DE828036C - Einrichtung zur Herstellung widerstandsgeschweisster Gittertraeger - Google Patents
Einrichtung zur Herstellung widerstandsgeschweisster GittertraegerInfo
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Description
- Einrichtung zur Herstellung widerstandsgeschweißter Gitterträger Im Hauptpatent 814654 ist ei') geschweißter Gitterträger unter Schutz gestellt, bei dem die Streben mit ihren Enden die Stege der Gurte von beiden Seiten umfassen und bei dem die anschließenden Teile einer Verbindungsstelle mittels elektrischer Widerstandsschweißung gleichzeitig miteinander verbunden sind. In weiterer Ausbildung dieser Erfindung wird eine Einrichtung zur Herstellung solcher widerstandsgeschweißter Gitterträger mit einer Punktschweißmaschine vorgeschlagen, bei der erfindungsgemäß die Punktschweißmaschine in der Mitte einer Rollenbahn angeordnet ist, wobei die neben der Schweißmaschine liegenden lZollenbahnhälften eine Länge aufweisen, die mindestens der größten `herzustellenden Trägerlänge entspricht und bei der mindestens ein als Aufnahme für die zu sehweißenden Teile und als Transporteinrichtung dienender, entlang der Rollbahn beweglicher Schlitten vorgesehen ist. Mittels dieser Einrichtung lassen sich Gitterträger in Serienfertigung herstellen.
- Zweckmäßig sind zwei parallel zueinander angeordnete Rollenbahnen vorgesehen. Dabei empfiehlt es sich, zwei Transportschlitten vorzusehen und die eine der Rollenbahnen zum Bestücken und Entleeren sowie zum Transport des entleerten Schlittens und die andere zum Transport des bestückten Schlittens dienen zu lassen. Die Streben können einzeln in eine Schweißschablone eingelegt und gemeinsam festgespannt werden, während die Gurte nur lose mit den Streben verbunden sind, worauf die bestückten Schablonen selbsttätig im Schweißtakt durch die Schweißmaschine hindurchgeführt und danach der geschweißte Träger aus der Schablone ausgehoben wird.
- Vorteilhaft ist eine Einrichtung vorhanden, die auf die Gurte des Gitterträgers während des Schweißens einwirkend, deren richtigen Abstand einstellt. Die Rollenbahnen können aus am Umfang gerillten Rollen und aus zylindrischen Rollen bestehen, die sich um gemeinsame Achsen drehen, wobei ein Führungswinkel der Schablone in die Rillen eingreift.
- Vorteilhaft weist die Schweißeinrichtung mehrere Elektroden auf, die auf Schweißstellen an beiden Gurten einwirken. Dabei sind zweckmäßig die auf die einzelnen Gurte einwirkenden Elektroden in Längsrichtung der Gitterträger gesehen, um die Hälfte des Knotenpunktabstandes am gleichen Gurt versetzt. Auf diese Weise können stets mehrere, schräg gegenüberliegende Knotenpunkte geschweißt werden, was zur Beschleunigung der Fertigung wesentlich beiträgt.
- Um einen Kreislauf der Transportschlitten (Schablonen) zu ermöglichen, sind vorteilhaft mehrere, über die Rollenbahnen verteilten Einrichtungen zum Übergeben der Schlitten von einer Rollenbahn zur parallel liegenden vorgesehen. Die Umsetzungseinrichtungen können dabei aus je zwei parallel geführten, miteinander gekoppelten Kurbelschwingen bestehen, deren zwischen den Endpunkten gelegene Kurbelpunkte eine volle Kreisbewegung austü'hrt, während ihre Endpunkte einerseits durch einen Schwingbalken miteinander verbunden sind, andererseits zwischen zwei Spurrollen auf und ab geführt sind. Die Schwingbalken können mit ein-und feststellbaren Auflagern für die Schablonen vorgesehen sein. Zweckmäßig ist eine der Spurrollen fest und die andere federnd gegen die Schwingen gelagert. Es empfiehlt sich, daß die Umsetzvorric'htungen auf beiden Seiten der Schweißmaschine gemeinsam und in , entgegengesetztem Sinne wirken.
