DE825285C - Elektrischer Antrieb mit einem Induktionsmotor - Google Patents

Elektrischer Antrieb mit einem Induktionsmotor

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DE825285C
DE825285C DEP35135A DEP0035135A DE825285C DE 825285 C DE825285 C DE 825285C DE P35135 A DEP35135 A DE P35135A DE P0035135 A DEP0035135 A DE P0035135A DE 825285 C DE825285 C DE 825285C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B69/00Driving-gear; Control devices
    • D05B69/22Devices for stopping drive when sewing tools have reached a predetermined position
    • D05B69/26Devices for stopping drive when sewing tools have reached a predetermined position with automatic means to reduce speed of drive, e.g. in one or more steps

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Elektrischer Antrieb mit einem Induktionsmotor Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Antrieb für Maschinen, welche einen vorbestimmten Arbeitskreislauf ausführen uni mit einem zwangsläufigen Halt zur Ruhe kommen.
  • Bei Antrieben dieser Art ist es bisher bekannt gewesen, die Geschwindigkeit der Maschine vor dem Anhalten zu verringern, um so den Stoß möglichst klein zu machen. Jedoch wurde zufolge der verwendeten zusammengesetzten mechanischenEinrichtungen zum Verändern der Geschwindigkeit ,die mögliche Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine unzweckmäßig begrenzt.
  • Diese Schwierigkeit wird gemäß der vorliegenden Erfindung mittels elektrischer Bremsung weitestgehend beseitigt.
  • Nach der Erfindung geht dem Anhaltevorgang eine Verkleinerung der Motorengeschwindigkeit auf einen Zwischenwert voraus, indem dieser Motor bei übersynchronen Geschwindigkeiten arbeitet, um durch die Vernichtung der Umlaufenergie als Induktionsgenerator ein Bremsen zu bewirken. Der Arbeitskreislauf einschließlich Beschleunigung, Verzögerung und zwangsläufigen Anhaltens der angetriebenen Maschine an einer vorbestimmten Stelle wird ohne die Verwendung von Kupplungen durchlaufen.
  • Dabei wird ein Induktionsmotor mit Käiganker bzw. Kurzschlußanker verwendet, der aus einer hohen Geschwindigkeit auf eine kleine Geschwindigkeit schnell gebremst werden kann, wobei die Verbindung für kleine Geschwindigkeit bei Stillstand ein Bremsmoment im Stillstand hervorruft. Zum Anhalten des Motors, der eine Schwungmasse antreibt, wird dieser Motor auf eine Zwischen gesahwindigkeit elektrisch gebremst und nachfolgend bei geringer Geschwindigkeit zum Stillstand gebracht.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung zur Darstellung gebracht.
  • Fig. 1 zeigt ein Schaltschema des Antriebs nach der Erfindung ; .
  • Fig.2 zeigt die zugehörigen Drebmoment-:;esaliw indigdceitkennlinien.
  • In der Fig. i ist ein Motor i vorzugsweise ein Induktionsmotor mit Käfigankerdargestellt, der im Ständer eine NIelirpliasenwicklung 2 und eiere besondere Finl>liasenwicklung 3 enthält. Die Ein-1>liasenw-icklung hat mehr Pole als die Mehrphasenw icl;lting und schafft daher ein Ständerfeld von kleinerer Synchrongeschwindigkeit, Vorzugsweise, aber nicht unbedingt, hat die Einphasenw-icsklt,lig 3 doppelt soviel Pole wie die Mehrphasenwicklung 2. Eine von dem Motor i angetriebene Maschine 39 soll bei Vollendung eines bestimmten Arbeitskreislaufes zwangsläufig angehalten werden. Maschinen dieser Art sind allgemein bekannt.
  • Ein dreipoliger Schalter 5, welcher Kontakte 6, 7, 8 und eine Arbeitsspule 9 aufweist, verbindet die Afehrphasenw icklung 2 mit einer Stromquelle 1. 1, 1. 2, L 3 über einen Trennschalter io.
