In der Zeichnung sind in den Fig. i bis 3 beispielsweise verschiedene Ausfiihrungsforinen einer zur Durchführung des erfinclungsgem_iß, ii Verfahrens dienenden Einrichtung jeweils im Längsschnitt dargestellt. In allen Figuren sind für gleiche Bauteile usw. dieselben Bezugszeichen ver\x-:nd2t.
  • Ein aus zunderfreieni Stahl liergest°llter Körper i (gemäß Fig. i) wird mit seinem am unteren Ende vorgesehenen Gewinde 8 an Stelle der hei einem Ottomotor ini Bereich des Verbrennungsraumes eines Arbeitszylinders üblichen Zündkerze, et,va in deti Zvlinderkolif, eingeschraubt. Da die an Hand der Zeichnung zu erläuternden Erfindungsmerkmale sich auf den Körper i und die unmittelbar dazu geli<irendeii Bauteile beschränken, sind keine Nveiteren Einzelheiten des Motors dargestellt.
  • Der als besonderer Deckel ausgebildete obere Teil des Körpers i ist mit einem an die Kraftstoffzuleitung angeschlossenen Kanal 2 versehen, der mit einer düsenförmig verengten Öffnung in einen zylindrischen, im unteren Teil sich vei-jiitir;etid"ti Raum 3 einmündet. Von der tiefsten Stelle des Raumes 3 führt ein Kanal 6 in ebenfalls senkreclit2r Richtung, aber mit et"as grö(ierein I)tirclimesscr als der Kanal 2 zum Verdichtungsraum ini Arbeitszylinder. Eine Zündkerze 1 ist am L7bergang vorn Kanal 6 zum Raum 3 vorgesehen. .hin Deckel sind außerdem mehrere Kühlrippen a angeordnet.
  • Soll nun der betreffende Ottomotor mit einem Schwerkraftstoff betrieben "-erden, so wird er nach dem Einbau des Körpers i zunächst iin norinal2n Vergaserbetrieb mit einem Leic'htkraftstoft angcfassen. Ein Teil des im Arbeitszylinder verdichteten Kraftstoff-Luft-1Gemisches aelaiigt durch d-211 Kanal 6 in den Vorverbrentiunrsraum 3 und v; ird hier mittels der Zündkerze .4 im gegeli,-nen Z2itpunkt gezündet. Durch den bei der @-erl>r2nn@:n@@ dieses Gemisches im Raum 3 entsteliend;n druck werden die Brenngase durch den Kanal C, zurück in den Arbeitsz_vlin.der getrieben. wo nach Entzündung auch des übrigen G°inisches die weitere Verbrennung stattfindet.
  • Durch die bei der Verbrennung, insbesondere im Vorverbrennungsrauni 3 auftretenden hohen Temperaturen wird der ganze Kiirper i schon in verhältnismäßig kurzer Zeit (etwa t bis 3 Minuten) in ei nein zum Betrieb in it Sciiwerkraftstott ausreichen den Mafle erwärmt. Sobald dieser Zustand erreicht ist, wird der Zufluß des Leichtkraftstoftes zum Vergaser gesperrt und die 1)ros-selk1<tphe desselben voll geöffnet. Gleichzeitig wird der bisher auf Nullförderung eingestellte Hebel zur Reglung der 1inspritzmenge des Schwerkraftstoffes betätigt, bei Fahrzeugmotoren zweckmäßig mit dem Gaspedal.
  • Wird die Leistung des 'Motors durch die Drosselklappe des Vergasers geregelt, dessen Kraftstoffzufuhr gesperrt wurde, steuert in bekannter Weise die Einspritzmenge der Pumpe pneumatisch den Unterdruck im Luftansaugkanal. Bei urgesteuerter 1?inspritzung wird der Kraftstoa nur im letzten Teil des Auspuffhubes und beim =\tisaughub in den Vorverbrennungsraum gedrückt, während leim Verdichtungs- und beim Arbeitshub Gier Kraftstoffzufluß durch den im Vorverbrennungsrautn herrschenden Druck mittels eines Rückschlagventils g@-sperrt wird. Im letzteren Falle gehen die @insl>ritzleistungen aller Arbeitszylinder von einem Druckkessel aus, in "welchem ein bestimmter, von einer gemeinsamen Kraftstoffpumpe erzeugter und mittels eines in einen '\,rorratsl>ehälter führenden Riickströmventils geregelterDruckaufrechterhalten wird. Bei gesteuerter pumpenloser Einspritzung in einem ehrzylindermotor wird aus dem jeweils vorher zürndenden Arbeitszylinder eine geringe Meng; der unter hohem Druck stehenden Gase durch eine mit einem Rückschlagventil versehene Leitung entnommen, um den Kraftstoff in den Vorverbrennungsrautn des in der Zündreihe nächstfolgenden:\rl>eitszylinders zu drücken.