- Weitere Vorteile und Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes sind nachstehend an Hand des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt Fig. i eine schematische Darstellung der Gesamtanlage in Ansicht von vorn gesehen, Fig. 2 eine Draufsicht, Fig. 3 ein Teil einer Schweißschablone mit dein zu verschweißenden Gitterträger in Draufsicht, Fig. 4 einen Querschnitt hierzu, Fig. 5 einen der Rollenständer mit Umsetzvorrichtung für die Schablone gemäß der Schnittlinie V-V der Fig. i gesehen, Fig. 6 eine Vorderansicht des Rollenständers und Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. i.
- Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus einer aus Rollenböcken A zusammengestellten Transportbahn, die durch eine in der Mitte der Strecke eingeschaltete elektrische Widerstandsschweißanlage B unterbrochen ist. Die Transportbahn bildet zwei Straßen C und D, von denen die vordere Straße C eine Leerstraße und D die eigentliche Schweißstraße ist. Von einem Schaltautomaten B aus wird der Schweißvorgang selbsttätig gesteuert, während das Bestücken der Schablone und das Herausnehmen des fertiggeschweißten Trägers von Hand erfolgen.
- Der zu schweißende Gitterträger wird über die Transportbahn auf einer Schablone r (hig. 3 und 4) geführt. Es sind 2 und 3 die Gurte eines herzustellenden Gitterträgers, die durch die Streben 4 miteinander durch Schweißtiog verbunden werden sollen. Die Streben ,t haben im Querschnitt z. B. V-Form und sind an den Enden gespalten. Sie werden auf der Schablone durch Kalter 5 befestigt, um die richtige Lage während des Schweißens zu behalten. Die Gurte von T-Forin werden lediglich in den Spalt der über die Schablone hervorragenden Strebenenden geschoben.
- Um einen ununterbrochenen Arbeitsvorgang des Schweißens herbeizuführen, sind mindestens zwei Schablonen vorgesehen, von denen sich jeweils eine auf der Leerstraße und eine andere auf der Schweißstraße befindet. Während eine Schablone auf (ie#-Leerstraße bestückt wird, wandert eine andere auf der Schweißstraße an der Schweißeinrichtung vorüber bzw. durch die Schweißeinrichtung hindurch. Das Umsetzen der beiden Schablonen vor und nach erfolgter Sehweißung geschieht gleichzeitig mittels einer Cmsetzvorrichtung, die an den 1Zollenböckeii A vorgesehen und in den zig. 5 und 6 des Näheren dargestellt ist.
- Die die Transportbahn bildenden Rollenständer -1 besitzen für jede der beiden Fahrstraßen eine Breitrolle 6 und eine Spurrolle 7, auf denen die Schablonen i gleiten. Das Ausheben und Umsetzen der Schablonen auf eine andere Straße erfolgt mittels zweier Kurbelstangen S und 8', die an ihren oberen Enden durch einen Steg y miteinander verbunden sind. Die Kurbelstangen sind mittels Zapfen io und i o' an den Zahnrädern i i und i i' aasgelenkt, die gemeinsam von einem auf einer Welle 12 sitzenden Zahnrad 13 angetrieben werden. Mit ihrem unteren Ende gleiten die Kurbelstangen zwecks Führung zwischen Rollen 14 und 15. t)ie Rolle 15 ist auf einem um den Zapfen 17 schwenkbaren Hebelarm 16 gelagert, der durch eine Zugfeder 18 die Rolle gegen die Kurbelstange preßt und dadurch Klemmtingen der Stange bei den Schwenkbewegungen vermeidet. Da <las Umsetzen der beiden Schablonen gleichzeitig in zueinander entgegengesetzter Richtung erfolgt, muß für jede Hälfte der Fährstrecke eine besondere Antriebswelle vorgesehen werden. Die aii der Aufgabeseite liegende Welle 12 wird durch einen am Anfang der Fahrstrecke liegenden Elektromotor 2o über ein Getriebe 2i angetrieben. Die gleiche Anordnung befindet sich auch auf der :\tishebeseite, wo die Welle 12' durch den Motor 20' find Getriebe 21' ihren Antrieb erhält. Diese Anordnung kann aber auch dahin geändert werden. daß beide Wellen durch einen gemeinsamen Motor oder gegebenenfalls lediglich von Hand angetrieben werden, wobei durch ein Zwischenrad im Getriebe die Umkehrung der Drehrichtung erfolgt.
