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Vorrichtung zur Bereitung von Speiseeis Die Handspatelung mit dein
am Mantel eines rotierenden, Kessels langsam von unten nach oben bewegten Flachspatel,
dann das Abschleuudern der am Spa.tel haftenden Eismasse und die erneute Bewegung
des Spatels am Kesselmantel von unten nach oben stellt nach wie vor die beste und
immer wieder angestrebte Speiseeisbereitungsmethode dar. Sie wird auch von den besten
Maschinen mit rotierendem Kessel und in ihm umlaufendiem Schraubenspatel nicht gaciz
erreicht. Ein wesentlicher Nachteil langsam bewegter oder umlaufender Spatel bisheriger
Bauarten ist der, daB es nicht ganz zu verhindern ist, daß sich eine gewisse Eismasse
am Spatel festsetzt und dann an der Zirkulation der übrigen im Kessel befindlichen
Eismasse nicht teilnimmt.
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Die vorliegende Erfindung stellt .demgegenüber eine Speiseeisbereitungsmaschine
dar, bei der die Handspatelung in vollkommenster Weise automatisch nachgeahmt wird.
Es wird dazu ein Spatel verwendet, der einen an sich bekannten Schrauben, abstreifer
auf der gesamten von unten bis oben wirksamen Spatellänge nur über einen Teil des
Spatelkreises, d. h. Umfanges, z. B. nur über 18o°, besitzt. Während der' Berührungspunkt
dieses Schraubenabstreifers am Kesselmantel von unten nach obern: wandert, wird
der Spatel verhältnismäßig langsam angetrieben. Ist der Berührungspunkt oben angelangt,
so wird d er Spatel in seinem vom Schraubenabstreifer freien Winkel mit großer Geschwindigkeit
,im gleichen Drehsinn so plötzlich weiterbewegt, daB die gesamte am Spatel anhaftende
Eismasse und auch die in seiner Bewegungsrichtung befindliche Masse vor dem Spatel
an die Kesselwand erneut herangeschleudertwiid. Im Endpunkt dieser schnellen Drehbewegung
erreicht der unterste Punkt
des Abstreifers wieder den Kesselmantel,
um beim nunmehr wieder langsamen Antrieb des Spatels langsam am Kesselmantel nach
oben zu wandern usw.
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Mechanisch wird diese Bewegungsart beispielsweise dadurch erreicht,
daß sich im langsamen Spatelantrieb ein Freilauf befindet, der bei der Einkupplung
des schnellen Spatelantriebs durch Überholung der langsamen Antriebsbewegung auskuppelt,
um bei zwangsläufiger Auskupplung des schnellen Antriebs in der entsprechenden Winkelstellung
des Spatels wieder mit der langsamen Drehbewegung mitzunehmen.
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Die Abbildung zeigt beispielsweise eine Ausführungsmöglichkeit der
Gesamtanordnung. Dargestellt ist eine moderne Maschine mit geringer Solemenge und:
Unterantrieb.
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i ist der feststehende Solekessel, 2 die über das Riemenrad 3 von
der Motorscheibe 4 angetriebene Gefriertrommel. Eine Stopfbuchse ist trotz des Unterantriebs
in bekannter Weise dadurch vermieden, daß die Antriebswelle 5 innerhalb eines in
den Solekessel eingeschweißten Rohres 6 verläuft, über das der Kessel gestülpt ist,
wobei die Welle die Trommel oben am Ende ihres Stülprohres 7 mitnimmt. Der langsame
Antrieb des an. dem Schwenkarm 8 befindnichen Spa,bels 9 erfolgt durch an der Trommelwelle
befindliche Exzenter io über ein Freilaufschrittschaltwerk i i fortschaltende Hebel
12. 13 ist der Lagerhalter für die Trommelwelle und die Spatelantriebswelle 14.
