DE823842C - Verfahren zur Herstellung von Viehfutter - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Viehfutter

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Publication number
DE823842C
DE823842C DEN218A DEN0000218A DE823842C DE 823842 C DE823842 C DE 823842C DE N218 A DEN218 A DE N218A DE N0000218 A DEN0000218 A DE N0000218A DE 823842 C DE823842 C DE 823842C
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DE
Germany
Prior art keywords
thiouracil
feed
quality
fattening
poultry
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Expired
Application number
DEN218A
Other languages
English (en)
Inventor
Meine Jan Eits Ernsting
Wybe Thomas Nauta
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Pharmaceutische Fabrieken NV
Original Assignee
Koninklijke Pharmaceutische Fabrieken NV
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Publication date
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Publication of DE823842C publication Critical patent/DE823842C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/116Heterocyclic compounds
    • A23K20/137Heterocyclic compounds containing two hetero atoms, of which at least one is nitrogen

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Viehfutter Insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika sind Versuche mit Viehfutter angestellt worden, dem Stoffe mit einer gewissen Wirkung auf die Schilddrüsenfunktion, die namentlich den Stoffwechsel verzögern, zugesetzt waren. Diese Versuche wurden an Kücken durchgeführt. Die Zusätze bestanden u. a. aus 2-Thiouracil, getrocknetem Schiddrüsenpulver und Stilboestrol. Die Erfolge dieser Versuche waren recht wechselnd. So fanden G 1 a z e n e r und J u 11 (Poultry Sci. 25, 236, t946), daß o,t und 0,2% Thiouracil im Futter während der Wachstumperiode von Kücken das Wachstum unterdrücken, und zwär bei 0,2% mehr als beio,t%. Andrews undSchnetzler(Poultry Sei. 2,5, 124, 1946) kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Sie fütterten Kücken mit Futter, das 0,075 bis 0,2% Thiouracil enthielt und erwähnen u. a., daß die Verzögerung des Wachstums bei Anwendung von Thiouracil in einer Konzentration von 0,2% ausgesprochener war, wenn über Nacht Kunstlicht angewendet wurde; wohl zeigten die Tiere eine bessere Schlachtqualität. Eine Gewichtszunahme über das'Gewicht der Vergleichstiere f anden dagegen M i x n e r, To w e r und U p p (Poultry Sci. 25, 536, 1946) beim Zusatz von o,025, o,oo5 bzw. o,t% Thiouracil zu dem Futter der Kücken, ebenso wie Schnetzle r, Andrews und Hauge (L.'. S. Egg and Poultry Mag. 5t, (1t], 554, t945), wobei die letztgenannten Forscher, dies im Gegensatz zu den späteren Ergebnissen von Andrews und Schnetzler, siehe oben, keinen merklich besseren Effekt mit Bezug auf die Schlachtqualität fanden.
  • Die beim Mästen von Kücken mittels Thiouracil erhaltenen Ergebnisse waren also, was die Gewichtszunahme und die Schlachtqualität betrifft, mindestens ungewiß, eher negativ, so daß von der Anwendung dieser Verbindung kein Erfolg zu erwarten war. Dazu kommt noch, daß es aus der humanen Praxis bekannt ist, daß das Muskelgewebe von mit Thiouracil behandelten Patienten wesentliche Mengen dieses Stoffes, bis 8 mg je ioo g, enthalten kann, während der Gehalt bestimmter Organe dieser Patienteh an Thiouracil in einigen Fällen sogar bis 400M9 je ioo g betragen kann (J. Clin. Invest. 23, 613, I944) so daß das Verspeisen von Muskelgewebe miteinem derartigen Thiouracilgehalt als nicht ungefährlich betrachtet werden mußte.
  • Auch von 4-Methyl-2-thiouracil ist es bekannt, daß es die Schilddrüsenwirkung verzögert. Obwohl bei Menschen die 4-Methylverbindung eine bessere Wirkung als das 2-Thiouracil selbst hat, ergaben eingehende Versuche mit Ratten, daß die beiden Verbindungen gleichwertig sind, insoweit es sich um den Einfluß auf die Schilddrüsenwirkung handelt (Am. Journ. Med. 2, 144, 1947).
  • Es wurde nun gefunden, daß die Anwendung von 4-Methyl-2-thiouracil in Viehfutter, z. B. in Futter für Geflügel, zum Mästen ausgesprochene und unerwartete Vorteile bietet, gegenüber der Anwendung von Thiouracil; bei zahlreichen Versuchen wurde bei Verwendung der 4-Methylverbindung stets ein günstiger Effekt gefunden.
