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Elektrische Schalteinrichtung für schleichend Kontakt gebende Regler
Bekannt sind elektrische Schalteinrichtungen für schleichend Kontakt gebende Regler
mit in Reihe mit den Reglerkontakten liegender, den Nutzkontakt schaltender Relaisspule.
Bei diesen Einrichtungen ist der Nutzkontakt als Zeitschalter ausgebildet und durch
ein Laufwerk angetrieben, das, gleichzeitig einen in Reihe mit den Reglerkontakten
und der Relaisspule liegenden Tastkontakt mittels eines Nockens antreibt, so daß
der als Zeitschalter aus.-gebildete Nutzkontakt bei geschlossenem Reglerkontakt
in hc°stiininten Zeiträumen in i Einschaltstellung gebracht wird. Ein. Laufwerk
-ist hierbei unentbehrlich, da ohne den Tastkontakt die Relaisspule dauernd Strom
behielte und den Nutzkontakt in Einschaltstellung hielte.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Schalteinrichtung
für schleichend Kontakt gebende l@e@gler reit in Reihe mit den Reglerkontakten liegender,
den Nutzkontakt schaltender Relaisspule, und! das Wesentliche besteht darin, daß
parallel zu den Reglerkontakten ein Zeitschalter, z. B. eine Verzögerungsschaltröhre
von 4 bis io Sekunden Umschaltdauer, angeordnet ist, der gleichzeitig mit dein Nutzkontakt
von der diesem schaltenden Relaisspule betätigt wird und dien Relaiisgtromkreis
nach einer bestimmten Zeit unterbricht. Dies, hat den Vorteil, daß beim Einschaltendes.
Nutzkontaktes, also des Betriebsstromes, der Betriebsstrom für die Dauer des Schließens
des Verzögerungsschalters fließt, auch wenn der Reglerkontakt kurz nach dlem Einschalten
wieder geöffnet wird, da der Verzögerungsschalter den Reglerkontakt überbrückt.
Während dieser Überbrückungsdauer kann der Reglerkontakt auch beim Ausschalten keine
Funken ziehen. Ist der R,eglerkontakt nach der Schließdauer des Verzögerungsschalters
geöffnet, so schaltet das
Relais den Verzögerungsschalter und den
Nutzkontakt ruckweise wieder in die Anfangsöffnungslage um, so daß auch hierbei
kein Funkenziehen an beiden Schaltern auftritt. Die neue Schaltung ermöglicht bei
schleichend schaltenden; Reglern in einfachster Weise d(as Einschalten des Betriebsstromes
nur in bestimmten Zeitintervallen, ohne daß dazu, wie bei der vorbekannten Einrichtung,
mit Laufwerken versehene Unterbrecher notwendig sind, die Störungen verursachen
könnten.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich, wenn parallel zum RegIerkontakt
und der Relaisspule ein von beiden gesteuerter zweiter VerzÖgerungsschalter, z.
B. in Gestalt einer weiteren Elektrode der Verzögerungsschaltröhre, vorgesehen ist,
der beim Ausschalten des Betriebsstromes durch das Relais den Reglerkontakt und
die Relaisspule überbrückt. Hierdurch wird erreicht, daß während der '\'erzögerungsdauer
nach dem Ausschalten des Betriebsstromes beim etwaigen Wiedereinschalten des Reglerkontaktes
nur ein verschwindend geringer Strom nach der Relaisspule gelangen kann, da der
Hauptstrom über den Verzögerungsschalter und die Überbrückungsleitung fließt, und
daß daher während dieserVerzögerungsdauer der Nutzkontakt nicht wieder eingeschaltet
werden kann, so daß Funkenziehen am Nutzkontakt und am Reglerkontakt verhütet werden.
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Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich, wenn in Reihe
mit dem Reglerkontakt ein von der Relaisspule gesteuerter Kurzzeitschalter, z. B.
eine in der Verzögerungsschaltröhre angeord@ nete Elektrode, vorgesehen ist, der
beim Einschalten der Verzögerungsröhre die Leitung nach dein Reglerkontakt unterbricht.
Dies hat den Vorteil, daß der Reglerkontakt sofort nach dem Einschalten stromlos
wird und keine Funken ziehen kann und erst nach Ablauf der Verzögerungsdauer, also
z. B. nach vollständigem Hin- und Rücklauf der Quecksilbermasse in einer Verzögerun
gsschaltröhre, wieder Strom zum Schalten erhält.
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Mit Vorteil ist als Nutzkontakt eine Wischkontaktröhre mit z. B. i
bis 2 Sekunden Taktdauer, statt eines üblichen Quecksilberschalters, vorgesehen.
