DE82641C - - Google Patents

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DE82641C
DE82641C DENDAT82641D DE82641DA DE82641C DE 82641 C DE82641 C DE 82641C DE NDAT82641 D DENDAT82641 D DE NDAT82641D DE 82641D A DE82641D A DE 82641DA DE 82641 C DE82641 C DE 82641C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J5/00Devices or arrangements for controlling character selection

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15: Druckerei.
einzeln zu bewegen gestattet.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. September 1894 ab.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung dar, um mit Hülfe einer geringen Anzahl von Griffen eine grofse Reihe von einzelnen Bewegungen hervorzurufen.
Besonders ist sie verwendbar für die Uebertragung der Fingerthätigkeit, durch welche eine gröfsere Anzahl Bewegungen bei Anwendung der möglichen Combinationen von je zwei Griffen erzielt werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung auf eine Vorrichtung angewendet, um mittelst fünf Griffen 15 Zahlen einzeln in Bewegung zu setzen.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung von vorn und Fig. 2 dieselbe von der Seite. Fig. 3 zeigt im Grundrifs die Anordnung der an den einzelnen Griffen sitzenden Arme und Weichen. In Fig. 4 ist ein Theil der Vorrichtung von vorn mit zwei gleichzeitig heruntergedrückten Griffen; in Fig. 5 ist eine Hubsperrung in Ansicht, in Fig. 6 die bei dieser Vorrichtung angewendete Weiche und in Fig. 7 und 8 zwei andere Anordnungen von Weichen gezeigt, a1 a1 a3a11 as sind die fünf Griffe, die durch entsprechende Federn hochgehalten werden. Die fünf Griffe sind mit Platten ί>'£2£3έ4έ>5 versehen; wie dies in Fig. 3 im Grundrifs gezeichnet ist. C1C2C3C4C5 sind federnde Stangen, welche mittelst Schnüre e mit kleinen Gewichten f verbunden sind, g g sind ebenfalls federnde Stangen, welche mittelst Schnüre e mit Gewichten f verbunden sind.
Die sämmtlichen Gewichte/ sind in der Zeichnung mit Zahlen 1 bis 15 versehen, um zu zeigen, dafs man mit den fünf Griffen α jede dieser Zahlen einzeln bewegen kann.
Die zehn federnden Stangen g tragen an ihrer S'pitze kleine drehbare Dreiecke h, die den Zweck haben, bei der Abwärtsbewegung der Platten b durch die Griffe a die federnden Stangen g stehen zu lassen, wenn sie nicht von zwei Armen b gleichzeitig erfafst und heruntergedrückt werden. Die Platten sind nun so angeordnet bezw. haben eine solche Form, dafs, wenn die fünf Griffe α einzeln gedrückt werden, die Griffe einzeln die federnden Stangen c treffen und dementsprechend fünf Gewichte f bewegen. Um dies auszuführen, müssen die Arme b bei den Stangen g vorbeikönnen, und dies wird dadurch erreicht, dafs die drehbaren Dreiecke h ausweichen. Werden nun je zwei Griffe α gleichzeitig gedrückt, was bei fünf Griffen bekanntlich in zehn Combinationen vorgenommen werden kann, so erfassen jedesmal die Platten b der gedrückten Griffe α nur eine Stange g gleichzeitig, drücken demnach von beiden Seiten auf das drehbare Dreieck h, die sog. Weiche, und drücken damit eine Stange g herunter und bewegen das entsprechende Gewicht f, während die Platten b bei sämmtlichen anderen Weichen vorbeigehen.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind folgende Zahlen mit den daneben stehenden
Griffen in Bewegung zu setzen, unter Voraussetzung, dafs mit der rechten Hand gedrückt wird und Finger ι der Daumen, wie in der Musik, ist.
Nr. ι mit Finger i,
- 2 - - 1+2,
- io - - 3 + 4,
- Ii - - 2+5,
- J2 - - 3 +'5,
- 13 - - 4:
- 14 - - 4 + 5>
■■-' r5 - - 5·
In der Fig. 3 sind bei den einzelnen federnden Stangen die Zahlen beigesetzt, welche sie in Bewegung setzen. Drückt man z. B. auf <22, so sieht man, dafs die Arme b2 an den Weichen 2,9,6 und 11 einseitig vorbeigehen, mithin keine weitere Zahl in Bewegung setzen wie nur die Zahl 3.
Drückt man die Griffe α 2 + α 3, so sieht man, dafs die beiden Weichen an den Zahlen 2, 9 und 11, 4, 12 und 10 einseitig vorbeigehen, dagegen gemeinsam auf die Weiche 6 drücken, mithin diese Zahl 6 in Bewegung setzen u. s. w.
In Fig. 4 ist gezeigt, wie zwei Griffe gemeinsam eine Stange b herunterdrücken.