  • Der in den Vorverbrennungsraum 3 mit mäßiger Zerstäubung eingespritzte Kraftstoff verdampft an den während der Anlaßzeit des Motors auf etwa 6oo bis goo`= C erwärmten Wänden dieses Raumes. Dem verdampften Kraftstoff wird dann durch den Verbindungskanal 6 ein Teil der im Arbeitszylinder verdichteten Luftladung zugeführt, worauf der Verbrennungsvorgang im Raum 3 mittels derZi.indkerze 4 eingeleitet wird. Dabei tritt eine erhebliche Druck- und Temperatursteigerung auf, so daß der bisher dampfförmige Kraftstoff durch thermisch; Zersetzung vergast wird. Gleichzeitig beginnt infolge des hohen Verbrennungsdruckes die Rückströmung aus dem Raum 3 in den Arbeitszylinder. in welchem das aus den noch nicht verbrannten Kraftstoffgasen mit dem übrigen Teil der verdichteten Luftladung gebildete Gemisch durch die bmreits vorhandenen Brenngase zur Entzündung g°-bracht wird und dann die weitere Verbrentitin, stattfindet. Um bei dem Rückströmen einen 'Feinperaturabfall der Brenn- und Kraftstoffgase ini Bereich des Kanals 6 zu vermeiden, darf dieser nicht zu eng ausgeführt sein.
  • Im Sinne einer noch weitergehenden \ ermeidung plötzlicher, sehr starker Drucksteigerungen, wie sie bei den üblichen Ottomotoren infolge fast gleichzeitiger Zündung und explosionsartigen \-erl@rrnnung des gesamten Kraftstoff-Luft-Getnisches :aiftreten. ist bei der Ausfü@hrttug nach zig. 2 ilt dem Körper i unterhalb des etwas kleiner als bei der ersten Ausführung gehaltenen Vorverbrennungsraunies 3 noch ein zweiter, als Luftspeicher und ßlaskammer dienende Raum 5 vorgesehen.% Dieser ist einerseits mit dem vom Arbeitszylinder zum Vorverbrennungsraum führenden Kanal 6 durch eine über den ganzen Umfang ,desselben sich erstreckende ringförmige Aussparung 7 -und andererseits auch unmittelbar mit dem Vorverbrennungsraum durch einen besonderen, sehr engen Kanal io verbunden. Bezüglich der Anordnung der Zündkerze .4, des Anschlußgewindes 8 und der Kühlrippen 9 bestehen zwischen dieser und der ersten Ausführung keine Unterschiede. Die Zusammensetzung des ganzen Körpers i aus zwei Teilkörpern ist lediglich herstellungsmäßig bedingt.; Bei der Ausführung gemäß Fig. 2 wird die nach dein Einspritzen und Verdampfen des Kraftstoffes im Raum 3 aus dem Arbeitszylinder durch den Kanal 6 eintretende verdichtete Luft zum größeren Teil über die ringförmige Aussparung 7 in die Kammer 5 ,geleitet. Der kleinere Vorverbrenriun.gsraum 3, der zudem schon den verdampften Kraftstoff enthält, kann dagegen nur eine verhältnismäßig geringe Luftmenge -bis zum Druckausgleich mit dem Arbeitszylinder aufnehmen.
  • Die in der Kammer 5 befindliche Luft wird durch den zu Beginn der Vorverbrennun.g entstehenden Druckanstieg über den Kanal io zusätzlich verdichtet und den anschließend durch den Kanal 6 zum Arbeitszylinder strömenden Gasen in der ringförmigen Aussparung 7 teilweise zugemischt. Wenn während des Arbeitshubes der Druck sowohl im Vorverbrennungsraum 3 als auch im Arbeitszylinder nachläßt, tritt die noch unvermischte Luft aus der Kammer 5 teils durch den engen Kanal io in den Raum 3 über, so daß dieser gespült und von den etwa noch vorhandenen Gasen gereinigt wird, teils durch die Aussparung 7 unmittelbar in den Kanal 6 und von dort in den Arbeitszylinder, wo sie zur restlichen Verbrennung beiträgt.
