DE830233C - Verfahren zur Erzeugung von brennbaren Gasen aus Kohlenstaub - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von brennbaren Gasen aus Kohlenstaub

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DE830233C
DE830233C DESCH4859A DESC004859A DE830233C DE 830233 C DE830233 C DE 830233C DE SCH4859 A DESCH4859 A DE SCH4859A DE SC004859 A DESC004859 A DE SC004859A DE 830233 C DE830233 C DE 830233C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J2300/00Details of gasification processes
    • C10J2300/09Details of the feed, e.g. feeding of spent catalyst, inert gas or halogens
    • C10J2300/0913Carbonaceous raw material
    • C10J2300/093Coal
    • C10J2300/0936Coal fines for producing producer gas
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

  • Verfahren zur Erzeugung von brennbaren Gasen aus Kohlenstaub Heim Vergasen von l#,'oltlettstaul> mit Luft und Wasserdampf bzw. mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen und Wasserdampf macht man immer wieder die in der Natur der Sache liegende Beobachtung. <laß, zumal bei an flüchtigen Bestandteilen reichen Kohlen, die Entgasungsprodukte die Qualität des Gases stark verbessern. Es ist bekannt, daß die F.ntgasuttg der Kohle, ganz gleich ob es sich um Braunkohle, Lignite oder Steinkohle handelt, nicht den @V<irtneaufwand erfordert wie die Vergasung des reinen Kohlenstoffes. Bei der Vergasung wird tnan vorzugsweise von einem hocherhitzten Vergasungsmittel ausgehen. Man wird also die Mischung aus sauerstoffhaltigen Gasen und Wasserdampf vorzugsweise in Regeneratoren möglichst hoch erhitzen, und zwar kann man hier beispielsweise bis auf Temperaturen von 1200 bis 130o° C, unter Umständen auch noch höher gehen. Aber auch tiefere Temperaturen sind unter Umständen angemessen.
  • Für die Erhitzung dieser Regeneratoren benötigt man immer eine gewisse Heizgasmenge, die beim Betrieb eines Schwachgaserzeugers von der erzeugten Gasmenge abgezweigt wird. Bleibt man beim Beispiel des mit Wasserdampf und Luft erzeugten Generatorgases, so läßt sich nun die Qualität bzw. der, Heizwert des Generatorgases erheblich erhöhen, wenn tnanerfindungsgemäß folgendermaßen arbeitet. Die Vergasung des Brennstoffes wird in zwei Stufen vorgenommen. Die erste Stufe ist die reine Entgasung des Brennstoffes, also die Austreibung der flüchtigen Bestandteile aus dem Kohlenstaub, und die zweite Phase ist die Vergasung des restlichen Kohlenstoffes, also des fixen Kohlenstoffes zusammen mit Luft und Wasserdampf bzw. mit sauerstoffhaltigen Gasen und Wasserdampf bei anderen t@asarten. Nun ist ein wesentlicher Punkt der Erfindung der. claß die Entgasung des Brennstoffes mit der Abwärme des Vergasungsprozesses vorgenommen wird, so daß also für die Entgasung des Brennstoffes kein besonderer Aufwand all Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen nötig ist. Diese Ausnutzung der Abwärme für die Entgasung des Brennstoffes wird so vorgenommen, daß entweder der Frischtaub in einem Teil der heißen, den Gaserzeuger verlassenden Gase eingetragen wird oder claß die Eintragung des Brennstoffes in einen Teil der den Gaserzeuger verlassenden Gase mit dem Durchfluß dieser mit Staub beladenen Gasmenge durch eine von der gesamten oder einem großen Teil dieser Gase aufgeheizten Mauerwerksmasse kombiniert wird, so daß also eine regenerative Wirkung des Nfauerwerkes erreicht wird. Eine wichtige Verfahrensmaßnahme des Verfahrens nach der Erfindung ist ferner die. daß der Staub nur in einen Teil der aus (lern Schwelkoksstaub erzeugten Gase eingebracht wird, so daß dieser Teil durch die Anreicherung finit den Schwelgasen besonders hochwertig wird, zumal bezüglich des Heizwertes. Dabei können die Temperaturen so gewählt werden, daß das beim Schwelen frei werdende '-Methan zwecks Erreichung eines hohen Heizwertes im Starkgas mehr oder weniger erhalten bleibt. Der andere Teil des Gases, in den kein Frischstaub eingetragen wird, wird nach Abkühlung und Reinigung zum Beheizen der Regeneratoren benutzt, die das Vergasungsmittel vorwärmen.
