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Steuerung für einen Motorgreifer mit hydraulischem Antrieb Es sind
bereits Motorgreifer bekannt, deren Schaufeln durch ein hydraulisches Getriebe geöffnet
und geschlossen werden. Das hydraulische Getriebe wird von einer Pumpe angetrieben,
und die Umsteuerung auf die öffnungs- und Schließbewegung erfolgt durch ein Steuerventil,
das die Druckflüssigkeit abwechselnd auf die eine oder -die andere Seite eines Druckkolbens
leitet.
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Bei bekannten Steuerungen dieser Art erfolgt die Umschaltung durch
einen Elektromagneten. Dieser ist jedoch, da er sich in dem mit Flüssigkeit gefüllten
Behälter befindet, einer Kurzschlußgefahr ausgesetzt, auch bestehen die sonstigen
bei elektrischen Apparaten vorkommenden Störungen, und schließlich ist für die Zuleitung
ges elektrischen Stromes zu diesem Magneten eine besondere Stromleitung erforderlich,
so @daß dafür zusammen mit der Stromleitung für den Antriebsmotor ein sechsadriges
Kabel erforderlich ist, das im Betrieb gewisse Schwierigkeiten verursacht.
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Man hat aus diesem Grunde schon vorgeschlagen, die elektrische Steuerung
durch eine mechanische Steuerung zu ersetzen, so daß nur das übliche Zuleitungskabel
für den Motor erforderlich ist, und die sonst bei elektrischen Apparaten auftretenden
Störungen durch Kurzschluß vermieden werden.
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Es sind verschiedene Ausführungen solcher mechanischen Steuervorrichtungen
bekannt. Soweit dazu Schleifkupplungen in Verbindung mit Zahnradgetriebe verwendet
werden, besteht die Gefahr
einer raschen Abnutzung mit einer sich
-daraus ergebenden unzureichenden Umschaltung. Die Zahnräder sowie die bei einer
anderen Ausführung verwendeten Nutenzylinder haben den Nachteil, daß genaue Lagerungen
und verwickelte Antriebsvorrichtungen erforderlich sind, die einer starken Abnutzung
unterliegen. Dazu kommt noch, daß bei allen bekannten mechanischen Steuerungen für
die Umsteuerung Schieber verwendet werden, und zwar sowohl Flachschieber als auch
Rundschieber, bei denen zusätzliche Dichtungen notwendig sind, die einer besonderen
Wartung bedürfen und bei deren Beschädigung Störungen in der Arbeit des Greifers
eintreten müssen. i Die Erfindung schafft eine mechanische Steuerung für Greifer,
die die vorstehenden Nachteile nicht aufweist und unter Vermeidung der der Abnutzung
unterworfenen und der Wartung bedürftigen Drehteile und Schieber eine sichere Umsteuerung
mit verhältnismäßig einfachen Mitteln gewährleistet.
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Gemäß der Erfindung erfolgt die Schaltbewegung des Steuerorgans durch
einen Schwenkrahmen, der mit zwei Klinken ausgerüstet ist, die im Wege eines Anschlags
an einem mit dem Motor umlaufenden Teile so angeordnet sind, daß jeweils eine von
ihnen bei der Drehung des Motors in der einen Richtung ausweichen kann, während
die zweite zum Zwecke des Umschaltens mitgenommen wird. Als Umschaltorgan dient
ein Hahn, vorzugsweise ein Dreiwegehahn, der bei seiner Schwenkung durch den Schaltrahmen
über ein geeignetes Gestänge in der einen Lage die Druckleitung der Pumpe mit dem
Raum vor dem Kolben des zum Schließen der Greifersöhalen dienenden Kolbens verbindet
und in seiner anderen Lage diesen Raum mit dem Ölsumpf in Verbindung setzt.
