DE823630C - Verfahren zur Herstellung magnetisch anisotroper, permanenter Magnete - Google Patents

Verfahren zur Herstellung magnetisch anisotroper, permanenter Magnete

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DE823630C
DE823630C DEP26469A DEP0026469A DE823630C DE 823630 C DE823630 C DE 823630C DE P26469 A DEP26469 A DE P26469A DE P0026469 A DEP0026469 A DE P0026469A DE 823630 C DE823630 C DE 823630C
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DE
Germany
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magnet
coercive force
magnetic field
alloy
cooling
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Expired
Application number
DEP26469A
Other languages
English (en)
Inventor
Hendrik Johannes Meerka Embden
Johannes Flipse
Bertholomeus Haes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F1/00Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties
    • H01F1/01Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials
    • H01F1/03Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials characterised by their coercivity
    • H01F1/032Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials characterised by their coercivity of hard-magnetic materials
    • H01F1/04Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials characterised by their coercivity of hard-magnetic materials metals or alloys

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Hard Magnetic Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung magnetisch anisotroper, permanenter Magnete Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung magnetisch anisotroper, permanenter Magnete, d. h. Magnete, deren Werte für (BH)."", die Remanenz B, und die Koerzitivkraft H, in einer bestimmten Richtung (Vorzugsrichtung) größer sind als die in diesem Fall in anderen Richtungen erzielbaren Werte.
  • Derartige Magnete können in der Vorzugsrichtung ein (BH)""" von mehr als 2,5 X tos aufweisen, das den höchsten Wert übersteigt, der zuvor mit isotropen Magneten erzielbar war, d. h. Magneten, deren erzielbare Werte für das (BH)".", die Remanenz und die Koerzitivkraft praktisch in allen Richtungen gleich sind.
  • Bisher bestanden die in der Praxis verwendeten anisotropen Magnete aus Legierungen, die Fe, Ni, Al und Co enthalten mit den üblichen, unvermeidlichen Verunreinigungen und mit oder ohne zusätzlichen Elementen, wie im wesentlichen Cu und Ti. Um die Anisotropieeigenschaft zu erzielen, werden die Legierungen während einer Wärmebehandlung, vorzugsweise während der zur Härtung erforderlichen Abkühlung von einer Temperatur oberhalb des Curiepunktes dem Einfluß eines Magnetfeldes unterworfen.
  • Das Verfahren nach der Erfindung besteht darin, daß eine etwa 26 % bis zu 30 % Co, etwa 8 % bis zu 20 % Ni, etwa 5 % bis i i % Al, 5 % bis etwa io % Ti und, wenn vorhanden, bis zu 8 % Cu, Rest Eisen und Verunreinigungen und gegebenenfalls weitere Zusätze enthaltende Legierung der Wirkung eines Magnetfeldes während der Abkühlung von einer den Curieputikt der Legierung übersteigenden Temperatur bis zu einer diesen Punkt um wenigstens ioo° C unterschreitenden Temperatur unter--,vorfen wird, und zwar derart, daß nach Anlassen und endgültiger Magnetisierung des Magnetkörpers in einer der Richtung des Magnetfeldes während der erwähnten Abkühlung wenigstens nahezu entsprechenden Richtung ein Magnet entsteht, der in dieser Vorzugsrichtung neben einem (BH)"""-Wert von wenigstens 2,5 X los eine Koerzitivkraft von wenigstens 750 Orsted hat. Die Koerzitivkraft wird meistens 8oo Orsted übersteigen und kann bis 1200 Orsted betragen. Die Reinatienz ist wenigstens 7ooo Gauß und in den meisten Fällen sogar mehr als 8oo0 Gauß. Mit Rücksicht auf die hohe Koerzitivkraft darf im allgemeinen nicht erwartet werden, daß die Remanenz 85oo Gauß übersteigen wird. ' Unter den vorerwähnten Zusätzen versteht man Elemente oder Kombinationen derselben, deren Zusetzung eine Verbesserung der Verarbeitung der verwendeten Legierung, der optimalen Kühlgeschwindigkeit während der Härtung oder der mechanischen oder der magnetischen Eigenschaften bezweckt. Solche Elemente sollen nur in kleinen Mengen bis zu einigen Prozenten, im allgemeinen nicht mehr als 2 0/0. zugesetzt werden, da sonst das erzielte Sonderergebnis auf Kosten der übrigen Eigenschaften geht.
