DE83042C - - Google Patents

Info

Publication number
DE83042C
DE83042C DENDAT83042D DE83042DA DE83042C DE 83042 C DE83042 C DE 83042C DE NDAT83042 D DENDAT83042 D DE NDAT83042D DE 83042D A DE83042D A DE 83042DA DE 83042 C DE83042 C DE 83042C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxide
naphthoquinone
water
brown
red
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT83042D
Other languages
English (en)
Publication of DE83042C publication Critical patent/DE83042C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C50/00Quinones
    • C07C50/26Quinones containing groups having oxygen atoms singly bound to carbon atoms
    • C07C50/32Quinones containing groups having oxygen atoms singly bound to carbon atoms the quinoid structure being part of a condensed ring system having two rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C46/00Preparation of quinones

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Di-ß-naphtochinonoxyd bildet sich beim Erwärmen von ß-Naphtochinon mit Eisenchlorid.
Zweckmäfsig ist es, 1 Theil ß-Naphtochinon mit 4 Theilen Eisenchlorid, die in 40 Theilen Wasser gelöst sind, im Wasserbade zu erwärmen. Dabei ist das Gefäfs bis über die Flüssigkeitsgrenze in das warme Wasser zu tauchen und stark zu schütteln, um das Zusammenballen des Chinons zu vermeiden. Schon bei 500 beginnt die Reaction und nach i/i bis Y2 Stunde erfüllt sich die Lösung plötzlich mit einem schweren, sandigen, gelben Pulver, welches sich schnell absetzt.
Man filtrirt, wäscht mit salzsäurehaltigem Wasser bis zum Verschwinden der Eisenreaction und dann noch einige Minuten auf dem Wasserbade mit Alkohol.
Das Oxyd C20 UT10 O5, vom Schmelzpunkt 245 bis 2500, kann aus Eisessig,. Aceton u. s. w. ohne Veränderung umkrystallisirt werden; kocht man aber mit Wasser, so bilden sich Hydrate, z. B. C20 H10 O5 + 2 H2 O und C00 H10 O B -\- 5 H2 O. Diese sind in heifsem Wasser ziemlich leicht löslich und krystallisiren daraus theils in langen, concentrisch gruppirten rothen Nadeln, theils in dunkeln, körnigen Massen, welche erst über 3000 schmelzen und bei Gegenwart von Säuren, wie verdünnter Salzsäure, sich sofort wieder in das ursprüngliche Oxyd zurückverwandeln.
Obwohl das Oxyd hinsichtlich des Schmelzpunktes dem um 1 Atom Sauerstoff reicheren Dioxydinaphtyldichinon C20 H10 O6 gleicht, unterscheidet es sich von diesem zunächst durch sein Verhalten gegen siedendes Wasser.
Aufserdem giebt folgende Zusammenstellung noch Unterschiede des Oxyds von den bekannten Chinonen der Dinaphtylreihe (vergl. Beilstein, organ. Chemie, 2. Aufl., III., S. 206) an die Hand:
Di-ß-naphto
chinonoxyd
Dinaphtyl-
dichinhydron
Dinaphtyldichinon Dioxydinaphtyl
dichinon
Aussehen orange Nadeln blauschwarz orange Prismen hellgelbe, mikrosk.
Krystalle
Alkalische Lösung braunroth grün
Löslichkeit in Alkohol,
Aether, Eisessig u. s. w.
gering gering grofs
Procentgehalt von C : H 72,7:3,3 76,4: 3,18 69,0: 3,76.
Die oben erwähnten Hydrate des Di-β naphtochinonoxyds färben Wolle ohne Beize in schwachen Lösungen braun, in starken Lösungen schwarz, Seide dagegen immer rothbraun. Wolle wird ebenfalls rothbraun, wenn man auf Chrombeize färbt.
Zum Färben der Wolle bedient man sich des durch längeres Kochen mit Wasser hergestellten Hydrats, welches eine tief braunrothe Lösung bildet, in der Weise, dafs man einige Minuten damit kocht, wenn Braunfärbung er-• zielt werden soll, und ι bis 2 Stunden, wenn schwarz zu färben ist.
Beim Färben von Seide ist immer längere Zeit zu erwärmen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Herstellung von Di-ß-naphtochinonoxyd durch Erhitzen von ß-Naphtochinon mit wässrigen Lösungen von Eisenoxydsalzen.
  2. 2. Ueberführung des nach Anspruch 1 erhaltenen Di-β -naphtochinonoxyds in lösliche Hydrate durch Kochen mit Wasser.
DENDAT83042D Active DE83042C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE83042C true DE83042C (de)

Family

ID=355401

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT83042D Active DE83042C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE83042C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE83042C (de)
DE189179C (de)
DE49808C (de) Neuerung in dem Verfahren zur Darstellung Wolle direkt schwarz färbender Azofarbstoffe
DE203436C (de)
DE450919C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE108551C (de)
DE125136C (de)
DE477284C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe
DE390666C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE591496C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten der Anthracenreihe
DE14997C (de) Neuerungen in dem Verfahren zur Darstellung des künstlichen Indigos und zur Erzeugung dieses Farbstoffs direkt auf der Faser. (I
DE704927C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
DE529692C (de) Verfahren zum Faerben von Celluloseestern und -aethern
DE663552C (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Komplexverbindungen
DE170433C (de)
DE490598C (de) Verfahren zur Darstellung chromierbarer Disazofarbstoffe fuer Wolle
DE62174C (de) Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus der Nitrosomonobenzylanilinsulfosäure
DE54624C (de) Verfahren zur Darstellung schwarzer Farbstoffe aus Amidoflavopurpurin und Amidoanthrapurpurin
DE544360C (de) Verfahren zur Darstellung von Perylentetracarbonsaeure
DE431674C (de) Verfahren zur Herstellung von indigoiden Farbstoffen und deren Zwischenprodukten
DE682344C (de) Verfahren zur Darstellung von AEthylenazofarbstoffen
DE511211C (de) Verfahren zur Darstellung von o-Cyanaryirhodanverbindungen
AT33317B (de) Verfahren zur Darstellung von Mono- und Dibromderivaten des Indigos.
DE264268C (de) Verfahren zur Darstellung haltbarer Nitrobenzoldiazonium-Doppelsalze.
AT115632B (de) Verfahren zur Darstellung wasserunlöslicher Azofarbstoffe.