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Vorrichtung zum raumbegrenzten Selbstkleben Die Erfindung ist eine
Vorrichtung zum raumbegrenzten Selbstkleben in mannigfaltiger Abwandlung.
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Papier an abgezirkelten Stellen klebefähig zu machen ist schwierig,
und zwar vornehmlich bei Verwendung von Selbstklebestoffen. Der dazu erforderliche
hohe technische Aufwand steht meist in keinem tragbaren Verhältnis zum wirtschaftlichen
Wert des Erzeugnisses. Daher beschränkte sich bisher die Nutzbarmachung des Selbstklebens
auf die Verarbeitung von streifenförmigen Klebstoffaufstrichen und hier vorzugsweise
in der Benutzung von beschichtetem Band.
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Das fabrikmäßig mit Selbstklebestoff beschichtete Band aus Papier,
Zellglas, Gewebe u. dgl. von unterschiedlicher Klebkraft ist ein idealer Werkstoff,
der sich unübersehbar vielfältig verwenden läßt, wenn es mit den -Mitteln der Erfindung
geschieht. Die wesentlichen Merkmale der Erfindung sind: Eine gegebene Selbstklebeftäche
ist durch einen ihr aufgeklebten Rahmen teilweise klebunwirksam gemacht; der Abdeckrahmen
hält die Klebschicht über der Oberfläche des festzuhaltenden Gegenstandes so lange
klebeunwirksam schwebend, wie sie nicht durch den Abdeckrahmen gedrückt mit einer
Gegenfläche in Berührung kommt.
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Nachstehend wird die Erfindung in einer Reihe von Beispielen beschrieben
und in einer Zeichnung dargestellt. In der Zeichnung bedeutet Abb. r das Wesen der
Erfindung, Abb. 2 ein Beispiel für das einseitige Wirken der Erfindung, Abb.3 ein
Beispiel für das zweiseitige Wirken der Erfindung mit nebeneinander angeordneten
Klebflächen.
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:'11>b.4 Etiketten,
Abb. 5 Streifband, Abb.6 Deckelverschluß,
Abb. 7 Haftbeutel, Abb. 8 Schachtelv erschluß, Abb. 9 Haftlineale, Abb. io das Montieren
eines Haftlineals und Abb. ii und 12 Beispiele für das zweiseitige Wirken der Erfindung
mit übereinanderliegenden Klebflächen.
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i. Beispiel (Abb. i) Der Rahmen i aus beliebigem Stoff ist mit der
Selbstklebehaut 2 hinterkleidet. Solange die Haut 2 nicht durch den Rahmen auf die
festzuhaltende Gegenfläche 3 gepreßt ist, schwebt sie infolge ihrer eigenen Spannung
über jener, so daß der Rahmen nach Belieben verschoben werden kann. Maßstäblich
ist die Darstellung übertrieben.
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z. Beispiel (Abb. 2) In ein steifes Kartonblatt 4 ist das Fenster
6 gestanzt, das einen Teil der Klebfläche 7 des Klebbandes 5 freigibt. Auch hier
kann das Kartonblatt 4 wie ein gewöhnliches Blatt gehandhabt werden, solange nicht
absichtlich die Klebfläche 7 durch das Fenster 6 an eine Gegenfläche gepreßt wird,
was schon durch bloßes Überfahren der Rückseite des Klebbandes 5 mit der Fingerkuppe
geschieht.
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3. Beispiel (Abb.3) Der Unterschied zum vorherigen Beispiel besteht
darin, daß die mittlere Klebfläche zu den benachbarten Klebflächen seitenvertauscht
liegt, so daß zwei neutrale Gegenflächen, z. B. zwei Blatt Briefpapier, miteinander
zusammengehalten Nverden, wenn die Vorrichtung der Abb.3 zwischen sie zu liegen
kommt.
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4. Beispiel (Abb.4) Etiketten mit einfacher und doppelter Haftfläche
und Kleinetiketten auf gemeinsamem Träger B. Diese Selbstklebeetiketten sollen nicht
die bekannten gummierten Etiketten ersetzen, obgleich sie bequemer im Gebrauch sind,
sondern sie sollen vorzugsweise dort zum Einsatz kommen, wo feuchte Klebmittel verpönt
sind, beispielsweise bei gelatinierten Filmen (Röntgenfilmen), bei oberflächenempfindlichen
glatten Materialien (Glas, poliertes Metall, Kunststoff) u. a.
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Größere Etiketten solcher Art können in einer angepaßten Schachtel
ohne besondere Schutzdecke verwahrt werden, wenn die mit den Schriftträgern verklebten
Klebbandabschnitte 5, die auf der Rückseite durch geeignete Präparierung (z. B.
