DE825257C - Verfahren zur Herstellung von Arylcyanamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Arylcyanamiden

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DE825257C
DE825257C DES2828A DES0002828A DE825257C DE 825257 C DE825257 C DE 825257C DE S2828 A DES2828 A DE S2828A DE S0002828 A DES0002828 A DE S0002828A DE 825257 C DE825257 C DE 825257C
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DE
Germany
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preparation
aryl
arylated
cyanamides
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Expired
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DES2828A
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English (en)
Inventor
Louis Bobichon
Michel Marius Mosnier
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Rhone Poulenc SA
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Rhone Poulenc SA
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Arylcyanamiden Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Arylcyanamiden, von denen bekanntlich einige Zwischenprodukte bei der Herstellung von pharmazeutischen Präparaten darstellen.
  • Wenn man Thioharnstoff mit Methylsulfat versetzt, erhält man nacheinander das Methylsulfat des Methylisothioharnstoffs und dann das Sulfat des S-Methylisothioharnstoffs, und das letztere gibt unter der Einwirkung von Ätznatron Methylmercaptan, welches man so in reinem Zustand herstellen kann, frei. Neben dem Mercaptan führt die Reaktion zum Cyanamid, welches sich zum Dicyandiamid polymerisiert.
  • Andrerseits ist es gleichfalls bekannt, daß Benzylchlorid im alkalischen Medium den Phenylthioharnstoff in Phenylcyanamid umlagert. Es wurde nun gefunden, daß man durch Behandlung der substituierten S-Alkylisothioharnstoffe mit einer starken Base die entsprechenden Cyanamide erhält.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung läßt man eine starke Base auf einen arylierten S-Alkylisothioharnstoff einwirken, entfernt das gebildete Mercaptan und isoliert das in Lösung gebliebene Arylcyanamid.
  • Die Herstellung der arylierten S-Alkylisothioharnstoffe kann in bekannter Weise durch Alkylierung von Arylthioharnstoffen mittels Alkylierungsmitteln, wie z. B. Methylsulfat, erfolgen. Die Arylradikale können ganz verschieden sein, mono- oder polycyclisch, substituiert oder nicht substituiert, z. B. Phenyl-, p-Chlorphenyl- oder Naphthylreste. Die Menge der verwendeten Base kann in weiten Grenzen variieren. Man kann mit einer Basenmenge arbeiten, die gegenüber der theoretisch notwendigen Menge einen Überschuß darstellt. Bei der Anwendung von Alkalien wurden gute Ausbeuten erhalten, wenn man mit einem dreifachen Überschuß über die Menge, die für den Verlauf der Reaktion nötig ist, arbeitete.
  • Die Reaktion wird im allgemeinen derart durchgeführt, daß man den aromatisch substituierten S-Alkylisothioharnstoff und die starke Base zusammenbringt, wobei das Reaktionsmedium ganz einfach Wasser oder ein Alkohol oder ein Alkohol-Wasser-Gemisch sein kann; praktisch verwendet män Methyl-oder Äthylalkohol.
  • Die Reaktion selbst wird bei gewöhnlicher Temperatur durchgeführt.
  • Wenn der arylierte S-Alkylisothioharnstoff ganz gelöst ist, ist die Reaktion beendet.
  • Man entfernt nun das während der Reaktion gebildete Mercaptan. Dies kann einfach durch Erhitzen erfolgen.
