-
Haartrockenhaube Die Erfindttng betrifft eine Haartrockenhaube, wie
sie von Friseuren zur Haartrocknung bei ihren Kundinnen verwandt werden. Sie bringt
wesentliche technische Neuerungen, die sowohl für die hriseure wie auch deren Kundinnen
von Bedeutung sind.
-
1-laartrockenhauben sind bereits bekannt. Ihre Nachteile sind folgende:
t. 1>ie unter ihr sitzende Friseurkundin wird durch den vorderen "Feil des Hohlkörpers,
der als Trockenraum dient, in ihrem Blickfeld mehr oder weniger stark behindert.
Der untere Rand dieses Teiles reicht nämlich bis in die Stirn-, teils sogar bis
zur Augenpartie. Infolgedessen ist vom Innern des Hohlkörpers her ein uneingeschränkter,
freier Atisblick, vor allem nach aufwärts und zuden Seiten lein, nicht gegeben.
Dieser Umstand bringt es mit sich, dalß viele Friseurkundinnen sich unter solchen
Ilaartrockenhauben unangenehm beengt fühlen. herzkranke und sensible Frauen werden
sogar leicht von Angst- und Beklemmungsgefühlen befallen.
-
2. Der rückwärtige Teil des Hohlkörpers besteht bei den bekannten
Haartrockenhauben aus einem Stück, oder er ist in sich festgefügt, d. h. er kann
in seiner Form nicht bewegt, also nicht verändert Nverden. Daher kann der Friseur
die oft langen und dichten Haare der Hinterkopfpartie seiner Kundinnen vielfach
nur mit Schwierigkeiten und in manchen Fällen gar nicht in dem Hohlkörper zur Trocknung
unterbringen.
-
Darüber hinaus trocknet das Haar, wenn es lang und (licht über den
Nacken hängt, dort am längsten. Ist diese Haarpartie trocken, so weiß der Friseur.
daß die Trocknung ganz durchgeführt ist und er somit die Haartrockenhaube abschalten
und endgültig von der Kundin fortnehmen kann. Daher überprüft der Friseur während
der Trocknung wiederholt die hintere Haarpartie der Kundin, muß dazu aber jedesmal
die Haartrockenhaube von dem Kopf der Kundin fortnehmen, nur weil der rückwärtige
Teil des Hohlkörpers festgefügt und in sich nicht beweglich ist.
-
Durch die Erfindung werden die vorgenannten Übelstände abgestellt.
Der oben bemängelte Hohlkörper wird in seinem vorderen und rückwärtigen
Teil
technisch nunmehr grundlegend so verändert; daß sowohl ein völlig ungehinderter
Ausblick vom Innern des Hohlkörpers her nach vorn in jeder Richtung gewährleistet
und ein Öffnen des rückwärtigen, bisher festen Teils des Hohlkörpers ermöglicht
ist. Der untere Rand des vorderen Teils des Hohlkörpers reicht der Erfindung gemäß
kaum noch bis zum Haaransatz oberhalb der Stirn, viel weniger denn über die Stirn-
oder gar bis zur Augenpartie. Die Friseurkundin ist somit in keiner Weise mehr in
ihrem Blickfeld behindert, so daß selbst bei Kranken oder sonst empfindlichen Frauen
Angst-und Beklemmungsgefühle ausgeschlossen sind. Außerdem kann die Friseurkundin
nunmehr während der Haartrocknung, da von jeglicher Behinderung des Blickfeldes
befreit, lesen, Handarbeiten verrichten oder sich ähnlich beschäftigen und ablenken.
-
Der rückwärtige, bisher unbeweglich festgefugte Teil des als Trockenraum
dienenden Hohlkörpers aber ist durch die Erfindung in sich beweglich gestaltet.
Er kann nunmehr vom Friseur sowohl während, wie außerhalb des Betriebs-der Haartrockenhaube
beliebig oft und bequem geöffnet und wieder geschlossen werden. Damit also erhält
er jetzt die Möglichkeit sowohl die langen und dichten Haare des Hinterkopfes seiner
Kundinnen ohne jede Schwierigkeit zur Trocknung in den Hohlkörper unterzubringen
und auch den Stand der Trocknung an dieser Haarpartie laufend leicht zu prüfen.