  • Es ist auch möglich, größere Gasmengen mit niedrigerem Heizwert, also ohne Hinzusetzen von Schwelgasen, aus dem Gaserzeuger abzuziehen, als für die Erhitzung der Regeneratoren nötig sind. und diese überschießende Gasmenge dann für irgendwelche anderen Heizzwecke zu verwenden. Wenn z. B. die Aufgabe vorliegt, aus Kohlenstaub auf einer Kokerei ein Schwachgas für die Unterfeuerung der Ofen zu erzeugen und dabei gleichzeitig gewisse Gasmengen so hochwertig herzustellen, daß sie wirtschaftlich über eine gewisse Entfernung in Rohrleitungen zu anderen Zechen fortgeleitet werden können, so wird man, wie oben beschrieben, vorgehen. Man kann in diesem Falle also eine gewisse Gasmenge mit einem 'hohen Heizwert abziehen, indem man die gesamten Schwelgase in diesem Gas beläßt, und auf der anderen Seite wird das restliche Gas ohne Schwelgasbeimischung abgezogen, das dann für die Beheizung der Regeneratoren der Anlage selbst und für die Beheizung der Koksöfen auf der betreffenden an Ort und Stelle befindlichen Kokerei dient. Nimmt man z. B. eine aschereiche Kohle mit etwa 20% Asche an, die je nach der Art der Kohle 3o bis 4o0/0 flüchtige Bestandteile enthält, je nachdem also, ob es sich um eine Steinkohle oder um einen älteren Lignit handelt, so kann man bezüglich des Heizgases für die Regeneratoren der Anlage. das ohne Schwelgas abgezogen wird, bei einer bestimmten Vorwärmung des Vergasungsmittel: einen Heizwert von ungefähr 1200 bis 130ö kc al/Nm3 voraussetzen, hingegen wird das bessere Gas, das die Schwelprodukte enthält, mit einem Heizwert von r6oo bis r7oo kcal/Nm3 zur Verfügung stehen. Wird jedoch ein weiterer Verbraucher auf der Anlage selbst mit dem Generatorgas von 1200 his 1300K-Cal/7-M3 versorgt, dessen Belieferung etwa in derselben Größenordnung liegt wie die Heizgasmellge für die Regeneratoren der Vergasungsanlage, so bekommt man in dem zur Verfügung stehenden besseren Gas einen Heizwert von r8oo bis rgoo lccal/Nm3 und damit die Möglichkeit, dieses nur aus Luft erzeugte Gelleratorgas zu benachbarten Zechen ohne große Kosten weiterzuleiten.
  • Das Verfahren kann nun durchgeführt werden entweder in vollkommen kontinuierlichem Strom entsprechend Fig. r oder in einer diskontimlierlichen Fahrweise entsprechend Fig. 2.