  • In Zusammenhang mit dem Vorstehenden wird es einleuchten, daß das Kennzeichen der mit der Erfindung erzielten Wirkung in der Erzielung sehr hoher Koerzitivkräfte bei einem günstigen (BH)""., und sogar bei einer günstigen Remanetiz besteht, so daß der Apparatetechnik ein neues Material besonderer Eigenschaften zur Verfügung steht. Dies ist vor allem wichtig, wenn die von der Koerzitivkraft bedingte Länge des Magnets mit Rücksicht auf die gewünschte Bemessung des zu bauenden Gerätes, in dem der =Magnet angewendet werden soll, eine ausschlaggebende Rolle spielt, z. B. bei -Totoren, Dynamos, Lautsprechern, Meßgeräten usw. Auf diese Weise ist es möglich, Radioempfangsgeräte mit Lautsprechern zu bauen, die in die Tasche gesteckt werden können. Infolge der Tatsache, daß in diesem Fall die Höhe des zu verwendenden ringförmigen Magneten nur 8 tnm sein kann, braucht die Bemessung eines solchen Gerätes nicht größer als diejenige einer Brieftasche zu sein. Auch zur Verwendung in Lautsprechern beim E,inbau in Fernsehempfangsgeräte, bei denen die Tiefe des zur Anl>ringung von Lautsprechern geeigneten und zur Verfügung stehenden Raumes neben dem Projektionsschirm die Größenordnung von einigen Zentiinetern hat, sind die gemäß der Erfindung hergestellten -Magnete besonders vorteilhaft. In einem solchen Fall braucht die Höhe des --Magneten nur 14,5 mm zu sein.
  • Die bei Anwendung der Erfindung verwendeten Legierungen können auf verschiedene Weise erzeugt werden, nämlich durch Schmelzen der Bestandteile und Ausgießen der geschmolzenen Legierung oder durch Sintern pulverförmiger Gemische der ztisammensetzenden Elemente ()der Legierungen derselben.
  • In bezug auf die Zusammensetzung der bei der Erfindung verwendeten Legierungen sei bemerkt, daß diese sich von den bisher für die Herstellung von permanenten anisotropen 'Magneten benutzten Legierungen durch die Anwendung eines hohen Co-Gehaltes zusammen finit einem relativ hohem Ti-Gehalt unterscheiden.
  • In diesem Zusammenhang kann bemerkt werden, daß, obwohl anisotrope Legierungen, die bis zu 30% Co enthalten. sich als sehr wertvoll erwiesen haben, in der Praxis ein Kobaltgelialt in dem oberen Teil dieses Bereiches wegen der hohen Kosten des Kobalts nicht bevorzugt wurde.
  • Was die AtiNvendung \-on "Titan in anisotropen Magneten anbelangt, ist es bekannt, claß dadurch die Koerritivkraft verbessert wird, dies jedoch stets auf Kosten des und der Remanenz. Aus diesem Grunde werden in der Praxis die meisten anisotropen Magnete ohne oder nur mit sehr kleinen Ti-Zusätzen hergestellt; es wurde in der Literatur 5 % als die obere Grenze angegeben. Es wurde gefunden, daß bei Anwendung eines Co-Gehaltes von 26 % bis zu 30 % tritt geeigneter Anpassung der anderen Legierungselemente der Titangehalt unter Beibehaltung eines günstigen (13H)"""-\Vertes und einer hohen Koerzitivkraft älter 5 % gesteigert werden kann; am günstigsten hat sich ein Titangehalt von 5,1 bis 8 0!o erwiesen. Die Sonderkosten wegen des hohen Kobahgehaltes werden in diesem Falle durch die Möglichkeit wettgemacht, einen Magneten mit einer bemerkenswerten hohen Koerzitivkraft zu erzeugen.
