DE828741C - Zweipoliger elektrischer Drehschalter - Google Patents

Zweipoliger elektrischer Drehschalter

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DE828741C
DE828741C DEB12482A DEB0012482A DE828741C DE 828741 C DE828741 C DE 828741C DE B12482 A DEB12482 A DE B12482A DE B0012482 A DEB0012482 A DE B0012482A DE 828741 C DE828741 C DE 828741C
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Fritz Knueppel
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H19/00Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand
    • H01H19/02Details
    • H01H19/10Movable parts; Contacts mounted thereon

Landscapes

  • Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)

Description

  • Zweipoliger elektrischer Drehsdlalter Die Erfindung bezieht sich auf einen zweipoligen elektrischen Drehschalter mit einem am Umfang und einem an der Unterseite einer Isolierstoffschaltwalze angeordneten Paar von durch eine Brücke verbundenen Schaltkontakten, die m-it am Sockel angeordneten Gegenkontakten zusammenwirken. Sie bezweckt, einen Schalter dieser Art sowohl in elektrischer als auch in ;baulicher Hinsicht zu verbessern. In bezug auf die elektrischen Eigenschaften soll in erster Linie :bei verhältnismäßig kleinen Abmessungen eine hohe Schaltleistung und eine große Betriebssicherheit erreicht werden, indem für einen guten Stromübergang an den Schaltkontakten gesorgt und Lichtbogenerscheinungen wirksam unterdrückt werden. Die bauliche Verbesserung bezieht sich teils auf die Ausführung einer beim erfindungsgemäßen Schalter angewendeten zweiteiligen Schaltwalze, teils darauf, die Raumbeanspruchung des Schalters zu verkleinern. Die zur Erreichung der vorstehenden und anderen Ziele dienenden neuen Einrichtungen des Schalters sind in der nachstehenden Beschreibung erläutert .und iin den angeschlossenen Ansprüchen in ihren wesentlichen Zügen gekennzeichnet.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Dabei zeigt Fig. i einen Drehschalter -in Draufsicht, Fig. a einen .senkrechten Schnitt nach der gebrochenen Linie A-A in Fig. i, Fi,g.3 eine Draufsicht auf den Schaltersockel mit den ortsfesten Kontakten, Fig.4 einen seitlichen ortsfesten Kontakt und die ihm benachbarten Sockelwände, von der Schaltwalze aus gesehen, Fig. 5 und 6 die Schaltwalze in zwei um 9o° gegeneinander versetzten Seitenansichten, Fig. 7 eine Ansicht der Schaltwalze von unten, Fig. 8 eine Draufsicht auf den unteren Teil der Schaltwalze, Fig. 9 eine Ansicht des oberen Teiles der Schaltwalze von unten, Fig. io einen unteren ortsfesten Kontakt in Ansicht von unten, Fig: i i und 12 einen Querschnitt und einen Längsschnitt dieses Kontaktes.
  • Der dargestellte Drehschalter hat einen im wesentlichen länglich rechteckigen Isoliierstoffsockel i mit abgestumpften Ecken. Der Sockel enthält an seiner Ober- oder Vorderseite eine zylindrische Höhlung 2 zur Aufnahme einer Schaltwalze 3, 4. An den vier Ecken ist er derart abgestuft, daß vier unterhalb der Sockeloberfläche liegende Flächen 5 zur Anbringung von vier Anschlußklemmen 6 und 7 gebildet sind. Bei diesen Flächen ist die Wandung der Sockelhöhlung 2 mit Schlitzen 8 zum Durchtritt der gemeinsam mit den Anschlußklemmen am Sockel befestigten ortsfesten Schaltkontakte 9 und io versehen. An seinen Schmalseiten enthält der Sockel i zwei senkrechte Nuten i i, die nach unten durch Wände 12 abgeschlossen sind, die Löcher 13 zum Durchtritt von Schrauben enthalten, mit denen der Schalter an einer Wand o. dgl. befestigt werden kann. Auf diese Weise sind am Schaltersockel i zwei auf dessenLäng,smittellinie einander gegenüberliegende Befestigungsaugen gebildet.
