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Einrichtung zum automatischen Wechseln von Schallplatten Es sind Einrichtungen
bekannt, um bei Schallplattenapparaturen nacheinander eine größere Anzahl von Platten
abspielen zu können, die automatisch aufeinander folgen. Die Vorrichtungen hierfür
sind in der verschiedensten Weise ausgebildet. Besondere Beachtung finden diejenigen,
bei denen Mittel zum Halten der Platten in der Plattentellerachse oder ihrer Verlängerung
liegen, sei es, <laß der ganze Plattenstapel auf Stützgliedern lagert, die aus
der Plattentellerachse herausbewegt werden, sei es, daß nur während der Herabbewegung
einer neuen Platte der Plattenstapel vorübergehend festgehalten werden muß.
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So ist z. B. eine Vorrichtung vorgeschlagen worden, bei der aus der
Plattentellerachse drei Stifte oder Schieber heraustreten, welche die Auflage für
den Plattenstapel darstellen. Beim Wechseln schwenken dieselben in die Achse hinein,
während gleichzeitig drei ähnliche Stifte oder auch Federn sich zwischen die unterste
Platte und den restlichen Plattenstapel schieben und die Halterung desselben übernehmen.
Inzwischen wird die unterste Platte frei und fällt auf den Plattenteller.
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Diese an sich vorteilhaften Einrichtungen haben aber einen Nachteil,
der die Ausführung der Stifte oder Federn betrifft, die sich zwischen die Platten
schieben müssen. Diese können, um den Vorgang möglich zu machen, nur sehr dünn sein
und werden durch das große Gewicht des Plattenstapels bis an die Grenze des Zulässigen
beansprucht. Außerdem sind erhebliche Reibungskräfte zu überwinden, um diese dünnen
Stifte zwischen die Platten zu pressen, muß man doch dabei das Gewicht des darüberliegenden
Stapels überwinden.
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Ein weiterer Nachteil aber ist folgender: Diese Einrichtungen fußen
darauf, daß die Schallplatten nicht plan, sondern uneben sind, so daß zwischen ihnen
etwas Luft entsteht, wenn sie übereinanderliegen. Dies wird am ungünstigsten, wenn
viele Platten vorhanden sind, wie dies zu Anfang der Fall ist. Das Gewicht des Stapels
gleicht die Unebenheiten mehr oder weniger aus, der Zwischenraum
wird
sehr klein oder verschwindet. Entscheidend beeinflußt wird die Funktion dieser Art
von Plattenwechslern durch dieTatsache, daß nach den neuesten Festlegungen in den
deutschen Industrienormen die Stärke der Platten um 0,5 mm differieren kann. Es
liegt auf der Hand, daß demzufolge die Stifte oder Federn bei ungünstigen Toleranzen
sich nicht zwischen zwei Platten schieben können; sie werden entweder gegen die
Innenwandung der unteren oder die der oberen Platte gepreßt, und die Einrichtung
kann nicht arbeiten. Zwischen diesen beiden Grenzfällen tritt meistens der Fall
ein, daß die Stifte gerade noch Platz finden, wobei die aufgeklebten Papieretiketten
in sehr unschöner Weise zerfranst werden.
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In der Ruhelage wird der Plattenstapel beim Erfindungsgegenstand durch
beliebige Mittel über dem Plattenteller festgehalten. Es können z. B. zwei oder
drei seitliche Stützen zur Halterung des Stapels vorgesehen sein, wie dies an sich
bekannt ist. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Anordnung, bei der beispielsweise
drei Arme oder Hebel aus der Plattentellerachse herausgedrückt oder geschwenkt werden,
die den Plattenstapel tragen. Beim Wechselvorgang wird nun die unterste Platte freigegeben,
während die restlichen Platten festgehalten werden müssen. Die Erfindung beschäftigt
sich insbesondere mit den Mitteln zum vorübergehenden Festhalten der Platten.