Damit man nun beim Drücken der Griffe mit aller Sicherheit es vermeidet, irgend eine andere Zahl als . die gewünschte in Bewegung zu setzen, ist die Bewegung der Griffe in zwei Hübe eingetheilt und eine Sperrung eingeschaltet, welche selbstthätig in Wirkung tritt, damit man mit den Griffen nur den benöthigten Hub erlangen kann. Die Hubsperrung besteht aus Schlitten »2, wie die Fig. 5 darstellt, die in Führungen laufen und durch Federn zurückgezogen werden. Die Griffe α haben Stifte s, die einmal zur Hubbegrenzung der Griffe nach oben dienen, indem sie gegen eine Platte stofsen, andererseits gleiten diese Stifte bei der Abwärtsbewegung der Griffe an den Keilflächen / der Schlitten m herunter, wobei der letztere vorgeschoben wird. Wird nun blos ein Griff herabgedrückt, so kann der Stift s bis in den Ausschnitt seines Schlittens gleiten und auch gleichzeitig in die entsprechenden Ausschnitte der Schlitten der anderen Griffe. Es kann also der Griff den doppelten Hub machen und somit eine der federnden Stangen c treffen und herunterdrücken.
Werden jedoch zwei Griffe α gleichzeitig heruntergedrückt, so schiebt jeder Griff α seinen Schlitten m vor, so dafs jeder Stift s des einen Griffes auf die obere Kante des Schlittens des anderen Griffes zu liegen kommt und festgehalten wird. Die Griffe können also nun nicht mehr die entsprechenden federnden Stangen c berühren und dadurch auch nicht mehr die Zahlen der einzeln bewegten Griffe in Bewegung setzen. ■
Anstatt der in der Zeichnung angewendeten Weichen h oder derjenigen, wie sie einzeln in Fig. 6 gezeigt ist, nämlich mit einer kleinen Feder, die dafür sorgt, dafs das Dreieck sicher in seine Anfangsstellung zurückkommt, kann man auch beliebig andere Weichen anwenden. In Fig. 7 ist z. B. die Stange g mit einem festen dreieckigen Kopf versehen, selbst aber federnd aufgestellt, so dafs sie, wenn sie von einer Seite nur gedrückt wird, nach der anderen ausweicht. In Fig. 8 ist eine Weiche gezeigt, bei welcher zwischen je zwei Griffen α die Platte b um Stifte r in Schlitzen beweglich ist. c c und g sind die beweglichen Stangen. Drückt man nun blos auf einen Griff a, so geht der Arm b an g vorbei, und man kann c allein herunterdrücken. Drückt man jedoch die beiden Griffe α α gleichzeitig, so kann man mit dem Arm b die Stange g herunterdrücken.
Ebenso kann man natürlich noch weitere Combinationen mit drei Griffen bilden u. s. w.
Diese Bewegungsvorrichtung ist nun in der mannigfachsten Weise verwendbar, vor allen Dingen an Schreibmaschinen, und würde man im Stande sein, mit zehn Tasten 55 einzelne Zeichen zum Abdruck zu bringen. Auch bei Zeigertelegraphen oder einer Reihe von Musikinstrumenten, wie Flöte, Clarinette und dergl., würde die Vorrichtung zur Verwendung gelangen können.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche: ;
    ι. Ein Tastenwerk, welches mit einer geringen Anzahl Tasten eine gröfsere Anzahl Druckstempel einzeln zu bewegen gestattet, dadurch gekennzeichnet, dafs jede Taste mit einer Druckplatte b versehen ist, welche Druckplatten eine derartige Form haben, dafs jede Platte mit jeder anderen an einer Stelle benachbart ist, wobei theils direct, aber in einiger Entfernung unter den Platten, theils unmittelbar unter den Fugen der Platten Druckstempel angeordnet sind, derart, dafs beim Druck nur einer Taste der unter ihr liegende Stempel, beim Druck je zweier Tasten aber der unter der gemeinsamen Fuge liegende niedergedrückt wird, wobei letzteres durch drehbare Weichen h am Ende der Stempel erreicht wird, welche, wenn von zwei Platten b gedrückt, im Gleichgewicht bleiben und daher den
    Stempel niederdrücken, wenn aber nur von einer Platte getroffen, ausweichen und den Stempel in Ruhe lassen.
    Bei der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung eine Hubsperrung für die Doppelgriffe, bestehend aus mit je einer Keilfläche und Einschnitten versehenen Schiebern m, deren jeder beim Niederdrücken seiner Taste durch einen Stift s an dem Schaft der Taste verschoben wird und der einzeln gedrückten Taste vermöge Eintretens des Stiftes in die Einschnitte der Schieber den ganzen Hub, zwei gleichzeitig gedrückten Tasten aber nur den halben Hub gestattet, indem durch Verschieben der Schieber die Stifte s auf die Schieber aufsetzen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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