Dies hat, besonders bei Regelanlagen mit Maximal- und Minimalkontakten, die Motorventile
steuern, den Vorteil, daß das Motorventil während einer Taktzeit nur einen kurzen
Steuerschritt durchführt und daß nach diesem Steuerschritt beim etwaigen Umschalten
des Reglerkontaktes vom Maximal- auf den Minimalkontakt der Motor des Ventils nicht
von beiden Seiten Strom zum Vor-und Rücklauf erhalten kann.
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Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der Erfindung. Es zeigt Fig.
i ein Schaltungsschema einer elektrischen Reglerschalteinrichtung, Fig. 2 ein anderes
Schaltschema und Fig. 3 ein weiteres Schaltschema mit vom Regler gesteuertem Maximal-
und Minimalkontakt. Nach Fig. i ist zwischen Netzleitern 1 und 2 eine Leitung 3,
q mit einem von einem Regler gesteuerten Reglerkontakt 5 und, einer Relaisspule
6 eingeschaltet und parallel zum Reglerkontakt 5 ist eine Leitung 7, 8 mit einem
vorn Relais 6 gesteuerten Verzögerungsschalter 9 vorgesehen, der beim Schließen
denRegl-erkontakt5 überbrückt. Zwischen den Netzleitern i und 2 ist ferner eine
Leitung io, ii mit einem vom Relais 6 gesteuerten Nutzkontakt 12 und einem Stromverbraucher
25, z. B. Heizkörper, Magnetventil, Schütz o. dgl., eingeschaltet.
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Die Schalter 9 und 12 sind zweckmäßig Quecksilberröhren, die auf einer
gemeinsamen vom Relais 6 angetriebenen Welle angeordnet sind.
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Die Verzögerungsröhre 9 enthält gemäß Fig. i eine mittlere Querwand
13 aus dünnem Blech, die gleichzeitig als Elektrode ausgebildet ist und unten
eine kleine Durchgangsöffnung 14 von z. B. i mm Durchmesser und weniger zum Durchfließen
für die Quecksilbermasse 15 und oben ein größeres Loch zum Durchlassen von Gas aufweist.
Eine zweite Elektrode 16 ist dicht neben der Elektrode 13 angeordnet und so kurz
ausgebildet, daß sie bei der gezeichneten rechten Kipplage der Röhren kurz oberhalb
der Quecksilbermasse endet. Die Quecksilbermasse ist zweckmäßig so bemessen, daß
sie in beiden äußersten Kipplagen beiderseits bis oberhalb der Öffnung 1.4 reicht,
so daß der Quecksilberfaden nicht abreißt.
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Sobald der Kontakt 5 durch dcii Regler geschlossen wird, erhält das
Relais 6 Stroin über den Kontakt 5, und die Röhren 9 und 12 werden nach links gekippt,
so d'aß der Stroinverbrauclier 25 Strom erhält und, die Quecksilbermasse i_5 zwischen
den Elektroden 13 und 16 Kontakt gibt, bis sie durch die Öffnung 1.4 nach links
etwa iin Zeitraum von q bis 6 Sekunden abgeflossen ist. Während dieser Verzögerungsdauer
erhält das Relais 6 und damit auch der Verbraucher 25 Strom, auch wenn der Reglerkontakt
5 kurz nach dem Kippen der Röhre 9 wieder geöffnet wird.
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Ist die Masse 15 nach links abgeflossen, so wird der Kontakt an der
Elektrode i(-) unterbrochen, und wenn jetzt der Reglerkontakt 5 geöffnet ist, wird
das Relais 6 stromlos, und die Röhren 9 und 12 kippen in die dargestellte Lage zurück.
Wird während dieses Zurückfließens der Otiecksilbermasse 15 Bier Reglerkontakt 5
wieder geschlossen, so erhält die Spule 6 wieder Strom, und die Röhren 9 und 12
werden sofort in die Schließlage zurückgekippt, ehe die Quecksilbermasse 15 die
dargestellte Endstelhtng erreicht hat.
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Nach Fig. 2, die im wesentlichen die gleiche Anordnung zeigt wie Fig.