  • Die Arbeitsweise nach Fig. r ist folgendermaßen: In den eigentlichen Gaserzeuger a wird bei g bereits geschwelter Koksstaub eingesetzt. Bei h tritt das hocherhitzte Vergasungsmittel hinzu, das durch Regeneratoren aufgeheizt worden ist. Null hat der Gaserzeuger selbst zwei Abgänge, niilnlich einen am Ende bei c- und einen bei d. nachdem ein bestimmtes Stück des Vergasungsweges zurückgelegt worden ist. Bei d wird ein Gas abgezogen. das durch Vergasung des Schwelkoksstaubemittels des hocherhitzten Vergasungsmittels erzeugt worden ist. Diese Vergasung ergibt ein verhältnismäßig nicht sehr hochwertiges Generatorgas von z. B. 1200 bis 1300 kcal/Nm3 ungefähr. unter Umständen auch von r4oo und sogar r;oo kcal/N m3, je nach derAufheizung des Vergasungmittels. I>ieses Gas fließt zunächst durch einen Abhitzekessel kt und scheidet dann in einem Abscheider s1 den Reststaub aus. Durch eile l_eitullg h gelangt e# iil den Wäscher i. wird hier vomReststaub befreit, dann in einem Gasbehälter gespeichert und null für die Beheizung der Regeneratoren der Anlage. die (las Vergasungsmittel erhitzen. verwendet oder aller für' diesen Zweck benutzt und außerdem noch in gewisser Menge an andere Verbraucher des betreffenden #,N'et;kes abgegeben. Bei f wird kurz nach dem Abzweig d der gesamte Frischkohlenstaub eingespritzt. Dieser wird im restlichen Teil des Generators a geschwelt, wobei auch je nach den sich dabei einstellenden Temperaturen schon eine gewisse Spaltung der Kohlenwasserstoffe, zumal der schweren, eintritt. Auf die Größe der Spaltung der Kohlenw-asserstoffe, die in den Schwelprodukten enthalten sind, kann man insofern einen Einfluß nehmen, als je nach der Menge des bei d abgezogenen Schwachgases das Verhältnis von restlicher Gasmenge und Frischkohlenstaubmenge sich ändert und damit die Temperatur sich verschieden einstellt. Aber unter Umständen kann man auch durch Zugabe einer kleinen bei r eingeführten Dampfmenge oder einer rückgeführten Gasmenge die Temperatur weiter absenken. Die mit dem Schwelgas beladenen reicheren Generatorgase verlassen nun hei c den Gaserzeuger, werden ebenfalls durch einen Abhitzekessel k2 abgekühlt, und in dem Abscheider s., wird der gesamte Grudestaub. soweit irgend möglich, abgeschieden. Durch die Leitung l_ fließt das reiche Generatorgas in den Wäscher 2 und voll hier aus in die Verbrauchsstellen bzw. in die Ferngasleitung. Eine Staubpumpe p oder eine andere Fördereinrichtung bringt nun den Schwelkoksstaub zusammen mit einem Teil des immer wieder zurückkehrenden, bereits anvergasten Staubes bei g in den Gaserzeuger. Dadurch, daß nur bereits geschwelter bzw. allvergaster Staub in den Gaserzeuger eingesetzt wird, gelingt es, den Aschegehalt des aus s1 abgezogenen Reststaubes sehr hoch und die Kohlenstoffverluste sehr gering zu halten, so daß aus st eine nicht mehr vergasbare oder verbrennbare Asche abgezogen wird. '%1an kann die Verhältnisse natürlich auch so einrichten, daß der aus s1 abgeschiedene Reststaub noch für mindere Brennzwecke, also z. B. als Zusatzstaub ini Kesselhaus Verwendung finden kann.
  • Es ist auch möglich, den Staub aus s2 mit etwas liiilicreii Teniperaturc» abzuscheiden und mit dieser 'höheren Temperatur in den Gaserzeuger bei g einzusetzen. Hierzu ist es nur nötig, den Abhitzekessel statt vor. nu»nielir Hinter den .\bscheider s2 zu legen. Unter Umständen ist es auch zweckmäßig, den Abhitzekessel k2 in zwei Teile zu teilen und zunächst eine gewisse Vorabkühlung des Gases zu erreichen und dann die restliche Abkühlung hinter <lern Abscheider vorzunehmen. Zweckmäßig ist z. B. auch, den Dampf erzeugenden Teil des Abhitzekessels 'hinter dem Abscheider und vor dem Abscheider die Dampfüberhitzung anzuordnen. Auf diese Weise kann man den Schwelkoksstaub in den Gaserzeuger je nach den gewählten Verhältnissen vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 400 und 700° C, unter Umständen auch mit höherer oder niedrigerer Temperatur einsetzen und damit eine ganz erhebliche Wärmeökonomie und weitere Erhöhung des Heizwertes erreichen.