  • Um das Arylcyanamid zu isolieren, fällt man dasselbe nach dem vollständigen Entfernen des Mercaptans durch Neutralisation des Mediums, beispielsweise mit Essigsäure, aus. Es kann vorteilhaft seih, das Medium im Verlauf der Entfernung des Mercaptans fortschreitend anzusäuern, wobei die Zugabe der Säure so geregelt wird, daß die Acidität des Mediums nicht ausreicht, um die Ausfällung des Arylcyanamids zu bewirken.
  • Die Herstellung der arylierten S-Alkylisothioharnstoffverbindungen und ihre Umlagerung in Arylcyanamide kann stattfinden, ohne daß es notwendig ist, den intermediär gebildeten arylierten S-Alkylisothioharnstoff zu isolieren.
  • Die folgenden Beispiele zeigen die praktische Anwendung der Erfindung, ohne sie zu beschränken; die angegebenen Teile bedeuten Gewichtsmengen. Beispiel i Man stellt den S-Methyl-p-chlorphenylisothioharnstoff auf bekannte Weise durch Einwirkung von Dimethylsulfat auf p-Chlorphenylthioharnstoff her. Das erhaltene Produkt hat einen Schmelzpunkt von 8o,5 bis 81°; sein Pikrat schmilzt bei 179°.
  • Zoo Teile S-Methyl-N-p-chlorphenylisothioharnstoff werden in einer Lösung von 168 Teilen Ätzkali und iooo Teilen Wasser suspendiert. Nach zwei Stunden ist praktisch alles gelöst. Man erhitzt zum Sieden, um das Mercxptan zu entfernen. Nach dem Abkühlen fällt man das p-Chlorphenylcyanamid durch Neutralisieren des Reaktionsgemisches mit Eisessig in Gegenwart von Lackmus aus. Die Ausbeute beträgt 870/0, Schmelzpunkt 107. @.
  • Beispiel 2 Man läßt ein Gemisch von 186 Teilen p-Chlorphenylthioharnstoff, 17o Teilen `'Wasser und lao Teilen Dimethylsulfat reagieren. Die Temperatur steigt rasch an. Bei 8o° ist die Auflösung vollständig. Die abgekühlte Flüssigkeit wird langsam in eine Lösung von 25o Teilen Ätzkali in iooo Teilen Wasser gegossen. Es fällt ein weißer Niederschlag aus, welcher den S-Methyl-1`1-p-chlorphenylisothioharnstoff darstellt. ,wach zwei Stunden ist dieser praktisch gelöst. Man erhitzt zum Sieden, um das Mercaptan zu vertreiben.
  • Man fällt das p-Chlorphenylcyanamid mit Essigsäure aus. Die Ausbeute beträgt 92 0,.0. Schmelzpunkt des umkristallisierten Produkts 107 =. Beispiel 3 Man erhitzt eineMischung von 2oTeilen ß-Naphthylthioharnstoff, 2o Teilen Dimethylsulfat und 3o Teilen Wasser während 20 Minuten auf ioo°, dann gießt man sie in 25o Teile warmes Wasser. Diese Lösung wird nach und nach in eine auf io' abgekühlte Lösung von 3o Teilen Natriumcarbonat in iooo Teilen Wasser gegossen. Man trennt den S-Methyl-N-ß-naphthylisothioharnstoff ab.
  • Man suspendiert 216 Teile S-blethyl-N-ß-naphthylisothioharnstoff in einer Lösung von i68 Teilen Ätzkali in 15oo Teilen Wasser. Nach zwei Stunden filtriert man einige Spuren ungelöster Substanz ab und bringt zum Sieden, um das '@lercaptan zu vertreiben. :Man fällt das ß-Naphthylcyanamid durch Eisessig aus der abgekühlten Lösung aus; Schmelzpunkt ioo bis ioi°, Ausbeute 88 0/0.

Claims (2)

  1. PATHNTANSPRI CHI?: i. Verfahren zur Herstellung von Arylcyanamiden, dadurch gekennzeichnet, daß man eine starke Base, vorzugsweise im Überschuß, auf einen arylierten S-Alkylisothiollarnstoff einwirken läßt, das gebildete 3lercaptan entfernt und das in Lösung gebliebene Arylcyanamid isoliert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man einen arylierten S-Alkylisothioharnstoff, der aus dem Medium, in dem er gebildet wurde, nicht isoliert wird, verwendet.
DES2828A 1948-01-06 1950-04-19 Verfahren zur Herstellung von Arylcyanamiden Expired DE825257C (de)

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