  • Eine Übersicht des Ergebnisses eines Versuches (aus vielen mit entsprechenden Ergebnissen) mit Kücken soll hier erwähnt werden. Bei diesem Versuch wurde ein dem in Holland für das Mästen von Kücken üblichen Verfahren möglichst angenähertes Verfahren benutzt.
  • Es wurden deshalb, abhängig von der Rasse, Kücken im Alter von io bis 14 Wochen genommen, die während io bis 12 Tagen behandelt wurden, neben den Vergleichstieren, die unter sonst genau denselben Bedingungen aufwuchsen. Die Behandlung bestand darin, daß die Versuchstiere mit Futter gefüttert wurden, das so viel 4-Methyl-2-thiouracil enthielt, daß die Tiere von dieser Verbindung 5o mg je Tag erhielten. Man fand, im Vergleich mit den Vergleichstieren, eine starke Gewichtszunahme, Ansetzung von Baudh- und Muskelfett, weißes Fleisch und einen geringeren Schlachtverlust.
  • Eine Beurteilung auf Qualität in der üblichen Weise folgt hier: Erste Gruppe: normales Futter, wobei die Kücken im Freien liefen. Ergebnis: ioo% zweite Qualität.
  • Zweite Gruppe: normales Futter, kombiniert mit der üblichen Mastkur, wobei jedes Kücken gesondert in einem Maststall saß. Ergebnis: io% prima Qualitäf, 45% erste Qualität, 45% zweite Qualität. Dritte Gruppe: wie erste Gruppe, aber mit 4-Methvl-2-tl11ouracil im Futter in der angegebenen Menge. Ergebnis: 25% erste Qualität, j50%0 zweite Qualität.
  • Vierte Gruppe: wie zweite Gruppe, aber mit 4-Methyl-2-thiouracil im Futter in der angegebenen Menge. Ergebnis: 90% prima Qualität, Io% erste Qualität.
  • Außerdem hat das 4-1lethvl-2-thiouracil gegeniiber Thiouracil den Vorteil, daß es wider Erwarten (vgl. die obengenannten Versuche mit Ratten) auf das zu mästende Vieh wesentlich stärker wirkt, so daß die Mastkur nur kurz ztt sein braucht, hier io bis 12 Tage, während in der amerikanischen Literatur die Versuche sich mindestens über drei Wochen erstrecken; dazu wirkt auch der Umstand mit, daß 4-\7ethy1-2-thiouracil, wie gefunden wurde, praktisch keine Anlaufzeit hat, im Gegensatz zu Thiouracil, dessen Anlaufzeit ungefähr acht Tage beträgt.
  • Die optimale Menge kann für verschiedene Tiergattungen und innerhalb jeder Gattung sogar noch für verschiedene Rassen variieren. Am besten ist es, die optimale Menge für jede Gattung und für jede Rasse vorher experimentell zu bestimmen. Für das Mästen von Kücken liat sich z. B. eine derartige Menge, daß die Kücken je Tag etwa 5o mg beikommen, als recht gut herausgestellt.
  • Die Konzentration, in der das 4-\letliyl-2-thiouracil verwendet wird, ist so gering, daß das gemästete Tier für den Konsum ungefährlich ist. Der Gehalt des Fleisches an der genannten Verbindung blieb unterhalb der Grenze der chemischen Nachweisbarkeit, d. h. unterhalb i mg je ioo g Fleisch. Dies hat sich durch Versuche mit 4-Methyl-2-thiouracil bestätigt, dessen Schwefel teilweise aus dem radioaktiven Schwefelisotop S35 bestand. Bei diesen Versuchen stellte es sich nämlich heraus, daß das Muskelgewebe eines gemästeten Kückens kein 4-Methyl-2-thiouracil enthielt.
  • Nicht nur für das Mästen von Geflügel stellte sich die Anwendung von 4-\lethyl-2-thiouracil als sehr geeignet heraus. Ausgezeichnete Ergebnisse wurden z. B. auch mit der Anwendung dieser Verbindung im Futter für das Mästen von Kühen erzielt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Viehfutter bzw. Tierfutter, insbesondere für das Mästen von Vieh, wie Geflügel, dadurch gekennzeichnet, daß dem Viehfutter 4-Methyl-2-thiouracil einverleibt wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung eines Futters für Geflügel, dadurch gekennzeichnet, daß dem Futter so viel 4-Methvl-2-thiouracil einverleibt wird, daß das Geflügel etwa 5o mg dieser Verbindung je Tag bekommt.
DEN218A 1947-07-26 1949-11-30 Verfahren zur Herstellung von Viehfutter Expired DE823842C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL823842X 1947-07-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE823842C true DE823842C (de) 1951-12-06

Family

ID=19840962

Family Applications (1)

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DEN218A Expired DE823842C (de) 1947-07-26 1949-11-30 Verfahren zur Herstellung von Viehfutter

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DE (1) DE823842C (de)

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