  • Ein Schalter i i, welcher Kontakte 12, 13, 14, 15 und eine Arbeitsspule 16 aufweist, verbindet die Einpliasenwicklung 3 mit der Stromquelle L 2. L 3 ,iil>er den Trennschalter to. Ein einpoliger Zw-eiw-egscllalter 17 weist Kontakte 18 und ig auf. Er wird von einem Nocken 20 gesteuert, der von dem Motor i vermittels eines Geschw indigkeitsverminderers 21 angetrieben' wird. Es ist einleuchtend, daß normalerweise die Kontakte ig geschlossen sind, während ein Stift 22 auf dem zylindrischen Teil der Scheibe 20 entsprechend dem Druck einer Feder 24 gleitet. Wenn jedoch der Nocken 23 von (lein Stift erreicht wird, öffnen sich die Kontakte ig und die Kontakte i8 schließen sich.
  • Ein Klinkenschalter 25, -der gewöhnlich offene Kontakte 26 aufweist, ist so angeordnet, daß, wenn ein Druckknopf 27 gedrückt wird, um die Kontakte 26 entgegen der Kraft einer Feder 28 zu schließen, wie in ausgezogenen Linien der Fig. i dargestellt ist, eine Klinke 29 dahin arbeitet, die Kontakte 26 geschlossen zu halten, bis siQ später durch einen Schlagnocken 30 freigegeben werden, welcher von (lern @lotor i durch den GeschNvindigkeitsverminderer --i angetrieben wird.
  • Es ist einleuchtend, daß die Winkelstellungen der Nocken 20 und 30 entsprechend den Erfordernisseil <per 'Maschine 39 eingestellt werden können, so claß die Bedienungsperson nur nötig hat, jeden einzelnen Arbeitskreislauf durch Schließen des Schalters 25 von Hand einzuleiten, und das gesamt"-System schließlich zu einem zwangsläufigen Halt der h-laschine 39 bei abgeschalteter Energie und, für den nächsten Arbeitskreislauf bereit, zur Ruhe kommt.
  • Es sei zum Arbeiten angenommen, daß der Leitungsschalter geschlossen ist und ein Schließen des Schalters 25 von Hand den Stromkreis von.L 2 über die Spule g die geschlossenen Kontakte 15, 19 und 26 zu L 3 schließt. Dadurch wird Spannung an die Spule 9 gelegt, und der Schalter 5 schließt die Kontakte 6, 7, und 8 und verbindet die Wicklung 2 mit den Speiseleitungen I. r, I_ 2. I_3. Der Motor 1 'kommt daher auf Touren uiid läuft als Mehrp'haseninduktionsinotc»- mit einer Geschwindigkeit, welche durch die Anzahl der Pole der Wicklung 2 bestimmt ist. Daher kann der bei voller Geschwindigkeit abzuwickelnde _Arheitsgang der Maschine 39 stattfinden. Unmittelbar vor dein Anhalten der Maschine wird der Stift 22 durch den Nocken 23 verschoben. Die Kontakte i< öffnen sich, und die Kontakte 18 schließen sich. Das Offnen der Kontakte 19 öffnet den Stromkreis von L 2, L 3 durch die Spule 9 hindurch, und' der Schalter 5 kehrt in seine Offenstellung zurück und trennt daher die iMehrpliasenwicklung 2 von der Leitung L i, L 2 und L 3. Ein Schließen der Kontakte 18 schließt einen Stromkreis von L 2 durch die Spule 16, die Kontakte 18 und 26 nach I_ 3. Dadurch wird Spannung an die Spule 16 gelegt, und der Schalter 11 schließt die Kontakte 12, 13 und 14 und öffnet,die Kontakte 15. Die Kontakte 14 sind Sel-bsthaltekontakte, um den Strom-kreis geschlossen zuhalten, nachdem sich die Kontakte i8 als Folge der Verdrehung des Nockens 20 wieder öffnen.
  • Beim Schließen des Schalters i i wird eine Einphasenspannung von L 2, L 3 an die Wicklung 3 gelegt. Da diese Wicklung eine größere Anzahl von Polen als die Wicklung 2 hat, läuft der Rotor oberhalb der synchronen Geschwindigkeit, welche durch ,die Wicklung 3 bestimmt ist, wenn die Wicklungsumschaltung durchgeführt ist. Der Motor läuft also als Induktionsgenerator, und die aufgespeicherte Umlaufenergie des Systems wird bei Riickgew,iiinung elektrischer Energie zur Stromquelle L 2, L 3 geliefert, 'dabei wird der '-Motor rasch abgebremst, bis er die Last wieder antreibt, nun jedoch mit geringerer Geschwindigkeit, welche durch die Wicklung 3 mit größerer Polzahl bestimmt ist.