  • Die mittlere Sockelhöhlung 2 ist von einer mit einer Isolierstoffplatte 14 unterlegten kreisrunden Blechplatte 15 überdeckt, die als Lager- und Sperrbrücke dient. Die Platte 15 hat zwei in Durchmesserrichtung gegenüberliegende Randlappen 16, mit denen sie am Isolierstoffsockel i befestigt, z. B. angeschraubt, ist. Die durch diese Lappen gehende Mittellinie der Brücke 15, 16 verläuft in spitzem Winkel zur Längsmittellinie des Sockels i, so daß die Lappen 16 gegenüber dieser Mittellinie nach entgegengesetzten Seiten versetzt sind. Wie ersichtlich, kommen die Befestigungsstellen 17 der Lager- und Sperrbrücke auf diese Weise je zwischen einem Befestigungsauge 12, 13 des Sockels und einer Befestigungsstelle 5 für einen Kontakt samt Anschlußklem@me zu liegen. Sie sind also nicht mehr, wie bei den üblichen Drehschaltern, gegenüber den Befestigungsaugen des Sockels um 9o° versetzt. Das ermöglicht eine Verkleinerung der Sockelgrundfläche in Richtung ihrer Quermittellinie und damit die gezeigte länglich rechteckige Form dieser Fläche. Um die Querabmessung oder Breite der Grundfläche noch weiter verkleinern zu können, sind die aus Blechplatten und Kopfschrauben bestehenden Anschlußklemmen 6 und 7 der ortsfesten Kontakte 9 und io nicht, wie sonst üblich, symmetrisch zu den Kontakten und den für diese in .den Wänden der Sockelhöhlung 2 vorgesehenen Schlitzen 8 :angeordnet, sondern dagegen etwas nach der Längsmittellinie des Sockels hin versetzt. Man erhält so, wie ersichtlich, einen Sockel mit einer im wesentlichen länglich rechteckigen Grundfläche, deren Abmessung in Querrichturig beträchtlich kleiner sein kann als in Längsrichtung. Dadurch ist es bei Über- oder Nebeneinanderanordnung mehrerer Drehschalter möglich, diese in Richtung ihrer Quermittellinien mit kleinstem Achsenabstand aneinanderzureihen. Es versteht sich, daß dabei zwischen den Sockeln der anein:andergereiliten Schalter dünne Isolierstoffpl,atten eingeschaltet werden, um die nahe zusammenkommenden Anschlußklemmen der verschiedenen Schalter gegeneinander zu isolieren.
  • Der @dargestellte Drehschalter besitzt eine senkrecht zur Sockelgrundfläche stehende Welle 18, die mit ihrem Bunteren Ende @in einem Sackloch des Sockels i und oben in einem Loch der Metallbrücke 15,16 drehbar gelagert ist. Die Welle 18 trägt die auf ihr drehbar angeordnete Schaltwalze 3, 4, die mit der Welle durch eine in beiden Richtungen wirksame Schnell- oder Voreilfeder i9 gekuppelt ist. Die Feder befindet sich in einer an der Oberseite der Schaltwalze vorgesehenen Höhlulig 2o, die durch eine in die vordere Stirnfläche der Walze eingelassene Metallplatte 21 abgedeckt ist. Die Platte 21 @d@ient als Träger für ein bekannt, s Gesperre zum Festhalten der Schaltwalze in ihren Ruhestellungen. Das Gesperre kann beispielsweise einen an der Platte 21 geführten Riegel 22 haben, der mit aus der Brückenplatte 15 Herausgedrückten Anschlägen 23 zusammenwirkt und durch einen mit der Welle sich drehenden Exzenter 24 gesteuert wird. Zum Drehen der Schalterwelle 18 wird auf deren äußerem Ende ein bekannter Handgriff 25 befestigt.