  • Was den Nickelgehalt betrifft, sei bemerkt, daß im allgemeinen eine Erhöhung des Ni-Gehaltes eine Verbesserung der Koerzitivkraft auf Kosten der Remanenz ergibt.
  • Die Verwendung von Kupfer ist nicht unbedingt erforderlich und Gehalte von mehr als 8 % sind sogar schädlich. Es ist festgestellt worden, daß die besten magnetischen @-N'erte entstehen, wenn etwa d. 0/0 Cu zugesetzt wird.
  • Der :l-Gehalt soll. wie üblich, den Gehalten der übrigen Bestandteile angepaßt sein.
  • Zur Erzielung optimaler inagnetischer Eigenschaften ist es erwtinscht, claß der Magnetkörper von einer Temperatur von etwa t225' C bis auf etwa 6oo° C mit einer mittleren Geschwindigkeit von 3/a bis zu io° je Sekunde abkühlt, je nach der Zusammensetzung der Legierung. wonach man in der Art und @N'eise der weiteren Abkühlung bis auf Zimmertemperatur frei ist. \\'ährend dieser Abkühlung, die entweder unmittelbar nach Bildung des Magnetkörpers durch Gießen oder Sintern oder nach Abkühlung bis auf Zimmertemperatur und erneuter Aufhetzung bis zu etwa 1225'' C erfolgt, wird das bereits vorerwähnte Magnetfeld angelegt. Die Stärke dieses Feldes beträgt vorzugsweise wenigstens iooo Gauß. Nach der \\'ärtnebehandlung muß der 'Magnet noch angelassen werden, was auf in der Technik bereits angewendete Weise erfolgen kann, wie es z. B. in der britischen Patentschrift 522 731 beschrieben worden ist. Das Anlassen kann gewünschtenfalls sofort nach der vorerwähnten Abkühlung erfolgen.
  • Es leuchtet ein, daß angesichts der Tatsache, daß es sich im vorliegenden Fall um aus wenigstens fünf Elementen aufgebaute Legierungen handelt, nicht angegeben werden kann, welche Prozentsätze der Legierungsbestandteile des erwähnten Gebietes nicht miteinander kombiniert werden sollen, mit Rücksicht darauf, daß sonst den gestellten Anforderungen in bezug auf die Minimumwerte der Koerzitivkraft und des (BH)""., nicht entsprochen werden kann.
  • Auf Grund der vorgenannten Anweisungen für die Ausgangselemente der Legierung und der Anweisungen für die Behandlung derselben wird der Fachmann jedoch stets für jeden vorkommenden Fall eine solche Walil aus den verschiedenen Möglichkeiten treffen können, daß ein zuvor festgesetztes, erwünschtes Ergebnis erzielt wird; dabei ist zu berücksichtigen, daß die maximal erzielbaren Werte für die Koerzitivkraft nicht zusammen mit den maximal erzielbaren `'Werten für die Remanenz auftreten. Die Anforderung, die in jedem vorkommenden Fall gestellt werden darf, ist, daß die Koerzitivkraft wenigstens etwa 7500rsted bei einem (BH).", von wenigstens 2,5 X los sein soll. Die genannten höchsten und niedrigsten Grenzen für die Legierungselemente sollen in diesem Zusammenhang verstanden werden.
  • Als Beispiel eines erfindungsgemäß durchgeführten Verfahrens sei erwähnt, daß ein Magnetkörper aus einer 29,5 % CO, 16 % Ni, 5,1 % Ti, 7,7 % Al, 4')/o Cu, Rest Fe mit Verunreinigungen enthaltenden Legierung durch Gießen hergestellt wird und darauf entweder sofort nach dem Gießen oder nach Abkühlung bis auf Zimmertemperatur und erneuter Aufheizung bis zu i225° C von dieser Temperatur bis auf etwa 60o° C in 5 Minuten abgekühlt und während der Abkühlungsperiode einem Magnetfeld von 2ooo Gauß ausgesetzt wird. Darauf wird der Magnetkörper angelassen, indem er nacheinander auf den folgenden Temperaturen und Zeiten gehalten wird: 67o° C 3 Minuten, 66o° C 5 Minuten, 65o° C io Minuten, 64o° C 15 Minuten, 62o° C 20 Minuten, 60o° C 30 Minuten, 56o° C 6o Minuten, 520°C 120 Minuten, 5oo°C i80 Minuten.