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Die Zeichnung zeigt als Beispiel eine Ausführungsform der Erfindung,
und zwar ist Fig. i eine Draufsicht auf den Getriebekasten mit der Steuerung nach
Abnahme des Deckels; Fig. 2 ist ein Schnitt durch Fig. i in Richtung der Linie 11-I1,
in der Pfeilrichtung gesehen; Fig. 3 ist ein Schnitt durch Fig. i in Richtung der
Linie III-111, in der Pfeilrichtung gesehen; Fig.4 ist eine Einzelteildarstellung
der Pumpe und der Umsteuervorrichtung in vergrößertem Maßstab im Schnitt; Fig. 5
ist ein Teil von Fig. 4 in einer abgeänderten Stellung; Fig. 6 und 7 zeigen eine
weitere Ausführung des Dreiwegehahnes in zwei Stellungen.
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In Fig. i ist i der Antriebselektromotor, -der in der üblichen Weise
außerhalb des Getriebekastens angebracht ist, und auf dessen Welle 2 innerhalb des
Gehäuses ein Zahnrad 3 aufgesetzt ist, das mit der Innenverzahnung einer Trommel
4 im Eingriff steht und diese in Umdrehung versetzt. Die Welle 5 dieser Trommel
ragt in das Pumpengehäuse 6 hinein. Sie trägt dort eine Exzenterscheibe 7, deren
Zapfen 8 mit Hilfe eines Steines 9 den Gleitrahmen io dieses Steines hin und her
bewegt und dadurch die Pumpenkolben i i bzw. i i a betätigt und die in dem Getriebekasten
vorhandene Druckflüssigkeit, vorzugsweise dünnflüssiges 01, durch die Leitungen
12 in die gemeinsame, nach dem Umschaltventil führende Leitung 13 drückt (Fig. ,4).
Das 01 wird durch die noch zu beschreibende Umschaltvorrichtung in an sich
bekannter Weise wechselweise durch die Leitung 14 oder 15 dem Arbeitszylinder für
das Öffnen und Schließen des Greifers zugeführt. Dieser enthält einen Kolben 17
und eine an dem Hebelwerk der Greiferschalen anfassende Kolbenstange 18. Der Raum
i9 hinter dem Kolben steht dauernd mit der von der Pumpe gelieferten Druckflüssigkeit
in Verbindung, während der Raum 20 vor dem Kolben abwechselnd mit dem Druckraum
der Pumpe oder mit einer in den Ölsumpf führenden Leitung verbunden werden kann.
Die Bewegung des Kolbens in der Pfeilrichtung in Fig. 4, die unter der Wirkung des
in dem Raum i9 sich befindenden Drucköls erfolgt, ist die Öffnungsbewegung, während
die Schließbe-,vegung in der umgekehrten Richtung des Kolbens durch den Differentialdruck
auf den Kolben 17 erfolgt.
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Gemäß der Erfindung ist an der Trommel 4 ein Anschlag, vorzugsweise
eine Rolle 21 vorgesehen, die mit der Trommel umläuft. Ferner ist am Gehäuse eine
Welle 22 gelagert, die einen Hebelarm 23 trägt. Das Ende dieses Hebelarmes ist durch
einen Lenker 24 mit einem Arm 25 verbunden, der auf eine Welle 26 aufgesetzt ist
und zur Bedienung eines mit dieser Welle verbundenen Halmkükens 27 dient.
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Auf der Welle 22 ist ferner eine Scheibe oder ein Gehäuse 28 fest
angeordnet. In diesem Gehäuse sind zwei Klinken 29 und 3o drehbar gelagert. Die
Klinken sind doppelarmig, an ihren hinteren Enden greift eine Feder 31 an (Fig.
2), die die Klinken in der gespreizten Lage gegen Anschlagflächen an dem Gehäuse
28 hält. Die Klinken sind in ihrer Länge so bemessen, daß die Rolle 21 bei ihrer
Bewegung in der Pfeilrichtung (Fig.2) zwar an der oberen Klinke 29 vorbeigeht, aber
auf die untere Klinke 3o auftrifft. Sie nimmt dadurch bei ihrer Weiterdrehung diese
Klinke mit und schwenkt den ganzen Rahmen 28 mit der Welle 22 so weit, daß eine
an dein Rahmen anfassende Feder 32 den Rahmen und damit auch die Welle 22 weiterdrehen
kann, und zwar bis an einen Anschlag, so daß die gesamte Drehung der Welle 22 über
den Arm 23, den Lenker 24 und den Arm 25 ein Schwenken der Welle 26 um 9o° bewirkt.