  • Eine andere Durchführungsweise des Verfahrens zeigt Fig.2. Während bei der Arbeitsweise nach Fig. i der Fluß der Gase und Stäube vollkommen kontinuierlich war, wird bei der Durchführung nach Fig. 2 eine diskontinuierliche Arbeitsweise durchgeführt, derart, <iaß in kurzzeitigen Perioden hintereinander angereichertes Generatorgas und heizwertarmes Generatorgas hergestellt werden, indem also die Eintragung des Frischstaubes nur in denjenigen Perioden geschieht, die für die Bereitung des heizkräftigeren Generatorgases dienen. Diese Durchführungsart ist vor allem dann anzustreben, wenn man darauf ausgeht, den Heizwert des reicheren Gases möglichst hoch zu treiben und auf der anderen Seite größere Mengen armen Generatorgases abzuziehen. In diesem Falle würde die fühlbare Wärme derjenigen Gasmenge, in die der Frischstaub eingetragen wird, nicht für die Schwelung bzw. für die Aufspaltung des Schwelteers ausreichen, und aus diesem Grunde wird hierfür die Wärme zu Hilfe genommen, die in Zügen aus feuerfesten Steinen gespeichert worden ist. Die Rufheizung der Speichersteine geschieht von denjenigen Gasen, die nicht zuni Schwelen des Frischstaubes benutzt worden sind, die also den niedrigeren Heizwert und damit gleichzeitig eine höhere Temperatur besitzen. Entsprechend Fig.2 läuft der Vorgang folgendermaßen ab: Im Gaserzeuger d erfolgt wieder die Gaserzeugung, und zwar beider Gasarten, die in kurzen Intervallen hintereinander hergestellt werden. Abwechselnd werden also das reichere und das ärmere Generatorgas erzeugt. Dabei können die Intervalle z. B. sein io Minuten reiches Generatorgas, 6 Minuten ärmeres Generatorgas oder 1s Minuten reiches Generatorgas, 5 Minuten ärmeres Generatorgas. Die Umschaltung geschieht automatisch von einer Schaltmaschine aus, wobei nur der Frischkohlenstrom, zwei Reststaubklappen und die automatischen Schieber für die erzeugten Gase gesteuert werden müssen. Der Schwelkoksstaub wird wieder bei g in den Gaserzeuger eingesetzt, wobei bei b das hocherhitzte Vergasungsmittel hinzutritt. Die bei c mit Temperaturen zwischen vorzugsweise goo und i ioo° C austretenden Gase gelangen zunächst in eine Vorrichtung 1a, die der Wärmespeicherung dient. Diese besteht aus einem mit feuerfesten Steinen ausgemauerten Behälter, der vorzugsweise mehrzügig ausgemauert ist, so daß bei einem verhältnismäßig langen Weg die Steine leicht Wärme aufnehmen und abgeben können. Durch entsprechende Ausbildung der senkrechten Züge wird dafür gesorgt, daß sich nirgends größere Mengen Kohlenstaub absetzen können. Nach Austritt aus lc gelangen die Abgase wieder durch einen Abhitzekessel k und dann in einen Staubabscheider s. Die bei q aus s austretenden, vom Staub befreiten Gase gelangen dann in den Wäscher Te, und von hier aus durch zwei automatische Ventile v, und v2 in die beiden Leitungen h und l2. Durch h wird beispielsweise das ärmere Generatorgas abgeleitet und in einem Gasbehälter hespeichert und durch 1 2 das reichere Generatorgas. Der aus dem Abscheider austretende Staub wird durch zwei automatische Klappen n1 und rat in zwei kleine Kohlenstaubbunker ml und m2 geleitet. Diese Bunker sind verhältnismäßig klein, da sie nur kleine Staubmengen zu fassen brauchen, die während einer Betriebsperiode von nur wenigen Minuten gespeichert werden müssen. Aus ml fördert eine Pumpe oder Fördereinrichtung p1 den Staub bei g in den Gaserzeuger, und aus dem Bunker m2 wird der Staub durch p2 entweder in die Aschenbeseitigung abgezogen oder aber, falls sich die Ausnutzung des restlichen Kohlenstoffes noch lohnt, in ein Kesselhaus gefördert.