  • Bei einem 2 : i-Verhältnis der Polzahlen wird diese geringe Geschwindigkeit etwa die Hälfte der vollen Geschwindigkeit des Systems sein, und daher ist die aufgespeicherte Umlaufenergie, die nunmehr noch vernichtet werden muß, um die Maschine vollständig anzuhalten, auf etwa ein Viertel ihres ursprünglichen Wertes reduziert worden. Auf diese `Veise wird der mechanische Stoß, wenn die :Maschine zu einem zwangsläufigen Halt kommt, durch die vorgenannte schnelle Geschwindigkeitsverminderung weitestgehend verkleinert.
  • Unmittelbar vor dem zwangsläufigen Halt gibt der Schlagnocken 3o die Klinke 29 frei, wie in gestrichelten Linen in Fig, i dargestellt ist, und öffnet die Kontakte 26 des Schalters 25. Dadurch wird der Stromkreis durch die Spule 16 geöffnet, und der Schalter i i kehrt in seine Normalstellung zurück und trennt die Wicklung 3 vonL 2, L 3 und schaltet damit den Motor i ab. Schließlich wird ein zwangsläufiger Halt erreicht, die gesamte Bewegung hört auf, das System ist in seine Normallage zurückgekehrt und für einen neuen Arbeitskreislauf bereit.
  • Die Fig.2 zeigt die Kennlinienkurve3i für die angetriebene Maschine 39, die Kurve 32 für den Motor mit der Wicklung 2 und die Kurve 33 für den Motor mit der Wicklung 3. Vollastlaufgeschwindigkeit tritt am Punkt 34 ein. Wenn die Einphasenwickhin9 3 eingeschaltet wird, übt der Motor ein negatives oder ein Bremsmoment, z. 13. an der Stelle 35, aus, und der Motor verlangsamt sich schnell zufolge des Bremsmoments gemäß der schraffierten Fläche .4. Von dem Nulldrehmomentenpunkt 36 ab entwickelt der Motor wiederum ein positives Drehmoment, und der stabile flrbeitsputikt 37 wird erreicht. Nach diesem Punkt wird die Wiclaung 3 von der Stromquelle I_ 2, 1. 3 abgeschaltet, und der Motor läuft zum Stillstand aus. Die Einphasemvicklung 3 erzeugt hei Stillstand kein Drehmoment (Punkte 38). S 2 bzw. S 3 deuten die svnchronen Geschwindigkeiten der NIotorenwickltingen 2 bzw, 3 an.
  • Ein, typisches Anwendungsgebiet für dieses System ist der Antrieb einer Gruppenstichnä hmaschine, in welcher eine vorbestimmte Zahl von Stichen hergestellt und die Maschine dann angehalten wird. Es ist einleuchtend, daß, um eine maximale Nutzarbeitszeit zu schaffen, die Zeiten, welche zur Beschleunigung und Verzögerung der Maschine benötigt werden, auf ein Geringstmaß zu reduzieren sind, und daß weiterhin die maximale Geschwindigkeit soweit wie möglich 'konstant sein muß unter Aufrechterhaltung der Fähigkeit der Maschinenteile, den Haltestoß mit Sicherheit zu absorbieren. Bezüglich des Wirkungsgrades des Systems der vorliegenden Erfindung bei einer besonderen Gruppenstichnähmaschine ist festgestellt worden, claß ideal gesehen, falls überhaupt keine Zeit für Beschleunigung und Verzögerung zugelassen werden würde, 45 Stiche je Arbeitskreislauf genäht werden können, während tatsächlich 42 Stiche genäht wurden. Dieses ergibt einen Wirkungsgrad von oder 93,4°/o.
  • Das System gemäß der Erfindung unterscheidet sich von üblichen polumschaltbaren Motoren mit Mehrphasenwicklungen verschiedener Polzahlen. In diesen Systemen müssen beide Wicklungen ein Anlaßdrelimoment schaffen, und infolgedessen kann d-ie I?inlih@aseir@vi@klung, wie sie hier verwendet wird, nicht benutzt werden. Ein weiterer Unterschied ergibt sich aus der Tatsache, daß, falls ein üblicher polumschaltbarer Motor bei eingeschalteter Wicklung stillgesetzt wird, der mechanische Stoß durch das beträchtliche ausgeübte Stillstandsdrehmoment erhöht wird, welches bei dem System der vorliegenden Erfindung gleich Null ist.