  • Die Schaltwalze 3, 4 ist zweiteilig ausgeführt, und zwar besteht sie aus zwei je im wesentlichen topfförmig gestalteten Teilen 3 und 4, von denen der untere, 4, den oberen, 3, auf dem größten Teil seiner Höhe in sich aufnimmt. Vom oberen Teil liegt deshalb im wesentlichen nur der obere Rand frei, der zu einem den Rand des unteren Topfes übergreifenden Flansch 26 ausgebildet ist. Die beiden Teile der Schaltwalze sind in an sich bekannter Weise aus verschiedenen Isolierstoffen gefertigt, und zwar der obere Teil 3, der (las aus der Schnellfeder i9 .und dem Gesperre 22 bis 24 ,bestehende Sprungwerk trägt, aus einem Isolierstoff von großer mechanischer Festigkeit, wiie Kunstharzpreß:stoff oder einem anderen isolierenden Kunststoff, der untere Teil 4 dagegen aus einem Isolierstoff von hoher Feuerfestigkeit, z. B. aus einer keramischen Masse, wie gebrannter Speckstein o. dgl.
  • Um die beiden Teile der Schaltwalze gegenseitig auf Mitdrehung zu kuppeln, sind der Rand des Unterteiles 4 an seiner Oberfläche und der Flansch 26 des Oberteiles 3 an seiner Unterfläche je mit einer feinen Verzahnung 29, 29' ausgestattet. Die Verzahnungen weisen radial verlaufende Zähne von keilförmigem Querschnitt auf, die beim Ineinanderfügen der beiden Walzenteile 3, 4 ineinandergreifen und so eine spiellose und damit sch.lupffreie Kupplung dieser Teile bewirken. Die Anordnung der Verzahnungen am Rande des Unterteiles und am Flansch des Oberteiles der Schaltwalze hat dabei den besonderen Vorteil, daß ,die Kupplungszähne nahe @beim Umfang der Walze, also auf dem grüßten möglichen Kreis, zu liegen kommen, so daß sie hohe Beanspruchungen aufzunehmen vermögen. Die Böden der beiden topfförmigen Teile 3, 4 der Schaltwalze haben je ein zentrales Loch zum D.urclitritt der Schalterwelle 18. In Aden beiden Löchern sitzt ein Hohlniet 30, der die beiden Teile der Walze zu einer baulichen Einheit unlösbar verbindet, während er zugleich auch noch eine zwischen der Schaltwalze und der Welle 18 eingeschaltete Laufbüchse bildet.
  • Es empfiehlt sich, die Kupplung zwischen den beiden Walzenteilen so auszubilden, daß dieseTeile tour @in einer bestimmten gegenseitigen Drehstellung bis zum vollen Eingriff der Verzahnungen 29, 29' ineinandergesteckt werden können. Das ist deshalb vorteilhaft, weil der Riegel 22 des am Oberteil 3 angeordneten Gesperres, dessen Stellung durch Einlassen der eine unrunde, z. B. vieleckige, Umrißfigur aufweisenden Platte 21 in eine entsprechendeVertiefung an der Oberseite des Walzenteiles 3 festgelegt ist, eine bestimmte Stellung zu den vom Unterteil 4 getragenen Schaltkontakten haben muß. Bei der gezeichneten Ausführung ist dieses Ziel dadurch erreicht, @daß einerseits die Höhlung 27, 28 des unteren Walzenteiles 4 und der darin eingreifende obere Teil 3 der Schaltwalze wenigstens auf einem Teil ihrer Höhe, bei 28 und 25;', eineu vieleckigen Querschnitt haben und daß ztigleicli die Verzahnungen 29, 29' eine ungerade "Zahl von Kupplungszähnen aufweisen.
