DE82843C - - Google Patents

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DE82843C
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
    • B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B67D1/00—Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
    • B67D1/08—Details
    • B67D1/10—Pump mechanism

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. August 1894 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zum Heben von Flüssigkeiten, bei dem Druckwasser als Betriebsmittel benutzt wird. Dieses Druckwasser kann aus einem Reservoir oder von irgend einem anderen Orte zugeleitet werden.
Der Apparat hat weder Ventile noch Kolben. Er besteht der Hauptsache nach aus einem Behälter, den man einerseits mit der Aufsenluft und andererseits mit der zu hebenden Flüssigkeit in Verbindung bringen kann.. Verbindet man diesen Behälter mit der zu hebenden Flüssigkeit, so wird dadurch die Verbindung mit der Aufsenluft abgeschlossen und gleichzeitig das Druckwasser eingeführt. Dieses comprimirt die Luft, welche im Behälter und in dem damit verbundenen, die zu hebende Flüssigkeit enthaltenden Fafs oder geschlossenen Gefäfs enthalten ist. Durch diese comprimirte Luft wird die Flüssigkeit gehoben und nach einem Auslafs befördert, wo man sie in einem Glase oder einem anderen Gefäfse auffangen kann.
Der Flüssigkeitsheber wird vorteilhaft an Stelle der beim Bierausschank gebräuchlichen Pumpen benutzt; man kann ihn aber auch zum Heben aller anderen Flüssigkeiten verwenden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist Fig. 1 ein Aufrifs des Apparates, Fig. 2 ein Grundrifs, Fig. 3 eine Seitenansicht und Fig. 4 ein Grundrifs dazu. Fig. 5 zeigt die Aufstellung des Apparates, während in Fig. 6 einige Datails veranschaulicht sind.
Der Flüssigkeitshebeapparat besteht im wesentlichen aus zwei Haupttheilen, deren einer fest und deren anderer um die Achse des ersten . beweglich ist. Der feste Theil wird gebildet durch die Platte a°, welche sich mittelst Schrauben z. B. auf einem Schanktisch befestigen läfst, und durch vier an ihr befestigte Stutzen a1 b1 c1 d1, deren Löcher durch die Platte a° hindurchgehen. An diese Stutzen schliefsen sich die Röhren abcd an (Fig. 5).
Der bewegliche Theil besteht aus der Vertheilungsplatte e mit der Ringnuth e1. In letztere ist die Glocke f mit umgebördelten Rand f1 auf einen Dichtungsring eingesetzt und wird dieselbe durch den übergeschobenen, mittelst Schrauben an der Platte e befestigten Ring f1 fest und dicht mit dieser Platte verbunden.
An der Vertheilungsplatte e sitzt der nach unten gerichtete Bolzen e2, welcher die Schraubenfeder e3 trägt. Letztere hat den Zweck, die beiden Platten a° und e fest auf einander zu pressen und dadurch abzudichten. Die auf den Bolzen e2 aufgeschraubten Muttern e4 e4 dienen zur Regelung der Federspannung.
Im Innern der Glocke f ist ein U-förmiges Rohr angeordnet, dessen Schenkel gg1 mit durchgehenden Löchern der Vertheilungsplatte e in Verbindung stehen. Die Schenkel g gl vereinigen sich oben zu einem Hohlraum, der durch ein unteres Loch g° mit dem Innenraum der Glocke/ in Verbindung ist.
Aufsen auf der Platte e ist ein Rohr h angeordnet, welches oben zu einem Auslauf umgebogen ist. Unter diesem Auslauf befindet sich die Tragplatte h1, welche aus einem Stück mit der Platte e besteht. Die Tragplatte h1 ist cylindrisch oder sonstwie ausgehöhlt und
mit dem geneigten Abflufskanal /ι2 versehen. Sie trägt ferner die Handhabe h3.
In der Platte e sind noch die Löcher c2 und i vorgesehen, während sich in der festen Platte a° noch die Löcher h* und g'2 befinden. Der Schwimmer k, welcher oben mit einer Kautschukscheibe kx ausgerüstet ist, gleitet zwischen den Rohrschenkeln g und gl, wie am besten Fig. 3 erkennen la'fst.