-
Durch die Erfindung ist es auf mehrfache Art möglich, den rückwärtigen
Teil des besagten Hohlkörpers in sich beweglich zu gestalten. Er kann sowohl nach
verschiedenen Richtungen schiebbar als auch klappbar konstruiert werden. Zu diesem
Zweck wird der Teil aus mehreren Stücken hergestellt, die so miteinander verbunden
werden, daß sich einzelne Stücke übereinanderschieben oder aber wie Klappen öffnen
und schließen lassen. In jedem Falle wird der rückwärtige Teil des Hohlkörpers zum
Zwecke der bequemen Unterbringung der Hinterkopfhaare und ihrer Überprüfung während
der Trocknung genügend weit geöffnet. In der Zeichnung ist lediglich je eine schieb-
und klappbare Ausführung veranschaulicht, obwohl weitere ähnliche Möglichkeiten
durch die Erfindung gegeben sind.
-
Die Zeichnungen zeigen den Erfindungsgegenstand in Ausführungsbeispielen.
-
Bild i in Seitenansicht stellt die durch die Erfindung zweckverbesserte
neue Linienführung beim vorderen Teil des sonst in bekannter Form wiedergegebenen
Hohlkörpers a dar. Der durch die Linienführung b erreichte völlig ungehinderte Ausblick
vom Innern des Hohlkörpers a her ist aus dem Bild zu erkennen.
-
Bild 2 in Vorderansicht zeigt ebenfalls die neue Linienführung b beim
vorderen Teil des Hohlkörpers a.
-
Bild 3 in Seitenansicht gibt neben der zweckverbesserten neuen Linienführung
b die bisher bekannten zwei Ausführungen c beim vorderen Teil des Hohlkörpers a
wieder. Durch die größere Länge bei den Ausführungen c wird der Ausblick vom Innern
des Hohlkörpers her stark eingeengt.
-
Alle drei Bilder zeigen den rückwärtigen Teil d des Hohlkörpers a
noch in bekannter festgefugter und in sich nicht schieb- oder klappbarer Ausführung.
-
Bild 4 und 5 in Seitenansicht lassen neben der neuen Linienführung
b die Aufteilung des rückwärtigen Teils d des Hohlkörpers a und die Schiebbarkeit
des Stückes e dieses Teils d erkennen. In Bild 4 ist das Stück e in
der \orinalstellung dargestellt. So ist der Hohlkörper a zur "Trocknung geschlossen.
Bei Bild 5 dagegen ist das Stück e hochgeschoben, so daß der Hohlkörper a ausreichend
geöffnet ist, um lange Hinterkopfhaare in dem Hohlkörper a zur Trocknung ohne Schwierigkeiten
unterbringen und um den Stand der Trocknung dieser am schwersten zu trocknenden
Haarpartie während des Betriebs der Trockenhaube bequem überprüfen zu können.
-
Bild 6 und 7 in Seitenansicht zeigen ebenfalls neben der neuen Linienführung
b die Aufteilung des rückwärtigen Teiles d des I loh lkörl>ers
a und statt der in Bild 4 und 5 dargestellten Schiebbarkeit eine klappbare
Anordnung des Stückes e, das bei dieser Konstruktion in seiner rückwärtigen Mitte
nochmal in vertikaler Richtung aufgeteilt und so mit je einer Hälfte nach rechts
und links klappbar ist. Während Bild 6 wieder die zur Trocknung erforderliche geschlossene
Form des Hohlkörpers a zeigt, ist in Bild 7 die geöffnete Form dargestellt, bei
der Unterbringung und llberprüfung des Standes der Trocknung von langem und dichtem
Hinterkopfhaar leicht möglich ist.
-
Bei der Konstruktion in Bild 4 und 5 wird der rückwärtige Teil d des
Hohlkörpers a in ein festes und ein schiebbares Stück aufgeteilt, dagegen in Bild
6 und 7 ein festes und zwei klappbare Stücke. Eine weitere Aufteilung oder anderweitige
Anordnung der Schieb- oder Klappbarkeit des rückwärtigen Teiles d des Hohlkörpers
a ist durch die Erfindung möglich gemacht.
-
Als Material für den durch die Erfindung wesentlich zweckverbesserten
Hohlkörper sind sowohl Metalle, Kunststoff als auch durchsichtige Stoffe wie Glas
oder ähnliche Kunststoffe verwendbar. Der vordere Rand des Hohlkörpers wird mit
elastischem Material überzogen.