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Bei einer Einrichtung zum automatischen Wechseln von Schallplatten
aus einem über dem Plattenteller liegenden Stapel, bei der den Stapel während des
Plattenwechsels haltende Mittel im Innern der Plattentellerachse liegen, wird gemäß
der Erfindung der Plattenstapel durch gegen die Innenkante des Loches der Schallplatte
drückende Klemmglieder festgehalten, die vom Innern der Plattentellerachse betätigt
werden. Zu diesem Zweck kann die Plattentellerachse geschlitzt sein, so daß aus
ihrer Wandung zwei oder drei Lappen oder Federn herausgeschnitten sind, die durch
einen Druck nach außen gegen die Innenkante des Loches gedrückt werden können. Es
können auch aus dem Innern der Plattentellerachse herausbewegte Klemmglieder vorgesehen
sein. Die Klemmglieder können mit kleinen Vorsprüngen, Zähnen oder anderen, die
Reibung erhöhenden Mitteln, versehen sein. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung
der Haltemittel für den Stapel werden die Nachteile der bekannten Einrichtungen
vermieden; auch größere Toleranzen der Plattenstärke können in Kauf genommen werden.
Darüber hinaus _ kann die Einrichtung wesentlich massiver gestaltet werden. Ein
Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt.
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Fig. i zeigt einen Schnitt in stark vergrößertem Maßstab, Fig. 2 einen
Schnitt nach der Linie A-B der Fig. i und Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie
C-D der Fig. i.
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Die Plattentellerachse besteht nach Fig. i aus dem Rohr 2, in dem
sich eine Achse i befindet, die drehbar gelagert ist. In einem Absatz der Achse
sind drei Bohrungen 3 angebracht, an denen die unteren Achsstummel der drei Hebel
4 gelagert sind. Die obere Lagerung wird durch einen Ring vorgenommen, der starr
mit der Achse verbunden ist. Auf den Hebeln ,4 liegen die Schallplatten 6 bis 13.
Die Hebel .4 können durch eine Drehung der Achse in das Innere des Rohres 2 zurückgedreht
werden, so daß die unterste Schallplatte auf der Achse nach unten gleitet. Gleichzeitig
werden die darüber befindlichen Schallplatten durch die Klemmvorrichtung festgehalten.
Diese besteht aus drei Lappen 14, welche aus der Rohrwandung herausgeschnitten sind,
so daß sie nur mit ihrem einen Ende mit dem Rohr in Verbindung bleiben.
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Das untere Ende dieser Lappen reicht unter Berücksichtigung der Stärketoleranz
der Schallplatten bis zur unteren Kante der zweiten Schallplatte oder etwas darüber.
Gegen die Innenwandung der Lappen liegen die Federn 15, die durch eine Kurvenscheibe
16 nach außen bewegt werden können. Bei der Drehung der Achse werden diese
drei Lappen nach außen gedrückt, so daß die zweite und die darüberliegende Platte
festgehalten wird, während die unterste Platte frei abfallen kann.
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Die Federn 15 sind vorgesehen, um ein Verklemmen der Kurvenscheibe
zu vermeiden. Sie können auch durch nach innen eingedrückte Sicken ersetzt werden,
die direkt aus dem Material der drei Lappen herausgearbeitet sind.
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Um die Sicherheit dieser Einrichtung noch weiter zu erhöhen, kann
man das Rohr an der Stelle hinterdrehen, an der sich die drei Federn oder Lappen
befinden, wobei man die Hinterdrehung am Ende der Federn wieder in den Außendurchmesser
übergehen läßt. Dadurch entsteht an den Federn ein kleiner messerscharfer Vorsprung
von nur o,io bis o,i5 mm, der mit absoluter Sicherheit ein etwaiges Rutschen der
Platten verhindert. An Stelle der Lappen der rohrförmigen Plattentellerachse können
bei einer anderen Ausführung auch rechteckige :\usse'hnitte in der Rohrwandung angebracht
werden, in denen federnde Klemmstücke angebracht werden.