  • Bei f, also nach dem Austritt der Gase aus dem Gaserzeuger a, wird der Frischstaub zugegeben, so daß er in h abschwelt. Die Betriebsweise ist nun folgende: Es ist gerade auf reiches Gas geschaltet worden, d.li. in f tritt io Minuten lang frischer Kohlenstaub ein, und die Klappe n2 ist geschlossen und n1 offen. Der Staub wird durch die Pumpe p1 in den Gaserzeuger gefördert, und zwar ist dieser Staub eine Mischung aus Schwelkoksstaub und bereits anvergastem Staub aus dem Gaserzeuger. Gleichzeitig ist das Ventil v1 geschlossen und das Ventil v, geöffnet worden, so daß nunmehr das durch die Schwelgase angereicherte Generatorgas in die Leitung 1, gelangen kann. Nach Beendigung der io \linuten wird die Frischstaubzufuhr bei f unterbrochen, während die Klappe n1 geschlossen und Eil geöffnet wird. Die Pumpe p, läuft weiter und fördert die Mischung aus Schwelkoksstaub und anvergastem Staub weiter in den Gaserzeuger. Der jetzt in s abgeschiedene Staub, der nicht mehr durch Schwelkoksstaub angereichert wird, gelangt nun <furch die offene Klappen, in den Bunker kn, und kann von hier aus durch die Fördereinrichtung p2 in die Aschenbeseitigung oder in das Kesselhaus gepumpt werden. Gleichzeitig ist v= geschlossen und 7,1 geöffnet worden, so daß das arme Gas durch hin die hierfür bestimmten Leitungen bzw. in den betreffenden Gasbehälter tritt. Dieser Vorgang dauert beispielsweise 7 Minuten. Nach dem Ablauf der :Minuten wird wieder v1 geschlossen, v, geöffnet. )E1 geöffnet, i12 geschlossen und bei f der Frischstaub für weitere io Minuten eingesetzt. Die Dosierung des Frischstaubes bei f bzw. die Dosierung der Pumpe p1 wird so vorgenommen, daß die in ml sich ansammelnde Mischung aus Schwelkoksstaub und bereits anvergastem Staub ausreichend ist sowohl für die io-Minuten-Periode der Starkgaserzeugung wie für die 7-Minuten-Periode der Schwachgaserzeugung. Während die Eintrittstemperatur in 1E bei Zugabe des Frischstaubes beispielsweise zwischen 6oo und 8oo° C liegt, steigt die Temperatur bei Fortfall der Frischstaubzugabe auf etwa goo bis i 10o° C an, so daß während dieser Zeit die Hochheizung der Mauerwerksmassen in h vorgenommen und damit die für die Schwelung nötige Wärmemenge bereitgestellt wird.
  • Das Verfahren läßt sich in erster Linie anwenden und ist gedacht für die Erzeugung von hochwertigem Generatorgas. Es ist aber auch möglich, die Vergasung nicht mit Luft und Wasserdampf durchzuführen, sondern mit sauerstoffhaltigen Gasen oder mit reinem Sauerstoff und Wasserdampf. In diesem Falle ist es nötig bzw. zweckmäßig, während derjenigen Periode, in der der Frischstaub geschwelt wird, bei b als Vergasungsmittel nur Sauerstoff oder mit Sauerstoff angereicherte Luft und Wasserdampf einzuführen und bei Umschaltung auf die Schwachgasperiode den Sauerstoff bei b durch Luft zu ersetzen. Auf diese Weise erreicht man die gleichzeitige Erzeugung von Starkgas und Schwachgas, letzteres für die Beheizung der Regeneratoren der Anlage und unter Umständen für weitere Verbraucher, die Schwachgas benutzen können. Wesentlich ist, daß das Starkgas dabei mit einem sehr günstigen Sauerstoffverbrauch hergestellt wird.
