DE82984C - - Google Patents

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DE82984C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24DCIGARS; CIGARETTES; TOBACCO SMOKE FILTERS; MOUTHPIECES OF CIGARS OR CIGARETTES; MANUFACTURE OF TOBACCO SMOKE FILTERS OR MOUTHPIECES
    • A24D1/00Cigars; Cigarettes
    • A24D1/02Cigars; Cigarettes with special covers

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  • Manufacture Of Tobacco Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 79: Tabak.
Die Papierhülle bei Cigaretten wird seit langer Zeit als grofser Uebelstand empfunden wegen des bei der Verbrennung auftretenden unangenehmen Geruches. Man hat sich daher bemüht, durch Benutzung eines Tabakblattes, welches wieder mit Stanniol zu umhüllen ist, als Umhüllung, wie beispielsweise in der englischen Patentschrift Nr. 3499 beschrieben, oder eines aus Tabak hergestellten Papieres oder sogar einer Hülle aus Rosenblättern die unangenehme Rauchentwickelung zu beseitigen.
Diese Verfahren haben jedoch alle technische oder wirthschaftliche Nachtheile. Auch der bekannte Vorschlag, Asbestpapier anzuwenden, wie beispielsweise in dem deutschen Reichspatent Nr. 51416 beschrieben, blieb erfolglos, da die so hergestellten Cigaretten des erforderlichen Zuges entbehren, so lange sie nicht die Dimensionen und die Kürze eines Pfeifenkopfes erhalten.
Die meisten an Stelle des Papieres dienenden Stoffe von organischer Zusammensetzung bringen unangenehme Zersetzungsproducte hervor. Infolge dessen ist es zweckmäfsig, für die Cigarettenhülle Stoffe solcher Art auszuwählen, welche bei der Verbrennung der Zerstörung verfallen, so dafs sie mit der Tabakasche abgestrichen werden können, aber keinerlei Geruch entwickeln.
Solche Stoffe sind gewisse Metallblätter, soweit dieselben nicht gesundheitsschädlich wirken, desgleichen beispielsweise Gyps, kohlensaures Kali, Magnesia, Cemente verschiedener Art (jedoch nicht Sorelcement, welcher Salzsäure entwickelt), colloidale Kieselsäure, Wasserglas, sehr dünne Glasröhrchen u. s. w. Diese Stoffe, beispielsweise Cement, Gyps, zerfallen beim Rauchen infolge einer Dissociation zu Pulver; Wasserglas und gewisse Glassorten zerbröckeln durch die Hitze.
Wenn derartige mineralische Hüllen einen gewissen Grad der' Wohlfeilheit erreichen, empfiehlt es sich, dieselben an Stelle des-Deckblattes gewöhnlicher Cigarren anzuwenden. Das Deckblatt trägt in der Regel bei Cigarren zum Genufs des Rauchers wenig oder gar nichts bei, ist aber ein sehr theurer Bestandtheil der Cigarre, weil an dasselbe eine ganze Anzahl Ansprüche gestellt werden, welche jedoch nur von besonders ausgelesenen und kostspieligen Tabakblättern erfüllt werden.
Eine billige und geruchlose, vorzugsweise anorganische Hülle, welche die mechanische Function hat, den geschnittenen Tabak zu tragen, statt des Deckblattes würde die Cigarre wesentlich wohlfeiler an Materialkosten machen und aufserdem den Vortheil bieten, die längst erstrebte maschinelle Herstellung von Cigarren zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Cigaretten und Cigarren, bei welchen die Papierhülle bezw. das Deckblatt durch eine beim Verbrennen geruchlose, aus Metallblättern, Gyps oder sonstigen anorganischen Stoffen hergestellte Hülle ersetzt ist, welche beim Rauchen in annähernd gleichem Maafse wie der Tabak der Zerstörung verfällt. .
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