  • Schließlich ist aus Fig. 3 eine noch andere Ausführung ersichtlich, bei welcher der Verbindungskanal 6 zwischen dem Arbeitszylinder und dem Vorverbrennungsraum 3 in den letzteren mit einer rohrförmigen Verlängerung i i hineinragt, an deren Anfang mehrere in den Vorverbrennungsraum mündende Querbohrungen 12 vorgesehen sind. Der Einspritzkanal 2 des Kraftstoffes befindet sich hier an der Seitenwand und die Zündkerze 4 oberhalb des Raumes 3 im Deckel des Körpers i. Eine zweite Zündkerze 4' ist nahe am unteren Ende des Kanals6 angeordnet. Gegebenenfalls 'kann der Körper i auch in diesem Falle, entsprechend der Ausführung nach Fig. 2 im unteren Teil einen zweiten Raum als Luftspeicher und Blaskammer enthalten.
  • Die letztgenannteBauart kommt insbesondere für pumpenlose, also in der bereits beschriebenen Weise über einen Druckkessel erfolgende Kraftstoffeinspritzung in Betracht. Der Kraftstoff wird hierbei schon gegen .Ende des Auspuffhubes dein Vorverbrennungsraum 3 zugeführt, wenn in diesem Unterdruck gegenüber dem Druckkessel herrscht. Beim Eindringen verdichteter Luft in den Raum 3 wird dann schon an den Querbohrungen 12 der verdampfte Kraftstoff in kleinen, über den Umfang des Luftstrahles verteilten Mengen mitgerissen und dadurch eine sehr gute, gleichmäßige Vermischung von Luft und Kraftstoff erreicht. Das im oberen Teil des Raumes 3 aus dem Verlängerungsrohr i i austretende Gemisch wird dann hier mittels der Zündkerze .4 gezündet. Durch den entstehenden hohen Verbrennungsdruck entweichen bei der rückläufigen Strömung zum Arbeitszylinder die Brenngase durch das Rohr i i, während die inzwischen gebildeten, noch nicht verbrannten Kraftstoffgase aus dem unteren Teil des Raumes 3 teilweise durch die Bohrungen 12 in den Kanal und zum Arbeitszylinder gelangen. Die .nähe am unteren Ende des Kanals 6 angeordnete zweite Zündkerze .4' soll, falls erforderlich, die Zündung der Hauptmenge des Kraftstoff-Luft-Gemisches im Arbeitszylinder zur gegebenen Zeit unterstützen und damit hier einen rechtzeitigen Beginn der Verbrennung gewährleisten.
  • Beim Eintritt der Brenn- und Kraftstoffgase in den Arbeitszylinder kann bei allen Ausführungen eine für die Gemischbildung und den Verbrennungsablauf vorteilhafte Wirbelbewegung in an sich bekannter Weise durch ein am unteren Ende des Körpers i angeordnetes, die Gase etwa quer zur Zylinderlängsachse in tangentialer Richtung ablenkbares Organ erreicht werden.
  • Wird an Stelle der ungesteuerten Einspritzdüse, in welcher der Kraftstoff günstigerweise durch Leitkanäle in \'erivirbelung senkrecht zur Einspritzrichtung gebracht wird, eine handelsübliche gesteuerte Ein- oder Mehrlochdüse verwendet, so muß gegebenenfalls ein an den Düsenstöcken angepreßter Kühlwasserkanal afigeordnet werden, um eine schäd-IiclieErwärmung derDüsenelemente zu verhindern. Ebenfalls zum Verhindern übermäßiger Wärmebeanspruchungen läßt sich die Zündkerze .4 bei den Ausführungen nach Fig. i und 2 an anderer Stelle, z. B. im Luft- oder wassergekühlten Oberteil des Körpers i unterbringen.