  • Selbstverständlich ist es möglich, auch im Falle der Fig.2 den Schwelkoksstaub, der bei g eingebracht wird, verhältnismäßig heiß zu benutzen, indem der Abhitzekessel, ähnlich wie bei Fig. i, ganz oder teilweise hinter die Abscheidung s gelegt wird.
  • Beim Zusatz von Sauerstoff während der Starkgasperiode bzw. beim Arbeiten mit reinem Sauerstoff gelingt es bei geeigneter Kohle, ein Gas zu erzeugen mit einem Heizwert, ähnlich dem normalen Koksofengas. Liegen die Betriebs- und Rohstoffverhältnisse jedoch so, daß der normale Heizwert des Koksofengases nicht erreicht wird, so kann man durch Karburierung mittels einer kleinen Heizölmenge während der Starkgasperiode den Heizwert auf die gewünschte Höhe bringen. Hierzu ist es erforderlich, (las Ölwährend der Starkgasperiode zusammen mit dein Schwelkokgstaub einzusetzen, natürlich durch getrenEEte I-eittEEi"en.

Claims (6)

  1. PATE\TA\Sf'ßt'CEiE: i. Verfahren zur Erzeugung von brennbaren Gasen aus Kohlenstaub und einer regenerativ erhitzten Mischung von Luft oder sauerstoff-'haltigeni Gas und Wasserdampf, dadurch gekennzeichnet, daß der Kohlenstaub mittels eines Teiles des Gases geschwelt wird, das durch Vergasen des durch Schwelung des Kohlenstaubes gebildeten Schwelkoksstaubes finit den hocherhitzten Vergasungsmitteln erzeugt wird, und die aus diesem Teil des Vergasungsgases und dem Schwelgas bestehende Mischung getrennt von dem übrigen Teil des Vergasungsgases abgezogen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der übrige Teil des Vergasungsgases ganz oder teilweise zur Beheizung der Regeneratoren verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß aus dein kontinuierlich mit dem Schwelkoksstaub und den Vergasungsmitteln beschickten Gaserzeuger nahe dem Ende der Vergasungszone ein Teil des Vergasungsgases abgezogen und dem die anschließende Schwelzone durchströmenden Rest des Vergasungsgases der Kohlenstaub zugesetzt wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet. (laß in dem Gaserzeuger in kurzzeitig abwechselnden Perioden nacheinander Schwelkoksstauh ver-ast (Schwachgasperiode) und Kohlenstaub mittels des gleichzeitig durch Vergasen x-on Schwelkoksstaub gebildeten Vergasungsgases geschwelt wird (Starkgasperiode).
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den während der Schwachgasperiode imd während der Starkgasperiode erzeugten Gasen ausgeschiedenen Stäuben getrennt aufgefangen und mir der während der Starkgasperiode abgeschiedene Staub dem Gaserzeuger kontinuierlich zugeführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch -. oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwärme des während der Schwachgasperiode erzeugten Gases in einem Regenerator gespeichert und v-ährend der Starkgasperiode an den Kohlenstaub abgegeben wird. ;. Verfahren nach einem der Ansprüche bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß während der Schwachgasperiode Luft und "@-ährend der Starkgasperiode Sauerstoff oder sauerstoffangereicherte Luft als Vergasungsmittel verwendet wird. B. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dati der Heizwert des während der Starkgasperiode erzeugten Gases durch Karburierung desselben mittels in den Gaserzeuger eingeführten Reizöles erhdht wird. c. Verfahren nach einem der Ansprüche t bis 8, dadurch gekennzeichnet, daB der Schwelkoksstaul> im wesentlichen unabgekühlt in den Gaserzeuger eingeführt wird. to. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche i bis 9, gekennzeichnet durch einen in der Starkgasleitung hinter dem Staubabscheider angeordneten Al>-hitzekessel. i i. Vorrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daB der Überhitzer des Abhitzekessels in der Starkgasleitung vor dem Staubabscheider angeordnet ist.
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