Claims (3)

  1. PATL:NTANSPRUCHE: r. ElektrischerAntrieb mit einem Induktionsmotor, der außer einer Mehrphasenwicklung eine Einphasenwicklung einer größeren Polzahl als idie der Mehrphasenwicklung besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß von Hand auswählbare Mittel dazu dienen, die Mehrphasenwicklung mit einer Stromquelle elektrischer Energie zu verbinden, während ein automatisches Mittel wirksam wird, um die Mehrphasenwicklung von der Stromquelle abzuschalten und die Einphasenwicklung mit der Energiequelle zu verbinden, und ein motorengesteüertes Mittel die Einphasenwicklung nach einer vorbestimmten Anzahl von Umdrehungen des Motors abschaltet.
  2. 2. Antrieb nach Anspruch t, dadurch gekeirnzeichnet, daß das erste vom Motor angetriebene Mittel die Mehrphasenwicklung von ,der Stromquelle abschaltet und die Einphasenwicklung mit der Stromquelle nach einer vorbestimmten Anzahl von Umdrehungen des Motors verbindet, und das zweite Mittel., welches vom Motor nach dem Arbeiten des ersten Mittels angetrieben wird, die Motorenwicklungen vollständig von der Energiequelle abschaltet, und das dritte Mittel, welches durch einen mechanischen Anschlag verkörpert wird, dazu dient, den Motor nach den Arbeiten der ersten und zweiten Mittel anzuhalten.
  3. 3. Antrieb nach den Ansprüchen t und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein von Hand zti schließender Schalter, dessen Schließen die Verbindung der Mehrphasenwicklung mit der Stromquelle elektrischer Energie herstellt, mit einer Klinke versehen ist, um seine Schließstellung aufrechtzuerhalten, ferner @daß ein Nocken, welcher von dem Motor angetrieben wird, einen Schalter zum Abschalten der Mehrp'hasenwicklung von der Energiequelle betätigt und die Einphasenwicklung mit,dieser Energiequelle verbindet, und daß ein wanderndes Glied, welches von dem Motor angetrieben wird, dazu dient, die Klinke freizugeben, um den von Hand zu schließenden Schalter zu öffnen.
DEP35135A 1948-09-08 1949-02-26 Elektrischer Antrieb mit einem Induktionsmotor Expired DE825285C (de)

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US271234XA 1948-09-08 1948-09-08
US825285XA 1948-09-08 1948-09-08

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DE825285C true DE825285C (de) 1951-12-17

Family

ID=33100553

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DEP35135A Expired DE825285C (de) 1948-09-08 1949-02-26 Elektrischer Antrieb mit einem Induktionsmotor

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CH (1) CH271234A (de)
DE (1) DE825285C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095932B (de) * 1954-04-05 1960-12-29 Standard Dayton Corp Wechselstrommotor mit mehrpoliger Laufwicklung und Bremswicklung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095932B (de) * 1954-04-05 1960-12-29 Standard Dayton Corp Wechselstrommotor mit mehrpoliger Laufwicklung und Bremswicklung

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CH271234A (de) 1950-10-15

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