  • Nach endgültiger Magnetisierung in der Vorzugsrichtung in einem Magnetfeld von 5ooo Gauß sind die magnetischen Eigenschaften folgende: B, - 795o Gauß, H, - ioio örsted und (BH)",ox = 3,2 X IOS.
  • Andere Ausführungsbeispiele der verwendeten Legierungen mit den damit erzielten Ergebnissen sind folgende:
    Co Ni Ti A1 C' -i Fe +
    Verunr.
    B' H` (B o) o Z
    27 i8 6,7 6,25 4 Rest 755o 101o 2,84
    28 13 6 7,5 4 Rest 7500 92o 2,9
    28 15 6 7,5 4 Rest 715o ioio 2,6
    28 17 5,1 7,7 6 Rest 765o 98o 2,7
    28 19 6 7,5 4 Rest 715o 1200 2,6

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung magnetisch anisotroper permanenter Magnete, bei dem eine etwa 26 % bis zu 30 % Co, etwa 8 bis 20 % Ni, etwa 5 bis i i % A1, 5 bis etwa io 0l0 Ti und wenn vorhanden, bis zu 8% Cu, Rest Fe und Verunreinigungen und gewünschtenfalls weitere Zusätze enthaltende Legierung der Wirkung eines Magnetfeldes unterworfen wird, während der Abkühlung von einer Temperatur oberhalb des Curiepunktes der Legierung bis auf eine diesen Punkt um wenigstens ioo° C unterschreitende Temperatur, und zwar derart, daß nach Anlassen und endgültiger Magnetisierung des Magnetkörpers in einer Richtung, die wenigstens nahezu der Richtung des erwähnten, während der Kühlung verwendeten Magnetfeldes entspricht, ein Magnet entsteht, der in der erwähnten Vorzugsrichtung eine Koerzitivkraft von wenigstens 75oÖrsted neben einem (BH)."., von wenigstens 2,5 X 108 hat.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Magnet hergestellt wird, der in der Vorzugsrichtung eine Koerzitivkraft von wenigstens 92o C)rsted aufweist.
  3. 3. Gemäß dem Verfahren nach den Ansprüchen i oder 2 hergestellte Magnete.
  4. 4. Magnet nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er als Feldmagnet für Lautsprecher dient, die in einem Fernsehempfangsgerät eingebaut und neben dem Projektionsschirm angeordnet sind. Angezogene Druckschriften: Zeitschrift »Elektrotechnik und Maschinenbau«, Jahrgang 6o, 1942, Heft Si und 52, S. 538 und 539 (Zumbusch); britische Zeitschrift »Nature«, Nr. 3587 vom 30. Juli 1938, S. 209 (O 1"i v e r - S h e d d e n).
DEP26469A 1947-07-25 1948-12-24 Verfahren zur Herstellung magnetisch anisotroper, permanenter Magnete Expired DE823630C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1087722B (de) * 1955-01-19 1960-08-25 Philips Nv Verfahren zur Herstellung von anisotropen Permanentmagneten
DE1092574B (de) * 1956-03-28 1960-11-10 Philips Nv Verfahren zur Herstellung von anisotropen Permanentmagneten

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1087722B (de) * 1955-01-19 1960-08-25 Philips Nv Verfahren zur Herstellung von anisotropen Permanentmagneten
DE1092574B (de) * 1956-03-28 1960-11-10 Philips Nv Verfahren zur Herstellung von anisotropen Permanentmagneten

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