1, ist dieses Wiedereinschalten der Kontakte 12 und 13, 1 6 dadurch verhütet,
daß parallel zum Reglerkontalct 5 und der Relaisspule 6 noch eine Überbrückungsleitung
17 und ein Verzögerungskontakt 13, 18 in Gestalt einer zweiten Elektrode 18 links
neben der Elektrode 13 in der Röhre i9 vorgesehen ist, durch den der Reglerkontakt
5 und die Relaisspule 6 während des Zurückfließens der Quecksilbermasse 15 aus der
linken in die rechte Lage überbrückt werden. Infolgedessen gelangt während dieser
Riickflußzeit über den etwa geschlossenen Kontakt 5 nur ein verschwindend geringer
Strom nach der Relaisspule 6, der nicht
gcnügt, die Schaltür 12
und 13, 16 einzuschalten oder geschlossen zu halten. Um einen Kurzschluß zu verhüten,
ist zwischen die Relaisspule 6 bzw. die Leitung 17 und den Netzleiter 2 ein Widerstand
i9 eingeschaltet.
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Nach Fig. 3 bewegt sich der Reglerkontakt 5 zwischen Maximal- und
Minimalkontakten 20 und 2e' und schließt den Strom je nach seiner Stellung nach
Relais 6 oder 6', die die Nutzkontakte 12 oder 12' für Motorspulen 25 bzw. 25' eines
Kondensator-Motors mit Kondensator 21 zum Schließen oder Öffnen eines Motorve,utils
steuern und gleichzeitig \'erzögerutigsröhren 22 und 22' schalten, durch die der
Reglerkontakt 5 und die Relais 6 bzw. 6' Strom erhalten.
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Die Schaltröhren 12 und 12' können gewöhnliche Quecksilberröhren,
wie in Fig. i und 2 dargestellt, sein; sie können aber auch als Wischkontaktröhren
:ihnlich den Verzögerungsröhren 9 nach Fig. i mit kurzer Schaltdauer von z. B. i
bis 2 Sekunden; sein, so daß das Motorventil jeweils nur cinen kleinen Schritt in
jeder Taktzeit ausführen kann.
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Die Röhren 22 und 22' sind ähnlich den Röhren 9 nach Fig. i ausgebildet,
enthalten aber außer den 1?lektroden 13 und 16 noch eine. als Kurzzeitschalter dienende
Tauchelektrode 23, 23', die über Leitungen 24, 24' an den Reglerkontakt 5 angeschlossen
sind. Die Elektroden 13 und, 13' sind über den 1_ritcr 3 an die Netzleitung i angeschlossen.
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Gibt der Reglerschalter 5 mit 2o Kontakt, so erhält die Relaisspule
6 über 3, 13, 23, 24, 5, 20 Strom und kippt die Röhren g und 12 nach links, wobei
die Elektrode 23 sofort ausgeschaltet und die l,'l@ktrode 16 eingeschaltet wird,
so daß nunmehr das Rclais 6 Tiber 3, 13, 16, 4 Strom erhält, und wobei die Motorspule
25 durch den Wischkontakt 12 für 1 bis 2 Sekunden Strom zum Schließen des 1lotorventils
erhält. Der Kontakt 13, 16 bleibt so lauge geschlossen, bis die Quecksilbermasse
durch die enge Bohrung der Querwand 13 nach links abgeflossen ist, ist, also z.
B. 4 bis 6 Sekunden lang. Dann @% ird das Relais 6 stromlos, die Röhren 9 und 12
fallen in die :\ufangslage zurück, und die Quecksilliermassen fließen wieder nach
rechts, wobei in der Röhre 12 kein Kontakt geschlossen wird, während in der Röhre
9 der Kontakt zwischen 13 und 23 erst geschlossen wird, wenn die Quecksilberinasse
fast vollständig nach rechts zurückgeflossen ist.
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l tat der Kontakt 5, 20 vor oder während dieses Zurückftießens bereits
wieder geschlossen, so kann (lie Relaisspule 6 doch erst nach vollständigem Zurückfließen
der Ouecksilbermasse Strom erhalten, weil die Elektrode 16 beim Zurückfließen des
Ouecksill)ers mit dieser nicht in Kontakt kommt. Gibt der Reglerkonta.kt 5 mit 20'
Stromschluß, so arbeiten diaLs Relais 6' und die Röhren j und 12' in entsprechender
Weise, so .daß nunmehr die Motorspule 25' zum Durchführen eines kurzen öffnungsschrittes
des Motorventils Strom erhält.
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Da durch die Wischkontakte 12 und 12' nur kurzzeitige Stromstöße nach
den Motorwicklungen 25 und 25' gelangen, können diese während! einer Taktzeit der
Verzögerungsröhren 9 und 9' nur von einer Seite Strom bekommen.
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Werden statt der Wischkontakte 12 und 12' in der Anordnung nach Fig.
3 übliche Schaltröhren verwendet, so könnte während einer Taktzeit bei sehr schnellem
Umschalten des Reglerkontaktes 5 der Motor gleichzeitig auf beiden Wicklungen 25
und 25' Strom erhalten, so daB er still steht.