Narbung) klebstoffabweisend sind, aufeinander zu liegen kommen. Für kleinere Etiketten
wäre solches Stapeln zu umständlich und kostspielig. Sie werden besser auf einem
gemeinsamen Schutzblatt 8 vereinigt, und zwar auf folgende einfache Weise: Die klebstoffabweisende
Schutzunterlage 8, der Klebstoff träger 5 und der gelochte Schriftträger 4 werden
in Form langer- Bänder im Fließverfahren miteinander vereinigt. Dann wird dieses
Dreifachband mit den Schlitzen 9 versehen, die die Schutzunterlage 8 nicht ganz
zertrennen, so daß der Zusammenhang gewährt bleibt. Der Benutzer kann nun ohne Beschwer
Etikett um Etikett abtrennen, auf den auszuzeichnenden Gegenstand legen und hier
durch Fingerkuppendruch auf die Klebbandrückseite im Raum des Fensters 6 im Nu zum
Haften bringen.
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5. Beispiel (Abb.S) Das Verkleben der Enden eines Streifbandes aus
Papier, vor allem aus durchscheinendem Material (Pergamyn, Zellglas), bedingt geeigneten
Klebstoff und eine gewisse Geschicklichkeit, die oft nicht vorhanden sind. Dann
lxwälirt sich ein Band io mit dem Loch i i, das mit dein Fleck 12 aus Selbstklebeband
hinterkleidet ist. Ist (las Streifband aus nichtfaserndem 1XIaterial, z. B. Zellglas,
ist es wiederholt verwendbar.
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6. B eispiel (Abb.6) Bei Taschen, Mappen, Umschlägen minderen Wertes
aus Papier sind häufig Verschlüsse erwünscht, für die die bekannten Verschlüsse
entweder unzweckmäßig oder unwirtschaftlich sind. Die Vorkehrung der A-bb.6 ist
dann ein recht tauglicher Ersatz. Die ausgesparten Flecke der Klehbandhinterkleidung
15 in der Klappe 13 der Tasche 1 4 kommen beim Schließen der Tasche i4 auf den klelistoffabweisenden
Streifen r6, z. B. aus selbstklel>endem Zellglas, zu liegen. Mit einfachem Eindrücken
der Fenster der Klappe 13 mit der Fingerkuppe wird die Tasche geschlossen.
Mit simplem Unterfahren der Klappenkante mit dem Daumennagel wird sie geöffnet.
Bei geeigneter Klehstoffwahl ist dieser Vorgang oft wiederholbar.
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7. Beispiel (_1b1.7) Beutel für Kleinzeug, 1)eisl)iclsweise 13i-iefmarken,
Fotos usw., zum Befestigen an llriefen u. a: Sie sind im Gebrauch angenehmer als
die üblichen Klammern. Von den gezeigten Neiden Formen ist die vorteilhafter, bei
der der Haftfleck 16 und die selbstklebende Verschlußlasche 17 getrennt sind. Doch
materialsparender und in der Fertigung einfacher ist es, Heftfleck und '\'erscliltißlasclie
aus einem Stück Selbstklehehand zu machen.
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B. B e i s p i e l (. @bl>. 8 Schachtelverschluß aus den Mitteln des
vorherigen Beispiels. Das klel>stoffabweisende Band aus Zellglas wird von der Klappe
i8 getragen, oder die ganze Schachtel ist aus einem Material mit hlebstoffabweisender
Oberfläche gearbeitet. Die Schachtelklappen werden zwischen die Finger einer lland
genommen, um das Behältnis zu schließen.
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9. Beispiel (:@lili.9und i'011 Selbstklebende Lineale bzw. .@l>deckleisten
beliebiger Länge, Breite oder Formung. 1)ie au sie zu stellenden Ansprüche sind
recht unterschiedlich. Soll die linealartige Vorrichtung nur kurze Zeit auf gewöhnlichem
Papier liegen, z. B. als Führungsmittel
für Stift oder lir:ser,
darf die Klebwirkung nur milde :ein, weil sonst der fasernde Stoff des Blattes beschädigt
würde. Das gleiche gilt, wenn die Vorrichtung zum Abdecken unerwünschter Teile einer
Vorlage bei fotografischen Arbeiten dienen soll; hier ist mit geringer Haftkraft
auszukommen. Handelt es sich aber um umfangreiche Montagen von Filmen auf Glasscheiben,
ist ein strengerer Selbstkleber zuverlässiger.
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.\1s ständig benutzte Werkzeuge muß das Klebband nach Verschmutzung
und Ermüdung für den Benutzer austauschbar sein (Abb. io). Ferner müssen die Klebflächen
hinter den Fenstern während der Arbeitsruhe von einem klebstoffabweisenden Streifen
i9 geschützt sein. I>as Material des Lineals selbst muß solide und zuweilen elastisch
sein; Blech und Kunststoffe sind besonders geeignet.
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Soll außer (lern zu bearbeitenden Material auch das Haftlineal fixiert
werden, muß es beiderseitig klebewirksam sein (A11.3).
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io. Beispiel (Abb. ii und 12) Gelegentlich müssen die Klebflächen
für beiderseitige Heftung übereinanderliegen. Steht für solche Aufgabe nur einseitig
beschichtetes Klebband zur Verfügung, ist die .lnordnung der Abb. i i und 12 zweckmäßig.
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i1. Beispiel (A11.12) Der Erfindungsgedanke setzt nicht die volle
Umrah'm'ng der abgezirkelten Klebfläche voraus. Wenn die Klebfläche hart an der
Kante der Vorrichtung sich befinden soll, darf der Abdeckrahmen offen sein.