  • Zum Schluß soll nur noch kurz auf den großen praktischen Wert der Erfindung li-ingewiesen werden, der vor allem darin 'besteht, daß mit Hilfe eines solchen Körpers i und der damit zusammenhängenden geringfügigen betriebstechnischen Maßnahmen sich jeder vorhandene Ottomotor in denkbar einfacher Weise und sehr kurzer Zeit auf einen einwandfreien Betrieb mit Schwerkraftstoffen umstellen läßt. Dabei bleibt die Vergaseranlage einerseits zum Anlassen, andererseits für eine eventuelle spätere ausschließliche Verwendung von Leichtkraftstoffen bestehen., Als weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil ist die Tatsache anzusehen, daß im vorliegenden Zusammenhang auf eine Vorwärmung der Verbrennungsluft verzichtet und dadurch vergleichsweise eine größere Luftladung in den Arbeitszylinder eingesaugt werden kann, als es die Verwendung von Schwerkraftstoffen bei Gemischverdichtung ermöglicht. Ferner läßt sich die Motorleistung auch noch durch ein Verdichtungsverhältnis steigern, das über die bei den üblichen Ottomotoren wegen der Gefahr einer vorzeitigen Selbstzündung des Gemisches einzuhaltende Grenze hinausgeht.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betrieb vo i gemischverdichtenden, fremdgezündeten Brennkraftmaschinen mit schwer verdampfbaren flüssigen Kraftstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Leichtkraftstoffvergaser bei gesperrter Kraftstoffzufuhr desselben angesaugte Luft im Arbeitszylinder für sich verdichtet wird, wobei ein Teil der Luftladung durch einen verhältnismäßig engen Verbindungskanal (6) in einen besonderen Raum (3) übertritt, in welchem nach Vermischung des hier schon vorher eingespritzten und verdampften Kraftstoffes finit der übergetretenen Lutfnienge eine Teilverbrennung mittels Fremdzündung herbeigeführt und infolge der dabei auftretenden Druck- und Temperatursteigerung der dampfförmige Kraftstoff durch thermische Zersetzung vergast wird und daß anschließend die Brenn- und Kraftstoffgase durch den Verbindungskanal in den Arbeitszylinder getrieben werden. Nvo dann die weitere Verbrennung stattfindet.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des 1Terfahrens nach Anspruch i, -dadurch gekennzeichnet, daß ein den Vorverbrennungsrauin (3) enthaltender, vorzugsweise leicht auswechselbarer Körper (i) derart ausgebildet und am Zylinder angeordnet ist, daß er w@ihrend des bei normalemVergaserbetrieb und Gemischverdichtung mit einem Leichtkraftstoff durchgeführten Anlassens auf eine zum Verdampfen des Schwerkraftstoffes ausreichende Temperatur erwärmt und dann mindestens auf dieser Temperatur gehalten wird.
  3. 3. Einrichtung nach .Niisprucll 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (i) außer dem Vorverbrennungsraum (3) einen zweiten, als Luftspeicher und Blaskainnier dienenden Raum (5) enthält, der einerseits finit dein v<-)in Arbeitszvlinder zum Vorverbrennungsratiin führenden Kanal (6) und andererseits auch unmittelbar finit dem Norverl)renntingsi-auni durch einen besonderen, vorzugsweise engeren Kanal (io) in Verbindung steht. ,
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Arbeitszylinder zum Vorverbrennungsrauni (3) führende Kanal (6) in den letzteren finit einer rolirfhrmigen Verlängerung (i i) 'hineinragt, an deren Anfang mehrere in den @'orverl)rennungsraum mündende Querbohrungen (12) vorgesehen sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch .4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftstoff von der Seite her in den Vorverbrenntingsraum (3) eingeführt wird.
  6. 6. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichriet.daß außerder iin Vorverbrennungsraum(3) oder in der Nähe desselben angeordneten Zündkerze (4) eine zweite Zündkerze (q.') im Hauptverhrennungsraum des Arbeitszylinders oder in der Nähe desselben angeordnet ist.
  7. 7. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verwirbelung der Brenngase und der noch nicht verbrannten Kraftstoffgase beim Eintritt in den Hauptverbrennungsraum des Arbeitszylinders am zylinderseitigen Ende des Verbindungskanals (6) in an sich bekannter Weise ein Ablenkorgan mit im wesentlichen quer zur Zylinderlängsachse, tangentialer Ablenkrichtung angeordnet ist.
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