  • Die Schaltwalze ,ist außen zylindrisch und paßt finit etwas Spiel @in die Höhlung 2 des Schaltersockels i, derart, claß sowohl zwischen der Mantelfläche der Schaltwalze und der Wandung der Sockelhöhlung 2 als auch zwischen der Unterfläche der Walze und dem Boden der genannten Höhlung ein das Stehenbleiben von Lichtbögen verhindernder Drossel-und Kühlspalt 31 bzw. 32 vorhanden ist. Die Schaltwalze weist einerseits an der Mantelfläche ihres keramischen Teiles 4 zwei in Durchmesserrichtung gegenüberliegende Seitenkontakte 33 auf, die sich an den Enden einer Schaltbrücke befinden, anderseits an ihrer unteren Stirnfläche zwei an den Enden einer zweiten Schaltbrücke sitzende Kontakte 34, die gleichfalls in Durchmesserrichtung:gegenüberliegen, aber zuden Kontakten 33 um w° versetzt sind. Mit den seitlichen Kontakten wirken zwei der Mantelfläche des Schalträdchens zugekehrte Sockelkontakte 9 zusammen und mit den unteren Kontakten 34 zwei die Schaltwalze untergreifende Sockelkontakte io. Die Kontakte 9 bzw. io liegen paarweise in Durchmesserrichtung des Schalters einander gegenüber, wobei die das Schaltrad :untergreifenden Kontakte gegenüber den seitlichen Kontakten um 90° versetzt sind. Die seitlichen Kontakte 9 ,sind durch V- oder U-förmig gebogene Metallbänder gebildet, die unteren Kontakte io dagegen durch winkelförmig gebogene Metallbänder. Ihre äußeren Enden sind je zusammen mit einer AnschluBklemme 6 bzw. 7 an einer der durch die Abstufung der Ecken gebildeten Flächen 5 des Schaltersockels befestigt. Ihre inneren Endteile sind @in an sich bekannter Weise flach schalenförmig gepreßt.
  • Zur Erzielung des nötigen Kontaktdruckes stehen ihre der Schaltwalze .benachbarten Schenkel unter Wirkung von ibesonderen Federn 35, 35' aus Stahl, die als schraubenförmige Druckfedern ausgebildet sind. Die Druckfedern 35 sind bei den seitlichen Kontakten 9 je zwischen deren schalenförmig gepreßtem Endteil -und einem aufgebogenen Randlappen 36 der Platte der zugehörigen Anschlußklemmen 6 eingeschaltet und dadurch unverlierbar gehalten, däß sie mit ihrem äußeren Ende auf einem aus dem Randlappen 36 herausgedrückten runden Nocken 37 geführt sind. Die Druckfedern 35' der die Schaltwalze untergreifenden Kontakte io sind zwischen deren schalenförmig gepreßten Endteilen .und dem Sockel i eingeschaltet, wobei sie sich mit ihren unteren Enden in kleinen Bohrungen des letzteren führen. Um den Einbau der zu den winkelförmigen Kontakten io gehörigen Druckfedern 35' zu erleichtern, können*diese mit den Kontakten unverlierbar verbunden sein, ,indem an den Rändern der schalenförmig gepreßten Endteile der letzteren vorgesehene kleine Zungen 38 einwärts gebogen sind und zwischen die erste .und zweite Federwindung eingreifen, wie dies in Fig. io bis 12 dargestellt ist. Wie ersichtlich, hat die Anordnung der Druckfedern 35 und 35' zur Folge, daß die Metallbänder 9 und io nur die Stromführung zu bewirken brauchen, während die schraubenförmigen Druckfedern den Kontaktdruck erzeugen. Die Bänder 9, io können deshalb aus ,einem Metall bestehen, das zwar keine wesentlichen federnden Eigenschaften, dafür aber eine gute elektrische Leitfähigkeit hat, wie z. B,. Elektrolytkupfer.