- Die Schweißung erfolgt durch eine Mehrfachpunktschweißeinrichtung, die im Ausführungsbeispiel aus zwei Doppelpunktwiderstandsschweißinaschinen B und 13' (F ig. 7) besteht, die in der Mitte der Fährstrecke einander gegenüberstehen, jedoch gegeneinander um die Hälfte des Knotenpunktabstandes, bezogen auf den gleichen Gurt, versetzt sind. Sie sind dadurch in der Lage, gleichzeitig an zwei schräg gegenüberliegenden Knotenpunkten vier Streben anzuschweißen. Die Steuerung des Schweißvorganges und der stufenweise Transport von Schweißstelle zu Schweißstelle erfolgt selbsttätig von einem nicht näher dargestellten, von der tlauptaritriebswelle aus gesteuerten Sc'haltautoinaten L, der über Schalthebel i9 und i9' mit den beiden Schweißmaschinen in Verbindung steht. hie Arbeitsweise gestaltet sich derart, daß die Schablonen in einem Kreislauf die Anlage durchfahren.
- hie auf der Leerstraße C linksseitig liegende Schablone i (Fig. 2) wird mit den zu verschweißenden Teilen des Gitterträgers bestückt, wie in F ig. 3 in größerem i\laßstabe gezeigt. Während dieser Zeit wandert die zweite Schablone i auf der Schwei1Sstraße D in Richtung des Pfeils P2 durch die Schweißmaschinenanlage. Nach Beendigung der Schweißung wird die Umsetzvorrichtung von Hand oder automatisch eingeschaltet, wodurch gleichzeitig der Wechsel der beiden Schablonen von der Leerstraße auf die Schweißstraße und umgekehrt erfolgt, wie durch die Pfeile P1 und P3 angedeutet.
- Nach dem Entladen der Schablone mit dem geschweißten Gitterträger wird diese in Richtung des Pfeils P1 wieder in die Aufgabestelle zur neuen Bestückung gefahren, während zu gleicher Zeit die andere Schablone dem Schweißvorgang unterzogen wird.
Claims (12)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Herstellung widerstandsgeschweißter Gitterträger nach Patent 814654 mit einer l'unktsch«-eißmaschine, gekennzeichnet durch eine Rollbahn, in deren Mitte die Punktschweißmaschine angeordnet ist, wobei die neben der Schweißmaschine liegendenRollbahnhälften eine Länge aufweisen, die mindestens der größten herzustellenden Trägerlänge entspricht, und durch mindestens einen als Aufnähme für die zu schweißenden Teile und als Transporteinrichtung dienenden, entlang der Rollbahn beweglichen Schlitten.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch zwei parallel zueinander angeordnete Rollbahnen.
- 3. Einrichtung nach den Ansprüchen i und = , dadurch gekennzeichnet, daß zwei Transportschlitten vorgesehen sind und die eine der Rollbahnen zum Bestücken und Entleeren sowie zum Transport des entleerten Schlittens und die andere zum Transport des bestückten Schlittens dienen.
- 4. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, die auf die Gurte des Gitterträgers während des Schweißens einwirkend deren richtigen Abstand einstellt.
- 5. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollbahnen aus am Umfange gerillten Rollen (7) und aus zylindrischen Rollen (6) bestehen, die sich um gemeinsame Achsen drehen, wobei ein Führungswinkel der Schablone in die Rillen der Rollen (7) eingreift.
- 6. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißvorrichtung mehrere Elektroden aufweist, die auf Schweißstellen an beiden Gurten einwirken.
- 7. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die einzelnen Gurte einwirkenden Elektroden in Längsrichtung der Gitterträger gesehen um die Hälfte des Knoteripunktabstandes am gleichen Gurt versetzt sind. B.
- Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 7, gekennzeichnet durch mehrere über die Länge der Rollbahnen verteilte Einrichtungen zum Überheben der Schlitten von einer Rollbahn zur parallel liegenden.
- 9. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzvorrichtungen aus je zwei parallel geführten miteinander gekoppelten Kurbelschwingen bestehen, deren zwischen den Endpunkten gelegenen Kurbelpunkte eine volle Kreisbewegung ausführen, während ihre Endpunkte einerseits durch einen Schwingbalken miteinander verbunden sind, andererseits zwischen zwei Spurrol-Ien auf und ab geführt sind. io.
- Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingbalken an ihren oberen Enden mit Auflagern (9) für die Schablonen versehen sind. i i.
- Einrichtung, nach den Ansprüchen i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Spurrollen fest ist und die andere gegen die Schwinge (8, 8') federt.
- 12. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzvorrichtungen auf beiden Seiten der Schweißmaschine gemeinsam und in entgegengesetztem Sinne wirken.
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