DE82799C - - Google Patents

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DE82799C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62MRIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
    • B62M13/00Transmissions characterised by use of friction rollers engaging the periphery of the ground wheel

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arrangement Or Mounting Of Propulsion Units For Vehicles (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf Fahrräder und besteht in einer Antriebvorrichtung ohne Kette. Derselbe bezweckt, die beim Antrieb des Treibrades durch Kette auftretenden Uebelstände dadurch zu vermeiden, dafs man die Bewegung des Treibrades durch Reibung der Antriebvorrichtung auf dem Radreifen desselben herbeiführt, und zwar wird für diesen Zweck vorzugsweise die Elasticität der Luftreifen ausgenutzt, indem vermittelst eines rotirenden Cylinders auf dem Reifen die Reibung erzeugt wird, welche zur Fortbewegung des Rades auf dem Erdboden erforderlich ist.
Um dies zu erreichen, wird entweder parallel oder concentrisch zur Tretkurbelachse ein Cylinder aus Stahl oder anderem Metall angeordnet, welcher zur Vermehrung der Reibung mit einem Ueberzug von Kautschuk, Leder, Haut oder einer anderen geeigneten Substanz versehen sein kann. Dieser' Cylinder dreht sich in inniger Berührung mit dem Radmantel in dem zur Vorwärtsbewegung des Fahrrades geeigneten Sinne und wird durch eine die Tretkurbelachse bethätigende Transmission mitgenommen. Die Oberflächengeschwindigkeit des Cylinders mufs natürlich gleich sein der linearen Abwickelung des Rades auf dem Erdboden.
Die die Tretkurbelachsenbewegung auf den Mitnehmercylinder übertragende Transmission kann verschiedene Ausführungsformen erhalten, von denen zwei in beiliegender Zeichnung zur Anschauung gebracht sind.
Fig. ι zeigt eine Gesammtansicht eines unter Anwendung des Erfindungsgegenstandes construirten Zweirades, während
Fig. 2 eine Theilansicht der Transmission in gröfserem Mafsstabe in Seitenansicht und
Fig. 3 in Vorderansicht,
Fig. 4 dagegen die Gesammtansicht eines Zweirades mit auf der Tretkurbelachse angeordnetem concentrischen Mitnehmercylinder ist.
Fig. 5 zeigt in vergröfsertem Mafsstabe die Antriebvorrichtung in Seitenansicht,
Fig. 6 einen Schnitt nach Linie M-N durch die vorige und
Fig. 7 einen Schnitt nach Linie P-Q in
Fig- 5-In diesen Figuren stellt O die Achse der
Tretkurbeln P dar. Der Kreis, welchen die letzteren beschreiben, ist in Fig. 5 mit XXX bezeichnet. Die eine der Tretkurbeln trägt an ihrer Innenseite, wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, auf der Achse O sitzend, ein Zahnrad A, welches mit einem Zahnrad B in Eingriff steht, dessen Achse, wie aus Fig. 5 und 7 zu ersehen ist, ein mit einem Treibcylinder D in Eingriff stehendes Zahnrad C trägt. Im Cylinder D ist die Welle E gelagert, welche einen Cylinder F aus Stahl oder anderem geeigneten Metall trägt, dessen Umfang mit der Lauffläche des Antriebrades R in Berührung steht.
Die gesammte Antriebvorrichtung ist zwischen den Armen G G einer soliden Gabel des Maschinengestelles und auf kleinen, die Achse des Zahnrades B und des Rades C tragenden Querarmen HH gelagert.
Um das Treibrad vom Cylinder aus mitzunehmen, mufs dieser, damit die Reibung die zur Mitnahme genügende Stärke erhält, einen Druck ausüben, welcher gleich demjenigen ist, der vom Radfahrer durch den auf der Achse des Treibrades ruhenden Theil seines Körpergewichtes ausgeübt wird, d. h. für einen etwa 90 kg wiegenden Radfahrer ungefähr 60 kg betragen mufs, was gegenüber dem bei Kettenübertragung erforderlichen Druck gering ist.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform ist die Achse des Treibrades R in Gabeln gelagert, welche eine Verlängerung der Seitentheile des Gestelles bilden. Vortheilhafter ist es jedoch, diese Achse, wie in Fig. 1 dargestellt, durch Arme K tragen zu lassen, welche bei 0 drehbar gelagert sind.
Aus dieser Anordnung ergiebt sich, dafs, sobald das Zweirad belastet wird, der Punkt 0 sich senkt und die Entfernung zwischen der Achse E des Mitnehmercylinders und der Achse Z des dahinter befindlichen Treibrades verringert wird. Hieraus ergiebt sich ferner, dafs der Cylinder und das Rad mit einander in Berührung gebracht werden, und zwar wird diese Berührung eine um so innigere, je gröfser die auf dem Fahrrad ruhende Last ist. Befindet sich das Fahrrad in unbelastetem Zustande, so übt der Cylinder gar keinen oder nur einen sehr geringen Druck auf das Rad aus.
Der Cylinderumfang kann beliebig geformt sein; er kann, wie in Fig. 6 gezeigt, geradlinig oder, wie in Fig. 3 dargestellt, in einspringendem Winkel verlaufen, so dafs er den Radreifen umspannt und auch von den Seiten her einen Druck auf den letzteren ausübt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche :
1. Eine Antriebvorrichtung für Fahrräder, dadurch gekennzeichnet, dafs ein an dem Reifen des Treibrades anliegendes Reibrad (F), welches unmittelbar oder- unter Einschaltung von Uebersetzungen von den Tretkurbeln getrieben wird, das Treibrad bewegt, zu dem Zwecke, die Elasticität des Radreifens zur sicheren Uebertragung der Bewegung auszunutzen.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Antriebvorrichtung, bei welcher die Treibradachse (Z) mittelst kurzer Hebel (K) mit dem Fahrradgestell verbunden ist, zu dem Zwecke, durch die bei der Belastung des Rades erfolgende Drehung des Gestelles um die Treibradachse das Reibrad der Gröfse der Belastung entsprechend an den Radreifen anzupressen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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