  • Die Kontakte der Schaltwalze sind ,in folgender Weise eingerichtet: Imoberen, zylindrischenTeil27 der Höhlung des Walzenunterteiles 4 ist eine Schaltbrücke in Gestalt eines aus Flachmetall gestanzten Halbringes 39 von hochstehendem, flachem Querschnitt angeordnet, der ohne zusätzliche Befestigungsmittel dadurch gehalten ist, daß er in seitlicher Richtung an der inneren Wandfläche des Unterteiles 4 ;und an der Mantelfläche des Oberteiles 3 der Schaltwalze sieh führt, während er unten an einer Innenschulter des Unterteiles und oben am Flansch 26 des Oberteiles der Schaltwalze abgestützt ist. Der Halbring 39 hat an seinen Enden zwei in ihrer Breite der Breite der Kontakte 9 des Sockels i entsprechende I-appen33, die rechtwinklig nach außen abgebogen sind. , Diese Lappen treten durch am oberen Rand des topfförmigen Unterteiles 4 der Walze vorgesehene, rechteckige Aus-;Schnitte 40 hindurch, und zwar so weit, daß sie gegenüber der äußeren Mantelfläche dieses Walzenteiles um einen Betrag vorspringen, der einen Bruchteil der Weite des zwischen der Schaltwalze und der Wandung der Sockelhöhlung 2 vorhandenen Spaltes 31 entspricht. Die Lappen, die, wie ersichtlich, ebenfalls einen flachen Querschnitt :haben, liegen,in einer zur Schalterachse senkrechten Ebene. Siebilden die seitlichen Kontakte der Schaltwalze. Ihre mit den Kontakten 9 des Schaltersockels zusammenwirkenden Kontaktflächen werden von den Stirnkanten .der Lappen gebildet, die zweckmäßig nach einem zur Schalterachse konzentrischen Kreis gekrümmt sind. Die seitlichen Kontakte der Schaltwalze .haben also schmale, längliche Kontaktflächen, deren lange Ausdehnung sich in der Umfangs- oder Drehrichtung der Schaltwalze bzw. in der Bewegungsrichtung der Kontakte erstreckt, und die von geschnittenen Blechkanten gebildet sind.
  • Auf dem Boden des Unterteiles 4 der Schaltwalze ist eine zweite Schaltbrücke in Gestalt eines aus Flachmetall gestanzten Ringes 41 von flachem, liegendem Querschnitt angeordnet. Dieser Ring ist einerseits in radialer Richtung an einem zentralen, runden Ansatz 45 des Bodens des Walzenoberteiles 3 und an der Wandung einer ihn aufnehmenden flachen Vertiefung des Bodens des Walzenunterteiles 4, anderseits in Achsrichtung der Walze zwischen dem Boden der ihn aufnehmenden Vertiefung und der Unterfläche des Walzenoberteiles geführt, also gleichfalls ohne zusätzliche Befestigungsmittel gehalten. Der Ring 41 weist zwei in Durchmesserrichtung gegenüberliegende Lappen 34 auf, die rechtwinklig nach unten abgebogen sind und deren Breite der Breite der unteren Sockelkontakte io entspricht. Die Lappen 34 treten durch im Boden des Walzenunterteiles 3 vorgesehene Schlitze 42 hindurch, und zwar so weit, daß sie gegenüber der Unterfläche des Walzenteiles 4 um einen Betrag vorspringen, der einem Bruchteil der Weite des zwischen der genannten Unterfläche und dem Boden der Sockelhöhlung 2 vorhandenen Spaltes 32 entspricht. Die flachen Lappen 34 bilden die unteren Kontakte der Schaltwalze. Sie stehen, wie ersichtlich, tangential zu einem um die Schalterachse geschlagenen Kreis. Ihre mit den Kontakten io des Sockels zusammenwinkenden Kontaktflächen sind von den Stirnkanten der Lappen gebildet, die zweckmäßig leicht auswärts gekrümmt sind. Die unteren Kontakte der Schaltwalze haben also ebenfalls schmale, längliche Kontaktflächen, deren lange Ausdehnung sich @im wesentlichen in oder Drehrichtung der Schaltwalze bzw. der Bewegungsriclitung der Kontakte erstreckt, und die von geschnittenen Blechkanten gebildet sind.