Zum schnellen Antrieb des Spatels, nachdem der Berührungspunkt des Schraubenabstreifers
an der Trommelwand oben angelangt ist, ist beispielsweise auf der Trommelachse unten
eine 15 befestigt, die einen über eine zweite in dem Hebel 16 gelagerte Riemenscheibe
17 laufenden Riemen 18 antreibt. Dieser Riemen wird durch eine auf dien Hebel wirkende
Federkraft gegen eine an der Spatelwelle befestigte Kurvenscheibe i9 gedrückt, die
er durch Friktion bei Überholung des langsamen Freilaufantriebes so lange zum schnellen
Antrieb mitnimmt, wie der Abstreifer des Spatels die Gefriertrommel nicht berührt.
Die Abbildung zeigt die Form und Lage der Kurvenscheibe in Bezug auf die Ausbildung
des Spatelabstreifers beispielsweise für dien Fall, daß der Schraubenabstreifer
sich über i8o° dies Spatelkreises erstreckt.
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Die Schwenkbewegung des Riemenscheibenhebels ist durch einen Anschlag
20 so begrenzt, daß, wenn die Kurvenscheibe sich an ihrer Außenkante an dem Riemenrads
vorbeibewegt hat, der Hebel nicht gegen die Spatelantriebswelle schlägt. Desgleichen
ist an dem vom Abstreifer freien Teil des Spatelkreises eine Segmentscheibe 21 vorgesehen,
die ein Gegenschlagen der Spatelachse gegen die Gefriertrommel verhindert. Die in
der Abbildung wiedergegebene Anordnung stellt nur ein Beispiel der vielen Möglichkeiten
zum abwechselnd langsamen undschnellen Antrieb des Spatels dar. Der schnelle Antrieb
beispielswei;se muß nicht unbedingt durch Friktion, er kann auch durch Zahnräder
oder anderswie erfolgen, wobei das auf der Spatelantriebswelle sitzende Zahnrad
in seiner Nabe eine Kupplung besitzen könnte, die in Abhängigkeit von der Winkellstellun
g der Spatelantrieb.sachse und bei forlnschlüssiger Kupplung dieser Achse mit der
Spatelachse auch in Abhängigkeit von der Winkelstellung der Spatelachse periodisch
ein- und auszuschalten wäre. Auch ist es möglich, den schnellen Antrieb des Spatels
je nach Wunsch bei Abnahme der Drehbewegung von der Trommelachse über eine Untersetzung
oder eine Übersetzung vorzunehmen. Möglich ist auch die Abnahme der schnellen Spateld
rehurig nicht von der Trommelachse, sondern von einer anderen, Welle, beispielsweise
der Antriebsmotorwelle, beispiellsweise auch über ein Flüssigkeitsgetriebe.
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Weiterhin kann es zweckmäßig erscheinen, keine zu plötzliche Änderung
der Drehgeschwindigkeit des Spatels in den Umschaltpunkten vorzunehmen, sondern
einen langsameren Übergang der Drehgeschw;indigkeit vom einen in das andere Extrem
zu gewä'hrlei,sten, was bei einer Anordnung gemäß der Abbildung z. B. dadurch erfolgen
könnte, daß die Kurvenscheibe icg nicht ein um die Spatelant-riebsachse zentrisches
Kreisstück bildet, sondern ein exzentrisches Kreisstück oder eine andere Kurvenform.
Erwähnt sei noch, daß der Abstreifer, der in der Abbildung beispielsweise nur mit
einer halben Windung über die gesamte Spatellänge angedeutet i,st, auch zwei oder
mehr in der Höhe übereinandier angeordnete Abstreiferschraubenteile entsprec;hend
geringerer Steigung besitzen kann. Auch kann die Aufteilung des Spatelkreises in
die beiden Kreisteile mixt und ohne Abstrcifer nach Gesichtspunkten der der Spatelung
und des Verlaufs der Drehgeschwindigkeit des Spatels anders als hälftig erfolgen.