Die Rolle 21 kann bei ihrer Weiterbewegung dann an der ausgeschwenkten Klinke
30 vorbeigehen. Die Klinke 29 ist durch diese Schwenkung des Rahmens 28 so
weit nach der Mitte der Welle 5 hin bewegt, daß sie jetzt im Wege der Rolle 21 steht;
wenn die Trommel 4 mit der Welle 21 ihre Drehung in Richtung des Pfeils fortsetzt,
dann trifft die Rolle 21 bei jeder Umdrehung einmal auf die Rückseite, also auf
die in Fig. 2 nach oben gerichtete Seite der Klinke 29 auf, diese gibt aber unter
der Wirkung der Feder 31 nach, so daß die Rolle vorbeigehen kann, ohne irgendeine
Schaltung vorzunehmen. Wird die Drehrichtung der Welle 5 umgekehrt, also der Motor
i umgeschaltet, dann trifft
die Rolle 21 auf die innere, also in
Fig. 2 untere Seite der Klinke 29 auf, nimmt diese mit und schwingt dadurch den
Rahmen 28 wieder in die in Fig. 2 dargestellte Anfangslage, dreht also durch die
Welle 26 wieder um 9o° zurück.
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Die Welle 26 dient zur Bedienung eines Hahnkükens 27, das, wie Fig.
4 und 5 zeigen, als Dreiwegehahn ausgeführt ist. In der einen Stellung gemäß F ig.
4 wird die von den Pumpen geförderte Flüssigkeit über die Leitung 13, 14 und durch
den Kanal 33 auf die Ringseite des Kolbens 17 geleitet, während die Leitung 15,
die mit der Stirnseite des Kolbens 17 in Verbindung steht, über eine Aussparung
34 des Kükens mit dem Innenraum des Gehäuses, also mit dem Ölsumpf in Verbindung
steht. Diese Stellung ist die Öffnungsstellung der Greiferarme, d. h. bei dieser
Lage würde der Kolben 17 mit der Kolbenstange 18 eine Bewegung in der Pfeilrichtung
(Fig. 4) ausführen und damit durch das mit den Schalen verbundene Gestänge diese
öffnen.
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Wird das Hahnküken durch die vorher beschriebene Einrichtung um 9o°
in die in Fig. 5 gezeichnete Lage gedreht, dann fließt die Druckflüssigkeit in die
beiden Leitungen 14 und 15, und das Drucköl gelangt auf beide Seiten des Kolbens;
infolgedessen wird durch den Differentialdruck der Kolben in der entgegengesetzten
Richtung bewegt und der Greifer geschlossen.
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Es ist ersichtlich, daß hier unter Wegfall von Umschaltschiebern mit
Dichtungen u. dgl. ein einfacher Hahn für die Umschaltung verwendet wird und die
Schaltung dieses Hahnes durch ein in einfacher Weise wirkendes Klinkenwerk erfolgt,
so daß keinerlei Störungen zu befürchten und keinerlei Wartung nötig ist.
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Der Dreiwegehahn kann auch gemäß Fig. 6 und 7 so ausgebildet sein,
daß er lediglich die Zuleitung 15 steuert, also diese abwechselnd mit der
Ölzuleitung 13 (Fig. 6) oder mit einer nach dem Ölsumpf führenden Leitung
35 verbindet (Fig. 7), während der Ringraum i9 über die Leitung 14 dauernd in unmittelbarer
Verbindung mit der Druckleitung 12 der Pumpe stehen kann.
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Die dargestellte Ausführung dient nur als Beispiel, es kann also das
Hebelwerk, der Antrieb und die Pumpe sowie das Greifergestänge in beliebiger Weise
ausgebildet sein, wesentlich ist nur, daß für die Umschaltung, die durch die Umkehrbewegung
des Motors erfolgt, keinerlei empfindliche Kurven und Nockenscheiben, Zahnräder
oder sonstige einer Wartung bedürftige Teile verwendet werden und ferner die Umschaltung
unter Vermeidung von Schiebern durch einen Dreiwegehahn vorgenommen wird.