  • Inder Einschaltstellung des Schalters liegen die Lappen 33 und 34 der beiden Kontaktbrücken der Schaltwalze mit ihren Stirnflächen an den flach schalenförmig gepreßten Teilen der Kontakte 9 und io des Sockels i an, wobei sie sich quer über die Flächen dieser Kontaktteile erstrecken. Um dies in der Zeichnung zu veranschaulichen, sind in Fig.4 und 3 die Querschnitte der Lappen 33 und 34 in die Kontaktflächen der Federn 9, io schraffiert eingezeichnet. Beim Ausschalten, wobei die Schaltwalze 3, 4 durch die beim Drehen der Schalterwelle 18 gespannte Schnellfeder i9 gedreht wird, entfernen sich die Kontakte der letzteren um eine Bogenlänge von 9o° von den ortsfesten Kontaktfedern. Laie die Walzenkontakte. bildenden flachen Lappen 33, 34 bewegen sich dabei, wie ersichtlich, in Längsrichtung ihrer Stirnkanten, was zur Folge hat, daß der Funkenabriß stets an den Schmalseiten der Lappen-bzw. an den Enden der von deren Stirnflächen gebildeten schmalen Kontaktflächen stattfindet. Die bewegten Kontakte bieten deshalb etwaigen Lichtbögen nur schmale Fußpunkte dar, was insbesondere in Verbindung @damnit, daß die Lichtbögen in die engen Kübl- und Drosselspalte 31, 32 hereingezogen werden, zur Folge hat, daß etwa entstehende Lichtbögen schnell erlöschen bzw. schon in der Entstehung unterdrückt werden.
  • Damit der die Walze übergreifende Flansch 26 des aus weniger feuerfestem Isolierstoff bestehenden Walzenoberteiles 3 von etwa an den Seitenkontakten der Walze entstehenden Lichtbögen nicht angegriffen werden kann, sind die die genannten Kontakte bildenden Lappen 33 der Schaltbrücke 39 an den unteren Enden der verhältnismäßig tiefen Ausschnitte 40 des Walzenteiles 4 angeordnet. Infolgedessen sind die seitlichen Kontaktflächen der Walze und mit ihnen auch die heißen Fußpunkte der an diesen etwa entstehenden Lichtbögen von dem Flansch 26 verhältnismäßig weit entfernt, wodurch dieser gegen Beschädigung durch Hitze geschützt ist. Damit endlich- etwa an ,den .unteren Kontakten 34 der Schaltwalze entstehende Lichtbögen sich nicht nach der Schalterwelle 18 hin ausdehnen können, ist zwischen diesen Kontakten und der Schalterwelle eine Art Labyrinthdichtungeingeschaltet, indem der untere Walzenteil 4 an seiner Unterfläche einen zentralen, ringförmigen Vorsprung 43 trägt, der in eine Ringnut 44 am .Boden der Sockelhöhlung 2 eingreift.
  • Die beschriebene Ausbildung der Kontakte der Schaltwalze ist nicht nur für die Unterdrückung von Lichtbogenerscheinungen bedeutsam, sondern hat noch weitere, für die Schaltleistung wichtige Vorteile. Dadurch, @daß die wirksamen Flächen der Walzenkontakte von den schmalen Stirnflächen der Lappen 33 und 34 gebildet sind, ist der Anpressungsdruek der Kontakte auf die Flächeneinheit wesentlich größer als bei den mit verhältnismäßig großen Flächen zur gegenseitigen Anlage kommenden Kontakten der gebräuchlichen zweipoligen Drehschalter. Es wird also ein höherer Kontaktdruck und damit ein besserer Stromübergang erzielt. Dadurch, daß die die Kontaktflächen der Walze bildenden Stirnflächen der Lappen 33, 34 geschnittene Kanten sind und diese Kanten sich beim Schalten .in ihrer Längsrichtung bewegen, üben sie eine selbstreinigende Wirkung @au@s, indem sie beim Gleiten auf den Flächen der Sockelkontakte 9, io leicht schabend wirken und so eine etwa seich bildende Oxydschicht selbsttätig entfernen. Die wirksamen Flächen der Kontakte bleiben deshalb immer ,blank, was für den guten Stromübergang bedeutsam ist.
  • Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf das dargestellte und beschriebene Beispiel, vielmehr .sind mancherlei Abänderungen desselben sowie andere Ausführungen möglich. So könnte die untere Kontaktbrücke 41 statt ein voller Ring auch ähnlich wie die obere Kontaktbrücke 39 ein Halbring sein. Umgekehrt könnte die obere Kontaktbrücke statt ein Halbring auch ein voller Ring sein.

Claims (13)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zweipoliger Drehschalter mit je einem am Umfang und einem an der Unterseite einer Isolierstoffschaltwalze angeordneten Paar von durch eine Brücke verbundenen Schaltkontakten, ,die mit am Sockel angeordneten Gegenkontakten zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schaltbrücken (39 und 40 zwischen,den beiden Teilen (3, 4) einer zweiteiligen Schaltwalze eingebettet sind und je zwei durch seitliche bzw. untere Öffnungen (4o und 42) der Walze nach außen tretende, flache Metallzungen (33 und 34) aufweisen, deren Enden gegenüber ,der Mantelfläche bzw. der Unterfläche der Walze um Beträge vorspringen, die einem Bruchteil der Weite der zwischen der Schaltwalze und dem sie umschließenden Isoherstoffsockel (i) vorhandenen Kühl- oder Drosselspalte (31, 32) entsprechen, so daß ihre Stirnkanten die Kontaktflächen der Schaltwalze bilden, und daß dabei die flachen Zungen (33 und 34) so angeordnet sind, d@aß ihre Stirnkanten im wesentlichen in der Richtung verlaufen, in der die Zungen sich beim Drehen der Schaltwalze bewegen.
  2. 2. Schalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die am Sockel angeordneten Gegenkontakte (9, io) aus bekannten, unter Feder-,druck stehenden V-, U- oder winkelförmigen Metallbändern bestehen, die ihre Breitseiten den Schaltkontakten der Walze zukehren.
  3. 3. Schalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schaltbrücken (39, 41) ,durch ihre Führung und Abstützung an den ihnen benachbarten Flächen der beiden Teile (3, 4) der Schaltwalze in ,ihrer Lage gehalten sind.
  4. 4. Schalter nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die @beiden Schaltbrücken von mit abgewinkelten Zungen oder Lappen (33. 34) versebenen Ringen oder Halbringen (39, 41) von flachem Querschnitt gebildet sind, von denen der eine (39) hochkant stehend zwischen den Wänden und der andere (41) flach liegend zwischen den Böden der beiden ineinandergestellten topfförmigen Walzenteile (3, 4) angeordnet ist, und daß die Zungen (33) der oberen Brücke (39) durch Ausschnitte (40) des oberen Randes, die Zungen (34) der unteren Brücke (41) dagegen durch Schlitze (42) des Bodens des Walzenunterteiles (4) hindurchtreten.
  5. 5. Schalter nach Anspruch i, 3 und 4, 1),ei dem ,der das Sprungwerk tragende Oberteil der Schaltwalze aus einem Isolierstoff von großer mechanischer Festigkeit, ihr diie Kontaktflächen aufweisender Unterteil dagegen aus einem feuerfesten Isolierstoff besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Zungen (33) der oberen Brücke (39) am unteren Ende der verhältnismäßig tiefen Randausschnitte (4o) des Walzenunterteiles (4) und damit entfernt von einem den oberen Rand des letzteren übergreifenden, Planschartigen Rand (26) des Oberteiles (3) angeordnet sind.