Damit bei ungenügender Abdichtung der Platten a° und e gegen einander keine Flüssigkeit durch die in diesen Platten vorgesehenen Löcher entweichen kann, ist jedes dieser Löcher mit einer besonderen Dichtung versehen, welche in Fig. 6 veranschaulicht ist. Diese Dichtung besteht aus einer Lederscheibe m mit centraler Oeffnung m1 und einer Schraubenfeder n, welche die Scheibe m gegen die Reibungsfläche drückt und dadurch die Oeffnungen sicher abdichtet.
Im Ruhezustande nehmen die festen und beweglichen Theile des Apparates sowie die Löcher der Platten a° und e die auf der Zeichnung dargestellte Lage zu einander ein. Dreht man mittelst des Handgriffes h3 die Platte e um einen bestimmten Winkel, dessen Gröfse durch den Anschlag ρ bestimmt wird, so kommt die Oeffnung des Rohrschenkels g mit der des Stutzens b\ das Loch c2 mit dem Stutzen c1 und das Rohr h mit dem Stutzen dl in Verbindung, während das Loch i mit dem Stutzen al aufser Eingriff kommt, letzterer also geschlossen wird.
Das aus der Leitung c kommende Druckwasser tritt durch den Stutzen c1 und das Loch c2 in die Glocke f ein und comprimirt die in dieser befindliche Luft. Da nun der Behälter f durch den Rohrschenkel g, den Stutzen b{ und das Rohr b mit dem die zu hebende Flüssigkeit enthaltenden Gefäfs, im vorliegenden Falle mit dem aus Fig. 5 erkennbaren Fafs in Verbindung steht, so pflanzt sich der Luftdruck in dieses Fafs fort. Die in demselben enthaltene Flüssigkeit steigt infolge dessen durch das Rohr d und den Stutzen dl in das Ausflufsrohr h, aus dem es in das auf die Tragplatte h1 gestellte Gefäfs ausläuft.
Wenn das Gefäfs gefüllt ist, dreht man die Platte e mittelst des Handgriffes hs wieder in die Ruhestellung zurück uud setzt dadurch den Apparat aufser Thätigkeit. Das in den Behälter f gedrückte Wasser entweicht dann durch das Loch i und das Rohr a, während frische Luft durch das Loch g2, den Rphrschenkel g1 und die Oeffnung g° einströmt und den Behälter füllt. Es wird also die Luft im Behälter/ nach jedem Ablassen erneuert.
Sobald die Oeffnungen von dl und h nicht mehr über einander stehen, ist der Zufiufs der Flüssigkeit nach dem Rohr h abgesperrt. Läfst man aus Unachtsamkeit oder aus einem anderen Grunde das auf der Tragplatte hl oder vielmehr auf dem in diese eingelegten Rost stehende Gefäfs überlaufen, so fliefst die überlaufende Flüssigkeit durch die Kanäle h'2 und /1* in das kurze Rohr hb, aus dem sie abläuft, um in einem untergestellten Gefäfs aufgefangen zu werden.
Wie leicht einzusehen, ist ein Flüssigkeitsverlust bei dem neuen Apparat ausgeschlossen. Das An- und Abstellen des Apparates läfst sich schnell bewerkstelligen.
Wenn das Druckwasser eine zu hohe Pressung hat und infolge dessen zu hoch im Behälter/ steigt, so wird der Schwimmer k von dem steigenden Wasser gehoben und schliefst am Ende die Oeffnung g° mit seiner Kautschukplatte k1 ab. Infolge dessen kann das Druckwasser niemals in den Behälter für die zu hebende Flüssigkeit gelangen. .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Heben von Flüssigkeiten, bei welcher die zum Heben dienende Luft in einem Behälter (f) durch Wasser zusammengeprefst wird, gekennzeichnet durch die als Vertheilungsschieber ausgebildete Bodenplatte (e) des Behälters (fj, welche über den Mündungen der Druckwasser-, Luft- und Flüssigkeitsleitungen (abcd] derart drehbar ist, dafs in der einen Stellung das Druckwasser in den Luftbehälter (f) eintritt, die in diesem enthaltene Luft über die zu hebende Flüssigkeit im Fasse drückt und dadurch die letztere hochbefördert, während in der anderen Stellung das Druckwasser vom Luftbehälter, sowie die zu hebende Flüssigkeit vom Auslaufrohr (h) abgesperrt und der Luftbehälter mit der Wasserleitung (a) sowie mit der Aufsenluft verbunden ist, so dafs er sich mit frischer Luft füllen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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