  6. 6. Schalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den unteren Kontakten (34) der Schaltwalze.und der Schalterwelle (18) eine Art Labyrintbdichtung vorgesehen ist, indem die Schaltwalze (3, 4) mit einem an ihrer Unterseite vorgesehenen ringförmigen Vorsprung (43) iin eine Ringnut (44) des Schaltersockels (i) eingreift.
  7. 7. Schalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden ineinandergestellten topfförmigen Teile (3, 4) der Schaltwalze durch den gegenseitigen Eingriff einer an der Stirnfläche des Randes des Unterteiles (4) und einer an der Unterseite eines diesen Rand übergreifenden Flansches (26) des Oberbeiles (3) vor-,gesehenen feinstufigen Verzahnung (29, 29') mit radial verlaufenden, etwa keilförmigen Zähnen schlupflos miteinander gekuppelt sind. B.
  8. Schalter nach Anspruch i und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnungen (29, 29') ungerade Zähnezahlen .haben und die Höhlung (27, 28) des unteren Walzenteiles sowie der darin sitzende obere Walzenteil (3) wenigstens auf einem Teil (28, 28') ihrer Höhe einen vieleckigen Querschnitt haben, so d@aß die beiden Teile (3 und 4) der Schaltwalze nur in einer einzigen gegenseitigen Drehstellung bis zum vollen Eingriff der Verzahnungen (29, 29') ineinandergesteckt werden können.
  9. 9. Schalter nach Anspruch i und 7, dadurch gekennzeichnet, @daß die beiden topfförnuigen Teile (3, 4) der Schaltwalze durch einen in den zum Durchtritt der Schalterwelle (18) dienenden Löchern ihrer Böden sitzenden Hohlniet (30) unlösbar verbunden sind. io.
  10. Schalter nach Anspruch i .und 2 Mit auf ,die freien Enden von die Sockelkontakte bildenden Metallbändern einwirkenden schraubenförmigen Druckfedern, dadurch gekennzeichnet, ,daß die schraubenförmigen Druckfedern (35) ,der seitlichen Sockelkontakte (9) an aufgewinkelten Lappen (36) der Klemmplatten der zu-,gehörigen Anschlußklemmen (6) abgestützt und durch indiese Lappen eingepreßte, hohle Nocken (37) gehalten' sind, die in ein Federende eingreifen. i i.
  11. Schalter nach Anspruch i, 2 und io, dadurch gekennzeichnet, daß die schraubenförmigen Druckfedern (35') der die Schaltwalze untergreifenden Sockelkontakte (io) mit diesen ,dadurch zu einer Einbaueinheit verbunden sind, ,daß umgebogene Randlappen (38) der Kontakte (io) zwischen Endwindungen der Federn (35') greifen.
  12. 12. Schalter nach Anspruch i mit einer die Schaltwalze übergreifenden Lager- und Sperrbrücke, die mit ihren Endteilen an der Vorder- @seite des Sockels befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daB die Längsmittellinie der Brücke (15, 16) im spitzen Winkel zur Längsmittellinie ,des eine im wesentlichen länglich rechteckige Grundfläche aufweisenden Sockels (i) verläuft und die Befestigungsenden (16) der Brücke je zwischen einem Befestigungsauge (12, 13) des Sockels (i) und einer der an den vier Ecken des Sockels für die Befestigung der Sockelkontakte (9, io) und ihrer AnschluB-klemmen (6, 7) vorgesehenen Flächen (5) angeordnet sind.
  13. 13. Schalter nach Anspruch i und 12, dadurch gekennzeichnet, daß die AnschluBfahnen der Sockelkontakte (9, io) und die zusammen mit diesen am Sockel befestigten Platten ihrer AnschluBklemmen (6, 7) gegenüber den Kontakten (9, io) und den zu ihrem Durchtritt dienenden Sockelschlitzen (8) nach der Längsmittellinie des Sockels (i) hin versetzt sind.
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